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CKomet

Chefziege

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Samstag, 24. März 2012, 14:31

Die Geschichte des Drachenblut Akkirah

Akkirah wurde an Grenze zu Himmelrand nördlich von Bruma im Kaiserreich geboren. Ihre Mutter war eine Nord aus der Gegend von Rifton, ihr Vater halb Nord halb Kaiserlicher aus Bruma. Akkirahs Mutter kannte sich hervorragend mit Alchemie aus, was sie stets versuchte ihrer Tochter beizubringen. Ihre Mutter nannte sie im Gegensatz zu den meisten anderen nicht Akki, sondern Kira. Sie hatte noch einen 2 Jahre älteren Brüder, Faniro.
Während der Vater oft im Dienste der Armee als Kundschafter unterwegs war, halfen Akki und Faniro ihrer Mutter, die Arbeit auf dem ordentlich Geld einbringenden Hof zu bewältigen, der sowohl ihrem Vater, als auch dessen älteren Bruder gemeinsam gehörte. Wenn es die Zeit mal zuließ, trieben sich die beiden Kinder in den Wäldern rum um, Pflanzen zusammeln und auf die Jagt zu gehen. Von Faniro lernte Akki mit dem Bogen umzugehen und auch ein wenig mit einem einfachen Schwert zu kämpfen, um sich notfalls auch im Nahkampf zu verteidigen.
Die beiden hatten eine unbeschwerte Kindheit und waren glücklich. Während Faniero etwas draufgängerisch war, war seine Schwester meist ruhig und besonnen und dachte lieber einmal mehr nach, bevor sie sich in irgendwelche Abenteuer stürzte. Vom Wesen her war sie zurückhalten, sich nie in den Vordergrund drängend und stets freundlich zu allen anderen, denen sie begegnete.

An den langen Winterabenden, wenn man nicht raus konnte, las sie viel in den ganzen Büchern, die ihre Eltern im Laufe der Zeit angesammelt hatten. Mit 14 verstarb der Vater, nicht im Kampf sondern an einer Art Lungenentzündung.
Ihre Mutter kam über diesen Verlust nur sehr schwer hinweg und wurde vor Kummer sehr krank. Ihr größter Wunsch war aber, dass sie ihre Tochter noch gut verheiraten würde. Da Akkirah ihre Mutter über alles liebte, wollte sie ihr diesen Gefallen auch tun. Akkis Onkel machte sich dann auf die suche nach einem geeigneten Kandidaten.
Der Sohn eines reichen einflußreichen Kaufmanns aus der Stadt hatte großes Interesse an Akkirah (nicht zu vergessen die gute Mitgift die sie durch den gut laufenden Hof mitbringen würde….). Er zeigte sich bei seinen ersten Besuchen stets von der besten Seite, und war höfflich und zuvorkommend. Akkis Mutter, deren Gesundheit weiter schwand und dem Tode nahe war, war ausser sich vor Freude, weil sie glaubte den Traummann für ihr Kind gefunden zu haben. Allerdings konnte Akki sich nie sonderlich für ihn erwärmen, aber um ihre Mutter, die sie über alles liebte, glücklich zu machen willigte sie ein und sie hoffte das im Laufe der Zeit sich ihre Gefühle für ihren zukünftigen Mann doch noch in eine positive Richtung wenden würden.
Drei Tage nach dem 16. Geburtstag von Akkirah fand dann die Hochzeit in Bruma in kleinem Kreise statt. Die Hochzeitsnacht glich einer Vergewaltigung und auch danach wurde es nicht besser und sie wurde von ihrem Mann wie eine Dienstmagt behandelt und bei jeder Gelegenheit geschlagen.
Akkirah traute sich nicht, etwas zu sagen, weil sie Angst hatte, ihre Mutter, würde es nicht überstehen, wenn sie erfuhr wie ihr sich vorher so nett gegebenen Mann nun aufführte. Immer wenn sie zum Hof ihrer Mutter zu Besuch kam, tat sie so, als wäre alles in bester Ordnung. Vier Monate nachdem Akki geheiratet hatte verstarb dann ihre Mutter.
Kurz nach der Beerdigung kam eines Tages überraschend Faniro zu Besuch und wurde Zeuge, wie seine geliebte Schwester von ihrem Mann behandelt und geschlagen wurde. Ausser sich vor Wut ging er auf ihn los und stieß ihn von seiner Schwester fort. Der brutale Kerl stolperte und stürzte unglücklich auf einen Holzstapel hinter ihm und brach sich das Genick. Ein Knecht sah wie sein Herr zu Boden gestoßen wurde und lief zu dessen Vater. Aus Angst, das man ihren Bruder ins Gefängnis werfen und ihm den Unfall als Mord anhängen würde, beschlossen Akkirah und Faniro zu fliehen. Sie begaben sich ins Grenzland von Himmelsreich wo sie in den Bergen eine kleine verlassene Hütte fanden, in der sie sich einrichten. In den nächsten drei Jahren lebten sie dort oben und gingen auf Jagt und sammelten Kräuter, die Faniro an reisende Händler verkaufte, da Akkirah nach dem was sie erlebt hatte erst mal nicht mehr andere Menschen um sich haben wollte.
Eines Tages lernte Faniero bei einer Gruppe Händlern eine Rotwadonin kennen und verliebte sich unsterblich in sie. Er beschloss mit ihr in ihre Heimat zu gehen, und bat seine Schwester mitzukommen. Akkirah wollte aber nicht nach Hammerfall. Sie liebte die Berge und Wälder von Himmelsrand zu sehr, als das sie fortgehen konnte. Sie wünschte ihrem Bruder alles gute und versprach die beiden eines Tages zu besuchen.
Nachdem sie noch ein halbes Jahr alleine in der Hütte geblieben war, beschloss sie ihr Leben neu zu ordnen und wollte wieder sehen, das sie unter Menschen kam. Sie machte sich auf nach Rifton, wo sie hoffte Verwandte ihrer Mutter noch lebend anzutreffen.
Auf dem Weg dorthin geriet sie in einen Hinterhalt, den man den Sturmmänteln gelegt hatte, bekam einen heftigen Schlag auf den Kopf, der ihr Gedächnis Teilweise blockierte, so das sie sich gerade mal noch an ihren Namen erinnern konnte und wurde nach Helgen transportiert.
Nach dem Angriff des Drachens entkam sie mit Hilfe von Ralof, zu dem sie schnell vertrauen gewonnen hatte. Gemeinsam gingen sie nach Flusswald, wo Gerdur, Ralofs Schwester, sie bat nach Weislauf zu gehen um den Jarl über den Drachen zu informieren. Da Ralofs Familie sie freundlich aufgenommen hatte, konnte sie ihnen diese Bitte nicht abschlagen und machte sich auf zu Drachenfeste in Weislauf und gab dem Jarl bescheid über das was in Helgen geschehen war..
Danach machte sie sich auf nach Rifton, weil, auch wenn sie immer noch nicht wusste warum, sie unbedingt dorthin wollte. Kurz hinter der Brücke nahe der Honigbräuerei auf dem Weg nach Rifton stieß sie auf ein verletztes Pferd, dessen Besitzer von einem Säbelzahntiger getötet worden war. Sie behandelte die Wunden des Tieres und nahm es einfach mit. Adelante, wie Akkirah die noch recht junge Stute nannte, zeigte sich dankbar und anhänglich und so wurden die beiden ein gutes Team, das sich aufeinander verlassen konnte.
In Rifton angekommen, wusste sie erst mal nicht was sie tun sollte. Geld hatte sie keines mehr und sie musste irgendwie sehen, da sie die Stallmiete für Adelante besorgte, die sie bei den Ställen eingestellt hatte. Im Bienenstich wurde sie von einem Kerl namens Brynjolf angesprochen, da sie etwas herunter gekommen aussah in ihrer zerschlissenen Lederrüstung. Er schien eine recht einfache, wenn auch nicht ganz legale Arbeit für sie zu haben. Sie willigte ein ihm zu helfen, da schließlich niemand großartig zu Schaden kommen sollte. Ein paar Tage Gefängnis für das Opfer dürften ja nicht so wild sein und sie würde genug Gold bekommen um Adelante und sich selbst weiter versorgen zu können. Sie stellte sich im Umgang mit einem Dietrich recht geschickt an und hatte keine Probleme die einfachen Schlösser damit zu öffnen. Und dank ihrer Fähigkeit in den Wäldern sich leise an ihre beute ranpirschen zu können, gelang es ihr auch in der Stadt nicht bemerkt zu werden.
Nach der getanen Arbeit zeigte sich Brynjolf sehr angetan von ihr.
So wurde Akkirah in der Diebesgilde aufgenommen. Sie gewann die anderen Diebe recht schnell lieb und fühlte sich in ihrem Kreis recht wohl. Nur den Chef der Diebesgilde, Mercer, konnte sie unerklärlicherweise überhaupt nicht leiden. Eine innere Stimme sagte ihr, sie solle sich fern von ihm halten. Als sie einen Auftrag der Diebesgilde bekam, etwas in Weislauf zu erledigen wurde sie dort von Bürgern der Stadt drauf aufmerksam gemacht, das die „Kriegergilde“ dort neue Mitglieder suchen würde. Sie überlegte einfach mal vorbeizuschauen. Vielleicht würde man sie dort Aufnehmen und sie könne wieder durch ehrliche Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen, da sie auch wenn sie ihre Freunde in der Gilde sehr mochte, sich bei mit der Arbeit selbst nicht unbedingt anfreunden konnte und sie stets ein schlechtes Gewissen hatte, die Aufträge zu erledigen.
So ging sie, nachdem sie ihre Arbeit in Weislauf erledigt hatte, hoch zu Jorrvaskr und schaute sich zunächst draussen auf dem Trainingsplatz um. Der Erste der ihr über den Weg lief war Farkas. Allerdings statt sie freundlich willkommen zu heißen bekam sie zu hören, das er neuen nicht trauen würde. Sie war nahe dran wieder umzudrehen und zu gehen. Aber wollte sie wirklich weglaufen oder weiterhin auf der falschen Seite von Recht und Ordnung stehen? Nachdem sie das verneint hatte fasste sie all ihren Mut zusammen und begab sich hinein in die Methalle, wo gerade zwei Mitglieder sich einen heftigen Faustkampf lieferten. Und wieder überlegte sie kehrt zu machen und zu gehen, denn sie war es nicht gewohnt das man unter freunden miteinander so umging. Aber irgendwas in ihrem Inneren sagte, gehe weiter.
Also fragte sie einen der Umstehenden, ob man sie aufnehmen würde. Sie wurde an Kodlak verwiesen. Der sich untern in den Wohnquartieren befinden würde. Sie atmete noch mal tief durch und ging hinunter. Kodlak war mit einem der Gefährten in ein Gespräch verwickelt. Sie wollte nicht stören und blieb in der Tür stehen, wieder am überlegen zu gehen. Dann bemerkte der Alte sie und winkte sie herbei und sie ging hinein und stellte sich vor die beiden Männer, wo sie sogleich erst mal von Vilkas recht abweisend behandelt wurde. Aber auch diesmal ließ sie eine innere Stimme bleiben und ein Gespräch mit Kodlak führen, ohne dabei auf den anderen Mann zu achten.

CKomet

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Samstag, 24. März 2012, 15:06

Nach dem Gespräch mit Kodlak bat dieser in bestimmender Weise Vilkas, sich mit Akkirah in den Hof zu begeben, um ihre Kampffähigkeiten zu prüfen. Dieser war darüber nicht gerade erfreut, da er an sich gerne noch weiter über seine eigenen Probleme und Sorgen mit Kodlak gesprochen hätte. Beugte sich aber dem Wunsch und ging mit Akki in den Hof, alles andere als gut gelaunt. Auf dem Trainingsplatz wollte er das Akkirah mit ihrem Schwert auf ihn losging. Sie hatte noch nie jemanden ohne Not angegriffen und fühlte sich alles andere als wohl, als sie ihr Schwert gegen Vilkas erhob. Dieser parierte ihren zögerlichen Hieb locker und setzte so nach, das sie fast ihr Schwert verlor und setzte schon eine triumphierende Mine auf, die ihr sagen sollte: „Ich wusste doch das ihr untauglich seid“. Das weckte den Kampfgeist in Akkirah, denn klein beigeben wollte sie absolut nicht und ging wieder auf Vilkas los. Auch diesmal parierte er wieder, doch dieses Mal werte sie seinen Konterangriff ab. Gut 20 Minuten ging das Ganze so. Akkirah merkte wie ihr langsam die Kräfte schwanden und sie spürte das sie keine Chance hatte, gegen Vilkas zu bestehen. Er hatte dann ein einsehen und beendete die Prüfung. Seine Laune hatte sich aber immer noch nicht gebessert und er schickte sie zu Eorlund, dem Schmied der Gefährten, um sein Schwert schärfen zu lassen: Dabei konnte er es nicht lassen einen bösen Seitenhieb auszuteilen, von wegen sie möge gut auf das Schwert aufpassen, denn es wäre vermutlich mehr Wert als sie.
In diesem Moment wäre sie am liebsten sofort wieder auf ihn losgegangen und hätte ihm die Augen ausgekratzt.. Aber sie riss sich zusammen und funkelte ihn nur böse an und drehte sich dann mit hoch erhobenen Kopf um und ging zum Schmied hoch.
Dieser stellte sich als alter verständnisvoller Mensch raus und baute sie im Gespräch wieder auf. Dann bat er sie einen Schild zu Aela, einer der Anführer zu bringen, was sie gerne für ihn tat.
Aela traf sie ihn ihrem Zimmer gemeinsam mit einem weiteren Gefährten namens Skor. Die beiden schienen ein recht gutes Verhältnis zueinander zu haben und machten auf Akkirah einen Respekt einflößenden Eindruck und sie spürte das man sich mit den beiden nicht unbedingt anlegen sollte. Zu Aela war schon vorgedrungen, das sie die Neue sei und vor kurzen von Vilkas im Hof geprüft worden war. Daraufhin rief Skor nach Farkas, damit er ihr ihre neue Unterkunft zeigen könne. Der Kommentar von Aela auf Farkas Frage, ob sie ihn gerufen hätten, ließ Akkirah unverständlich kopfschütteln. Spricht man so mit anderen Gefährten? War es wirklich eine gute Idee gewesen um hier um Aufnahme zu bitten? Auf den Weg zu ihrer neuen Unterkunft versuchte Farkas, der sich ihr gegenüber nun vollkommen anders verhielt, als bei ihrer ersten Begegnung, das was Aela zu ihm gesagt hatte runterzuspielen. Er schien sich nun wirklich zu freuen, dass jemand Neues da war wollte nicht, das sie sofort einen schlechten Eindruck von den anderen erhielt und wieder gehen würde.
Nachdem sie bei ihrem neuen Quartier angekommen war, bedankte sie sich freundlich lächelnd bei Farkas, der ihr dann sogleich zu verstehen gab, dass sie wenn sie Arbeit suchen würde, nur zu ihm kommen bräuchte.
Zunächst sah sich Akkirah aber erst mal in dem Quartier um und unterhielt sich mit den anderen anwesenden Mitgliedern der Gefährten, die alle recht unterschiedlich waren.
Nachdem sie sich dann eingerichtet hatte, wollte sie Farkas aufsuchen und nach Arbeit fragen. Oben in der Methalle fand sie aber nur noch Vignar vor da es doch schon recht spät war, und dieser meinte Farkas würde wohl in seinem Zimmer zu finden sein. Also ging Akkirah wieder runter und suchte es. Dummerweise hatte man ihr nicht gesagt, welches der beiden Zimmer Farkas gehören würde und so klopfte sie erst mal an die falsche Tür. Von innen kam ein leises herein und so betrat sie das Zimmer, in dem Vilkas mit einem Buch in der gemütlich auf einem Stuhl saß. Akkirah wurde rot, weil sie befürchtete schon was falsch gemacht zu haben, indem sie Vilkas schon wieder störte. Als Akki den Buchtitel Morgenstern 2920 Band 1 las, kam eine leise Erinnerung in ihr hoch, als hätte sie dieses Buch früher oft gelesen. Spontan fragte sie Vilkas, ob er ihr das Buch ausleihen würde, wenn er es durch hätte. Da er von dieser Frage absolut überrascht wurde, nickte er nur und Akkirah entschuldigte sich für die Störung und verschwand schnell wieder. Dann klopfte sie bei Farkas an die Tür und betrat sein Zimmer nachdem er sie herein bat. Sie fragte ihn nach Arbeit und er erklärte ihr, das es ein paar Banditen beim Lager der Stillen Monde zu erledigen gäbe Er erklärte ihr den Weg dorthin und Akkirah beschloss am nächsten Morgen loszureiten. Doch noch bevor sie dann am frühen Morgen das Wohnquartier verlassen konnte, stand Vilkas neben ihr mit dem Buch in der Hand. Akki war absolut überrascht und als Vilkas ihr das Buch in die Hand drückte, wusste sie erst nicht was sie sagen sollte. Dann bedankte sie sich lächelnd und sagte dann ohne zu wissen warum, sie würde gut darauf aufpassen, denn ihr wäre klar, das es ja wahrscheinlich mehr wert sei als sie selbst.
Im ersten Moment stand Vilkas vollkommen verdattert da, weil damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Doch dann brach er in ein Lachen aus in das Akki nach einigem zögern mit einfiel. Nachdem sich beide wieder beruhigt hatten, dankte sie ihm nochmals. Vilkas Sagte ihr, sie könne jederzeit zu ihm kommen wenn sie Fragen hätte oder einfach nur reden wolle. Dann ging er hinaus um zu trainieren, während Akkirah sich zurück in den Schlafsaal begab, wo sie das Buch in ihrem Nachttisch legte.
Anschließend machte sie sich auf, um ihrer Aufgabe nachzukommen. Am Abend kehrte sie erschöpft nach Jorrvaskr zurück. Der Anführer der Banditen war doch stärker als sie dachte und hatte ihr einige leichte Wunden zugefügt. Farkas lobte sie für ihre gute Arbeit, als sie ihm Bericht erstattete und schickte sie zu Tilma, damit sie ihr eine ordentliche Portion zu essen vorsetzte, damit ihre Wunden schneller heilen würden.
Die nächsten zwei Tage nutze Akkirah um das Buch zu lesen. Dazu setze sie ich in eine ruhige Ecke unterhalb der Himmelsschmiede von aus wo sie den anderen beim Training zusehen konnte. Farkas schwang seine Zweihänder, als würde er nichts wiegen. Es sah zwar nicht unbedingt schön aus, aber es aber das mußte es ja auch nicht. Auch sein Bruder Kämpfte am liebsten mit einem Zweihänder, was Akkirah ansich ein wenig verwunderte. Denn er war von der Statur her doch recht schmächtig. Was ihm an Kraft fehlte machte er durch ausgeglichene Technik im Umgang mit der Waffe wieder wett. Athis Kampfstil sagte ihr am meisten zu. Er nutzte wie sie eine einhändige Waffe und sie beschloss ihn bei Gelegenheit zu fragen, ob er bereit wäre mit ihr ein wenig zu üben sobald sie wieder voll einsatzfähig wäre.

Am zweiten Abend war sie mit dem Buch durch und brachte es zurück zu Vilkas. Er fragte sie was ihr daran gefallen hätte und so fingen sie an darüber zu diskutieren. Dabei merkten sie kaum wie die Zeit verging. Als der Morgen graute ging sie und suchte Farkas wieder auf, um neue Arbeiten zu erhalten.
So vergingen gut 1 ½ Monate, indem Akkirah kleinere Aufträge übernahm und diverse Banditen zur Strecke brachte und viele Abende mit Vilkas über die unterschiedlichsten Bücher und Themen sprach. Nur persönlich Dinge blieben aussen vor. Die anderen Gefährten vermuteten schon, dass zwischen den beiden etwas laufen würde, was aber nicht so war. Denn auch wenn Akki ihr Gedächnis immer noch nicht zurück hatte und sie Vilkas sehr gerne hatte, konnte sie es immer noch nicht ertragen, wenn ihr jemand zu nahe kam. Vilkas schien das auch recht zu sein und so genossen sie ihre Zweisamkeit auf ihre Art und Weise als gute Freunde. Manchmal dachte sie an ihre Freunde in der Diebesgilde und fragte sich ob sie sie vermissen würden.
Dann kam die Zeit ihrer Prüfung bei den Gefährten um endgültig als Mitglied aufgenommen zu werden. Skor wollte das Akkirah mit Farkas ein Fragmet von Wuuthrat, der einstigen Waffe Ysgramors, der als Gründer der Gefährten angesehen wurde, beschaffte. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zu Staubmanns Grab. Im Inneren geriet Akkirah in eine Falle und sperrte sich selbst ein. Farkas wollte gerade nach einem Ausweg suchen, als sich von hinten mehrere Leute anschlichen und ihn umzingelten, die nichts Gutes im Schilde zu führen schienen. Da Farkas ihnen alleine gegenüberstand, sah er nur eine Möglichkeit gegen sie zu bestehen. Vor den entsetzten Augen von Akkirah verwandelte er sich in einen Werwolf und in dieser Gestalt erledigte er die 5 Angreifer im nu. Danach verschwand er kurz und das Gitter von Akkis Gefängnis öffnete sich wieder.
Sie stand immer noch irgendwie unter Schock. Bisher hatte sie von diesen Kreaturen nur aus Geschichten und Erzählungen gehört, war aber noch nie selbst einem begegnet. Und in den Geschichten kamen die Werwölfe nie gut weg und waren meist unberechenbar und gefährlich. Vorsichtig kam Farkas auf sie zu, um mit ihr zu reden. Akki wich zurück bis sie irgendwo an einer Wand nicht weiterkam. In ihrer Angst zog sie erst mal ihr Schwert. Farkas blieb in sicherem Abstand stehen und sprach beruhigend auf sie ein. Sie sah seinen traurigen Blick, weil es nicht seine Absicht war ihr Angst einzujagen. Nach einigen Minuten nahm sie ihr Schwert wieder runter, da sie merkte das er nicht vorhatte ihr etwas zu tun. Und so fing sie vorsichtig an Fragen zu stellen. Akkirah erfuhr nun, das die Mitglieder des Zirkels der Gefährten allesamt Werwölfe waren. Nun verstand sie auch, warum Nadja den einen Tag auf dem Trainingsplatz Aela so merkwürdige Fragen gestellt hatte.
Farkas nahm ihr das Versprechen ab, zu niemanden, auch seinem Bruden Vilkas, kein Wort zu sagen, über das was eben geschehen war, denn dieses Geheimnis sollte bewahrt werden, zumal Skor und Aela bestimmt alles andere als erfreut wären, wenn sie erführen, das Farkas ihr Geheimnis preisgegeben hatte.
Akkirah wusste wieder mal nicht was sie denken und tun sollte. Am liebsten wäre sie auf der Stelle umgedreht und davongelaufen. Da Farkas ihr aber soeben das Leben gerettet hatte, denn die Mitglieder der Silbernen Hand hätten auch sie nicht am Leben gelassen, wenn sie zuvor Farkas überwältigt hätten, beschloss sie erst mal gemeinsam mit ihm weiter zu gehen. Sie bekämpften die weiteren sich in dem Grab befindlichen Feinde und beschafften das Fragment, weswegen sie ja gekommen waren.
Zurück in Weislauf wollte Akkirah zunächst einmal mit Kodlak sprechen, da sie wegen dem was sie nun erfahren hatte, erst mal einige Zeit für sich verbringen wollte, um nachzudenken, was sie tun sollte. Aber zuvor wurden sie und Farkas vor der Methalle von Jorrvaskr von Vilkas abgefangen, der ihr sagte, sie möge mit ihm kommen, da es was zu feiern gab. Mit gemischten Gefühlen und gesenktem Kopf folge sie ihm. Im Hof hatten sich alle Mitglieder des Zirkels versammelt, um sie endgültig in die Reihen der Gefährten aufzunehmen. Akki stand schweigen und nachdenklich da. Sie sah die sie strahlend anschauenden Gesichter der beiden Zwillinge und war über die Worte, die Fakas bei der Zeremonie auf die Fragen von Kodlak von sich gab, sehr gerührt. Auch Skor und Aela schienen sich über ihre bestandene Prüfung zu freuen und beglückwünschten sie hinterher. Als dann Vilkas sie fragte, ob sie nach dem Festmahl noch bei ihm vorbeischauen würde, senkte sie nur den Blick und sagte nein. Sie hätte etwas mit Kodlak zu besprechen und ließ ihn verwirrt stehen und ging.
Dann suchte sie den alten Herold auf, um ihm mitzuteilen, dass sie vorhabe die Gefährten zu verlassen. Sie sagte zunächst nicht warum, aber irgendwie schien Kodlak zu spüren, das etwas im Staubmannsgrab vorgefallen sei. Nach einigem Zögern rückte sie damit raus, das sie nun wüsste, das die Mitglieder des Zirkels Werwölfe seien und sie Zeit für sich bräuchte, um mit diesem Wissen klar zu kommen. Kodlak hörte ihr ernst zu und sah ihr anschließend lange schweigend in die Augen. Dann ließ er sie wissen, dass er ihre Entscheidung, egal wie sie ausfallen würde akzeptieren würde und nicht versuchen würde sie umzustimmen.

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Samstag, 24. März 2012, 15:39

So verlies Akki dann erst mal leise Jorrvaskr und machte sich auf den Weg zum Ödstrutzhügelgrab, wo sie ja eigentlich schon seit längerer Zeit für den Hofzauberer des Jarls von Weislauf einen Gegenstand besorgen sollte. Was sie aber wegen ihrer Tätigkeiten für die Gefährten nie geschafft hatte.
In und um das Grab herum hatten sich Banditen und Grabräuber eingenistet, die ihr aber kaum Probleme bereiteten und auch die Drauge konnte sie recht leicht besiegen, dank des Trainings das sie bei den Gefährten bekommen hatte. So drang sie dann bis zum Hauptkammer vor. Hier geschah dann etwas sehr merkwürdiges. Als sie Nähe des Sarges an einer Wand stand, tauchten daran plötzlich merkwürdige Schriftzeichen auf und sie hatte das Gefühl irgendwas würde in ihr Bewusstsein eindringen. Das Gefühl hielt nur wenige Sekunden an und dann war es wieder weg als wäre nie etwas geschehen. Ausser, das an der Wand weiterhin die Schriftzeichen zu sehen waren.
Akkirah schnappte sich die merkwürdige Steintafel, die der Draugenfürst aus dem Sarg bei sich hatte und kehrte zurück nach Weislauf. Hier hoffte sie, dass ihr auf dem Weg hoch zur Drachenfeste keiner der Gefährten über den Weg laufen würde und sie hatte Glück. Sie brachte die Steintafel dem Zauberer, der sich sehr erfreut darüber zeigte. Dann tauchte Irileth, die Huskal des Jarl auf, und berichtete das ein Drachen gesehen worden war. Der Zauberer und Akkirah sollten sie zum Jarl begleiten.
Akkirah wünschte sich weit fort. Nicht schon wieder Drachen. Als hätte der von Helgen nicht gereicht. Der Drache sollte beim Wachturm südlich von Weislauf rumgeflogen sein. Der Jarl schickte Irileth mit einem Teil seiner Soldaten dorthin um zu sehen, was geschehen war. Er bat Akkirah mitzugehen. Zuvor gab er ihr noch die Erlaubnis, Eigentum in Weislauf zu kaufen. Sie überlegte nicht lange und kaufte dem dem Gold, das sie mit ihrer Arbeit bei den Gefährten und in der Diebesgilde verdient hatte die kleine Hütte neben der Schmiede. Nun hatte sie einen Ort wo sie sich jederzeit zurückziehen konnte. Nur die Nähe nach Jorrvaskr gefiel ihr nicht ganz, aber sie würde im Laufe der Zeit damit schon klar kommen.
Sie fand Irileth mit ihren Soldaten nahe des Wachturms, der zwischenzeitlich angegriffen worden war, bei einer Lagebesprechung. Vom Drachen war weit und breit nichts zu sehen. Als sie sich dem Turm näherten rief einer der Wachen, da kommt er wieder und gleich darauf erhellte auch schon ein Feuerstrahl die Umgebung. Aus der Deckung heraus beschossen sie den Drachen mit ihren Pfeilen. Als er dann zu Boden ging, stürmte Akkirah mit ihrem Schwert direkt auf ihn zu und versuchte es ihm ins Auge zu jagen. Dann starb der Drache unter ihrem Schwert.
Sie trat zurück um das Wesen genauer zu betrachten. Und plötzlich fing der Drache an, von inner her zu verbrennen und wie schon an der Wand mit den Schriftzeichen im Ödsturzhügelgrab, nur unendlich stärker wurde sie von einem Gefühl überwältigt das ihren Körper komplett durchdrang und sie spürte, das etwas von ihr Besitzt ergriff und sie veränderte..
Die um sie herumstehenden Soldaten sahen sie voller Erfurcht an und murmelten etwas von Drachenblut. Wieder mal völlig aufgewühlt stand sie da und als einer der Soldaten sie bat doch mal einen Schrei auszustoßen tat sie es einfach ohne nachzudenken.
Während die anderen weiter über das Drachenblut diskutierten und das riesige Skelett des Drachen bewunderten zog sich Akki alleine auf den Wachturm zurück. Als sie in der klaren kalten Abendluft da oben stand, wusste sie, nichts würde mehr so sein wie es mal war. Sie war nun ihrer Meinung nach eine Art Monster, ähnlich wie die Gefährten, die Werwölfe waren. Einer der Nebeneffekte durch die Aufnahme der Drachenseele war, das sie ihr Gedächnis zurückbekam.
Sie bleib die ganze Nacht da oben stehen und als sie am Morgen vollkommen durchgefroren beschloss, nach Weislauf zurückzugehen, wusste sie, dass sie auch zurück zu den Gefährten gehen würde. In der Methalle waren nur die Zwillinge am Frühstücken, die beide gleichzeitig bei ihrem Anblick zu strahlen begannen. Sie begrüßte die beiden schüchtern lächelnd. Dann ging sie hinunter zu Kodlak um bei ihm Rat einzuholen, was sie nun machen solle. Nach die beiden zwei Stunden miteinander gesprochen hatten ging sie wieder hoch und nahm ihr Leben beiden Gefährten wieder so auf, wie es vor ihrer Tour zum Staubmannsgrab war. Sie erledigte Aufträge hauptsächlich für Farkas, wobei sie nun manchmal auch gemeinsam loszogen, wie es unter Schildbrüder und Schwestern üblich ist. Wenn sie gemeinsam unterwegs waren erinnerte er sie immer an ihren eigenen Bruder, der nun weit weg mit seiner Frau hoffentlich glücklich lebte. Zwischendurch besuchte sie ihre Freunde in der Diebesgilde und half auch da manchmal die eine oder andere Kleinigkeit zu erledigen, wobei sie sich ihre Aufträge genau aussuchte und stets drauf achtete, das niemand dabei wirklich großartig zu schaden kam.
Auch mit Vilkas zog sie manchmal los, was aber selten vorkam, da er hauptsächlich damit beschäftig war die anderen zu trainieren oder auch Aufträge für die anderen Gefährten zu koordinieren. Abends saß sie dann wie früher oft mit ihm über irgendwelchen Büchern.
Die anderen Gefährten fragten sich schon, wann es wohl zum Streit zwischen den Brüdern wegen Akkirah kommen würde, denn auf Dauer, könne diese „Beziehung“ doch so nicht gut gehen. Doch Akkirah hatte die Grenzen schon recht früh klar gezogen. Sie wusste, dass sie Farkas immer „nur“ wie einen Bruder ansehen würde, und er hatte es akzeptiert, als er sie eines Trages ansprach und fragte ob sie sich vorstellen könne, mit ihm zusammen zu sein. Ihre Vilkas gegenüber stärker werdenden Gefühle behielt sie aber für sich, da sie trotz der vielen Zeit die sie gemeinsam verbrachten nicht wusste, woran sie in dieser Beziehung zu ihm stand, weil er seine Gefühle gut zu verbergen wusste. Irgendwann würde sie auch sicherlich den Grund dafür erfahren, aber sie wollte ihn nicht drängen und wartete also ab. Sie selbst war da im Grunde ja aber auch nicht besserd, da auch sie so wie nichts über sich Preis gab.
Nachdem wieder einige Zeit ins Land gegangen war und sich ihr Leben ansich in geregelten Bahnen lief, sprach eines Tages Skor sie an und gab ihr die Order, am Abend zur Tiefenschmiede zu kommen, wo er mit Aela auf sie warten würden. Sie solle aber niemanden weiter Bescheid geben. Akki war darüber recht erstaunt, weil mit den beiden hatte sie meist recht wenig zu tun. Bei Aela wusste sie nie woran sie war. An manchen Tagen war sie nett und freundlich und sie hatte das Gefühl mit einer guten Freundin zu sprechen, an anderen Tagen war sie schroff und abweisen und es war dann besser ihr aus dem Weg zu gehen.. Vor Skor hatte sie großen Respekt. Er schien stets zu wissen was er tat, und war allen gegenüber zwar hart und unbeugsam, aber doch gerecht. Kodlak schien ihn auch sehr zu schätzen, denn bei einem zufälligen Gespräch zwischen den beiden in der Methalle hatte sie mitbekommen, das er Skor als seinen Nachfolger ansah.
Und so stand sie dann am Abend vor der Tiefenschmiede, dessen Eingang für Uneingeweihte nicht zu erkennen war. Drinnen erwartete sie eine Überraschung. Aela stand in ihrer Werwolfsgestalt vor einer großen Schale. Skor beobachtete Akkis Reaktion auf Aela und lächelte nur, weil sie scheinbar keine Angst verspürte. Er wusste ja auch nicht, das Akkirah schon bekannt war, das es sich bei den Mitgiedern des Zirkels um Werwölfe handelte.
Dann sprach er den Grund ihrer Zusammenkunft an. Er und Aela waren von Akkirahs Art und ihren Fähigkeiten im Kampf genauso überzeugt wie die Zwillinge und Kodlak es waren und sind zum Entschluss gekommen, das Akki ein Wertvolles Mitglied im Zirkel werden könne. Da sie wussten das Kodlak und somit auch die Zwillinge ihr tun hier nicht gutheißen würden, hatten sie Akki heimlich herbestellt um ihr zu unterbreiten, Mitglied im Zirkel zu werden. Dieses würde aber Vorraussetzen, das sie wie sie werden würde. Das heißt auch durch ihre Adern müsse das Blut der Bestie fließen.
Mit allem möglichen hätte Akki gerechnet, aber nicht damit, das man sie im Zirkel aufnehmen wollte. Sie stand unschlüssig da und wusste erst mal nicht wie sie reagieren sollte. Dann dachte sie an Vilkas und das er ja auch ein Werwolf sei. Vielleicht würden sie einander näher kommen, wenn auch sie einer wäre und sie ihn damit besser verstehen könnte. Also entschloss sie sich, das Geschenk oder den Fluch, je nachdem wie man es sah anzunehmen.
Skor nahm sein Schwert und schnitt Aela den arm auf, so dass ihr Blut in die Schale floss. Akki holte tief Luft und trank dann von dem Blut. Die Verwandlung war nicht einfach und mit großen Schmerzen verbunden. Dank der inneren Stärke, die sie durch die Drachenseele gewonnen hatte, schaffte sie es aber bei Verstand zu bleiben. Sie lief eine Zeitlang planlos durch die Gegend, riss ein Kaninchen und dann war der Spuk auch schon wieder vorbei. Sie kam neben Aela an einem Ort, von dem sie nicht wusste wie sie dort hingeraten war wieder zu Verstand.
Aela lächelte stolz und sagte sie hätte alles gut überstanden, wenn es auch recht schwer war. Dann sagte sie ihr, dass sie sich bei einem Unterschlupf der Silbernen Hand befänden und Skor schon mal vorgegangen war um die Lage zu prüfen.
Akki hatte eine mulmiges Gefühl in der Magengegend, wusste aber nicht ob’s daran lag, das sie gerade zuvor noch ein Werwolf war, oder weil etwas anderes nicht stimmte. Vorsichtig schlichen sie um das Versteck und töteten die sich dort aufhaltenden Mitglieder der Werwolfjäger. Sonderlich wohl fühlte sich Akki bei der Tat nicht, denn obwohl sie nun ihre Feinde waren, hatten sie ihr eigentlich ja nichts getan und somit gab es für sie an sich keinen Grund sie umzubringen. Im inneren der Festung waren noch mehr Leute der Silbernen Hand zu finden. Da es keine Chance gab an ihnen vorbei zu schleichen, mussten sie sie letztendlich auch töten. Wobei Aela eh nie versucht hätte, ohne Blutvergießen an ihnen vorbeizukommen.
So drangen sie dann bis ins Herz der Festung vor, wo der Anführer zu finden war. Aber kein Lebenszeichen von Skor. Selbst zu zweit hatten sie große Mühe gegen den Anführer der Silbernen Hand zu bestehen zumal der nicht alleine war. Letztendlich schaffte sie es dann aber. Und dann fanden sie Skor. Alleine hatte er keine Chance gegen die Übermacht gehabt und war von ihnen getötet worden. Aela stieß einen wilden tierischen Schrei aus, in dem all ihre Trauer und Wut zu spüren war und Akki war einfach nur erschüttert und konnte kein Wort von sich geben. Nach einigen Minuten sagte Aela, sie würden gemeinsam den Tod von Skor rächen. Sie erlaubte Akkirah seine Rüstung an sich zu nehmen, gab ihr die Order, wo sich eine weitere Gruppe befinden würde, die sie auslöschen sollte und bat sie dann sie alleine zu lassen.
Voller Trauer im Herzen kehrte Akki zunächst erst mal zurück nach Jorrvaskr, um den anderen vom Tode Skors zu unterrichten. Zunächst traf sie im Hof auf Farkas. Dieser war als sie es ihm sagte, sehr aufgewühlt und wollte zunächst mit seinem Bruder sprechen. Akki bat ihn och einen Augenblick zu warten, da sie Vilkas selbst die Nachricht überbringen wollte. Farkas nickte und wartet eine Weile bevor er ihr folgte.
Vilkas war in seinem Zimmer zu finden. Er bemerkte sofort das etwas anders an Ihr war, denn Als Werwolf konnte er es riechen. Noch bevor Akki dazu kam ihn über Skors Tod zu Informieren, schrie er sie ausser sich vor Wut an, was ihr nur eingefallen wäre, sich in einen Werwolf verwandeln zu lassen. Akki war entsetzt über diese Reaktion, denn mit allem hätte sie gerechnet, aber nicht damit. Sie sah Angstvoll in sein Gesicht und sah die Wut und gleichzeitig Trauer in seinen Augen stehen.
In diesem Moment trat glücklicherweise Farkas ein, der seinen Bruder vorsichtig von Akkirah wegdrängte bevor Vilkas noch auf die Idee kommen würde seine Hand gegen sie zu erheben. Farkas warf ihr einen Blick zu der sagte „geht besser“ und das tat sie dann auch.
Wieder einmal begab sie sich zu Kodlak. Dieser musste ja auch noch über Skors Tod informiert werden. Sie merkte, das auch er nicht sonderlich glücklich darüber war, das sie nun auch das Bestienblut in sich trug, aber er machte ihr keine Vorwürfe, sondern versuchte sie zu trösten und gleichzeitig mit seiner eigenen Trauer über den Tod von Skor klar zu kommen.
Akkirah machte sich traurig nach dem Gespräch mit dem alten Herold auf den Weg nach Trevas Wacht, um die weiteren Fragmente von Wuuthrat und Pläne der Silbernen Hand gegen die Gefährten zu erlangen.

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Samstag, 24. März 2012, 15:55

Während Akki bei Kodlak war, versuchte Farkas seinen Bruder zu beruhigen, indem er ihn in seine Arme nahm. Es war eine verkehrte Welt, denn normalerweise war es sonst meist umgekehrt und Vilkas war derjenige, der seinem Bruder Trost und Rat zusprach.

Ein Blick in die Vergangenheit der Zwillinge
Vilkas kam ca. 4 Stunden vor seinem Bruder Farkas auf die Welt. Für die Mutter war es eine extrem schwere Geburt von der sie sich nie richtig erholte und starb, als die beiden Jungen gerade mal 2 Jahre alt waren.
Anfänglich versuchte der Vater Jergen sie mit Hilfe seiner alten Tante zu aufzuziehen, was Aufgrund ihres Alters und Gebrechlichkeit leider auch gerade mal 2 Jahre ging. Für den Vater war sein Erstgeborener irgendwie immer derjenige, von dem er erwartet hat, dass er vernünftig ist und sich auch um seinen „kleinen“ Bruder kümmert, wenn er mal unterwegs war. Somit wurde Vilkas schon recht frühzeitig Verantwortung aufs Auge gedrückt, während Farkas teilweise machen durfte, was er wollte. Trotzdem liebte Vilkas seinen Bruder über alles, auch wenn er es nicht immer so recht zeigte, denn Jergen, ihr Vater versuchte ihm beizubringen, das ein Mann seine Gefühle nicht offen zeigen darf, da es ihn verletzlich machen würde.
Als die beiden Jungen sechs waren, ging Jergen nach Jorrvaskr und schloss sich den Gefährten an. In seiner Abwesenheit kümmerte sich meist Tilma um die Zwillinge. Als die beiden 10 wurden kam Jergen nicht zurück. Niemand wusste was geschehen war. Und was sollte nun als den beiden Jungen werden? Um Gefährten zu werden waren sie noch zu jung, sie in ein Weisenhaus abschieben? Dafür hatten alle die beiden zu lieb gewonnen. Also beschloss Kodlak sie in Jorrvaskr zu belassen und sie gemeinsam mit den anderen zu Gefährten heranzuziehen. Am meisten kümmerte sich Skor, neben Kodlak in dieser Zeit um die beiden. Obwohl Farkas wusste, das ihr Vater Vilkas bevorzugt hatte, nahm ihn der Verlust doch Anfangs mehr mit als seinem Bruder. Vilaks versuchte dann alles um seinen Bruder irgendwie aufzuheitern und auf andere Gedanken zu bringen. Das schweißte die beiden Brüder fest zusammen.
Dadurch das Vilkas von Statur etwas schwächlich war, musste er sich richtig verbissen bemühen in den Augen der Gefährten als Kämpfer anerkannt zu werden, was seinem wesendlich kräftigeren Bruder mühelos gelang. Und während Vilkas von Anfang an es liebte, seine Nase in Bücher zu stecken und nicht nur die Praxis zu lernen, sondern sich auch mit den Hintergründen zu beschäftigen, wurde ihm im Laufe der Zeit nachgesagt, er wäre der klügere der beiden, da er durch das viele Lesen seine Ausdrucksweise besser schulte.
Egal was passierte, die beiden Brüder standen sich jedenfalls immer sehr nah und liebten einander jeder auf seine Art sehr. Mit 20 wurden die beiden dann zu Mitgliedern des Zirkels gemacht. Ihr Ahne war Skor, den beide auch immer sehr geschätzt haben und teilweise neben dem alten Kodlak als Ersatzvater ansahen, nachdem Jergen nicht wiederkam. Anfangs fanden die Brüder ihr Darsein als Werwölfe spannend und nutzen jede Gelegenheit, sich zu verwandeln.
Dann lernte Vilkas ein Mädchen aus Kavasten kennen in das er sich verliebte. Auch das Mädchen, Kisda, schien von ihm recht angetan zu sein. Wann immer es seine Zeit erlaubte war Vilkas mit ihr zusammen. Die Eltern von Kisda, hatten auch nichts gegen Vilkas einzuwenden und so verlobten sich die beiden. Eines bedrückte Vilkas aber sehr, denn er durfte ja keinem außen stehenden des Zirkels etwas über sein Werwolfblut verraten. Er wollte aber nicht vor seiner zukünftigen Geheimnisse haben, also beschloss er, es ihr zu verraten. Sie trafen sich an ihrem Lieblingsplatz in den Bergen oberhalb der Stadt. Hier versuchte er ihr nun zu erklären, was ihn bedrückte und verwandelte sich vor ihr in einen Werwolf. Kisda war darauf nicht vorbereitet und vollkommen entsetzt. Sie wollte nur noch fort und lief wie von Furien gehetzt davon. Vilkas wollte ihr folgen, aber nicht in dieser Gestalt, also mußte er etwas warten bis er seine Verwandlung wieder rückgängig machen konnte.
So erreichte dann Kisda vor ihm den elterlichen Hof, wo sie sogleich ihren Eltern berichtete was geschehen war. Was Vilkas allerdings nicht wusste war, das die Familie zur Gruppe der Silbernen Hand gehörte, die gnadenlose Werwolfjäger waren. Es blieb ihm nichts übrige als zu fliehen. Die Zeit danach versuchte er mehrfach Kisda zu sehen, um mit ihr zu sprechen, doch sie wollte von ihm nichts mehr wissen.
Von da an war auch der Silbernen Hand bekannt, dass sich unter den Gefährten Werwölfe befanden und sie begannen mit ihrem Feldzug gegen die Gefährten.
Seitdem wünschte sich Vilkas, niemals zum Werwolf geworden zu sein und fing an sein Darsein zu hassen. Er kehrte nach Jorrvaskr zurück und nahm in nächster Zeit jeden extrem gefährlichen Auftrag an, in der Hoffnung, er würde ihn nicht überleben.
Die Veränderung, die Vilkas durchmachte fiel nicht nur Farkas auf, der nicht wusste, wie er seinem Bruder helfen sollte, sondern auch Kodlak fing an sich Sorgen zu machen und rief ihn bei jeder sich bieten Gelegenheit zu sich um mit ihm über seine Probleme und Sorgen zu sprechen. Bei Kodlak konnte Vilkas frei über alles, was ihn bedrückte reden und so besserte sich im Laufe der Zeit sein Gemütszustand wieder und er fand sich damit ab zu sein was er war.
Kodlak hielt es für eine gute Idee Vilkas die Verantwortung der Ausbildung der neuen Rekruten zu überlassen. Mit dieser Aufgabe stieg nach und nach auch wieder sein Selbstbewusstsein.


Nachdem er sich langsam in den Armen seines Bruders beruhigte, sah Farkas wie ein kleiner Ring Vilkas aus der Hand gefallen war. Er hob ihn auf uns sah seinen Bruder schweigend an. Es war einer der beiden Ringe ihrer Mutter, dem einzigen Andenken was die Jungen von ihr hatten. Sie hatte ihren eigenen Ring bevor sie starb einschmelzen und den Rubinstein, der ihn zierte in zwei gleichmäßige Hälften teilen lassen und zwei neue Ringe daraus machen lassen und den Jungen gegeben. Farkas ahnte was Vilkas damit vor gehabt hatte und er wusste das Vilkas von sich aus anfangen musste zu reden und wartete.
„Warum? Warum hat sie das getan? Wieso habe ich es nicht verhindert? Ich hätte wissen müssen was Skor und Aela vorhatten, als sie Akki zur Seite nahmen. Ich hätte es verhindern müssen und mit ihr vorher darüber sprechen sollen. Und warum habe ich sie auch noch eben so angefahren?“ Tränen standen ihm in den Augen. „Das wollte ich gar nicht. Wenn ihr mich nicht zurückgehalten hättet, hätte ich ihr auch noch eine Tracht Prügel versetzt und sie weiß das. Damitwird sie mich nun hassen, denn ich weiß das sie sich das nicht gefallen lassen hätte, da sie mir mal erzählt hatte, wie sie von ihrem Mann behandelt wurde.“ Er nahm Farkas den Ring aus der Hand und wollte ihn zurück in den Schrank legen. Farkas hielt ihn zurück. „Geht zu ihr und entschuldigt euch bei ihr. Sie wird es verstehen.“
Vilkas sah seinen Bruder an. „Glaubt ihr wirklich?“. Farkas nickte mit ernstem Gesicht. “Ja, das wird sie“.
Vilkas nahm seine Bruder in den Arm und sagte aus tiefsten Herzen: „Danke, Bruder“. Dann machte er sich auf die Suche nach Akki. Er musste feststellen, dass sie schon fort war. Er versuchte noch sie in ihrem Haus neben der Schmiede und unten bei den Ställen abzufangen, aber sie war weg und er hatte keinen Anhaltspunkt, wohin sie gegangen sein konnte. Also beschloss er In Jorrvaskr auf ihre Rückkehr zu warten. Damit er sie Tagsüber nicht verpasste, bat er Mila, der Tochter von Charlotta, ihr sofort bescheid zugeben, wenn sie sie sehen sollte. Vom Abend bis zum Morgengrauen verbrachte er selbst dann die Nächte in der Methalle mit Warten. Ausser seinem Bruder hatte er mit niemanden weiter über den Vorfall mit Akkirah gesprochen und daher wusste keiner warum er die meiste Zeit oben verbrachte statt schlafen zu gehen. Selbst Kodlak gegenüber hatte er geschwiegen, obwohl dieser gemerkt hatte dass etwas nicht stimmte. In der vierten Nacht konnte er sich dann nicht mehr wach halten und schlief auf dem Stuhl ein. Ausgerechnet dann musste Akkirah von ihrer Tour nach Trevas Wacht zurückkommen.

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Samstag, 24. März 2012, 16:59

Diesmal war er Kodlak nicht so recht gelungen, sie zu beruhigen. Wie auch wo sein Herz von Trauer über Skors Tod schwer war. So schnell sie konnte lief sie zu den Ställen, wo Adelante untergebracht war und schwang sich auf ihren Rücken und stürmte davon Richtung Rifton. Der kalte Wind pfiff ihr um die Ohren und ließ ihren Kopf langsam wieder klarer werden. Am Ritualstein machte sie halt und sah von dort rüber nach Weislauf. Ihre Trauer wich langsam einer großen Wut. Nur worauf war sie sich unschlüssig. Auf sich selbst weil sie es nicht geschafft hatte zu bleiben und sich Vilkas und seinem Ausbruch zu stellen? Auf Vilkas, weil er Nahe dran war sie zu schlagen? Wieder auf sich selbst, weil sie plötzlich an die Vergangenheit mit ihrem verstorbenen Mann erinnert wurde und die Angst die sie jedes Mal hatte, wenn er nur die Hand erhob? Da sollte sie doch längst drüber stehen. So saß sie da noch gut eine halbe Stunde auf Adelante bevor sie weiter ritt. In der gut befestigten Burg war es nicht leicht, sich durchzuschleichen, um an die Pläne zu gelangen. Sie versuchte aber so wenig Ttote wie möglich zu hinterlassen. Dann kehrte sie langsam zurück nach Jorrvaskr.
Als sie leise Mitten in der Nacht die Halle betrat, sah sie Viklas tief und fest auf einem Stuhl schlafend sitzen. Er wirkte so zerbrechlich als sie ihn so ansah. Sie beschloss ihn erst mal schlafen zu lassen und später mit ihm zu reden. Dann ging sie runter zu Aela um ihr die Beute zu bringen, die sie der Silbernen Hand abgenommen hatte. Sie sagte aber nichts davon, das sie die Meisten in der Festung am Leben gelassen hatte.
Aela teilte ihr mit das Kodlak sie unbedingt sehen wollte. Ermahnte sie dann auch noch nicht zuviel über ihr Treiben der letzten Zeit zu verraten. Akkirah ging schleunigst zu Kodlak, der sie scheinbar trotz der späten Stunde erwartet hatte. Als Kodlak sie auf die Taten der vergangene Tage ansprach konnte Akki nur wahrheitsgemäß antworten, und sagte auch dass es ihr schwer fiele, einfach andere ohne sonderlich guten Grund zu töten. Kodlak freute sich darüber sehr, denn er hatte schon befürchtet, sie würde zu sehr gefallen am töten finden, was nicht zu den Gefährten passen würde, Dann erzählte er ihr den Grund warum er mit ihr sprechen wollte. Er schien eine Lösung gefunden zu haben, wie man sich vom Fluch des Bestienblutes reinigen könnte. Man müsse die Köpfe der Schluchtweiher Hexen holen. Je mehr er darüber erzählte, desto glücklicher wurde es Akki ums Herz. Sollte es wirkliche eine Chance geben, das Bestienblut wieder loszuwerden? Kodlak schien überzeugt davon zu sein.
In der Halle saß Vilkas immer noch schlafend auf dem Stuhl. Sollte sie ihn wecken und ihm alles erzählen? Was aber, wenn es letztendlich doch nicht klappen würde? Sollte sie ihm Hoffnungen machen, die wieder zerschlagen werden könnten?
Nein, das wollte sie nicht, also ging sie alleine los.

Als Akkirah bei den Ställen ankam, entschloss sie sich bis zum Morgengrauen zu warten bevor sie wieder loszog. So hatte Adelante auch ein wenig Zeit sich etwas auszuruhen und neue Kraft zu sammeln. Daher legte sich Akkirah ins Stroh neben ihr Pferd und schlief ein. Die ersten Sonnenstrahlen weckte sie und sie brach auf. Die erste Strecke legte sie zu Fuß zurück, um weiterhin ihr Pferd zu schonen und gleichzeitig auch wieder mal Kräuter und Pflanzen zu sammeln. Am frühen Nachmittag kam sie dann beim Schluchtweiherzirkel in dem die Hexen lebten an. Sie schlich sich in die Höhle und tötete einer nach der anderen mit Pfeil und Bogen. Danach schlug sie ihnen die Köpfe ab.
In der Zwischenzeit war es dunkel geworden und ein Schneesturm kam auf. Sie beschloss mit Adelante bis zum Morgen zu warten um zurückzukehren, da das Gelände sehr unwegsam war und sie nicht riskieren wollte das ihr treues Tier sich die Beine brach. In dieser Nacht schlief sie das erste mal seit langem wieder gut und träumte davon wieder „normal“ zu sein. Fröhlich machte sie sich am Morgen dann auf nach Jorrvaskr zurückzukehren. Als sie Nahe der Stadt war, überkam sie dann plötzlich ein ungutes Gefühl. Sie spornte Adelante an um schnell nach Hause zu kommen. Die Stimmung in der Stadt wirkte bedrückt, die Kinder, die sonst durch die Strassen tobten, waren nicht zu sehen und auch der Marktplatz war wie ausgestorben. Angst überkam sie. Als sie sich der Treppe, die hoch zur Methalle der Gefährten führte näherte, sah sie unten ein Haufen Leute stehen, sowie Aela und Torvar, die bewaffnet und kampfbereit waren. Dann sah sie 3 Tote rum liegen, die sie sofort als Mitglieder der Silbernen Hand erkannte. Aela sagt nur, das ihre Feinde es endlich gewagt hätten Jorrvaskr anzugreifen. Akkirah zog ihr Schwert und stürmte hoch voller Angst. Was mag drinnen alles geschehen sein. Waren alle wohlauf? Drinnen bewachte Vilkas den Eingang. Als sie ihn sah, war sie erleichtert, aber sein Blick versprach nichts Gutes. Nur ein ungehaltenes „Wo wart ihr?“ kam ihm über die Lippen, was ihm dann aber auch schon sofort wegen des Tons leidtat. Da sah sie hinter ihm Kodlak auf dem Boden liegen. Neben ihm knieten Farkas und Nadja. In dem Moment wusste Akkirah was los war. Sie stieß einen tierischen Schrei aus und wäre fast auf de Stelle zusammen gebrochen. Vilkas fing sie rechzeitig auf und wollte sie tröstend an sich drücken, aber sie riss sich gleich los und rannte, bzw stolperte mehr zu Farkas und Nadja und fiel neben den beiden auch auf die Knie wo sie dann in Tränen ausbrach. Schweigend, selbst mit Tränen in den Augen, die er versuchte zu unterdrücken, folgte Vilkas ihr uns stellte sich neben sie.
Für Akki war eine Welt zusammengebrochen. Sie hatte den Alten wie einen Vater geliebt Er hatte ihr stets Mut zugesprochen, war stets für sie, genau wie für alle anderen da und nun war er tot. Sie fühlte sich wieder mal klein, alleine und hilflos.
Nachdem eine gefühlte Ewigkeit vergangen war, spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter. Sie dreht sich um und sah hoch, wobei ihr immer noch Tränen herunter liefen. In Vilkas Gesicht sah sie sowohl seine Trauer, als auch die unbändige Wut auf diejenigen die, die ihren Herold umgebracht hatten. „Ich werde Kodlak rächen und die Silberne Hand bluten lassen für das was sie hier getan haben. Keiner wird überleben.“ Dann drehte er sich um und ging. Eine große Furcht kam in Akkirah hoch. Sie wollte nicht noch jemanden verlieren, den sie sehr gerne hatte. Sie sprang auf und fing ihn an der Tür ab. „Ich werde euch begleiten.“ „Nein, ihr bleibt hier, das werde ich alleine machen.“ Sie sah das wilde gefährliche Funkeln in seinen einsgrauen Augen. Dieses Mal wich sie seinem Blick nicht aus. „Ich komme mit!“

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Samstag, 24. März 2012, 17:10

Nachdem Akkirah und Vilkas Jorrvaskr verlassen hatten und Richtung Marktplatz gingen vernahm Akki Schritte hinter sich. „Ich werde auch mitkommen“, sagte Farkas, als er sie einholte. Vilkas ging stur weiter und Akki dreht sich zu seinem Bruder um. Sie spürte eine neue Stärke in sich als sie zu Farkas sprach. „Nein, ihr werdet hier bleiben.“ Sie sah Tränen in seinen Augen schimmern. „Ich habe Angst um meinen Bruder. Er wird in diesem Zustand leichtsinnig sein und den Tod finden.“ Sie nahm Farkas in die Arme. „Ich werde auf ihn aufpassen. Ich verspreche euch, dass ich ihn lebend zurückbringen werde. Aber ihr müsst euch gemeinsam mit Aela um Jorrvaskr und die anderen Gefährten kümmern. Und dafür sorgen das Kodlak ein anständiges Begräbnis bekommt.“ Sie löste die Umarmung, sah Farkas noch mal an, der traurig mit hängendem Kopf vor ihr stand und gab ihm zum Abschied einen Kuss auf die Wange. Dann lief sie schnell hinter Vilkas her.
Vilkas merkte, das Akkirah und Farkas zurückgeblieben waren. Nachdem er noch ein Stück weitergegangen war sah er zurück, um zu sehen, was nun mit den beiden los war. Er sah wie Akki seinen Bruder in dem Arm genommen hatte und dann ein Kuss gab. Wie in Stich fuhr ihm ein heftiger Schmerz durchs Herz, als er weiterging. Sie schien sich entschieden zu haben… und zwar gegen ihn.
Als Akkirah ihn einholte, fragte sie ihn, ob er wüsste, wo sie hingehen müssten. Ohne sie anzuschauen sagte er tonlos, dass er sie im Schattenstollenrefugium vermutet. Dann schwieg er sogleich wieder. Auch Akki war nicht zum Reden zumute. Auf Höhe des Stalles beschloss sie, es wäre sicher das Beste zu Pferd zu ihren Feinden zu gelangen, denn so würden sie ihre eigenen Kräfte auf den Weg dorthin schonen und auch Gefahren, die unterwegs in Form wilder Tiere oder Banditen lauern, aus dem Wege gehen können. Sie sattelte schnell Adelante, während Vilkas schon vorging. Als sie ihn einholte versperrte sie ihm mit ihrem Pferd den Weg. „Steigt auf! Zu Pferd kommen wir schneller und sicherer zu unserem Ziel.“ Adelante fing an zu tänzeln, weil sie die Anspannung ihrer Reiterin spürte. „Vergesst es. Ihr scheint zu vergessen zu haben, dass Pferde etwas gegen Werwölfe haben.“ „Stimmt… und darum kann ich auf Adelante auch sitzen. Also steigt nun endlich auf! Wir können natürlich auch noch Stunden hier darüber streiten!“ Völlig überrascht von der Schärfe und dem bestimmenden Ton, den er noch nie bei ihr erlebt hatte, ließ er sich sich von ihr aufs Pferd helfen. Dann ritten sie schweigend, jeder einen eigenen Gedanken nachhängend ihrem Ziel entgegen.
Im Schattenstollen übernahm wieder Akki die Führung. Vilkas wusste von ihren gemeinsamen, wenn auch seltenen Unternehmungen, das es vorteilhaft sein konnte, wenn jemand mit guten Schleichfähigkeiten die Lage sondiert und bei Bedarf die Gegner schon aus sicherer Entfernung ausschalten konnte oder wenigsten schon mal für Verwirrung sorgte, wenn in einer Gruppe von Feinden plötzlich jemand von einem Pfeil getroffen zu Boden ging. Daher versuchte er gar nicht erst, trotz der wilden Wut gegen die Mitglieder der Silbernen Hand, die der er am liebsten wie ein Berserker mit seinem Zweihänder auseinandergefegt hätte, vorzugehen.
Er bekam auch so noch genug Gegner vor die Klinge, an dem er seinen Hass auslassen konnte. Nachdem keiner Ihrer Feinde mehr am Leben war, nahm Akkirah die Fragmente von Wuuthrat an sich und sie verließen diesen Ort. Draussen sagte Vilkas er wolle alleine zu Fuß zurück nach Jorrvaskr gehen. Sie sah in an und sagte nur: „Ich werde euch nicht allein gehen lassen, denn ich habe eurem Bruder versprochen euch lebend zurückzubringen.“ Wieder durchfuhr ihn ein Stich. Nicht seinetwegen war sie besorgt, sondern Farkas wegen. Aber er hatte ja auch selbst Schuld, so wie er sich ihr gegenüber verhalten hatte, das sich sich letztendlich seinem Bruder zugewandt hatte. Farkas würde auch viel besser zu ihrem freundlichen Wesen passen als er, der schnell aufbrausend wurde und sich dann nur schwer unter Kontrolle halten konnte. Er beschloss, dass er Jorrvaskr nachdem er sich von Kodlak auf der Trauerfeier verabschiedet hatte, verlassen würde.
So kehrten sie dann beide wieder schweigend und ihren eigenen Gedanken nachhängend, nach Jorrvaskr zurück. Vilkas Seele noch trauriger und verlassener als vorher und Akkirah einerseits traurig, weil sie mit Kodlak jemand verloren hatte, der ihr Halt gegeben hatte, und trotzdem glücklich, weil sie beide es geschafft hatten ausser kleinen Kratzern, gesund und unverletzt zurückkehren zu können.


Man hatte in Jorrvaskr auf die Rückkehr von Vilkas und Akkirah gewartet, um gemeinsam Kodlak auf seinen letzten Weg zu bringen. Alle anderen waren schon um die Himmelsschmiede versammelt. So blieben Akki und Vilkas gemeinsam am Zugang zur Schmiede stehen. Farkas sah trotz seinen Trauer seine Bruder kurz glücklich strahlend an und schenkte auch Akki ein dankbares Lächeln bevor er wieder ernst wurde. Vilkas bemühte sich auch zu kurz zu lächeln, was ihm aber sehr schwer viel. Er sah Akki vorsichtig von der Seite an, die aber nur mit Tränen in den Augen zu dem aufgebarten Kodlak schaute und sonst nichts weiter mitbekam. Aela begann mit der Grabrede, in der dann Vilkas und Farkas einfielen. Anschließend löste sich die Versammlung auf. Die verbliebenen Mitglieder des Zirkels wollten sich noch alleine in der Tiefenschmiede treffen, die aber jeder alleine für sich aufsuchte.
Bevor auch Akki hinuntergehen konnte, fing Eorlund sie ab und fragte, ob sie die Fragmente von Wuuthrat habe. Sie nickte und gab sie ihm vorsichtig. Der Schmied hatte beschlossen, die alte Waffe, die Ysgramor selbst getragen haben sollte zu reparieren. Allerdings fehlte noch ein Stück. Dieses sollte sich in den Gemächern des Verstorbenen Herolds befinden und er bat Akkirah, es für ihn zu holen, da er sich selbst für unwürdig hielt, dort einfach hinein zu spazieren und es zu durchsuchen. So ging Akki erst mal los um das Teil zu finden. Es lag in der Nachttischschublade, neben dem Tagebuch von Kodlak. Ohne zu wissen warum, nahm sie auch das Buch mit, aber ohne eine Blick hineinzuwerfen. Sie brachte das fehlende Stück der Waffe zu Eorlund und begab sich dann in die Tiefenschmiede zu ihren Schildgeschwistern.
Hier waren Vilkas und Aela in eine heftige Diskussion verstrickt als Akki eintrat. Es schien darum zu gehen, ob man den Fluch auch im Tode noch aufheben könne, wie es sich Kodlak gewünscht hatte. Scheinbar gab es aber das Problem, das man das Grab von Ysgramor, wo man ein Reinigungsritual durchführen konnte, nicht betreten könne, da der Zugang verschlossen war.
Akki hörte nur schweigend zu. Dann betrat nach geraumer Zeit Eorlund die Tiefenschmiede. Er hatte die letzten Worte mitbekommen, von wegen, man könne das Grab nicht betreten. Er sagte nur mit dem richtigen Schlüssel, würde man es betreten können und zog hinter seinem Rücken eine riesige Axt hervor. Die anderen drei betrachteten die Waffe voller Erfurcht, während Eorlund damit zu Akki ging und sie ihr übergab. Sie solle damit den Zugang öffnen.

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Samstag, 24. März 2012, 17:26

Akkirah bat die anderen alleine gehen zu dürfen. Niemand widersprach dem und so trafen sich die vier am Grab von Ysgramor wieder.
Es war Vilkas der ihr sagte, wie sie dmit Hilfe der Axt die verschlossene Tür öffnen könnte. Sie sah ihn dankbar an und bemerkte dabei das Vilkas irgendwie verschlossen wirkte, was nicht nur auf seine Trauer zurückzuführen war. Er wollte die drei anderen auch nicht ins Innere des Grabes begleiten, weil er sich für unwürdig hielt, da er sich von seiner Wut hat leiten lassen, als sie in den Schattenstollen vorgedrungen waren. Akkirah hätte ihn da am liebsten in den Arm genommen, aber da die anderen beiden schon vorgelaufen waren musste sie ihnen folgen, wenn sie den Anschluß nicht verlieren wollte. Auf dem Weg zur letzten Grabkammer mussten sie gegen diverse Geister von ehemaligen Gefährten kämpfen und als sie auf eine Höhle mit Spinnen stießen, entschuldigte sich Farkas, das er nicht weiter mitkommen könne und zurück zu seinem Bruder gehen würde. Aela und Akki legten das letzte Stück dann alleine zurück. In der Grabkammer trafen sie auf den Geist von Kodlak. Er schien sehr erfreut zu sein, das es doch noch möglich sei, zumindestens seinen Geist und auch den von den noch lebenden Gefährten zu reinigen. Er erklärte Akki wie sie vorgehen müsse und so warf sie dann anschließend einen der Köpfe der Hexen, die sie noch immer bei sich trug in das Geisterfeuer. Gemeinsam mit Aela besiegten sie den auftauchden Geist von Kodlaks Bestie. Nachdem dieses geschehen war bedanke sich Kodlaks Geist bei ihr und bevor er sich endgültig auflöste benannte er die überraschte Akkirah zu seiner Nachfolgerin. Auch Aela war erstaunt. Aber dann freute sie sich darüber, denn sie hatte mitbekommen, wie Akki dabei war langsam über sich hinauszuwachsen und nicht mehr das schüchterne Mädchen war, das vor gut einem Jahr um Aufnahme bei den Gefährten gebeten hatte, und gratulierte ihr zu ihrer neuen Aufgabe.
Akkirah danke ihr und wurde dann plötzlich ernst. Sie sah Aela an und bat diese ihr nicht böse zu sein, aber sie würde sich mit dem Besitenblut niemals wirklich wohl fühlen und daher habe sie beschlossen, dem ein Ende zu setzen. Da Aela aber ihre Ahnin sei, wollte sie es nicht tun ohne mit ihr darüber gesprochen zu haben. Aela war erstaunt und gleichzeitig erfreut, das Akki sie sozusagen um ihren Segen bat, ihr Blut wieder reinigen zu dürfen. Sie nahm sie einfach nur in die Arme und drückte sie fest an sich wie eine kleine Schwester. „Ich möchte, dass ihr euch wohl fühlt. Also tut was ihr für richtig haltet.“ sagte sie dann. „Ich selbst werde aber bleiben wie ich bin. Für mich ist es ein Teil meiner selbst geworden und ich würde mich ohne diesen Teil verloren fühlen.“ „Danke, Schwester. und ich würde niemals etwas derartiges von euch verlangen. Ich werde dann das Ritual an mir durchführen. Dafür wird es wohl aber besser sein, wenn ihr nicht in der Nähe seid. Nicht das aus versehen sich euer Geist angesprochen fühlt, wenn ich einen Hexenkopf in die Flammen werfe.“ Aela nickte und zog sich zurück, Dann wiederholte Akki das Ritual, das sie schon für Kodlak durchgeführt hatte.
Als die Bestie aus ihrem inneren hervortrat, wurde Akki fast vor Schmerzen, die mehr seelisch als physisch waren, zerrissen. Sie hätte doch lieber jemanden an ihrer Seite haben sollen, der ihr half das Ganze zu überstehen. Nach einem Kampf der ihr wie eine Ewigkeit vorkam, gelang es ihr die Bestie zu besiegen. Erschöpft lag sie anschließend am Boden, aber sie fühlte sich wie neu geboren und war über alle Maßen glücklich. Nachdem sie wieder etwas zu Kräften gekommen war ging sie zurück zum Eingang, wo die anderen warten würden.


Die Zwillinge waren alleine dort: Aela war nur kurz da gewesen und hatte den beiden berichtet, das Kodlak entschieden hatte, das Akki der neue Herold werden sollte. Dann war sie gleich ohne weitere Worte gegangen. Sie spürten beide sofort, das etwas anders an Akkirah war, als sie zu ihnen trat. Es war Farkas der zuerst was sagte. „Ihr habt es geschafft und euch vom Blut der Bestie gereinigt“ freute er sich und sah sie fröhlich an. Sie sah ihn auch lächelnd an und nickte glücklich. Sie bemerkte in dem Moment nicht wie sich Vilkas Blick traurig verfinsterte.
„Wenn es bei mir geklappt hat, wird es bestimmt auch bei euch beiden funktionieren, wenn ihr es wollt. Ich will nichts beschönigen, es ist mit Höllenqualen verbunden, aber das war es ja auch als man zur Bestie wurde.“
Akkirah sah wie ein kurzes freudiges Leuchten in den Augen von Vilkas aufbltzte, das aber gleich wieder verschwand, als sie es ihnen sagte. Farkas hingegen war überschwänglich vor Freude. „ Vilkas, mein Bruder, das war es doch was wir uns seit langem wünschten. Und nun scheint es möglich zu sein. Ich freue mich ja so sehr. Lass uns sofort losgehen und es vollbringen.“ Er zog seinen schweigenden Bruder einfach mit sich. Akki lächelte glücklich als sie den beiden folgte. Als sie bei dem reinigenden Feuer ankamen, erklärte sie den beiden wie es von statten gehen würde. Einer der beiden sollte sich erst mal im Hintergrund halten, damit es nicht zu unerwünschten Nebeneffekten kommen würde. Farkas bestand darauf, das sein Bruder zuerst dran kommen sollte. Schließlich wäre er der Ältere und auch schon etwas länger eine Bestie als er sagte er schelmisch. Vilkas wirkte irgendwie abwesend. Akki dachte es läge dran das er es noch immer nicht glauben könne, den im Laufe der Zeit von ihm gehassten Fluch wieder loszuwerden. Dann trat sie mit einem Hexenkopf ans Feuer. „Seit ihr bereit?“
Er nickte nur und dann warf sie den Kopf ins Feuer. Sie sah wie sich aus seinem inneren der Geist der Bestie hervorquälte und es tat ihr bald mehr weh mit anzuschauen was er für Qualen litt, als wie er selbst sie wohl erdulden musste. Gemeinsam besiegten sie die Bestie und auch Vilkas ging nach dem Kampf erst mal erschöpft zu Boden. Akkirah kniete sich neben ihm und legte ihre Hand auf seine Schulter. „Wie fühlt ihr euch? Ist alles in Ordnung?“ fragte sie besorgt. Er nickte und versuchte aufzustehen. Da kam auch schon Farkas, der da Ganze aus sicherer Entfernung mit angeschaut hatte auf ihn zugestürmt. „Ihr habt es überstanden, mein Bruder“ sagte er glücklich und sah ihn strahlend in die Augen. Vilkas wich seinem Blick aus, was Farkas und auch Akki die es bemerkte, darauf zurückführten das er durch den Kampf geschwächt war und so baten sie ihn, wenn sie nun das Ganze noch mal bei Farkas durchführten besser Abstand zu halten.
Dann vollzogen sie sie Reinigung auch noch bei Farkas. Erstaunlicherweise, war es bei ihm scheinbar leichter und der Kampf war in kürze vorbei und auch ging er nicht wie sie und Vilkas zuvor erst mal erschöpft zu Boden sondern wirkte Stark wie eh und je. Ausser sich vor Freude nahm er Akkirah, die kaum wusste wie ihr geschah in die Arme und wirbelte mit ihr wie mit ein Kind im Kreise herum. Akki war auch glücklich und ließ sich von Farkas unbändiger Freude anstecken und fing an zu lachen als er sie so rumschleuderte.
Vilkas hingegen war unglücklich, als er sah wie die beiden miteinander lachten. Er hatte so viel verloren. Die Frau der sein Herz gehörte, würde nun seinem Bruder gehören, den er trotzdem uneingeschränkt liebte. Da er nicht mit ansehen wollte und konnte wie die beiden gemeinsam glücklich wurden, würde er Jorrvaskr, was für ihn die Heimat war, verlassen. Er stand auf und ging langsam mit hängendem Kopf fort. Er würde so schnell wie es ging nach Jorrvaskr zurückgehen und dort einen Brief mit den besten Wünschen für die beiden hinterlassen, seine Sachen packen und gehen.
Nachdem Farkas Akkirah endlich los lies sah sie sich nach Vilkas um. Wo war er geblieben? Er sollte sich doch eigentlich mit ihnen freuen. Angst machte sich in ihrem Herzen breit. So schnell sie konnte lief sie zurück zum Eingang. Bei der Statur von Ysgramor fing sie Vilkas ab. „Vilkas“, fragte sie ausser Atem. „was ist los mit euch? Warum seit ihr einfach gegangen?“ „Ich habe beschlossen Jorrvaskr zu verlassen und werde nach Morrowind gehen.“ „Aber warum? Und so plötzlich? Was ist geschehen? Habe ich was falsch gemacht?“ Akki wirkte vollkommen aufgelöst und sie verstand nicht was mit ihm los war. „Nicht ihr habt etwas falsch gemacht. Nur ich. Und ich bin froh, dass es mein Bruder ist, für den ihr euch entschieden habt. Er ist der bessere Mann für euch. Ich wünsche euch beiden alles erdenklich Gute für die Zukunft.“ Mit Tränen in den Augen drehte er sich um und wollte seinen Weg fortsetzen. Sie stellte sich ihm in den Weg und fiel ihm dann um den Hals. „Vil, mein Liebster, was redet ihr da für ein Blödsinn?“ fragte sie unter Tränen. „Ich will mit Euch zusammen sein und liebe Euch genauso wie ihr seid, denn für mich seit ihr der Beste.“ Vilkas stand wie angewurzelt da und wusste nicht was er sagen sollte. Dann legte er vorsichtig seine Arme um sie und drückte sie an sich. Zwischenzeitlich war auch Farkas dazu gekommen und hatte mitbekommen, was los war. „Ihr sein manchmal ein Idiot, Bruder.“ Er schüttelte den Kopf und dann ging er und lies die beiden alleine.

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Mittwoch, 28. März 2012, 22:07

Nachdem die zwei lange Zeit so dagestanden haben löste Vilkas vorsichtig seine Umarmung, fasste sie sanft an den Schultern und schob sie soweit zurück das er ihr in die Augen sehen konnte. „Wollt ihr meine Frau werden?“ Sie sah in tief in seine eisgrauen Augen, die sie noch nie so hatte leuchten sehen. „Ja, mehr als ihr euch vorstellen könnte möchte ich das.“ „Dann soll es so sein. Ihr und ich,“ antwortet Vilkas glücklich und küsste sie.
Sie verließen Hand in Hand Ysgramors Grabstätte. „Was werden wir als erstes tun?“ fragte Akkirah als sie bei Adelante ankamen, die an den spärlich wachsenden Grashalmen knabberte. „Mein Herz sagt Rifton, der Verstand Jorrvaskr?“ Vilkas sah sie lächelnd an. Kodlak hatte die richtige Wahl getroffen, als er seinen Nachfolger bestimmte „Jorrvaskr, mein Herold. Rifton kann warten.“ Er nahm sie noch mal in den Arm und gab ihr erneut einen Kuss. Dann dirigierte er sie zu ihrem Pferd und sie stieg auf. Vilkas wollte gerade vorgehen, als sie ihn zurückhielt. „Adelante kann locker uns beide tragen wie ihr wisst.“ Ohne zu zögern schwang er sich hinter ihr aufs Pferd und sie ritten los. Es wurde schon dunkel, und der Schneesturm, der aufgezogen war, ließ sie kaum noch die Hand vor Augen sehen. So beschlossen sie, als sie in Winterfeste ankamen im Gasthof zu übernachten und am Morgen, wenn’s hell wurde weiter zureiten. Nachdem sie eine Kleinigkeit gegessen und etwas von dem guten wärmenden Met getrunken hatten gingen die beiden in ihr Zimmer und begaben sich zu Bett. Als Vilkas Akki in den Arm nahm verspannte sie sich etwas. Da Akkirah ihm einmal erzählt hatte, wie ihr verstorbener Mann sie behandelt hatte, sagte Vilkas sanft zu ihr: „Ich werde nichts tun, was ihr nicht wollt.“ „Das ist es nicht was mich bedrückt. Es gibt da etwas was ich euch und auch sonst ausser Kodlak niemand erzählt habe.“ Tränen liefen ihr übers Gesicht. „Ich befürchte ich bin weiterhin eine Bestie, wenn auch in anderer Form als wie ein Werwolf. Einer der Soldaten die dabeistanden nachdem wir den Drachen am Südturm von Weislauf töteten und es anschließend passierte, nannte mich Drachenblut. Ich weiß nicht was es bedeutet und bewirkt. Nur das es mich irgendwie verändert hat und ich scheinbar nun über die Gabe Drachenschreie ausstoßen zu können, verfüge. Der Soldat hat gemeint ich hätte die Seele des Drachens in mir aufgenommen.“ Vilkas wischte ihr die Tränen aus dem Gesicht. „Ihr seid keine Bestie und wir werden gemeinsam raus finden, was los ist und was man dagegen machen kann. Das verspreche ich euch, mein Herz.“ „Danke, mein Liebster.“ Sie kuschelte sich an ihn. “Bitte halte mich einfach nur fest in den Armen.“ Das ließ er sich nicht zweimal sagen und so schliefen sie dann gemeinsam ein.


Am frühen Morgen brachen sie dann auf und kehrten zurück nach Jorrvaskr. Unterwegs gestand Akkirah das sie sich fürchtete, den anderen Gefährten gegenüber zu treten. Sie fühlte sich der Bürde, die ihr Kodlak mit seinen letzten Worten auferlegt hatte irgendwie noch nicht gewachsen. Sie war schließlich das gerade mal etwas länger als ein Jahr dabei, auch wenn sie es in dieser Zeit schon geschafft hatte Mitglied im Zirkel zu werden. Sie befürchtete einige der anderen Gefährten würden sie nicht akzeptieren.
Vilkas tat alles um ihr diese Furcht zu nehmen, schließlich sie war nicht alleine und hatte alle aus dem Zirkel hinter sich stehen. Ein wenig beruhig lehnte sie sich zurück während Vilkas sie fester in den Arm nahm. So kamen sie dann am Abend in Weislauf an. Nachdem sie gemeinsam Adelante versorgt hatten gingen sie hoch nach Jorrvaskr. Aela und Farkas erwarteten die beiden am Eingang. Die anderen hatten sich um das große Feuer an den Tisch gesetzt. Dann traten alle vier gemeinsam ans Feuer und Akkirah rang um die passenden Worte.
„Meine lieben Schildschwestern und –Brüder. Ich gehe davon aus, das Aela und Farkas euch bereits unterrichtet haben, was bei Ysgramors Grab passiert ist und das Kodlak dort entschieden hat, das ich seine Nachfolgerin werden soll. Ich kann dieses selbst noch nicht so recht glauben, denn ich fühle mich dafür eigentlich noch viel zu jung und unerfahren. Ich vermute einige von euch sehen das genauso. Trotzdem werde ich jeden so gut es geht mit Rat und Tat zur Seite stehen und man kann mich jederzeit aufsuchen. Ich würde mich morgen gerne mit dem Zirkel zusammensetzten und besprechen, wie es in Zukunft weitergehen wird. Heute Nacht werde ich in meinem Haus unten bei der Schmiede verbringen. Für jetzt wünsche ich allen erst mal eine gute Nacht.“
Dann drehte sie sich um und ging zum Ausgang. Vilkas folgte ihr, blieb dann aber stehen und sagte zu ihr: “Geht schon voraus mein Herz, ich komme gleich nach.“ Dann wandte er sich Farkas zu, um mit ihm zu reden. Akkirah lächelte und ging.
Im Brisenheim, ihrem Haus fing sie dann an, Essen vorzubereiten, denn sie ging davon aus, das Vilkas genauso hungrig sein würde wie sie. Nach kurzer Zeit klopfte es und auf ihr herein, betraten Vilkas und sein Bruder das Haus. „Ich hoffe ihr seid nicht böse, dass ich einen Gast mitgebracht habe“ meinte er vorsichtig. Akki nahm Vilkas in den Arm und gab ihm einen Kuss. „Warum sollte ich? Farkas ist jederzeit willkommen“, lächelte sie.
„Danke“, antwortete Farkas. „Ich bin so froh, das ihr bei endlich zueinander gefunden habt.“
„Ihr hattet Recht, mich einen Idioten zu nennen. Aber nun möchte ich, dass ihr es von uns beiden als erstes erfahrt. Ich habe Akki gebeten meine Frau zu werden. Und sie hat zugestimmt.“ Dann holte Vilkas aus seiner Tasche einen kleinen Ring. Er nahm Akkirahs Hand und steckte ihn ihr an ihren Finger. „Bitte nehmt dieses als Zeichen meiner Liebe zu euch, mein Herz.“ Akki war ganz gerührt und fiel Vilkas wieder mal um den Hals. „Es ist der Ring eurer Mutter, nicht wahr? Ich werde ihn immer in Ehren tragen.“
Farkas gratulierten den beiden und wünschte ihnen alles Gute. Dann nahm er Vilkas und Akki gleichzeitig in seine Arme. Er war sehr froh darüber, dass sein Bruder nun endlich Glücklich war. Man konnte beiden ansehen wie sehr sie sich liebten. Damit musste er sich hoffentlich in Zukunft weniger Sorgen um Vilkas machen.
Dann machten die drei sich über das Abendessen, das Akkirah zubereitet hatte, her. Dabei ging es sehr fröhlich zu und die drei lachten viel. Weit nach Mitternacht wollte sich Farkas dann auf den Weg zurück nach Jorrvaskr begeben. Akki verabschiedete sich drinnen von ihm, da sie noch fix aufräumen wollte. Vilkas begleitete seinen Bruder vor die Tür. „Würdet ihr mein Trauzeuge sein?“ „Farkas sah seinen Bruder strahlend an. „Natürlich werde ich das, was dachtet ihr denn?“ Ohne weitere Worte umarmten sich die Brüder zum Abschied. Vilkas ging wieder hinein und sah Akki kurz zu wie sie am zusammenstellen der Teller war und dabei leise vor sich hinsummte. Er lächelte glücklich und konnte irgendwie immer noch nicht so recht glauben, dass sie zusammen gehörten. Dann ging er zu ihr und half beim Abwaschen, bevor sie gemeinsam nach oben ins Schlafzimmer gingen und Arm in Arm einschliefen.
Am Morgen stand Akkirah früh auf und hoffte ihren Liebsten nicht zu wecken. Sie war es gewohnt bevor sie irgendwas anderes anfing, nach ihrem Pferd zu schauen, obwohl sie wusste, dass es in den Ställen von Weislauf gut versorgt war. Aber das morgendliche Füttern übernahm sie gerne selbst. Als sie zurückkam war Vilkas auch schon in Gange und hatte für sie beide Frühstück gemacht. Akki nahm ihn in den Arm und küsste ihn, bevor sie sich ans Essen machte.
Anschließend begaben sich beide hoch nach Jorrvaskr um zunächst mit Aela und Farkas über die Zukunft der Gefährten zu sprechen. Akkirah bat Vilkas Aela und Farkas zu suchen und dann mit den beiden in die Tiefenschmiede zu kommen. Akki nutzte die Zeit des Wartens damit nachzudenken. Lange dauerte es nicht und die drei traten ein.
„Ich kann es immer noch nicht so recht glauben, das ich nun der Herold der Gefährten sein soll. Ich werde dafür die Hilfe von euch allen brauchen. Es gibt einiges was geändert werden muß. Da ihr schon lange dabei seid ist es euch vielleicht nie so recht aufgefallen, aber ich habe es selbst zu spüren bekommen. Es fehlt innerhalb der Gefährten der wirkliche Zusammenhalt der Gemeinschaft. Die meisten kämpfen für sich und nicht für oder miteinander. Neulinge werden von oben herab behandelt, als wären sie unerwünscht. So sollte es unter Brüder und Schwestern nicht sein.“
Die drei sahen Akkirah betroffen an und schwiegen.
„Das muß sich ändern. Es sollte Freundschaft und Respekt unter den Schildgeschwistern herrschen und nicht der Wunsch, besser zu sein als der andere und sich daher ständig versuchen zu übertrumpfen. Brüder und Schwestern müssen einander Blind vertrauen können und wissen, das man jederzeit für den anderen da ist, egal ob es im Kampf ist, oder auch wenn man mal andere Sorgen hat zuhören zu können. Sicher wird’s immer Fälle geben, wo der eine oder die andere nicht sonderlich gut miteinander aus kommen, aber dann sollte man einfach versuchen sich so gut es geht aus den Weg zu gehen, aber wenn es unumgänglich ist trotzdem respektvoll miteinander umgehen.
Wir vom Zirkel haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich daran gehalten wird, was heißt, das wir mit gutem Beispiel vorangehen müssen. Das bedeutet auch, dass wir besonders innerhalb des Zirkels voreinander keine Geheimnisse haben sollten. Sieht einer von euch das anders?“
Niemand wiedersprach ihr. „Also werde ich dieses so an die anderen Gefährten weitergeben.“ Akkirah seufze und senkte ihren Blick. Sie wusste nicht wie sie weitermachen sollte. Vilkas trat zu ihr und nahm ihre Hand, um ihr Mut zu machen, denn er ahnte was sie sagen wollte. Zuvor sprach er aber selbst noch zu Aela. „Aela, nach Farkas sollt ihr die erste sein die es erfährt. Akkirah und ich werden heiraten. Die Hochzeit soll so bald wie möglich in Rifton stattfinden.“ Er sah Akki fragend an und sie lächelte ihn nickend an. „ Würdet ihr Akki die Ehre erweisen und ihre Trauzeugin werden?“ Aela war erstaunt. Nicht nur darüber das Akkirah und Vilkas heiraten wollten, da so was unter den Gefährten sehr selten vorkam, sondern besonders, weil man sie bat auf diese Art, wie es sonst nur wirklich guten Freunden oder Familienmitgliedern zukam, dabei zu sein. Sie wusste, dass sie die Zwillinge oftmals nicht gerade nett behandelt hatte. Sie ging zu Akkirah und nahm sie in die Arme. „Meine kleine Schwester, es wird mir eine Ehre sein, deine Trauzeugin zu werden.“ Und das meinte sie auch genauso. „Dann steht es fest“, sagte Vilkas. „Farkas und Aela werden unsere Trauzeugen sein.“ Akkirah nickte glücklich.
Dann wurde ihr Gesicht wieder ernst. Sie holte tief Luft und begann Farkas und Aela zu erzählen, das sie wohlmöglich ein Drachenblut sei, aber keine Ahnung hätte, wieso, weshalb und warum. Die anderen sahen es ähnlich wie Vilkas und Akki, das dieses nicht unbedingt jeder wissen sollte und beschlossen dass dieses den anderen Gefährten nicht mitgeteilt werden sollte.

CKomet

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Mittwoch, 28. März 2012, 22:08

Nachdem die vier alles besprochen hatten, gingen sie gemeinsam in die Methalle, wo sie die anderen Gefährten sowie Tilma, Vignar und Brill zusammen riefen. Hier wiederholte Akkirah, was sie schon zu den Mitgliedern des Zirkels gesagt hatte. Auch unter den einfachen Gefährten war die Betroffenheit zu spüren, als sich Akkirah über den Zusammenhalt der Gemeinschaft auslies. Ausser bei Nadja, die sich scheinbar weiterhin nicht mit dem Gedanken anfreunden konnte, das Akkirah der neue Herold geworden war. Von Anfang an war sie Akkirah gegenüber feindseelig gewesen und auch jetzt verbarg sie ihre Abneigung nicht. „Lass uns unter vier Augen in ruhe nach der Versammlung miteinander sprechen bat, Akki schließlich.“ Danke, ich verzichte darauf. Jemanden, der so wie ihr hier aufgetaucht ist und sich nie vorher mit der Geschichte der Gefährten beschäftigt hat, den kann ich nicht akzeptieren.“ Dann stand sie einfach auf und verließ die Halle. Vilkas wollte ihr wütend nachgehen und sie zur Rede stellen, doch Akki hielt ihn am Arm zurück. „Lass sie gehen. Ich denke sie braucht etwas Zeit und Ruhe um sich damit abzufinden. Früher oder später wird sie sich beruhigen, denn schließlich ist das hier ja ihre Heimat.“ „So kann sie nicht mit euch umgehen“ Vilkas schnaubte vor Wut. „Es bringt aber auch nichts, wenn ihr nun versucht ihr den Kopf zu waschen und sie anbrüllt“, sagte sie leise und sah ihm in die Augen. „Ihr habt wohl wieder mal recht“, sagte er nach einigen Augenblicken und beruhigte sich langsam wieder.
Dann trat Athis auf Akkirah zu. „Ich möchte mich für mein anfängliches Benehmen euch gegenüber entschuldigen.“ Akkrirah lächelte ihn an. Danke. Ich würde mich freuen, wenn ihr in Zukunft die neben euren normalen Aufgaben der Ausbildung der Rekruten widmen könntet, die den Umgang mit einhändigen Waffen erlernen möchten. Mir habt ihr dabei sehr geholfen. „Ich werde mein Bestes geben, wenn es gewünscht wird“, antwortete er.
Insgesamt war es eine recht positive Besprechung geworden, an der sich alle Mitglieder mit Ausnahme von Nadja beteiligt hatten, um zukünftig gemeinsam besser miteinander auszukommen und sich gegenseitig mehr zu unterstützen.
Im Anschluß an die Besprechung machten Vilkas und Akkirah auch hier noch mal bekannt, das sie in kürze in Rifton heiraten würden und sie sich freuen würden, wenn alle dabei wären. Danach packten die beiden ihre Sachen zusammen um nach Rifton aufzubrechen. Bis zur Hochzeit wollten sie dort bleiben und würden einen Kurier mit dem genauen Datum des Festes nach Jorrvaskr schicken.
Die beiden ließen auf den Weg nach Rifton viel Zeit. Sie gingen oft zu Fuß, genossen es Hand in Hand dem Wegen zu folgen und ließen Adelante hinter sich her trotten. Sie brachte fast drei Tage auf diese Art um nach Rifton zu gelangen. Die nächte verbrachten sie unter dicken bäumen oder Felsvorsprüngen, nachdem sie sich vorher überzeugt hatten, das keien Wildtiere in der Nähe waren. Akki wusste auch, das sie mit Adelante den besten „Wachhund“ hatten, den man sich vorstellen konnte.

Am späten Nachmittag des dritten Tages kamen sie dann in Rifton an. Adelante wurde in die Obhut von Shadre, dem jungen Stallburschen gegeben und die Akkirah zeigte Vilkas ihr Haus. „Ihr habt hier ein schönes Haus“, sagte er bewundernd.“ „Nicht ihr, wir“, sie küsste ihn zärtlich. „Alles was mir gehört, gehört auch euch.“ Er sah sie an. „Womit habe ich eine Frau wie euch verdient,“ flüsterte er leise. „Ich liebe euch über alles. Ich weiß nicht was ich ohne euch machen sollte. Ihr dürft mich nie verlassen, mein Herz.“ Sie schmiegte sich an ihn und legte ihren Kopf an seine Schulter. „Auch ich liebe euch und würde ohne euch eingehen.“ Nach eienr weile löste sie sich von ihm und sah in in seine wundervollen eisgrauen Augen. „Lass uns sehen, dass wir zu Maramal in den Tempel gehen, um einen Termin fest zu legen. Danach sollten wir im Bienenstich anfragen, ob wir dort feinern können.“ Er nickte schweigend und sie begaben sich zum Tempel.
Maramal war überaus erfreut ein so glückliches Paar vor sich zu sehen. Meist waren, die Ehen die er schloss durch die Familien arrangiert, was oftmals nicht in beiderseitigen Einvernehmen der zukünftigen Partner war, oder es hatte zweckmäßige Gründe, das sich zwei zusammentaten. Sie beschlossen die Hochzeit in 8 Tagen stattfinden zu lassen. Damit sollten alle Gäste genug Zeit haben um sich einzufinden. So viele würden es eh nicht werden. Die Gefährten und übrigen Bewohner aus Jorrvaskr, Eorlund und Fralie Graumähne, Amren und seine Familie. Vielleicht würde Acardia ihren Laden vorübergehend schließen können. Dann aus Flusswald Gerdur und ihr Mann. Ralof, der ihr damals bei der Flucht geholfen hatte, würde nicht kommen können, da er irgendwo in einem der Lager der Sturmmäntel seinen Dienst tat und keiner genau wusste, wo man ihn erreichen könnte. Am liebsten hätte Akki auch ein paar ihrer Freunde aus der Diebesgilde eingeladen, aber sie wusste, dass das keine gute Idee war, denn die Mitglieder der Gilde hielten sich lieber im Verborgenen, wo man sie nicht sah oder erkannte. Vilkas gab ihr gegenüber auch zu das er froh war, das sie nicht dabei sind. Sie war ihm deshalb nicht böse, denn normal hätte sie ja genauso reagiert. Aber da sie einige Zeit unter ihnen gelebt hatte und sie für sie zu einer Famlie geworden waren, auch wenn sie sich zurückgezogen hatte, hätte sie es schön gefunden sie um sich zu haben.
Die Tage bis zur Hochzeit vergingen dann auch in Windeseile. Viel Vorzubereiten gab es nicht, da sie ja im Bienenstich feinern würden, wo ihnen die Arbeit abgenommen wurde. Und so genossen sie die Zeit bis zu ihrem Ehrentag indem sie einfach nur in der Gegend rumstreiften, auf der Terrasse sahen oder auf einer der kleinen Insel in der Nähe, zu der sie mit dem Boot rüberruderten, einfach in der Sonne lagen oder schwimmen gingen. Die meisten Gäste kamen am Abend vor der Hochzeit an und machten es sich schon mal im Bienenstich gemütlich. Am Morgen der Hochzeit holte Farkas seinen Bruder ab, während Aela zunächst noch mit Akkirah im Hause blieb. Eigentlich wollte Akkirah in ihrer geleibten Rüstung zur Hochzeit gehen, aber Aela ließ das nicht zu und suchte ihr ein hübsches Kleid raus und half ihr sich noch ein wenig herauszuputzen, was Akki gar nicht lag.
Dann begaben sie sich langsam zum Tempel hinüber. Die anderen Gäste, sowie Vilkas und Farkas waren schon alle anwesend. Vilkas stand am Altar und seine Augen begannen zu leuchten als er Akki kommen sah. Auch sie strahlte als Aela sie nach vorne führte. Als sie neben Vilkas am Altar stand nahm er ihre Hand und dann begann auch schon die Zeremonie. Weder Akki noch Vilkas bekamen viel von dem was Maramal sagte mit, da sie kaum den Blick voneinander lassen konnten. Plötzlich stieß Farkas seinem Bruder vorsichtig in die Seite. Vilkas zuckte zusammen. Maramal sah ihn an und erwartete das er nun das Hocheitgelübbte ablegte. Sein „ich will, für immer und ewig“, kam leise aus tiefsten Herzen, genau wie das gleich darauf von Akki. Dann überreichte Maramal den beiden ihre Eheringe. Akki Und Vilkas fielen sich glücklich in die Arme. Dann kamen auch schon die Gäste um ihnen zu gratulieren. Als alle durch waren begab man sich in den Bienenstich, wo die große Feier stattfinden würde. In der Mitte war ein langer Tisch aufgestellt worden an dessen Strinseite das frisch vermählte Paar Platz nahm. Nachdem man gut gegessen hatte began man sich in Grüppchen aufzuteilen und verteilte sich im Raum. Zu den geladenen Gästen gehörten auch viele der Bewohner von Rifton. Akki und Vilkas versuchten so gut es ging mit allen ein paar Worte zu wechseln und den einen oder anderen Schluck Met zu trinken. Dabei trennten sie sich das erste mal an diesem Abend ließen sich aber trotzdem kaum aus den Augen und wünschten sich es wäre endlich vorbei du sie könnte in ihr heim zurückkehren. Nadja war erstaunlich freundlich, als sie Akki bat doch mit ihr zum Tresen zu kommen, damit sie in ruhe ein paar Worte wechseln könnten. Es tat ihr leid, wie sie sich aufgeführt hatte und sie wolle sich dafür entschuldigen. Akki freute sich sehr darüber. Nachdem sie dann da standen gesellte sich plötzlich ein fremde zu ihnen. Nadja schien ihn zu kennen, denn sie stellte ihn Akki als Sam vor. Er wirkte fröhlich und ausgelassen. Er kam auf die Idee die drei können doch ein Wettrinken veranstalten. Er gegen die beiden Frauen. Akki warf einen Hilfesuchenden Blick zu Vilkas, Dieser kam sofort rüber und Akki erzählte ihm was die beiden anderen vorhatten. Er sah sie an und lächelte. „Ich habe vollstes Vertrauen in euch das ihr nicht unter den Tisch getrunken werdet. Und es freut mich das ihr und Nadja euch aussprecht“ Er wusste, dass sie einiges abkonnte und er hatte bemerkt das sie sich den ganzen Abend zurückgehalten hatte, was den Genuß von Met anging. Er gab ihr einen Kuss und wurde dann auch schon wieder von den anderen einigen der anderen Gästen in Anspruch genommen und musste ihnen Rede und Antwort stehen. Akki lächelte ihm hinterher. Danach erklärte sie sich dann bereit am Wettrinken teilzunehmen.
Der Fremde begann und trank den Becher, den er von Keerava gefüllt bekommen hatte bekomme, mit einem Zug leer. Dann kam Nadja an die Reihe. Auch sie leerte den Becher mit einem Zug. Anschließend füllte Keerava wieder den Becher für Sam. Ohne zu zögern trank dieser den aus. Dann kam Akki an die Reihe. Sie nickte der Wirtin zu und sie füllte ihren Becher. Auch Akki zögerte nich lange und im nu hatte sie ihren Met runtergespült. Dem Fremde machte weiter. Anschließend kam wieder Nadja an die Reihe und dann noch auch schon wieder der Fremde und danach wieder Akkirah. Man merkte dem fremden langsam an, das er ein wenig mehr als sie Intus hatte, aber er gab nicht auf und brachte immer wieder Witze und ahmte den einen oder anderen Gast nach. Während er dieses machte und damit Akki du auch Keerava abgelenkt waren, weil sie die parodierten Gäste anschauten kippte Nadja in den Becher von Akki eine dunkle Flüssigkeit. Niemand bekam es mit. Auch Vilkas, der immer wieder zu seiner Frau rüberschaute, bemerkte nichts davon und freute sich weiterhin, das sie sich anscheinend mit Nadja ausgesöhnt hatte. Nachdem Akki ihren Becher ausgelehrt hatte überkam sie ein merkwürdiges Schwindelgefühl. Nadja stütze sie und ging mit ihr nach draußen. Vilkas der besorgt rüberschaute gab Nadja zu verstehen, dass alles in bester Ordnung sei und das sie nur ein wenig an die Luft gehen würden. Der Fremde folgte ihnen.
Nachdem eine knappe halbe Stunde vergangen war und die drei nicht wieder rein gekommen waren, wurde Vilkas unruhig. Auch Farkas hatte sich gewundert, wo Akkirah so lange blieb und ging gemeinsam mit seinem Bruder vor die Tür. Dort war nirgends eine Spur von den dreien zu sehen. Sie suchten gemeinsam die Stadt ab und Vilaks war schon drauf und dran sich in den gefährlichen unteren Teil zu begeben, als einer der Wachen ihnen dann mitteilte, das er gesehen hätte wie Nadja, der Beschreibung nach, von dem Fremden Geld bekommen hätte, bevor dieser mit einer scheinbar etwas betrunkenen Frau, die er untergehakt hatte durch den kleinen Nebeneingang bei der Schmiede die Stadt verlassen hatte.
Wie vom Donner gerührt und vollkommen hilflos stand Vilkas da. Diese verdammte Schlange von Nadja. Was hatte sie mit seiner Frau gemacht?

CKomet

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Mittwoch, 18. April 2012, 22:27

Farkas der neben ihm stand, legte seinen Arm um ihn. „Wir werden raus finden was passiert ist. Nun sollten wir aber erst mal ruhe bewahren. Es wird wohl besser sein, wenn die Gäste nicht mitbekommen was geschehen ist. Geht ihr nach Hause. Ich werde den allen sagen das ihr euch gemeinsam zurückgezogen habt, was wohl jeder verstehen kann. Dann werde ich mit den anderen Gefährten in kürze zu euch kommen und wir besprechen was zu tun ist.“ „Beeilt euch“ antwortete Vilkas nur du ging dann völlig verzweifelt nach Hause Er setze sich aufs Bett und verbarg sein Gesicht in seinem Händen. Er wollte nicht weinen, trotzdem kamen ihm die Tränen: „Akki, mein Liebling“, sprach er zu sich selbst, „Wo seid ihr, was ist nur geschehen? Warum war ich nicht die ganze Zeit an eurer Seite?“ Es klopfte und die Gefährten betraten das Haus, Farkas hatte ihnen nur gesagt, das Akki verschwunden war, mehr aber nicht. Dann erzählte Vilkas tonlos was anscheinend passiert sei. Er konnte sich nicht erklären, warum und wie Nadja da ihre Finger im Spiel hatte, genauso wenig wie die Meisten der anderen.
Sie beschlossen, sobald es hell war sich auf die Suche nach den dreien zu machen, auch wenn Vilkas davon nichts hören wollte und sofort losziehen wollte, verzweifelt wie er war. Jetzt mitten in der Nacht würde es nichts bringen, da man ihre Spuren übersehen würde, zumal sie in alle möglichen Richtungen verschwunden sein konnten.
Sobald es hell wurde begannen sie mit der Suche. Sie teilten sich in drei Gruppen auf. Vilkas und sein Bruder wollten am rechten Ufer des Sees entlang gehen, Aela und Torvar am linken Ufer. Rhia und Athis nahmen sich die Strasse, die nach Morrowind führte vor. Gegen Mittag fing es dann auch noch an zu regnen. Trotzdem suchten sie weiter. Als es dunkel wurde übernachteten sie dort, wo sie gerade waren um gleich am morgen, da weiter mit ihrer Suche beginnen zu können wo sie zuvor aufgehört hatten. Sie fanden aber nichts. Am dritten Tag brachen sie die Suche ab. So würden sie nicht weiterkommen. Die Gefährten, bis auf Vilkas und Farkas kehrten zurück nach Jorrvaskr und wollten von dort aus weitersuchen und schauen ob ihre Informanten und Auftrageber möglicherweise irgendwelche Hinweise über die Akkrirah und ihre Entführer haben würden.
Als die beiden Brüder das Honigkeim erreichten nahm Vilkas die Rüstung von Akkirah und drückte sie an sich. Ihr Geruch haftete noch daran und er versank in seiner Trauer nach ihr. Er setze sich auf einen Stuhl und ließ sich von dort nicht wieder wegbewegen. Mit Mühe gelang es Farkas ihm wenigstens ab und an etwas zu trinken einzuflößen, aber essen wollte Vilkas nicht, solange er nicht wusste, was mit seiner Frau geschehen war.
Vier Tage später kam ein Eilkurier aus Jorrvaskr. Es schien eine Spur in Weislauf von Akkirah zu geben. Allerdings wusste man immer noch nicht wo sie war. Vilkas und sein Bruder nahmen dann sofort die Kutsche nach Weislauf.

Akkirah kam an einen merkwürdigen Ort langsam zu sich. Um sie herum standen riesige Statuen. Sie vernahm Anfangs wie im Nebel eine Stimme, die alles andere als freundlich klang. Sie achtete kaum auf das was die Person sagte. Wo war sie? Wo war Vilkas? Sollten sie nicht zusammen sein, wo sie doch gerade geheiratet hatten? „Vilkas? Vilkas, wo bis du? Und wo bin ich?“ fragte sie. Die Fremde die zuvor mit ihr gesprochen hatte sah sie nur kopfschüttelnd an. Es schien eine Priesterin zu sein, also musste sie ich in einem Tempel befinden. Nachdem sie sich noch mal genauer umschaute erkannte sie, dass die Statuen Dibella ähnelten. Wie war sie hier her gekommen? Die Priesterin sah sie an. „Ihr könnt euch an nichts erinnern? Ihr seit hier rein geplatzt und habt verwüstet was ihr konntet, dabei habt ihr ständig nach Sam und seinem Stab gefragt. Ich nehme an das ist euer Mann?“ „Sam?“ Akkirah war verwirrt. „Wer soll das sein? Mein Mann ist Vilkas von den Gefährten aus Weislauf.“ Ihr Kopf schmerzte und sie konnte weiterhin nicht klar denken. Sie spürte eine große Leere in ihrem Kopf, die aber vollkommen anders war, als das was sie schon mal erlebt hatte, nachdem sie einen Schlag auf dem Kopf bekommen hatte. „Vil, wo bist du nur, und wo bin ich?“ dachte sie still vor sich hin und Tränen fingen an ihr über die Wangen zu laufen. Die Priesterin stand ungerührt und weiterhin recht ungehalten da.
„Sam“, dachte Akki, „Woher kenne ich den Namen?“ Natürlich, der Begleiter von Nadja auf ihrer Hochzeitsfeier, durchfuhr es sie. Sie hatten gemeinsam etwas getrunken und sich unterhalten und dann plötzlich verschwamm alles vor ihren Augen und war wie weggeblasen. Bis sie hier zu sich kam.
„Bitte, meine Dame, sagt mir was habe ich getan oder gesagt? Und wo bin ich? Wie kann ich den Schaden wieder gutmachen, wenn ich etwas zerstört habe?“
„Ihr befindet euch im Tempel der Dibella in Markath. Und das mindeste was man von euch erwarten kann ist, das ihr beim Aufräumen helft. So wie ihr ausseht werdet ihr kaum Geld haben um den Schaden den ihr angerichtet habt zu bezahlen.“ Akkirah sah an sich runter. Sie trug noch immer das Kleid von ihrer Hochzeit, allerdings sah es nicht mehr sonderlich festlich aus. „Ich wird machen was ihr verlangt, aber bitte habe ich gesagt, was ich getan habe und von wo ich gekommen bin? Ich kann mich an nichts erinnern.“ „Ach Vil, mein Liebster, was ist nur geschehen“, dachte sie weiter und wieder kamen ihr die Tränen.
Etwas besänftig, weil sie merkte, das Akkirah wirklich nicht zu wissen schien, was geschehen ist, sagte die Priesterin ihr, sie hätte etwas von einer Ziege und Rorikstatt erwähnt. Aber nun sollte sie erst mal helfen die Unordnung zu beseitigen. Akkirah begann nach Anweisung der Frau die Unordnung, die sie scheinbar angerichtet hatte wieder zu beseitigen. Als das erledigt war, entließ die Priesterin sie. Nun stand sie vor de Tempel, kein Geld in der Tasche in einer für sie fremden Stadt am anderen Ende von Himmelrand, als wo sie eigentlich hätte sein sollen. Und in diesem Aufzug konnte sie sich auch schlecht alleine auf den Weg nach Rifton machen. Langsam begab sie sich nach unten. Markarth war in einem Berg hineingebaut und der Tempel befand sich recht weit oben. Sie ging langsam die Stufen nach unten, nicht genau wissend, wo sie lang musste. In Gedanken versunken fand sie sich dann vor einer Schmelzehütte wieder. Sie unterhielt den dortigen Arbeiter an, und erfuhr von ihm, das er etwas Ärger mit seinem Vorarbeiter hätte. Akkirah dachte nach und versprach dann, zu schauen, ob sie mit dem Kerl nicht reden könne. Sie suchte ihn in seinem Quartier auf und nach dem sie einiges in vernünftigen Ton besprochen hatten, erklärte sich der Vorarbeiter bereit etwas mehr Geduld zu zeigen und seinen Leuten benötigte Pausen zu gönnen. Akkirah kehrte zu dem Arbeiter zurück und dieser gab ihr als dank seinen Wochenlohn. Damit war ihre Rückreise gesichert dachte sie. Bei der örtlichen Schmiedin kaufte sie sich zunächst ein einfaches Schwert, denn ohne Waffe fühlte sie sich unwohl. Für eine Lederrüstung reichte das Geld leider nicht, also blieb sie in den Klamotten die sie trug.
Als sie sich dem Stadttor näherte wurde sie Zeuge auf dem Marktplatz, wie ein Mann auf eine Frau losging und sie tötete. Sie Zog ihr Schwert und half den Wachen den Mann zu töten. Danach durchsuchte sie die beiden Leichen. Bei der Frau fand sie einen Schlüssel und einen Brief. Ohne nachzudenken steckte sie die Dinge ein. Die Wachen verscheuchten sie und die rum stehenden Gaffer, und meinten sie hätten alles unter Kontrolle. Akki wollte nur Heim zu Vilkas und sah daher zu das sie wegkam. Sie bemerkte nicht wie ihr ein Mann einen Brief zusteckte. Sie suchte den Kutscher auf, um zu hören wo er hinfahren würde. Er sagte er würde nach Weislauf fahren und in Rorikstatt über Nacht halt machen.
Rorikstatt…. Was hatte die Priesterin gesagt? Irgendwas von einer Ziege. Sie gab dem Kutscher das Geld für die Fahrt nach Weislauf und stieg zum Kutscher hoch. Dieser war ein redseliger Mann, doch Akki war in Gedanken weit weg bei Vilkas. Wie mochte es ihm gehen? Wahrscheinlich kam er um vor Sorge nach ihr.
Die Kutsche machte am frühen Abend beim Gasthaus halt. Ihr Geld reichte gerade um ein Zimmer zu nehmen, aber statt sich dort hin zu begeben lief sie durch den Ort, in der Hoffnung etwas zu erkennen, was sie an das, was Geschehen war erinnerte. Als sie an dem Hof am Ende des Dorfes vorbei kam, schrie sie ein Mann, der wie ein Bauer aussah, ziemlich wütend an. „Ihr wagt es euch hier noch mal sehen zu lassen? Nachdem ihr meine Preisgekrönte Ziege gestohlen habt und an einem Riesen verkauft habt? So etwas von Unverfrorenheit.!“
Akki sah sich den Mann genauer an. Sie hatte ihn noch nie gesehen. „Bitte, sagt mir, was ich getan haben soll, ich kann mich an absolut nichts erinnern“, sagte sie zu ihm. Er sah sie wütend an. „Ihr könnt euch an nichts erinnern? Ihr habt meine Gleda an einen Riesen verkauft. So ein Tier werde ich nie wieder bekommen.“ „Bitte helft mir… „ Aber sonst geht es euch gut, ja? Ihr wollt, das ich euch helfe? Dann sorgt dafür, das ich meine Ziege wiederbekomme, dann schauen wir weiter. Ihr seit mit ihr nach Südosten verschwunden.“
Akki überlegte nicht lange und brach trotz der der einbrechenden Dämmerung auf. Glücklicherweise musste sie nicht als zu weit gehen um auf das Lager des Riesen zu stoßen. Sie schlich sich ran und sah das eine Ziege in der nähe graste. Vorsichtig ging sie in das Lager. Wie konnte sie nur mit dem Riesen zuvor gesprochen haben? Egal was sie nun versuchte er schien sie nicht zu verstehen und wollte nicht das sie die Ziege mitnahm. Dann ging er auf sie los. Sie was froh wenigsten sein Schwert zu haben und bei ihrer vorsichtigen Erkundung ums Lager hatte sie eine Höhle eines Säbelzahntigers entdeckt. So lockte sie den Riesen in die Nahe, damit sich die beiden gegenseitig an die Gurgel gehen konnte, während sie selbst sich die Ziege schnappte und mit ihr zurück nach Roristatt ging.
Der Bauer war glücklich, als er sie mit dem Tier kommen sah. Nun erfuhr sie, dass sie bei Ysolda in Weislauf einen Verlobungsring gekauft haben sollte. Das entsetzte sie vollkommen. Denn was sollte sie damit? Sie war mit Vilkas verheiratet und würde nie jemand anderes haben wollen. Den Rest der Nacht lag sie wach in Ihrem Zimmer im Gasthof und war noch Schweigsamer als am Tag zuvor, als sie weiter Richtung Weislauf fuhren. Dort kamen sie am späten Nachmittag an.
Akkirah ging zunächst in ihr Haus, um sich ordentlich anzuziehen und lief dann in ihrer Lederrüstung hoch nach Jorvasskr, da sie vermutete dass man sich sicherlich Sorgen um sie machen würde. In der Methalle traf sie nur Vignar und Aela an. „Wo ist Vilkas? Wie geht es ihm?“ Das waren die ersten Worte die aus ihr hervorkamen bevor sie zusammenklappte. Irgendwie war das alles zu viel für sie.
Aela fing sie auf und bugsierte sie zu einem der Stühle. „Tilma, bitte bring ihr etwas damit sie sich stärken kann.“ rief sie der alten Dame zu, die gerade aus den Wohnquartieren hochkam. Nachdem Tilma etwas zu Essen und trinken gebracht hatte, Fing Aela an, Fragen zu stellen. Akki konnte die Meisten davon nicht beantworten, da sie nicht wusste was gesehen war. Sie wusste nur eines. Sie wollte zurück zu Vilkas. Aela sagte ihr, dass er in Rifton mit Farkas geblieben war und das sie vor vier Tagen einen Kurier dorthin geschickt hatten mit dem Hinweis, das Ysolda möglicherweise etwas wusste. Aela ging davon aus, das die Zwillinge nun auf dem Weg nach Jorvasskr waren und sie nur warten brauchten, bis sie ankommen würden.
Akki wollte nicht warten und wäre sofort losgestürmt um der Kutsche entgegen zu laufen aber sowohl Aela als auch der alte Vignar hielten sie zurück. Denn woher wollte sie wissen welche Richtung die Kutsche eingeschlagen hatte? Nicht das sie am Ende diese verpassen würden. So wurde Akki in ihre Räume geführt, die vormals Kodlak gehörten.

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Mittwoch, 18. April 2012, 22:28

Noch vor dem Morgengrauen war Akkirah wach. Sie ging nach oben in die Methalle und zwang sich eine Kleinigkeit zu essen. Dort waren schon Ria und Athis. Als Akki sich dazugesellte Freuten sich die beiden sehr, dass sie wieder da war. Sie hatten sich genau wie alle anderen ernsthaft Sorgen um sie gemacht. Von den beiden erfuhr sie dann, dass sie bei Ysolda einen Verlobungsring gekauft haben sollte. Die Beschreibung die die Angehende Händlerin von Akki den Gefährten gab, lies keinen Zweifel zu, das es sich um eine Verwechslung gehandelt haben könnte. Mit wem sie sich aber angeblich verlobt haben sollte konnte Ysolda auch nicht sagen, sie war nur total gerührt von der Geschichte die Akki ihr über das angebliche Kennenlernen ihres „Zukünftigen“ erzählt hatte. Sie nannte nur den Ort Hexennebelhain. Die Gefährten waren noch nicht dorthin los gezogen, da sie zunächst auf die Zwillinge warten wollten.
Auf Akkirahs Fragen, nach den Beweggründen, die Nadja veranlasst haben konnte, ihr so was mit einem Fremden anzuhängen konnten die beiden ihr auch nichts sagen. Nadja schien Athis verachtet zu haben und von Ria hat sie wohl auch nicht viel gehalten, so dass die beiden ihr meist aus dem Weg gegangen waren und wenig mit ihr gesprochen hatten.
Nach dem Frühstück wollte Akki sich runter zu den Ställen begeben, aber sie wurde von Aela, die gerade hochkam aufgehalten. „Ihr bleibt hübsch brav hier oben und wartet hier. Wer weiß was euch sonst da unten bei Warten widerfährt. Ich möchte es dann nicht sein, der es Vilkas erklären darf.“ „Ich denke nicht das was passieren wird. Und ich kann auf mich aufpassen.“ „Ihr bleibt hier! Athis und Ria ihr sorgt dafür, dass sie Jorvaskr nicht verlässt. Nur in den Hof darf sie.“ Akki hatte keine Lust sich zu streiten, also blieb sie da und ging nur in den Hof, wo sie sich auf die Mauer setzte um den Weg, der von Osten nach Weislauf führte zu beobachten. Niemand hielt sie davon ab und man ließ sie in Ruhe.
Die Kutsche von Rifton kam recht langsam vorwärts, da sie voll beladen mit Waren war und wie es in Himmelsrand üblich war nur von einem Pferd gezogen wurde. Hinter der Kutsche trotte gemächlich Adelante, die Vilkas nicht zurücklassen wollte, da er wusste, das Akkirah sie ungern irgendwo in einem Stall stehen ließ, auch wenn sie wusste, das sie dort gut behandelt wurde. Vilkas war bleich und man sah ihm an das er seit Tagen kaum geschlafen geschweige denn gegessen hatte. Farkas machte sich ziemliche Sorgen um seinen Bruder, schaffte es aber nicht ihn zum Essen zu bewegen.
Kurz vor Mittag sah Akkirah die Kutsche den weg entlang kommen. Da gab es für sie kein halten mehr. So schnell sie konnte stürmte sie zum Ausgang von Jorvasskr. Athis und Ria hatten keine Chance sie aufzuhalten, geschweige denn sie einzuholen, daher gaben sie es auch auf. Sie konnten nachvollziehen das Akki zu Vilkas wollte. Akkirah wäre am liebsten gleich an der Mauer runtergeklettert, aber die Gefahr abzurutschen war zu groß. So Rannte sie wie von Geistern gehetzt durch die Strassen von Weislauf ohne Rücksicht auf Passanten. Am Tor musste sie kurz warten bis es offen war, dann setzte sie ihren Weg so schnell ihre Füße sie trugen fort. Sie lief nicht auf der Strasse, sondern lief querfeldein auf direkten Weg Rictung Honigbrauerrei.
Farkas sah sie zuerst. Ungläubig sagte er nur: „Schau, Bruder, wer da angelaufen kommt.“ Vilkas dreht sich um, und dann kam Leben in ihn. Er sprang ohne Worte von der fahrenden Kutsche und lief ihr entgegen. Sie fielen sich in die Arme und dann sackte Vilkas in Akkirahs Armen Bewustlos zusammen. „Vil, mein Liebster“, flüsterte sie ihm ins Ohr und ging vorsichtig mit ihm zu Boden und hielt ihn in den Armen. Sie wusste nicht was sie sagen sollte.
Farkas kam mit Adelante herbei. Akkirah sah ihn fragend an. „Er hat seitdem ihr verschwunden wart, so gut wie nichts gegessen und kaum geschlafen.“ „Dann lass uns ihn ins Brisenheim bringen. Dort ist es ruhig und er kann sich ungestört erholen. Helft mir bitte, ihn auf Adelante zu setzen.“ Akkirah brachte die Stute dazu sich hinzulegen, so das Farkes seine bruder leicht in ihren Sattel heben konnte. Dann stand das Tier vorsichtig auf um ihren Reiter nicht abzuwerfen. Akki schwang sich dann hinter Vilkas aufs Pferd um ihn festzuhalten.
Als sie das Tor von Weislauf erreichten, nahm Farkas seinen Bruder in die Arme und trug ihn ins Haus und legte ihn oben im Schlafzimmer vorsichtig ins Bett. Akki wich nicht von seiner Seite. Gemeinsam zogen sie Vilkas die Rüstung aus, denn zum liegen war diese doch recht unbequem. Als Akkirah ihren Liebsten unbekleidet im Bett sah, war sie doch recht entsetzt, wie sehr er abgenommen hatte. Tränen standen in ihren Augen. „Ich glaube ich sollte was zu essen für ihn machen, damit er wieder zu Kräften kommt, wenn er aufwacht“, sagte sie zu Farkas. Dieser schüttelte den Kopf. „Ihr bleibt hier bei ihm und rührt euch nicht weg. Ich werde einen leichten Eintopf kochen.“ Dankbar sah sie ihn an und versuchte zu lächeln. „Danke, Farkas.“
Nachdem er gegangen war, legte Akki ihren Kopf auf die Brust von Vilkas. Sie spürte sein Herz schwach aber gleichmäßig schlagen. Das beruhigte sie etwas. Sie merkte nicht, dass sie einschlief. Wach wurde sie als ihr eine Hand sanft den Pony aus dem Gesicht strich. Vilkas war aufgewacht. Sie sah in seine wunderschönen eisgrauen Augen: Auch er sah sie an. Die Fragen über ihr Verschwinden, die ihn die ganze Zeit gequält hatten verdrängte er erst einmal. Er war einfach nur froh. „Mein Herz, ihr seid wieder bei mir.“ Dann legte er seine Arme um sie und küsste sie.
„Ich unterbreche euch beiden Turteltauben ja nur ungern, aber der Eintopf sollte warm gegessen werden;“ Wie aus dem nichts war Farkas erscheinen mit zwei dampfenden Schüsseln. „Ich hoffe nun esst ihr endlich mal wieder, Bruder.“ Akki nahm Farkas eine der Schüsseln ab, und wollte Vilkas füttern. „Farkas, gebe mir den anderen Teller, ich mag zwar etwas schwach sein, aber ich denke Essen kann ich auch noch alleine,“ meinte er grinsend und setzte sich aufrecht hin und fing an die Schüssel schnell leeren zu wollen, so das er von den beiden anderen gebremst werden musste. „Langsam, mein Liebster, sonst behaltet ihr es nicht lange bei euch“, meinte Akki besorgt.
Nachdem die beiden aufgegessen hatten nahm Farkas ihnen die Schüsseln wieder ab und verabschiedete sich von den beiden. „Ich gehe dann erst mal und lasse euch beiden alleine. Wenn ich bis morgen Abend nichts von euch sehe und höre komme ich nachschauen was los ist“, grinste er nur und verschwand. Kaum war Farkas weg, als sich Akki entkleidete und unter die Decke krabbelt und sich an Vilkas schmiegte, der seine Arme um sie schlang. So schliefen sie beide Wortlos aber glücklich ein. Am frühen Abend wurden beide wieder wach und begaben sich runter um den Rest vom Eintopf, den Farkas gekocht hatte, aufzuwärmen und zu essen. Nun endlich fragte Vilkas, der sich schon wieder viel kräftiger fühlte, was denn geschehen sei. Akkirah sah ihn an und schüttelte den Kopf. Sie wisse auch immer noch nicht was wirklich alles passiert war. Sie erzählte ihm, was sie die letzten 3 Tage herausgefunden hatte, seit sie wieder zu Bewusstsein gekommen war. Aber alles andere blieb weiterhin im Dunkeln.
„Wir könnten 2 der Gefährten zum Hexennebelhain schicken, damit sie rausbekommen, was ihr dort gemacht habt, wenn ihr es wünscht.“ „Nein, Vil, da muß ich selbst hin, ob es mir gefällt oder nicht. Ich muß selbst raus finden was ich in den letzten Tagen angestellt habe. Das kann mir niemand abnehmen.“ „Ich werde an eurer Seite sein, egal was kommt.“ Akkirah legte ihren Kopf an Vilkas Schulter, während er sie in den Armen hielt. Nach einer Weile hob sie ihren Kopf und schaute in seine Augen. „Eines müsst ihr mir noch versprechen… Wir haben beide oftmals gefährliche Aufgaben, die jederzeit schwere Verletzungen oder Tod bedeuten können. Aber egal was auch passiert, weder ihr noch ich dürfen uns, sollte dem anderen etwas passieren, selbst aufgeben. Wie sonst sollen wir uns sonst später in Sorvengarde wieder finden?“ „Ich verspreche es euch, mein Herz“, antwortete Vilkas ernst.
Nachdem Akki fix abgewaschen hatte, begaben sich die beiden wieder nach oben zu Bett.

Am nächsten Morgen wachte Akkirah wie gewohnt sehr früh auf. Sie mochte sich nicht bewegen, denn sie wollte Vilkas nicht wecken, schließlich brauchte er seinen Schlaf um wieder zu Kräften zu kommen. Wobei von Schwäche war gestern Abend nachdem sie sich hingelegt hatten, nicht viel zu merken, dachte sie glücklich lächelnd und kuschelte sich vorsichtig dichter an ihren Liebsten. Auch wenn sich alles in ihr dagegen sträubte, das Bett zu verlassen, versuchte sie dann nach einer Weile vorsichtig aus dem Arm, den Vilkas um sie gelegt hatte, zu befreien ohne ihn zu wecken, was aber nicht gelang. Müde blinzelte er sie an, „Was ist los mein Herz? Warum bleibt ihr nicht liegen?“ „Die Pflicht ruft mich, aber ihr bleibt schön brav hier liegen, bis ich mit dem Frühstück zurückkomme und schlaft noch etwas, mein Liebster.“ Sie gab ihm einen Kuss und dann zog sie sich trotz seines Protestes an. „In spätestens einer halben Stunde bin ich zurück und ich will euch genau hier wieder finden und nirgendwo anders“, sagte sie mit strenger Mine, allerdings ihre Augen verrieten das sie es nicht so ganz ernst meinte. Er seufzte und ergab sich seinem Schicksal und zog die Decke bis ans Kinn hoch, denn es war doch ein wenig kalt draußen geworden, was man auch drinnen spüren konnte.
Akkirah lief so schnell sie konnte, zunächst runter zu den Ställen, wo sie sich um das Futter für Adelante kümmerte. Sie gab ihr ein paar Extramöhren, da sie ein schlechtes Gewissen hatte, das sie das Tier gestern vernachlässigt hatte nachdem sie mit Vilkas vorm Tor angekommen waren. Aber sie wusste das Farkas, auch wenn er großen Respekt vor diesen Tieren hatte, sich gut um sie gekümmert hatte. Das Sattel und Zaumzeug lag, wie es sich gehörte ordentlich über den Holzbalken gegenüber ihrer Box. Sie schnappte sich fix einen Striegel und putzte kurz über das seidige Fell des Tieres. Viel Zeit hatte sie nicht, denn sie musste ja noch hoch zu Charlotta um frischen Brot zu holen und etwas Wurst und Käse dazu könnte auch nicht Schaden. Fürs Mittagessen war noch genug von dem Eintopf da, den Farkas am Tag zuvor gekocht hatte und solcher schmeckte ja bekanntlich einen Tag später meist noch besser als wie am Tag, wo er zubereitet wurde.
Als Akkirah mit ihren Einkäufen zurückkam, fand sie Vilkas friedlich schlafend vor. Sie schlich leise wieder nach unten und bereitete das Frühstück vor, wobei sie sich Zeit ließ. Als sie fertig war brachte sie es nach oben und weckte Vilkas ganz vorsichtig. Dann rutschte sie mit unter die Decke und gemeinsam aßen sie im Bett was Akki fertig gemacht hatte. Als alles verspeist war, nahm Vilkas die Teller und stellte sie auf dem Nachtschrank ab und nahm Akki in den Arm. Sie schmiegte sich an ihn: „Ich wünschte, die Zeit würde stehen bleiben und wir könnten immer hier so im Bett bleiben“, seufzte er. „Zu Mindestens bis zum Mittag können wir“, das meine sie nur grinsend.
Am frühen Nachmittag erwachte Akkirah alleine im Bett. Der Duft von Brathühnchen stieg ihr in die Nase. Ihr Magen fing an zu knurren. Sie kleidete sich fix an und ging hinunter. Vilkas stand am Bratspieß und ließ ein Hühnchen langsam daran im Kreise drehen. Als er sie die Treppe runter steigen sah lächelte er. „Ich habe Hunger und nur Eintopf ist auf Dauer langweilig, also habe ich uns noch etwas Kräftiges dazu beschafft. Sie lächelte zurück und gab ihm einen Kuss. Dann setzte sie sich auf die Bank und sah ihm bei seiner Tätigkeit zu.
„Nach dem Essen sollten wir hoch nach Jorvasskr gehen. Sonst machen sich die anderen wohlmöglich Sorgen was mit uns los ist. Ausserdem habe ich ein schlechtes Gewissen Ria und Athis gegenüber, die sicherlich ordentlich von Aela zusammengefaltet wurden, weil ich ihnen gestern abgehauen bin.“ „So schlimm wird sie die beiden schon nicht zusammengestaucht haben, ansonsten hättet auch ihr etwas zu hören bekommen, denn sie wäre bestimmt wütend hier aufgekreuzt. So und nun wollen wir schauen, das wir dieses Hühnchen mit dem Rest vom Eintopf vernichten.“
Gestärkt nach dem Mahl, begaben sich die beiden anschließend hoch nach Jorrvaskr. Sie wurden schon von den anderen in der Methalle erwartet. Akkirah sah sich um. Es erschien ihr furchtbar leer hier. Es sollten mehr Leute da sein. Genug Betten standen ja zur Verfügung. Seit sie dazu gestoßen war, sind es drei Leute weniger geworden, dachte sie. Sie vermisste Kodlak und Skor sehr. Bei Nadja war sie eigentlich froh, das sie nicht mehr da war, wobei Akki immer noch wissen wollte, was sie ihr getan haben mochte, das Nadja sie so hasste.
Vilkas spürte die Trauer die sie umgab und nahm ihre Hand und drücke sie fest. Akkirah hob ihren Kopf und suchte wieder mal nach den passenden Worten. „Brüder und Schwestern“, fing sie an. „Es ist leer hier in der Halle geworden. Ich weiß nicht wie man da Abhilfe schaffen kann. Vielleicht müssen wir verstärkt draußen nach geeigneten Leuten suchen und sie ansprechen. Man könnte auch ein oder zwei Waisenkinder aufnehmen und diese zu Gefährten heranziehen.“ Sie sah Vilkas und Farkas dabei abwechselnd an. „Aus den Zwillingen wurden ja so auch großartige Gefährten. Ich bitte euch alle darüber nach zudenken und euch auch Gedanken um die Zukunft zu machen. Vilkas und Ich werden, sobald wir beide uns wieder stark genug fühlen, weiter nachforschen, was mir in den letzten Tagen widerfahren ist. Das wird sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen. In dieser Zeit werden Farkas und Aela euch anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen und wie gewohnt, die anfallende Arbeit gleichmäßig erteilen. Ich hoffe keiner von euch wird es uns verübeln, wenn Vilkas und ich die nächsten Tage für uns im Brisenheim verbringen bevor wir aufbrechen.“
Aela kam auf Akkirah zu und nahm sie in den Arm. „Macht euch keine Sorgen, kleine Schwester. Wir machen das schon. Und sollte was Größeres anliegen seid ihr ja auch nicht aus der Welt. Und nun lasst uns gemeinsam eure gesunde Rückkehr etwas feiern.“ Akki lächelte erleichtert und dann setze sie sich mit Vilkas an die Tafel. Es wurde ein fröhlicher Abend. Tilma machte sich dran für die Gesellschaft zu kochen, was sie für ihr Leben gerne tat. Torvar und Vigna fingen an um die Wette zu trinken, was zwar etwas schlechte Erinnerungen in Akki erweckte, aber was die beiden dann so von sich gaben, brachte alle zum Lachen. Weit nach Mitternacht löste sch die Gesellschaft dann langsam auf. Akkirah und Vilkas gingen zurück ins Brisenheim, denn irgendwie konnten beide sich noch nicht so recht mit dem Gedanken anfreunden, das ihnen nun die Gemächer von Kodlak gehörten.
Zwei Tage später machten die beiden sich dann auf dem Rücken von Adelante auf zum Hexenhain.

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Mittwoch, 18. April 2012, 22:29

Der Weg zum Hexennebelhain verlief recht ruhig. Banditen und Diebe machten einen großen Bogen um die beiden und ausser einem Bären, den sie umgingen trafen sie auch keine weiteren gefährlichen Wildtiere. Abends übernachteten sie unter Felsvorsprüngen, wobei sie sich vorher überzeugt hatten, das weder andere Menschen noch Tiere in der Nähe waren, die sie stören würden. Akkirah schoss unterwegs den einen oder anderen Hasen und sammelten Beeren und Pilze, die Vilkas dann Abends am Lagerfeuer zubereitete, während sie sich um Adelante kümmerte und das Nachtlager fertigmachte.
Am dritten Morgen kamen sie in die Nähe des Hexennebelhains. Sie ließen Adelante dort zurück, wobei Akki ihr die Zügel abnahm, damit diese im Notfall, sollte das Tier fliehen müssen, sich nicht darin verhedern konnte. Angebunden werden mußte Adelante nicht, denn sie blieb normalerweise da wo man sie zurückließ. Vorsichtig erkundeten Vilkas und die Umgebung bevor sie direkt zur der sich dort befindlichen Hütte gingen. Als sie sich der Hütte Näherten kam tauchte im Eingang eine groteske Gestalt auf, die teils menschlich teils vogelartig war. Langsam bewegte sie sich auf Akkirah zu, die wie erstarrt stehen geblieben war. Sowas hatte sie nur einmal gesehen, als sie die Hexenköpfe der Schuchtweiherhexen für Kodlak beschafft hatte. "Da seid ihr ja endlich wieder, meine Verlobte", krächste der Hexenrabe."Ich habe schon auf euch gewartet damit wir endlich heiraten können." Akki konnte sich weiterhin nicht rühren. Dafür ging Vilkas auf das Wesen zu. "Sie gehört zu mir und daran wird sich auch nichts ändern", sagte er grimmig. "Sie ist mein. Ich habe den Ring von ihr", antwortete der Hexenrabe. "Gebt mir den Ring und euch wird nichts geschehen und wir gehen unserer Wege". "Niemals, sie gehört mir", und dann begann die Gestalt an einen Zauber zu wirken, der eiinen Feuerball auf Vilkas schleudern würde. Noch bevor es soweit war, hatte Vilkas sein Schwert gezogen und schlug dem Hexenraben den Kopf vom Leib. "Das wäre erledigt", sagte er, nahm dem Ring an sich und drehte sich zu Akkirah um. Diese stand immer noch da ohne sich zu rühren, doch langsam kam wieder Leben in sie. "Was habe ich da nur getan?" fragte sie mit zittriger Stimme. Vilkas nahm sie in die Arme. "Vergesst es, mein Herz. Es ist vorbei." "Nein, ist es noch nicht. Wir wissen immer noch nicht wer dahinter steckt und warum", flüsterte sie leise.
Bevor sie noch was mehr sagen konnte, ertönte ein markerschütternder Schrei am Himmel und über ihnen tauchte ein riesiger Schatten auf. Ein Drache. Diesmal war es Vilkas der im ersten Moment sich nicht rührte. So etwas hatte er noch nie gesehen, im Gegensatz zu Akkirah, die sofort zu ihrem Bogen griff. "In Deckung!" rief sie nur, und stieß Vilkas in den Schutz eines großen Baumes und der Eisatem des Drachen verfehlte ihn und auch sie bekam kaum etwas ab, da sie sofort hinterher sprang. Aus der Deckung heraus beschossen dann beide das riesige Ungeheuer, das über ihnen kreiste mit ihren Bögen. Immer wieder griff der Drache an und die beiden konnten mit ihren Bögen nur wenig gegen das Wesen ausrichten und mußten immer auf der Hut vor dem eisigen Atem des Wesens sein. "Versucht die Flügel zu treffen, damit er gezwungen wird zu landen", rief sie Vilkas zu, als sie merkte, das der Drache dort empfindlich war und ihre Pfeile da größeren Schaden anrichteten.
Nach gefühlten Stunden schien ihr Plan aufzugehen. Der Drache konnte sich nicht mehr in der Luft halten und ging zu Boden, wobei die Erde bei seiner Landung stark erbebte.
Vilkas nutzte die Unsicherheit des Wesens, wo es auf dem Boden aufschlug aus, um schnell an seine linke Flanke zu gelangen, um mit seinem Zweihänder zu versuchen es unterhalb des Flügels zu attakieren, weil dort die Schuppen nicht so stark waren. Akkirah hingegen ging vorsichtig direkt auf den Drachen mit gespannten Bogen zu und als das Tier sich zu Vilkas umdrehen wollte, um ihn zwischen seinen riesigen Kiefer zu zermalmen schoß sie einen Pfeil direkt in sein Auge ab. Blizschnell wandte sich der Drache seinem neuen Gegner zu, kroch auf sie zu und stieß einen neuen Schrei aus, der diemal kein Eisatem, sondern eine Frostkugel erzeugte, vor der sich Akki gewandt zur Seite warf und nicht getroffen wurde. Das nutze Vilkas, um weiterhin mit seinem Schwert dem Tier die Seite aufzureissen. Wieder versuchte der Drache sich Vilkas zuzuwenden, wobei man ihm anmerkte das er schon sichtbar beschwächt war. Das nutze Akkirah aus, um mit Ihrem Schwert, das sie zwischenzeitlich gegen den Bogen getauscht hatte, auf den Kopf der Bestie zu springen und von oben aus das Schwert ihr in die Augen zu rammen. Der Drache warf seine Kopf hoch, um Akki hinab zu schleudern, aber sie schaffte es, sich oben zu halten. Dann stach Vilkas unten dem Ungeheuer sein Schwert so tief in die Seite, das er das Herz erwischte und der Drache sich nur noch einmal kurz aufbäumte, bevor er engültig tod zu Boden sank.
Akkirah sprang vom Kopf herab und landete neben Vilkas, der gerade versuchte sein Schwert wieder aus dem Körper des toten Wesen zu ziehen. "Unglaublich, das es solch Geschöpfe noch gibt und wir eines davon besiegt haben", sagte er zu ihr und dann begann plötzlich die Luft zu vibrieren und flimmern, während der Drache anfing sich vor ihren Augen aufzulösen. In dem Moment sank Akkirah in sich zusammen. Vilkas fing sie auf und konnte spüren, wie eine Kraft auf Akki übertragen wurde, was diese ängstigte und zu zittern anfing. Das schien es zu sein, das sie meinte, als sie damals in Winterfeste übernachtet hatte. Er hielt sie fest ansich gedrückt. Nach gut einer Minute war alles vorbei. Akkirah wurde wieder ruhig und schluchste nur noch kurz und sah Vilkas dann in seine eisgrauen Augen. Er schien zu ahnen was sie dachte und strich ihr sanft mit der Hand über die Wange. "Alles ist gut, mein Herz. Ich bin bei euch und halte euch, egal was passiert."

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Nach einer Weile bückte sich Akkirah und nahm ein paar Schuppen und Knochen des Drachens an sich. „Man weiß nie, wozu die gut sind, und wenn’s nur ist um sie zu verkaufen“, sagte sie zu Vilkas. Er sie bei der Hand und sie suchten den Ort auf, wo sie Adelante zurückgelassen hatten. Das Pferd, war obwohl der Drache wahrscheinlich auf über der Stute gekreist war, nicht davon gelaufen und war am Grasen als sie ankamen. Akkirah packte die Knochen und schuppen in die Satteltaschen und schnallte die Zügel wieder an und dann machten die drei sich wieder auf den Rückweg. „Woher kommen die Drachen nur bloß“, fragte Vilkas. „Ich weiß es nicht. Ich dachte ja auch sie wären schon lange ausgestorben. Aber das war nun schon der zweite, den ich getroffen und bei dem ich geholfen habe ihn zu töten. Und es muß noch mindestens einen dritten geben, denn weder dieser hier, noch der von Weislauf sahen aus, wie der, der Helgen in Schutt und Asche verwandelt hat. Der war noch ein ganzes Ende größer.“ Sie schauderte bei dem Gedanken an das, was in Helgen passiert war. Vilkas spürte es und nahm sie noch fester in die Arme. So ritten sie bis zum Abend, wo sie wieder bei dem Lager der letzten Nacht ankamen und beschlossen hier wieder zu übernachten. Der Rest ihres Weges nach Weislauf war genauso ereignislos wie der Hinweg und so genossen sie den Ritt bei dem herrlichen Wetter.
Als sie am späten Nachmittag in Weislauf ankamen und Adelante versorgt hatten, suchten sie zunächst Ysolda auf. Wer weiß ob sie nicht doch noch mehr wusste, als sie den anderen gesagt hatte. Und tatsächlich fiel ihr ein das Akkirah etwas von einer Festung südlich von Windhelm gesagt hatte, wo ihre Hochzeit stattfinden sollte. Den Namen der Festung hatte sie allerdings vergessen. Vilkas und Akkirah überlegten nicht lange und beschlossen, das sie nach Windhelm fahren würden. Sie würden diesmal die Kutsche nehmen um Adelante etwas zu schonen. Während Akki dann runter zu den Ställen lief, um in Erfahrung zu bringen, wann die nächste Kutsche nach Windhelm fahren würde, ging Vilkas hoch nach Jorrvaskr um den anderen schon mal mitzuteilen, was geschehen war. Als Akkirah dann auch oben ankam stand auch schon wieder was zu Essen auf dem Tisch.
Nachdem Akki und Vilkas soviel wie sie konnten verspeist hatte, alles war einfach unmöglich, unterhielten sie sich mit Farkas, dem sie haarklein alles über ihren Kampf mit dem Drachen berichten mussten. “Wie gerne wäre ich dabei gewesen“, sagte er. „Es muß ein gigantisches Gefühl sein, gegen so ein Wesen zu kämpfen und es letztendlich zu besiegen.“ Akki senkte den Kopf, als sie an das Gefühl dachte das sie nach dem Tod des Drachens durchströmt hatte und von dem sie immer noch nicht wusste, warum es passierte und was es alles wirklich in ihr auslösen konnte. Vilkas antwortete seinem Bruder. „Seit froh, so einem Tier nicht zu begegnen, wenn ihr nicht drauf vorbereitet seid. Ohne Akki, die mich zur Seite stieß, als das Untier seinen Eisatem auf uns herab spie, würde ich wohl jetzt nicht mehr hier sitzen sondern durch die Hallen von Sorvengarde wandeln.“ Er griff nach ihrer Hand und drücke sie fest. „Ich stand wie erstarrt da. Noch nie habe ich so was erlebt und ihr wisst, dass ich so ziemlich jedes Lebewesen in Himmelsrand schon gesehen und bekämpft habe. Und ich vermute wir hatten glück, das es sich um einen Eisdrachen gehandelt hat. Ein Feuerdrache, hätte wohl den Baum, den wir als Schutz genutzt haben einfach verbrannt und dann wäre es mit uns beiden aus gewesen. Daher überlegt was ihr euch wünscht.“ Vilkas sagte diese vollkommen ernst und hoffte sein Bruder würde es verstehen und nicht, wie er es gerne mal tat, Abenteuerlustig losziehen, um einen Drachen aufzuspüren. „Ich hoffe es gab nur diese beiden“, sagte Akki, denn auch sie wollte nicht, das Farkas etwas dummes tat, daher behielt sie erst mal für sich, das es noch eine dritten geben musste.
Sie ließen dann das Thema Drachen ruhen und überlegten, was sie wohl auf ihrer weiteren Reise, wegen ihrer Angeblichen Hochzeit in Erfahrung bringen würden, hatten aber letztendlich keine Idee, warum ausgerechnet ihr so was angehängt werden sollte und warum. Als es auf Mitternacht zuging, begaben sich Akkirah und Vilkas wieder in ihr gemütliches Heim unten in der Stadt. Zuvor bat Akki Farkas noch, ab und an nach Adleante zu schauen, die sie hier lassen würden.
Am nächsten Morgen brachen die beiden frühzeitig auf, denn die Kutsche nach Windhelm sollte bei Sonnenaufgang kommen und nur kurz halt machen bevor sie ihren Weg fortsetze. Nach drei Tagen erreichten sie Windhelm. Akki deckte sich in der Statt sicherheitshalber noch mit neuen Pfeilen ein, bevor sie zu Fuß sich auf die suche nach der Festung machten, wo ihre angebliche Hochzeit stattfinden sollte. Der Schmied, den sich nach einer Festung in der nähe fragten, meinte Südlich der Stadt würde es nur Morvunskar geben, die aber schon seit Jahren verlassen war und wo sich angeblich merkwürdige Magier niedergelassen haben sollten. Vilkas bedankte sich für die Auskunft und dann brachen die beiden dorthin auf.
Kurz bevor sie die Festung erreichten beschloss Vilkas, es wäre sicherer den Hauptweg, der hoch führte zu verlassen, und sich lieber etwas abseits zu halten und erst mal die Lage überprüfen. Diese Überlegung stellte sich auch als Goldrichtig heraus, denn als sie sahen, wie ein anderer Reisender, der sich verirrt hatte von den Bewohnern angegriffen wurde, wussten sie, das sie wohl kaum gewaltfrei Zugang zur Festung erhalten würden. Aus ihrem versteck her raus Schoss Akki mit ihrem Bogen und verletzte zwei der Magier schwer. Einen dritten tötete ihr Pfeil auf der Stelle. Der Angegriffenen Reisende, konnte sich mit Mühe und Not verletzt retten. Vilkas nutzte die Verwirrung, die Akkirah mit ihrem Bogen verursachte gekonnt aus, und griff von der Rückseite direkt mit seinem großen Zweihänder an und erledigte zunächst einen Feuermagier, der bis dahin unverletzt war und nahm sich dann die beiden verletzten vor. Auch wenn sie es beide mehr oder weniger als Notwehr ansahen, was sie getan hatten, denn es gab ja keinen Grund einen harmlosen reisenden der sich verlaufen hatte einfach so zu überfallen war Akki nicht sonderlich glücklich über das Blutbad das sie beide angerichtet hatten. Aber es ließ sich nicht ungeschehen machen und sie drangen in die Burg ein. Überall lagen leere Weinflaschen herum. Ob das ein Zeichen dafür war, das sie am richtigen Ort waren? Schließlich ging mit einem Wettrinken ja alles los.
Unten in der Burg belauschten sie zwei weitere Magier und erfuhren, das einer der höheren Magier wohl gerne Experimente mit unwissenden Bürgern durchführte, die sie wohl selten überlebten und er auch vor den eigenen Leuten nicht unbedingt halt machten. Akki versuchte ihr Gewissen damit zu besänftigen, das sie etwas gutes taten und weitere Menschen, die Pech hatten und sich verliefen vor diesen Leuten retteten. Vilkas hatte damit weniger Probleme, aber er war so was ja auch schon von klein an gewohnt.
Akki ging vor, denn ihre Fähigkeiten sich leise anzuschleichen und die Umgebung zu erkunden waren doch wesendlich besser, als die von Vilkas, der lieber sofort auf seine Gegner losging und sich auf die Wirkung seines Zweihänders verließ. Akki spürte mehrere Fallen auf und warnte Vilkas davor ihnen zu nahe zu kommen. In einer großen halle in der einer tieferen Ebene der Burg trafen sie wieder auf einer größere Gruppe von Magiern, die von einer Erzmagierin angeführt wurde, die sich wohl auf Feuer spezialisiert hatte, ihren todbringenden Feuerbällen nach zu urteilen, denen Akki und Vilkas nur mit großer Mühe entgingen, indem sie erstmal den Rückzug antraten und dann versuchten sie in die dunklen Gänge zu locken, wo Akki ein gutes Schußfeld hatte, während Vilkas von einem Seiteneingang aus sie mit seinem Zweihänder Überaschen konnte und sie ihren Kopf verlor. Nachdem sie auch die restlichen Magier erledigt hatten, gingen sie die Treppe zu dem Podest hoch, wo sich die Erzamgierin befunden hatte. Ein merkwürdiges Energiefeld, das den Eindruck eines Portals aus alten Sagen machte, stand dort.
Auch wenn Vilkas sonst vor nichts Angst hatte, Magie und alles was damit zu tun hatte machten ihn nervös. Akkirah stand vor dem Portal und eine merkwürdige Unruhe ergriff sie, als würde alles was sie wissen wollte, sich hinter diesem Portal befinden. Sie sah Vilkas an. Sie konnte sein Unbehagen fühlen. „Wenn ihr es für falsch haltet, dieses Portal zu nutzen, werde ich nicht hindurchgehen“, sagte sie schließlich zu ihm. Ich möchte euch keinen weiteren Kummer bereiten. Einmal hat gereicht.“ Er sah sie an und wusste, das sie nicht durchgehen würde, wenn er es nicht wollte, auch wenn es bedeuten würde, das sie nie erfuhr, wer hinter allem steckte. Er nahm sie bei der hand und ging auf das Portal zu und so betraten sie es gemeinsam.
Sie fanden sich in einem mit Laternen beleuchteten Garten wieder. Sie folgten dem Pfad und hörten bald schon das fröhliche Gelächter von Leuten die zu tief ins Glas geschaut hatten. Akkirah hatte Angst und war froh, das Vilkas sie bei an der Hand hielt. Sie traten an eine hell beleuchtete Tafel und am Ende an dem sie ankamen stand der Mann, den sie als Sam kannte. „Oh wie schön euch wieder zusehen. Mit euch zu feiern war ein Genuß und ich hatte lange nicht mehr soviel spaß gehabt. Damit habt ihr euch den Stab, den ich euch versprochen hatte redlich verdient.“, sagte er zu ihr, wobei sie nichts verstand. „Ich sehe ihr habt noch einen weiteren Gast mitgebracht. Aber er scheint nicht unbedingt ein lustiger Geselle zu sein, so wie er mich anschaut.“ „Warum habt ihr mich verschleppt und was hatte Nadja damit zu tun?“ fragte Akkirah. „Ihr hattet etwas besonderes an euch, darum habe ich euch für meinen Spaß ausgewählt und ich wurde nicht enttäuscht, wie ich gestehen muß. Und Nadja? War das diese Frau, die mir geholfen hat euch zu mein Geschöpf zu machen? Nun sie war zufällig zur rechten Zeit am rechten Ort um mir zu helfen. Mehr kann ich zu ihr nicht sagen.“
Vilkas hatte Akkis Hand losgelassen und ging mit finsterer Mine auf Sam zu. Das er ihn nicht gerade freundschaftlich in den Arm nehmen wollte konnte man sich sicherlich denken. Aber noch bevor Vilkas ihn erreichte, verwandelte sich Sam in seine wahre Gestalt, einen der gefürchteten Deadra-Prinzen der in Wahrheit Sanguine hieß. Vor Wut schäumend ging Vilkas ungeachtet der neuen Gestalt auf Sanguine los, zog seinen Zweihänder und schlug auf den Prinzen ein. Das Schwert prallte an der Rüstung ab ohne auch nur eine Kratzer zu hinterlassen. Mit einer leichten Armbewegung schleuderte Sanguine Vilkas von sich so dass dieser an die gegenüberliegende Mauer prallte. Akki schrie entsetz auf und lief zu dem am Boden liegenden Vilkas und warf sich schützend über ihn. „Bitte“, flehte sie, „lasst gut sein und tut ihm nichts weiter.“ „Nun. Ich bin heute gnädig gestimmt, denn wie schon gesagt, ihr habt mir viel Vergnügen mit euren Aktionen und Taten bereitet und ordentlich für Unruhe gesorgt, wo ihr denn aufgetaucht seit.“ Eure Bitte sei euch gewährt und nun verschwindet ihr beide am Besten auf der Stelle, bevor ich es mir doch noch anders überlege.“ Er öffnete direkt über den beiden ein Portal und sie kamen beide am See unterhalb der Ställe von Rifton wieder zu sich.
Vilkas stöhnte als er versuchte aufzustehen. „Vil, mein Liebster, wie geht es euch, seit ihr verletzt?“ fragte sie besorgt. Er schüttelte den Kopf. „Nein, mein Herz, ausser ein paar Prellungen scheint es mir gut zu gehen.“ Sie fiel ihm um den Hals und er nahm sie in seine Arme. „Ich glaube ich möchte diese ganze Geschichte einfach nur noch vergessen“. sagte sie unter Tränen. Sie nahm den magischen Stab, den sie von Sanguine bekommen hatte und schleuderte ihn weit ins den See hinaus „Das scheint mir das Beste zu sein, auch ich möchte daran nicht mehr denken. Wir werden den anderen sagen es gab nichts zu finden und lassen es auf sich beruhen“, erwiderte er. „Nun kommt, lasst uns hier verschwinden“. Sie begaben sich ins Honigheim, wo sie beide erschöpft ins Bett fielen.

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Samstag, 28. April 2012, 17:26

Am nächsten Morgen erwachte Akkirah wie gewohnt recht früh, während Vilkas noch schlief. Sie schmiegte sich dichter an ihn ran und legte ihren Kopf auf seine Brust, so das sie seinen Herzschlag spüren konnte. Als sie das tat wachte er stöhnend auf. Erschrocken schoss Akki hoch, nahm die Decke zur Seite und sah die bläuliche Verfärbung auf seiner Brust, wo Sanguine ihn mit seinem Arm getroffen hatte. Es sah letztendlich schlimmer aus als es war, aber trotzdem stand Akki auf, ging in den Keller, um aus den dort gelagerten Heilpflanzen eine Salbe anzurühren, mit der sie ihn dann anschließend einrieb. Danach legte sie, seinen Protest ignorierend, ihm einen Verband an. Und weil sie nicht zum Stall runter mußte und die Stände am Markt nicht vor 8 Uhr öffnen würden, legte sie sich dann noch wieder zu ihm, wogegen er nichts einzuwenden hatte.
Knapp 2 Stunden später machte Akkirah sich dann langsam auf um einzukaufen. Während sie das tat, beschloss Vilkas, da die Sonne strahlend vom Himmel schien, draußen auf der Terrasse den Tisch zu decken, damit sie dann gleich da gemütlich sitzen konnte. Nachdem beide sich gestärkt hatten rückte Akki ihren Stuhl dichter an Vilkas ran und legte ihren Kopf an seine Schulter.
"Gerne würde ich länger hier bleiben," sagte sie leise nach einer ganze Weile zu ihm. "Ich liebe die Umgebung und den See mit seinen kleinen Inseln." "Dann lass es uns einfach machen. Wir schicken einen Kurier nach Weislauf und geben den anderen Bescheid, dass wir erst mal hier bleiben. Arbeit findet sich auch hier genug für uns an, so dass wir nicht nur untätig hier rumhängen." "Adelante hätte ich nur gerne hier", seufzte sie. "Wo liegt das Problem? Farkas soll sie herbringen, zurück kann er eine Kutsche nehmen." Akkirah sah Vilkas etwas ungläubig an. "Ihr glaubt doch selbst nicht, das Farkas sich auf ein Pferd setzen wird. Das er überhaupt an Adelante rangeht, finde ich schon erstaunlich, nachdem was ihr mal angestellt habt." Sie sah Vilkas grinsend an, denn sie wusste was sich damals zugetragen hatte, weil es Farkas ihr erzählt hatte, als sie mal wieder versuchte ihn zu überreden, sich doch zu ihr aufs Pferd zu setzen, damit sie beide schneller ans Ziel kamen..
Als Kinder hatten Farkas und Vilkas eines Tages die Idee, eine Höhle, in der es angeblich spukte, aufzusuchen. Da diese aber etwas weiter entfernt waren, wollten sie sich einfach zwei Pferde aus den Ställen "ausleihen" und auf ihnen dort hin reiten. Natürlich hatten sie niemanden was von ihrem Plan gesagt und sind vor dem Morgengrauen hinunter geschlichen und habe sich zwei Pferde geschnappt. Sie schafften es gerade beide Tiere aufzuzäumen und irgendwie einen Sattel draufzubekommen, obwohl sie keine Ahnung hatten wie man es alles korrekt anlegt. Dummerweise war eines der Tiere noch nicht richtig zugeritten und an das war Farkas geraten. Alles ging soweit gut bis er im Sattel saß. Dann ging es auch schon los. Wie ein Teufel bockte der junge Wallch rum und stürmte davon. Anfangs konnte sich Farkas mit Mühe und Not noch im Sattel halten aber dann wurde er in einem riesigen Bogen runter geschleudert. Vilkas hatte mit seinem Tier mehr Glück. Es war eine alte ruhige Stute die sich durch nichts aus der Ruhe bringen ließ. Er versuchte seinem Bruder zu folgen und mußte mit ansehen wie dieser vom Pferd fiel und dann Bewusstlos liegen blieb. Ängstlich sprang Vilkas von seiner Stute und kniete er neben seinem Bruder, als von den Ställen her auch schon der Besitzer mit seinem Stallburschen der Tiere angelaufen kam. Obwohl der Mann sehr böse war, konnte er Farkas nicht so liegenlassen. Er wies den Stallburschen an, sich um die Pferde zu kümmern und trug dann selbst den Jungen hoch nach Jorrvaskr. Denn es war bekannt, das die beiden dort zu Hause waren. Vilkas schlich mit hängendem Kopf hinter her, denn er machte sich große Sorgen das sein Bruder sterben könnte. In Jorrvaskr wurden die drei von Skor in Empfang genommen. Er ließ Tilma rufen, damit sie sich um Farkas kümmerte. Vilkas folgte ihr. Nachdem Skor die Geschichte mit dem Stallbesitzter geregelt hatte kam er in das Zimmer der Jungs, das sie sich zu dem Zeitpunkt noch teilten und verabreichte Vilkas eine ordentliche Tracht Prügel, wie er sie bis dahin noch nie in seinem Leben erhalten hatte und er dann die nächsten Tage sich nirgends ohne Schmerzen hinsetzen konnte. Farkas hatte Glück gehabt, er hatte sich beim Sturz nur das Schlüsselbein gebrochen, eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen und diverse Rippen geprellt, was aber sehr schmerzhaft war und wovon er Wochenlang gut hatte. Seitdem machte Farkas um Pferde einen riesigen Bogen.
"Äh ja... okay, ihr habt recht, mein Herz. Dann soll er halt mit der Kutsche kommen und Adelante hinten anbinden so wie wir sie auch nach Weislauf mitgenommen haben." Er erhob sich und gab ihr einen Kuss. "Ich werde mal im Bienenstich schauen, ob jemand da ist der die Nachricht nach Jorrvaskr bringen kann. Danach haben wir dann den ganzen Tag gemütlich für uns." "Wollen wir nachher zur kleinen Insel rüberrudern? Das Wetter läd doch regelrecht zum Baden ein." "Mir fallen da noch andere Dinge ein, die wir machen könnten", meinte er schelmisch grinsend. "Dann seht zu das ihr schnell jemanden findet, ich bereite derweil alles für unseren Ausflug vor", antwortete sie glücklich lächelnd.
Als Vilkas zurückkam brachen sie auf und verbrachten einen traumhaft schönen Tag auf ihrer kleinen Inseln, mit schwimmen essen und anderen Dingen (wie die aussehen mochten überlasse ich der Fantasie der Leser ;)) Als sie bei Einbruch der Nacht zurück ins Honigheim kamen waren beide Todmüde und Glücklich.
Am nächsten Tag begab sich Akkirah nach dem Frühstück zum Vogt des Jarls um zu erfahren, ob diese vielleicht arbeit für sie hätte. Was Akki dort erfuhr gefiel ihr rein gar nicht. Scheinbar gab es auch südlich von Rifton einen Drachen, der die Gegend unsicher machte. Er sollte sich am Aussichtspunkt der abgeschnittenen Zunge rum treiben. Bisher war er wohl nur dort geblieben und hatte sich nicht weit von seinem heim entfernt, aber es stand zu befürchten das sich das bald ändern könnte.
Als Akkirah das Vilkas mitteilte überlegte dieser, ob sie warten sollten bis Farkas da wäre. Weil erstens wären drei Gefährten gegen so ein Untier besser als zwei und zweitens würde Farkas sein Wunsch erfüllt bekommen, einen Drachen zu sehen und wohl auch zu bekämpfen.
Akki stimmte dem zu.

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Samstag, 28. April 2012, 17:26

Nachdem sie beschlossen hatten zu warten bis Farkas ankam, machten sie sich auf den Weg zum Drachenhort. Gegen Nachmittag erreichten sie den Aufenthaltsort von diesem Wesen. Sie versuchten beide sich im Schatten der Felsen und Büsche zu halten um nicht entdeckt zu werden. Sie fanden eine verbrannt Hütte sowie einen Wagen, der auch Flammen zum Opfer gefallen war. Diesmal hatten sie es wohl mit einem Feuer speienden Vertreter seiner Rasse zu tun, was Akkirah großes Unbehagen verursachte. Als Nords hatten weder sie noch Vilkas Probleme mit Kälte, aber Feuer war nicht ihr Ding. Sie kehrten zurück nach Rifton und gemeinsam lasen sie in den Büchern, die im Honigheim zu finden waren, um mögliche Rezepte und Mittel gegen Feuer und Verbrennungen zu finden. So verbrachten sie den Rest des Tages.
Der nächste Morgen begann ähnlich wieder vorherigen. Vilkas war nicht begeistert, wieder bandagiert zu werden, genoss es aber vorher sanft von Akkirah mit der Salbe eingerieben zu werden. Als sie fertig war küsste sie ihn und meinte es würde alles so gut aussehen, dass er am nächsten Tag wohl wieder ohne rumlaufen dürfte. Nachdem sie gefrühstückt hatten machten sie sich auf, um Pflanzen zu finden bzw zu kaufen, die geeignet waren, um einen Feuerschutz für ihre Haut und Rüstungen zu erzeugen. Damit war dann auch dieser Tag schnell um.
Am vierten Tag nachdem sie den Kurier nach Weislauf geschickt hatten fing Akkirah an mit dem Herstellen von Salben und Tinkturen. Vilkas stand oder saß meist hinter ihr und beobachtete was sie da tat, da er selbst von Alchemie sehr wenig Ahnung hatte, aber trotzdem dran interessiert war. Sie versuchte, während sie am Mixen und Mischen war, so gut sie konnte ihm zu erklären was sie gerade tat. Das Testen der Mischungen erwies sich als recht schwierig. Nur weil eine Salbe auf Papier gestrichen kein Feuer fing, hieße es nicht, das es direkt auf die Haut aufgetragen, dieselbe Wirkung hatte. Am Abend hatten sie es dann geschafft schon mal eine Tinktur für die Rüstungen herzustellen, die Feuer kurzzeitig abhielt und diese nicht geschädigte. Solange man nicht unter Minuten langen Dauerfeuer stand. Aber insgesamt hielt sich die Wirkung der Lösung nur eine Stunde. Das heiß man konnte sie erst kurz vor dem Drachenkampf auftragen.
Was die Salbe für die Haut anging war sie noch nicht zufrieden. Ihr Arm war mit Brandstellen übersäht und auch Vilkas sah nicht unbedingt besser aus, denn er konnte nicht mit ansehen, wie sie alleine die Tests durchführte. Vorm Schlafengehen gingen beiden dann noch eine Runde im See schwimmen um ihre Wunden zu kühlen, bevor sich mit der lindernden Heilsalbe, die Akki auch noch hergestellt hatte, einrieben
Am nächsten Morgen ging Akkirah zu Elgrim. Möglicherweise hatte der alte Alchemist noch den einen oder anderen Tipp für sie, um ihr Feuerschutzsalbe zu verbessern. Mit seiner Hilfe bekam sie dann am Nachmittag etwas zustande, das für ihre Zwecke ausreichend sein musste und sie war zufrieden. Sie kaufte Elgrim noch ein paar der notwendigen Zutaten ab, und gemeinsam mit Vilkas fertige sie dann am Abend eine Vorrat an, der ausreichen sollte um sie und die Zwillinge wenigsten zum Grossteil vor schwerwiegenden Verbrennungen schützen sollte.
Am folgenden Tag traf die Kutsche aus Weislauf mit Farkas und Adelante ein. Ungestüm schloss Farkas seinen Bruder in die Arme, was diesen kurz aufstöhnen ließ, denn seine Prellung war noch immer nicht komplett verheilt Dann kam sie an die Reihe, da ging Farkas aber vorsichtige vor. Sie schickte dann die Zwillinge schon mal zu ihrem Haus, während sie sich um Adelante kümmerte, die noch hinten an der Kutsche angebunden war. Sie führte das Tier in den Stall, holte das Sattelzeugs von der Kutsche und legte alles auf seinen Platz. Dann striegelte sie die Stute bis sie glänzte und gab ihr zwischendurch die ein oder andere Möhre.
Als Akkirah zum Honigheim hochkam, saßen die Zwillinge auf der Terrasse, vor sich mehrere Flaschen Met und gebratenes kaltes Fleisch vom Vortag mit Brot und unterhielten sich üb
Da sie nur zwei Stühle draußen stehen hatten, setzte sich Akki auf Vilkas Schoß legte den Arm um seine Schulter und nahm sich auch eine Flasche vom Met. „Wie läuft es in Jorrvaskr? Sind alle wohlauf?“ wollte sie als erstes wissen. „ Es geht allen gut und wir haben gut zu tun. Aela und ich haben beschlossen, das wir in nächster Zeit abwechselnd Torvar mit rausnehmen, damit er auch mal praktischer Erfahrung sammeln kann. Vielleicht ist er dann weniger in den Wirtshäusern zu finden und erkennt, das Training nicht so unwichtig ist.“ Akkirah lächelte. „Das hört sich doch nach einem guten Plan an. Hat Vilkas dir schon von dem Problem hier erzählt, das wir lösen sollen?“ „Nein, habe ich nicht. Ich wollte warten bis auch ihr da seid.“ Vilkas legte seine Arme um sie, nachdem er sein Met abgestellt hatte. „Südlich der Stadt gibt es einen Drachen, der sich dort bei einen alten Ruine eingenistet hat. Es steht zu befürchten das er bald Richtung Rifton aufbricht um seinen Hunger zu stillen. Daher hat der Jarl von Rifton drum gebeten, das Tier zu töten. Akki und ich haben die Umgebung schon ein wenig erkundet und auch Schutzvorkehrungen getroffen um gegen die bestie zu kämpfen. Wir dachten, ihr würdet uns da gerne anschließen.“ „Farkas Augen fingen an zu leuchten.“ Ein Drachen? Ein echter Drachen? Worauf warten wir noch, lasst uns sofort aufbrechen, damit ich ihn mit meinem Zweihänder in Stücke schneiden kann.“ Akkirah fing an zu lachen. „Nicht so stürmisch, Brüderchen. Es geht hier nicht um einen kleinen Bären oder Säbelzahntieger, den man unvorbereitet Angreifen kann. Bei diesem Drachen handelt es sich um einen Feuerdrachen. Sein Atem verbrennt alles was er erwischt. Und mit dem Schwert kommt man auch nicht ohne weiteres da ran, solange das Vieh in der Luft ist.“ Vilkas war recht ernst bei der Sache, als er das sagte. Er kannte seinen Bruder, der gerne auch mal unbedacht drauflos stürmte, wenn er nicht zurückgehalten wurde. Da waren sie sich beide ja doch recht ähnlich drinnen. „Wir würden morgen kurz vor Sonnenaufgang aufbrechen.“ Abwechselnd erklärten Vilkas und Akki, wie sie vorgehen wollten und wie ihre Schutzmaßnahmen aussehen würden. Sie beschlossen, zeitig zu Bett zu gehen, damit sie am Morgen wirklich fit und ausgeschlafen wären.
Akkirah war wie meist, als erstes wach. Sie weckte Vilkas sanft und bat ihn Farkas, der unten im Gästezimmer schlief aufzuwecken und das Frühstück vorzubereiten, weil mit leeren Magen in den Kampf ziehen war nicht unbedingt die beste Idee. Sie selbst ging zum Stall runter und fütterte Adelante und packte schon mal die Satteltaschen mit der Schutzsalbe und Tinktur, die sie brauchen würden. Als sie wieder hochkam, saßen die Zwillinge schon am Tisch und waren am Essen. Sie schnappte sich auch etwas Brot und einen Becher mit Wasser und dann wurde e auch schon Zeit aufzubrechen. Akki lief zum Stall um Adelante zu holen. Vilkas erstaunte das dann doch, denn davon war doch vorher nicht die Rede gewesen. „Warum wollt ihr das Tier mitnehmen und in Gefahr bringen? Die paar Flaschen können wir doch auch so tragen.“ „Sollte einem von uns was passieren ist es einfacher und wesendlich schneller, wenn Adelante dann den Packesel spielt. Man weiß doch nie. Wir werden sie in sicherer Entfernung zurücklassen, aber wenn wir sie brauchen, müssen wir nur rufen und sie wird kommen“, sagte sie nur. Vilkas nickte darauf hin nur und dann brachen sie auf.
Sie hielten sich wieder am Rand der Felsen als sie sich ihrem Ziel näherten. Akki nahm die Fläschchen mit der Tinktur und salbe aus dem Beutel und gab von jedem einen den Zwillingen. Reibt euch mit der Salbe ordentlich ein und vergesst die Haare nicht. Bei der Tinktur für die Rüstung sollten wir uns gegenseitig helfen. Sie beeilten sich mit der Prozedur, weil sie wussten die Wirkung würde nicht allzu lange anhalten und sie hätten wohl kaum eine Chance noch mal alles einzuschmieren.
Akkirah übernahm die Führung. Sie hielt ihren Bogen gespannt angriffsbereit. Vilkas folgte ihr und dann kam Farkas auch diese beiden hatte ihre Bögen in der Hand. Sie versuchte sich im Schatten des Pfades zu halten, der hoch zur Ruine führte und nach Möglichkeit keinen Lärm zu machen. Plötzlich bleib Akki stehen. „Bleibt zurück! Da vorne ist eine Falle, die entschärft werden muß. Ich werde das machen.“ Vorsichtig schlich sie weiter, diesmal nicht mehr im Schatten sondern musste ich auf die offene Seite des Pfades begeben. Dabei behielt sie sowohl die Seelensteinfalle, als auch den Drachen, den sie nun sehen konnte im Auge. Der Drache ruhte auf einem Teil des Mauerwerks und schien zu schlafen. Es gelang ihr den Seelenstein aus der Vorrichtung zu entfernen und damit den Weg für ihre Begleiter frei zu machen. Vorsichtig winkte sie den beiden zu, sie mögen weiterkommen und ihre Bögen Schussbereit halten. Als die Zwillinge den Drachen sahen, wurde Farkas etwas blass. Dass das Tier so riesig sein würde, damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet und es übertraf seien Erwartungen bei weitem. Die grauen Schuppen hatten einen leicht rötlichen Glanz. Während sie noch ein Stück dichter ran schlichen und dabei mehr den Drachen im Visier ihrer gespannten Bögen hatten, trat Vilkas auf einen kleinen morschen Ast. Das Geräusch, das dieser machte ließ die drei zusammen fahren und der Drache erwachte und erhob sich erstaunlich schnell. Vilkas fluchte wie ein Rohrspatz noch und Akkirah rief nur. “Schießt auf die Flügel.“ Ihr erster Schuß traf voll ins Ziel und auch die Zwillinge trafen. Der Drache ließ vor Wut eine Flammenstrahl auf die drei los, den sie leicht ausweichen konnten und wärend der Drache eine Kurve Flog um seinen nächsten Angriff zu starten wurde er schon wieder von einem Pfeilhagel attackiert. Bei seinem nächsten Anflug konnte Akkirah sehen, das seine Flügel schon recht mitgenommen aussahen, aber noch hielt er sich gut in der Luft. Der Drache hatte sich Akki als Ziel für seinen nächsten Anflug ausgewählt. Sie stellte sich zum Entsetzen der Zwillige auf den Weg und schoß ganz ruhig ihren nächsten Pfeil ab. Als die Bestie dann ihren Flammenstrahl auf Akki losließ sprang diese geschickt hinter eine der zerfallenen Säulen und wurde nur vom Feuer gestreift. Die Zwillinge nutzen das um aus ihrer Position weiter auf den Drachen zu schießen. Die Treffer zeigten auch langsam Wirkung. Beim nächsten Angriff ging der riesige Drache zu Boden. Bei seiner Landung bebte die Erde. Vilkas versuchte in seien rechte Flanke zu gelangen während Farkas sich für die Linke entschieden hatte. Akki griff frontal an und schoß weiterhin eine Pfeil nach dem nächsten ab, wobei sie diesmal auf die Augen zielte. Als der Drache sich nach links drehte, um nach Farkas zu schnappen, sprang Akkirah laut schreiend nach vorne. Sie hatte zwischenzeitlich ihren Bogen fallenlassen und ihr Schwert gezogen. Der Drache ließ sich durch diesen Angriffsversuch ablenken und versuchte die Frau vor ihm, die leichte Beute zu sein schien zu schnappen. Im letzten Moment, bevor die riesigen Fangzähne sie erwischten warf sich Akkirah zur Seite und sie entkam dem Maul. Vilkas schwang sein Schwert mit aller Kraft in die Seite des Tieres, während Farkas zeitgleich auf seiner Seite zuschlug. Diese beiden Hiebe mit solch Gewalt geführt, machte dem Leben des Drachens ein Ende. Nachdem dieser sich ein letztes Mal aufgebäumt hatte sprang Vilkas zu Akkirah und nahm sie fest in die Arme, denn er wusste was gleich kommen würde. Farkas stand nur da und sah sich das riesige Tier an. Sowas hatte er wirklich noch nie in seinem Leben gesehen. Dann fing der Drache an, von innen her zu verbrennen und die freiwerdende Kraft ging in Akkirah über, die sich an Vilkas klammerte und zitterte.
Wieder war Farkas erstaunt über das was passierte. Er ging auf seien Bruder und Schwägerin zu. “Ist alles in Ordnung mit euch, was ist da gerade passiert?“, fragte er besorgt, als er die zitternde Akki in den Armen von Vilkas sah. Vilkas nickte nur. „Es ist gleich vorbei, sie braucht nur einen Augenblick Ruhe. Den Rest erkläre ich euch später so gut ich es vermag.“ Farkas nickte und stellte keine weiteren Fragen.
Nachdem sich Akkirah sich beruhigt hatte, wollte sie sich in den Ruinen etwa umschauen. Vilkas nahm sie bei der Hand und so gingen sie gemeinsam los, Farkas blieb solange beim Skelett des Drachens um es sich genau einzuprägen. Akkirah und Vilkas fanden den Rest einer uralten Mauer, auf dem der Drache zuvor geruht hatte. Als sich Akkir der Mauer näherte überkam sie wieder das Gefühl, das sie schon mal hatte als sie sich einer ähnlichen Wand genähert hatte. Vilkas drückte ihre Hand fester, denn auch er spürte wie diese Kraft in Akki eindrang. Nachdem sie sich noch weiter umgeschaut hatten gingen sie zu Farkas und begaben sich dann gemeinsam schweigend nach Rifton. Akki rief Adelante die ihnen gemächlich immer wieder Gras zupfend folgte. Als sie bei Rifton ankamen, sagte Akki zu den Zwillingen. „Geht ihr schon mal hoch, ich komme gleich nach.“ Sie sah Vilkas an. “Erzähle ihm bitte, was da mit mir passiert ist, während ich mich um Adi kümmere und ein Bad nehme.“ Vilkas nahm sie kurz in die Arme und küsste sie, dann ging er mit seinem Bruder nach oben zum Haus.
Akkirah kam eine halbe Stunde später frisch gebadet nach, in ein Fell gewickelt. Als Vilkas sie so sah, meinte er zu seinem Bruder, „Ich glaube uns beiden kann ein Bad auch nicht schaden, also los kommt mit.“ Während die beiden runter gingen zog sich Akki drinnen frische Kleidung an und stellte einen dritten Stuhl auf die Terrasse. Met stand schon wieder auf dem Tisch, als machte Akkirah sich dran, einen Eintopf fertig zu machen. Als sie draussen den Tisch deckte hörte sie die Zwillinge unten im Wasser herum toben wie kleine Kinder. Zu sehen waren sie wegen des Gebüsch, das am Ufer wuchs von oben aus nicht.
Als der Eintopf fertig war brachte sie ihn raus und rief den Zwillingen zu „Essen ist fertig“. Sogleich kamen die beiden angestürmt. Auch nur jeweils nur mit einem Fell bekleidet. Ihre Rüstungen hatten sie unten liegen lassen. Wie unterschiedlich die beiden doch so aussehen dachte Akkirah, als sie die zwei die Treppe hochkommen sah. Farkas wirkte viel größer als sein Bruder, obwohl beide gleich groß waren. Allerdings war er wesendlich kräftiger gebaut so das Vilkas klein und zierlich neben ihm wirkte. „hmmmm….. das riecht lecker. Ich habe einen Bärenhunger.“ Vilkas setzte sich neben Akki. „Ich hoffe ihr seid nicht böse, wenn wir uns später umziehen. Nicht das das Essen kalt wird.“ Akki schlang ihre Arme um ihn, „Warum sollte ich böse sein, bei solch schönen Anblick.“ Farkas schüttelte grinsend den Kopf und füllte sich was zu Essen auf.
Es wurde wieder mal ein wundervoller Abend und Akkirah durfte sich manch Geschichte aus dem Leben der Zwillinge anhören. Eigentlich hätte sie absolut glücklich sein müssen, dachte sie als sie so kurz vor Mitternacht noch draußen saßen. Sie hatte ihren über alles geliebten Mann an ihrer Seite, mit ihrem Schwager verstand sie sich prächtig. Aber etwas fehlte. Wie schön müsste es sein, wenn ihr eigener Bruder hier wäre. Was er wohl gerade macht? Vilkas spürte, die aufkommende Traurigkeit und ahnte was sie bedrückte. Er legte seinen Arm um sie. „Eines Tages wird auch dein Bruder bei uns sitzen mit seiner Familie“, versuchte er sie zu trösten. Sie seufzte leicht und schmiegte sich dann in seinen Arm. Dann fingen sie langsam an alles rein zutragen und begaben sich zu Bett.

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Samstag, 28. April 2012, 17:26

Der nächste Morgen begann wie meist. Akkirah schmiegte sich noch kurz an Vilkas bevor sie aufstand, dann ging sie runter zum Stall und kümmerte sich um ihr Pferd und als sie wieder zum Honigkeim hoch kam, hatte Vilkas bereits das Frühstück fertig gemacht. Da das Wetter wieder schön war saßen die drei dann wieder draußen auf der Terrasse und genossen, den warmen Sonnenschein. „Ich werde nachher schauen, wann die nächste Kutsche zurück nach Weislauf fährt. Zu lange sollte ich nicht weg bleiben, denn wir haben gut zu tun“ sagte Farkas. „ Es war schön, das ihr da gekommen seid, und ihr wart gegen den Drachen eine große Hilfe gegen den Drachen“, antwortete Vilkas. „ich habe zu danken, dass ihr auf mich gewartet habt, um das Ungeheuer zu bekämpfen. Niemals zuvor habe ich so was riesiges gesehen. Ich hoffen, es gibt nicht noch mehr von diesen Viechern.“ „Ich befürchte, das dem nicht so ist. „Drei sind tot, von einem vierten weis ich, das er noch irgendwo sein muß. Ich befürchte es gibt noch viel mehr. Ihr wisst nun, wie man sich gegen sie schützen kann. Ich gebe euch vorsorglich von der Salbe und Tinktur einiges mit, für den Fall, das ihr erneut auf einen Drachen stoßt“ sagte Akkirah irgendwie traurig.
Nach dem Frühstück ging Farkas zu den Ställen und erkundigte sich nach einer Kutsche. Zu Mittag sollte eine nach Weislauf fahren. Er gab bescheid, das er mitfahren wollte und ging zurück zum Honigheim um seine Sachen zu packen und sich von Vilkas und Akkirah zu verabschieden. Die beiden begleiteten ihn zur Kutsche und sahen ihr als sie losfuhr noch lange nach.
Heute brachte es eh nichts mehr großartig noch irgendwo nach arbeit zu suchen, also beschlossen Akkirah und Vilkas den Rest des Tages zu genießen und nahmen setzten sich in ihr Ruderboot und fuhren auf den See hinaus. Dabei kamen sie recht dicht an dem Steg der Fischerrei vorbei, von wo aus sie plötzlich angerufen wurde. „Bitte, ihr müsst mir helfen, ihr müsst es nehmen und zurückbringen“. Auf dem Steg stand eine Argonierin, die eine verängstigten Eindruck machte. Akkirah sah Vilkas an und diese nickte. Sie fuhren an den Steg ran und Akki fragte, die Frau, was denn los sei. „Ihr müsst das Lexikon nehmen und es dahin bringen, wo es her kam, nach Avanchnsel.“ Sie drückte Akkirah einen merkwürdigen Würfel in die Hand. Und dann verschwand sie so schnell sie konnte. Akkirah starrte auf den Würfel in ihrer Hand. So etwas hatte sie noch nie gesehen und auch Vilkas wusste nichts damit anzufangen. „Es scheint drewmerschen Ursprung zu haben. Wir sollten uns erkundigen wo Avanchnsel zu finden ist und uns dort mal umschauen“, meinte er. Sie beschlossen zurückzufahren und sich in Rifton zu erkundigen. Balimund, der Schmied, gab ihnen die Auskunft, das es sich dabei um eine Ruine der Drewmer handelte die dich südwestlich von Rifton in den Bergen befand. Ein kleiner Pfad sollte von der Hauptstrasse abgehend, dorthin führen.
Sie brachen am nächsten morgen früh auf, nachdem sie einiges an Vorräten eingepackt hatten. Sie wussten ja nicht was sein in der alten Ruine so erwarten würde. Sie brauchten auf Adelante, die sie im flotten Trab trug bis kurz nach Mittag um an ihr Ziel zu gelangen. Akkirah nahm, wie gewohnt die Zügel von Adelantes Trense ab und ließ sie unten am Fuß der Ruine laufen, während sie und Vilkas sich nach oben begaben und einen Eingang suchten. Auf einer höher gelegenen Ebene fanden sie ein Tor, das sich öffnen ließ und betraten den dahinter liegenden Gang, der wie eine Höhle aussah.
Plötzlich vernahmen sie Stimmen. Vilkas und Akkirah gingen in Deckung und schlichen vorsichtig weiter, um zu schauen, wer da sein möge. Eine der Stimmen kam ihnen bekannt vor. Es war die der Argonierin. Dann sahen sie 4 Schemenhafte Personen, die sich unterhielten. Es schien eine Version zu sein, von dem was hier vor einiger zeit passiert war. Ein Schaue lief den beiden über den Rücken. Trotzdem folgten sie den Weg den die Gestalten, die sich dann plötzlich aufgelöst hatten bis sie in eine riesige Halle kamen wo man die Baukunst der Drewmer bewundern konnte. Sie staunten über die Größe, denn keiner von beiden war bisher mal in einer Solchen Ruine gewesen. Sie hörten die stampfenden Geräusche irgendwelcher fremdartigen Maschinen die seit Jahrhunderten, wenn nicht noch länger immer noch am arbeiten waren.
Plötzlich vernahmen sie einen leiseren klappernden Ton. Akkirah griff sofort zu ihrem Bogen, während Vilkas sein Schwert zog. Eine mechanische Spinne bewegte sich auf sie zu, die Energieblitze verschoss. Akkirah zögerte nicht lange und ihr Pfeil traf das Gerät und zerstörte es auf der Stelle. Vorsichtig gingen die beiden auf das zerlegte Teil zu, um es zu untersuchen, als schon die nächste Maschine auf sie zu kam. Das Teil war wesendlich größer, aber zwei kräftige Hiebe mit Vilkas Schwert ließen auch dieses in Einzelteile zerfallen. Staunend gingen sie anschließend weiter, bleiben mal hier und da stehen, um die Konstruktionen und Baukunst zu bewundern.
An einer verschlossenen Gittertür blieb Akkirah stehen. Man konnte in den Raum dahin nicht reinschauen. Sie zog ein paar Dietriche aus ihrer Tasche und begann vorsichtig im Schloß damit rum drehen. Vilkas sah sie im ersten Moment erstaunt an. Dann fiel ihm ein sie hatte längere Zeit in der Diebesgilde von Rifton verbracht und es dort gelernt. Als sie die Tür geöffnet hatte sagte Vilkas nur „Nicht schlecht“. Akkirah sah ihn an. „In manch Situationen kann es nicht schaden Schlösser öffnen zu können. Ich bringe es euch gerne bei, wenn ihr es wünscht.“ „Hmm“, er zögerte, dann nickte er. „Ich denke es kann wirklich nicht schaden und es wäre doch schade, Schätze in solch Ruinen liegen zu lassen.“ In dem Raum fand sich noch eine verschlossene Kiste. Sie sah sie sich genauer an, ob sie durch irgendwelche Fallen zusätzlich gesichert war, aber davon war nichts zu merken „Da haben wir dann doch auch gleich das erste Übungsobjekt“ grinste sie. Sie drückte ihm ein paar Dietriche in die Hand und zeigte ihm wie er damit umgehen musste. „Ihr müsst euch konzentrieren, versucht es durch den Dietrich zu erfühlen.“ Vilkas brauchte für das einfache Schloss fünf Dietriche, bis er es geöffnet hatte. „Prima, klappt doch schon recht gut.“ Wir werden bestimm noch auf weitere Schlösser stoßen, wo ihr weiterüben könnt“, lächelte sie. „Ich glaube ihr übt eine schlechten Einfluss auf mich aus, mein Herz.“
Nachdem sie noch 2 Stunden weitergegangen waren, stießen sie auf eine verlassenes Lager. Und wieder hatten beide eine Vision, oder wie immer man das bezeichnen konnte, denn sie sahen wieder die vier Gestalten vom Anfang der Ruine die sich unterhielten. Sie schienen hier gerastet zu haben, da der weg wohl noch recht weit war. Akkirah und Vilkas beschlossen, das es wohl besser wäre auch eine Pause einzulegen, denn es müßte ja schon recht spät sein. Im inneren der Ruine drang kein Licht von außen, so dass sie den Stand der Sonne oder Sterne nicht sehen konnten. Sie sahen sich noch mal grünlich um, und dann nahmen holten sie ihre Vorräte heraus und aßen eine Kleinigkeit. Anschließend legten sie von den Fällen zwei nebeneinander und schließen dann aneinandergekuschelt ein, wenn auch nicht allzu fest, denn etwas unheimlich war ihnen die Umgebung doch.
Am Morgen, ihrem Gefühl nach, gingen sie dann einigermaßen erholt weiter. Der Weg führte sie zu einer großen Halle, wo es wie an so vielen anderen Stellen auch ratterte und dampfte. Sie befanden sich auf einer höher gelegenen Balustrade und sahen auf in der Mitte zwei Steintische, auf denen sich jeweils ein riesiger Zenturio befanden. Sie schienen aber nicht mehr zu funktionieren. Dafür aber das gute duzend mechanischer Spinne die um die Tische rum liefen. Da sie an diesen Maschinen vorbei mussten nahmen Vilkas und Akki Pfeil und Bogen zur Hand und versuchten diese Wesen von oben zu zerstören. Dafür das Vilkas an sich von Bogenschießen nicht viel hielt, war er doch recht treffsicher. Keine der mechanischen Spinnen erreichte die beiden funktionsfähig. Und so gingen sie noch gute 3 Stunden durch die Hallen, fanden hier und da eine Truhe oder auch mit fallen gesicherte Türen, die sie versuchten zu öffnen, um zu erfahren was sich da wohl hinter verbergen möge. An einem Rampenartigen Durchgang, bat Akki Vilkas oben zu warten. Sie sah unten einen Toten liegen und dieser hatte Ähnlichkeiten mit einen der vier, die sie in den Visionen gesehen hatten Die Druckplatten sollten lieber nicht betreten werden du so ging sie erst mal alleine vor, um den Weg zu sichern. Vilkas war darüber nicht glücklich,, denn er machte sich doch sorgen das seine Liebste etwas übersah, wusste aber, das sie sehr geschickt und aufmerksam war und Dinge eher erkannte als er. Unten angekommen entdeckte Akki einen Hebel Sie betätigte den und deaktivierte damit die sich auf der Rampe befindlichen Fallen und gab dann Vilkas ein Zeichen er könne nun runterkommen. Sie waren ihrem Ziel recht nahe, das spürten beide. Sie schlichen vorsichtig weiter und sahen dann am Ende des Ganges eine halle mit einer Treppe, an deren einer Seite Ein riesiger Zenturio stand. Auf der anderen Seite musste auch einer gestanden haben, aber der lag zerstört am Boden, daneben eine weitere Leiche.
Akki machte ihren Bogen bereit und schoß aus sichrer Entfernung auf die Maschine. Sie erwachte zum Leben aber war angeschlagen. Der nächste Pfeil ließ sie zurücktaumeln, dann fing sich die maschine wieder und Stürmte auf ungelenke art auf Akki und Vilkas zu. Vilkas hatte sein Schwert gezogen und stürmte auf das Teil zu. Dann Pustete ihm die Maschine eine eisigen Atem entgegen. Im letzten Moment konnte Vilkas sich zu Seite werfen. Akki schoss einen weiteren Pfeil ab und lenkte damit die Aufmerksamkeit der Maschine auf sich. Das nutzte Vilkas um von hinten mit seinem Schwert dem Zentutio den Rest zu geben. Als diese zu Boden ging lief Akki erst mal zu Vilkas um zu schauen, ob er etwas abbekommen hätte. Er schüttelte den Kopf und nahm sie kurz in den Arm.
Am Fuß der Treppe die zu einer geschlossenen Tür führte war eine merkwürdige Halterung. Akkirah kramte den Würfel, den sie von der Algonierin erhallten hatte hervor und legte ihn in die Halterung. Der Würfel begann zu leuchten und sie hörten ein Geräusch oberhalb der Treppe. Die Tür hatte ich geöffnet. Akkirah lief vorsichtig hoch, um zu schauen wohin die Tür führen würde. Sie schien in einen Wohnbereich zu führen und am Ende war eine weitere mit einem von dieser Seite vorgeschobenen Riegel versperrte Tür. Nachdem sie den Riegel entfernt hatte und die Tür geöffnet hatte, stand sie etwas oberhalb des Bereichs wo sie am vorherigen Tag hineingekommen waren. Die beiden waren froh, dass sie nicht den ganzen Weg wieder zurückgehen mussten und noch eine Nacht in diesen Ruinen verbringen mussten,
Schleunigst gingen sie nach draussen, wo die Dämmerung bereits anbrach. Akkirah stieß einen Pfiff aus und kurz darauf kam Adelante angetrabt. Akki angelte eine Möhre aus ihrem Beutel heraus und gab sie der Stute. Dann schwangen sie und Vilkas sich auf ihren Rücken und ließen sie im gemütlichen Trab zurück nach Rifton laufen.
Die beiden Monde standen hoch am Himmel als sie die Ställe erreichten. Gemeinsam kümmerten sie sich um Adelante, indem Vilkas ihr das Zaumzeugs abnahm, während Akki ihr das Futter zubereitete und frisches Heu aufschüttelte. Nachdem sie gemeinsam noch das Pferd gestriegelt hatten zog Akki Vilkas Richtung See. Ihr war irgendwie nicht nach schlafen zumute, sondern nach einem Bad. Sie entkleidete sich am Wasser und sprang hinein. Vilkas blieb erst mal am Ufer und beobachtete sie. Dann zog auch er seine Rüstung aus und begab sich zu ihr ins Wasser und versucht sie n seine Arme zu nehmen, wobei sie ihm immer wieder entwischte. Kurz bevor er die Geduld verlor lies sie sich von ihm fangen. Er zog sich an sie und sah in ihre im Mondlicht strahlenden bernsteinfarbenen Augen, bevor er sie küsste. Was danach kam überwältigte Akkirah wie immer und sie wusste am nächsten morgen nicht mehr so recht wie sie ins Bett gekommen war. Aber das war ihr egal. Sie lag neben dem wundervollsten Mann und spürte wie ihr Herz mit seinem im Gleichtakt schlug.

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Samstag, 28. April 2012, 17:27

Am drauf folgenden Morgen, es war noch dunkel draussen, erwachten Vilkas und Akkirah durch ein Klopfen an der Tür, die zur Terrasse führte. Vilkas war schneller als sie, stand auf und wickelte sich eine leichte Fellrüstung um die Hüfte. „Wer ist da?“ fragte er vorsichtig und hielt seinen Zweihänder, den er neben dem Bett liegen hatte zur Sicherheit in der Hand. „Saphir“, kam zur Antwort. Akkriah sprang aus dem Bett, zog sich fix eine einfache Tunika über und nickte Vilkas zu, damit er die Tür öffnete. Zuvor legte er sein Schwert wieder weg.
Die Diebin betrat vorsichtig das Haus. Sie warf einen abschätzigen Blick auf Vilkas und ging dann zu Akki rüber. „Können wir irgendwo ungestört reden“, fragte sie. Akkirah warf Vilkas einen beruhigenden Blick zu und meinte dann zu ihr, „Lass uns nach unten gehen.“ Sie gingen nach unten und Saphir setzte sich auf das Gästebett während Akki sich auf einem Stuhl niederließ. „ Bei Talos, ist es lange her, das wir uns gesehen haben“, sagte Akki zu ihrer Besucherin. „Na, an mir und unseren Freunden lag es nicht“, antwortete Saphir. „Aber sag mal, viel ist an deinem Mann ja wohl nicht dran… Zu Mindestens nicht äußerlich.“
„Hätte ich dir lieber deinen Vipir ausspannen sollen?“ fragte Akki grinsend.
Saphir wurde rot. „Woher…?“
„Ich bin ja nicht blind. Auch wenn ihr euch ständig in Gegenwart von anderen in der Wolle hattet, so konnte man doch sehen, wenn ihr euch unbeobachtet fühltet, wir ihr dann miteinander umgegangen seid“, Akkirah grinste immer noch. „Aber ich denke, den anderen wird es nicht aufgefallen sein und ich werde euer Geheimnis für mich behalten.
Aber nun sagt, was führt euch zu mir? Ein reiner Freundschaftsbesuch wird es doch nicht sein, oder? Aber ich freue mich trotzdem euch zu sehen “
„Erinnert ihr euch noch an die Aufträge Gut Goldenglanz und Honigbräuerei? Ihr habt dort Schriftstücke gefunden mit einem sonderbaren Zeichen. Mercer hat zwischenzeitlich raus gefunden, um wen es sich bei dem Kontaktmann, der den Kauf von Gut Goldenglanz vermittelt hat. Mercer, na ja, eigentlich eher Brynjolf, möchte nun das ihr euch nach Einsamkeit begebt, um den Kontaktmann etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Alles weitere sollte in diesem Brief stehen, den Bryn mir mitgegeben hat. Er würde sich übrigens sehr freuen, euch mal wieder unten in der zersplitterten Flasche zu anzutreffen.“
„Wie, hat er noch keinen Ersatz gefunden, den er wie ein Kind behandeln kann?“ Akkirah lachte fröhlich.
„Glaubt mir, auch wenn er es nach außen hin nicht zeigt, er hält große Stücke auf euch und war sehr betrübt, als er hörte, dass ihr nicht zurückkommen wollt.“
Akkirah nahm den Brief und öffnete und las ihn.
„Mädchen
Wir brauchen eure Hilfe in einer heiklen Angelegenheit. Mercer hat den Kontaktmann der den Verkauf von Gut Goldenglanz vermittelt hat entdeckt. Gulum-Ei lautet sein Name. Nun muß ihm jemand, den er nicht kennt, ihn etwas auf den Zahn fühlen und herausfinden wer der Auftraggeber ist. Dabei soll ihm nichts passieren, wir wollen nur Informationen von ihm haben, mehr nicht. Beobachtet ihn, folgt ihm und findet raus mit wem er verkehrt. Ihr findet ihn im Zwinkernden Sceever in Einsam.
Hochachtungsvoll
Brynjolf“
Sie schwieg einen Moment. „Nun, wie ihr wisst, bin ich verheiratet und mein Schatz wäre alles andere als begeistert, wenn ich mich wieder auf Abwege begeben würde. Ich werde die Angelegenheit mit ihm besprechen und dann sehen wir weiter. Ich werde euch dann meine Entscheidung zukommen lassen.“
Saphir stand auf und Akki tat es ihr nach. „Danke“ Saphir umarmte Akkirah herzlich. „Aber nun muß ich sehen dass ich wieder verschwinde, bevor es richtig hell wird. Es muß niemand wissen, das ich hier war.“ Akkirah begleitete sie nach oben und verabschiedete sich von ihr und sah ihr nach, wie sie zwischen den Büschen verschwand.
Als sie wieder rein ging, ging sie in die Küche und setze sich zu Vilkas, der dort auf sie gewartet hatte. „Sie gehört zur Diebesgilde, nicht wahr, mein Herz?“ Er sah ihr tief in die Augen.
„Ja“
„Was wollen sie von euch? Ihr gehört nicht mehr zu ihnen.“
Sie reichte ihm den Brief und er las ihn ruhig durch. Als er fertig war sah er sie nur an.
„Was soll ich tun, Vil? Sie haben um Hilfe gebeten. Sie waren es, die mir als ich vor dem Nichts stand und nicht wusste wo ich hin sollte, eine Heimat gaben. Die Meisten von ihnen sind für mich zu Freunden geworden.“
Einen Moment herrschte Schweigen.
„Ich sehe nichts, was gegen eine Reise nach Einsamkeit spricht, mein Herz. Ich war schon lange nicht mehr dort.“

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Sonntag, 29. April 2012, 22:56

Die Reisevorbereitungen waren schnell getroffen. Noch am selben Mittag wollten sie mit der Kutsche nach Weislauf fahren. Hier wollten sie ein oder zwei Tage bleiben und bei ihren Gefährten vorbeischauen. Vielleicht war ja auch zufällig etwas Arbeit da, die sie auf ihrem Weg nach Einsamkeit dann gleich mit erledigen konnten.
Während Vilkas bei zusammenpacken der Sachen, war, die sie mitnehmen wollten, ging Akkirah runter zum Laden von Elgrim. Sie betrat ihn aber nicht, sondern steckte, als niemand schaute einen Zettel an die Spannten eines Fasses auf dessen Rückseite.
„Bin unterwegs.
A.“
Mehr stand nicht drauf. Es war die Art, wie sich die Mitglieder der Diebesgilde verständigten, wenn sie nicht direkt ihr Versteck aufsuchen wollten.
Die dreitägige Fahrt nach Weislauf verlief Ereignislos. Auf dem letzten Stück fing es nur wie aus Eimern an zu Schütte. Nicht sonderlich angenehm, wenn man mit einer offenen Kutsche fuhr. Als sie an frühen Nachmittag bei den Ställen ankamen, brachten sie ihre Sachen erst mal vor der Box von Adelante vor der Nässe in Sicherheit. Adelante wurde so gut es ging trockengerieben und dann gefüttert bevor Vilkas und Akkirah sich in ihr Heim begaben, wo sie sich erst mal trockene Sachen anzogen.
Anschließend statteten sie Jorrvaskr einen Besuch ab. Die Meisten der Gefährten waren unterwegs und erledigten irgendwelche Aufträge. Nur Vignar und Tilma waren in der Methalle. Von den beiden erfuhren Akki und Vilkas, dass Farkas am frühen Morgen mit Torvar Richtung Markath aufgebrochen war, um einen entflohenen Häftling zu stellen. Ria war am Vortag mit Athis losgezogen um ein paar Trolle, die einen kleinen Hof nahe der Grenze zu Falkenring, zu erledigen, die die Bewohner in Angst und Schrecken versetzen. Aela war im Hof und kümmerte sich um einen jungen Neuzugang, Akkirah schaute sie fragend an.
„Geht raus und schaut selber.“ Tilma lächelte.
Akkirah durchquerte die Halle und Vilkas folgte ihr. Draußen staunten beide nicht schlecht. Aela kniete auf dem Boden im Hof im und hatten einen Jungen von vielleicht mal 11 Jahren neben sich. Sie drehten Akki und Vilkas den Rücken zu, so dass sie unbemerkt näher treten konnten. Sie versuchtem dem Jungen, der kein Wort sagte, zu erklären wie man einen Bogen richtig hielt. Aela drehte sich plötzlich um. Sie hatte die beiden Neuankömmlinge bemerkt, was ja nicht schwer, war, da durch ihre Adern weiterhin das Blut des Wolfes floss und so ihre Sinne schärfer waren, als die der meisten anderen. Vorsichtig stand sie auf und auch der Junge stand nun auf ohne sich ihnen zuzuwenden.
Akkirah sah erst den Aela dann den Jungen an. Sie kniete nieder und bat ihn näher zu kommen. Er traute sich nicht und versteckte sich hinter Aela.
„Das ist Frogar. Seine Eltern wurden von 2 Säbelzahntigern auf den Weg von Mortal nach Weislauf überrascht und kamen ums leben. Der Junge hat erst versucht sich zu verteidigen, musste sich dann aber auf einen Baum flüchten. Wie es der Zufall wollte, kamen gerade Athis und Ria vorbei, töteten die beiden Raubkatzen und kümmerten sich um den Jungen. Da sonst niemand weit und breit da waren beschlossen sie ihn erst mal hierher zu bringen, denn ihr sagtet ja, es würde nicht Schaden auch Kinder aufzunehmen, wenn sie geeignet erscheinen. Und dieser Junge hatte Mut in sich.“
Vorsichtig schob Aela den Jungen hinter ihrem Rücken vor und lenkte ihn zu Akkirah, die immer noch auf dem Boden kniete. Nun sah sie die blutigen verschorften Striemen, die sein Gesicht auf der rechten Seite zierten. Auch sein Linker Arm und die Schulter hatten was abbekommen, denn er trug einen Verband darum.
„Hab keine Angst vor mir. Ich bin Akkirah.“
Der Junge lief an ihr vorbei und rannte zu Vilkas, der nicht wusste was er machen sollte.
„Ich glaube er verwechselt euch mit eurem Bruder, der sich bisher auch um den Jungen gekümmert hat“, meinte Aela.
Vilkas bückte sich und nahm den Jungen vorsichtig in den Arm.
„Er ist noch sehr schüchtern. Der Tod seiner Eltern hat ihn doch sehr mitgenommen, was wohl jedem so gegangen wäre. Seit er hier ist, hat er auch so gut wie nichts gesagt. Nur bei Tilma spricht er ab und zu, so haben wir auch seinen Namen erfahren. Ich hoffe das war so in eurem Sinne, Schwester.“
„Ja, das ist es“, sie stand auf und schloss Aela in die Arme.
Während sich nun Vilkas um Frogar kümmerte, ging Akki mit Aela nach oben und setzten sich an einen der Tische um sich zu unterhalten. Aela erstattete ihr Bericht, was so in letzter Zeit passiert ist. Alles lief ruhig, sie hatten gut zu tun und wechselten sich ab, wenn es drum ging wer mit wem welchen Auftrag ausführen sollte. Alle schienen so recht zufrieden zu sein.
Akkirah freute sich drüber, das es keinen Ärger gab und alle zufrieden waren. Dann erzählte Akki das sie auf dem Weg nach Einsamkeit waren, um ein paar Informationen über jemanden zu sammeln und auf den Weg dorthin einen kurzen Zwischenstop in Weislauf machen wollten, bevor sie weiter zogen.
Als es dunkel wurde aßen sie gemeinsam das von Tilma zubereitete Abendbrot in der Methalle. Nachdem sie gesättigt waren, brachte die alte Frau, den Jungen zu Bett. Er hatte das Zimmer von Skor bekommen.
Akkriah, Vilkas, Aela , Vignar und Brill, der sich dazu gesellt hatte, saßen dann noch lange am großen Tisch du unterhielten sich bis es Zeit wurde zu Bett zu gehen. Akki und ihr Mann verabschiedeten sich dann auch gleich von den Gefährten, da sie beschlossen hatten früh am nächsten Morgen weiter nach Einsamkeit zu reisen. Und Akki und Vilkas fühlten sich in ihrem kleinen Haus unten wohler, als in der Räumen des alten Herolds. Sie fragte sich, ob sich das jemals ändern würde. Als Akkirah später in den Armen ihres Liebsten lag, fragte sie ihn, ob es wirklich eine gute Idee sei, ein Kind aufzunehmen und versuchen zu einem Gefährten zu heranzuziehen.
„Ja, mein Herz, es ist die richtige Entscheidung gewesen, das zu machen. Und ich denke, wenn Frogar sich richtig eingelebt hat, wird er ein guter Gefährte werden. Die Ansätze dazu sind da.“ Er nahm sie fester in den Arm und küsste sie. Nicht lange darauf schliefen beide ein, wissend dass sie einen anstrengenden Weg vor sich hatten.

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Sonntag, 29. April 2012, 22:57

Noch vor Sonnenaufgang machten sich Akkirah und Vilkas auf den Weg nach Einsamkeit. Das Wetter schien es gut mit ihnen zu meinen, denn während die Dämmerung hereinbrach war kein Wölkchen am Himmel zu sehen. Die erste Strecke des Weges legten sie im leichten Trab auf dem Rücken von Adelante zurück. Wenn es nach dem Pferd gegangen wäre, hätte sie wohl einen flotten Galopp vorgezogen, aber da ihnen ein weiter Weg bevorstand, bremste Akki die Stute. Sie hatten beschlossen, nicht die langen Strecke auf den Hauptwegen zu nehmen, die über Rorikstatt führte, sondern den Kürzeren weg über die Berge über den Pass bei Labyrinthion und dann durch Mortal weiter durch den Sumpf nach Einsamkeit. Der weg war zwar gefährlicher, dafür aber fast eine Tagesreise kürzer.
Als sie den Anfang des Weges der nach Labyrinthion führte an frühen Nachmittag erreichten stiegen siegen sie ab und ließen Adelante frei hinter ihnen her gehen. Da es recht steil wurde, war es die beste Art vorwärts zu kommen. Außerdem wussten sie, dass sich in der Gegend viele Trolle herum trieben, und da war es besser sie gleich anzugreifen ohne erst umständlich absteigen zu müssen. So schlichen Akkirah und Vilkas nebeneinander her, sie den Bogen Schussbereit, er sein großen Zweihänden in den Händen. Während sie durch die Ruinen gingen waren sie versucht, deren Geheimnisse zu erforschen. Da sie aber nach Einsamkeit wollten ließen sie es sein, und nahmen den direkten Weg, auf den sie mehre Eistrolle töten mussten, die ihnen den Durchgang versperrten. Als sie die andere Seite von Labyrinthion erreichten war es Abend geworden. Sie suchten sich einen Felsüberstand unter dem sie es sich gemütlich machen konnten. Akkirah entzündete ein Feuer und bereitete ihr Abendessen zu, während Vilkas schon mal ihre Schlafstätte vorbereitete. Adelante bekam ihre Portion Futter und durfte wie gewohnt frei rumlaufen.
Am morgen erwachten beide fröstelnd, denn das Feuer war komplett herunter gebrannt und die Nacht war recht kalt gewesen. Da nütze es auch nicht viel das sie sich eng aneinander gekuschelt hatte. nachdem sie Gefrühstückt hatten ging es weiter. Den Weg hinunter gingen sie weiterhin zu Fuß, denn es war recht steil und steinig. Nachdem sie dann die Hauptstrasse erreichten beschlossen sie wieder zu reiten. Den Riesenspinnen entkamen sie locker, indem sie Adelante etwas schneller Traben ließen und einen Schneesäbelzahntiger erlegten sie gemeinsam, nachdem Adelante durch ihr Ohrenspiel auf ihn aufmerksam gemacht hatte.
Am Späten Nachmittag ereichten sie Mortal. Sie bemerkten eine Versammlung vor der halle des hiesigen Jarls, achteten aber nicht drauf, sondern ritten weiter bis zum Gasthof, wo sie übernachten wollten. Während Vilkas sich drum kümmert, das sie ein Zimmer und etwas zu Essen bekamen, versorgte Akkirah Adelante.
Nach dem Essen begaben sich die beiden bald in ihr Zimmer die Nacht zuvor war kalt und unbequem gewesen und so genossen sie es, gemeinsam in einem warmen Bett zu liegen. Nachdem sie sich geliebt hatten und aneinander gekuschelt da lagen richtete sich Akkirah plötzlich ein wenig auf und sah Vilkas im Schein der auf dem Nachtisch stehenden Kerze tief in die Augen.
„Was ich mich schon seit langem Frage…. Wann wusstet ihr, das ihr mich liebt?“
Von dieser Frage war Vilkas vollkommen überrascht. Er sah sie lange an und dachte nach bevor er antwortete.
„Ich glaube es geschah in dem Moment, wo ihr auf dem Trainingsplatz euch zusammengerissen und nicht aufgegeben habt. Ich weiß nicht wieso, denn diese Situation hatte ich schon öfters bei anderen Anwärtern erlebt, aber bei euch war es etwas Besonderes. Als ihr mich im nachhinein mit euren vor Wut blitzenden Augen ansaht, wusste ich einfach das ich nur euch wollte.“ Er küsste sie. „Und ich bereue es heute, dass ich nicht den Mut aufgebracht habe, mit euch über meine Gefühle zu sprechen. Aber dann hätte ich euch auch die Wahrheit über mein Werwolfdasein erzählen müssen und davor habe ich mich gefürchtet“, er seufzte tief. „Und nun ihr, mein Herz, wann wusstet ihr es?“
„Ich bin mir nicht sicher, wann es wirklich passiert ist“, antwortete sie langsam. „Auf dem Trainingplatz hielt ich euch für einen miesen Kerl, besonders als ihr mir meinen angeblichen Werte nanntet. Ich glaube das erste Mal, das ich anfing euch zu mögen, war, als ich euch das erste Mal lachen hörte. Und das verstärkte sich von Mal zu Mal, als wir uns abends zusammen setzten und über Bücher und andere Dinge sprachen. Da wusste ich, in euch steckt etwas zu dem ich mich sehr hingezogen fühle und das ich nie im Leben missen möchte. Ich weiß nicht wie ich es anders ausdrücken soll. Ich weiß nur ich liebe euch über alles, mein Liebster.“
Er zog sie ohne ein weiteres Wort an sich und gab ihr erneut einen Kuss. Danach lagen sie beide schweigend noch lange aneinandergeschmiegt wach, bevor sie einschliefen. Am nächsten Morgen ließen sie sich Zeit mit dem Aufstehen. Einsamkeit würden sie spätestens am Abend erreichen. Nach eine gemütlichen Frühstück, sattelten sie Adelante und brachen auf. Der Weg führte sie nun durch einen riesigen Sumpf, der bis an Fjord reichte an dessen anderen Ufer die Hauptstadt von Himmelsrand lag. Akkirah stieg oft ab um für sie seltene pflanzen zu sammeln. An gefährlichen Tieren bekamen sie nur ein paar Schlammkrabben von der großen Art und einige Riesenspinnen zu Gesicht. Wie erwartet erreichten sie am frühen Abend Einsamkeit. Adeleante wurde im Stall vor der Stadt untergebracht Akkirah und Vilkas nahmen sich für ein paar Tage ein Zimmer im Zwinkernden Skeever, wo sie am ersten Abend auch gleich hin verschwanden.
Am nächsten Morgen beim Frühstück erkundigten sie sich vorsichtig nach Gulum-Ei. Sie erfuhren, dass er meist am Nachmittag in den Gasthof kommen würde. Wo er sich den Rest des Tages aufhielt, war nicht bekannt. Damit hatten sie viel Zeit um sich in der Stadt in Ruhe umzuschauen, nachdem Akkirah und Vilkas noch zuvor nach ihrem Pferd geschaut und ihr die morgendlichen Möhren vorsichtig ins Maul gestopft hatten. Vilkas zeigte ihr alles, denn er war schon häufiger in Einsamkeit gewesen. Beim Pfeilmacher deckte sich Akkirah mit einem neuen Vorrat an Pfeilen ein. In Angelines Aromalädchen wollte sie ein paar Informationen zu den im Sumpf gefundenen Kräutern sammeln. Dabei erfuhr sie, das die Tochter der Inhaberin in Weislauf stationiert worden war, und sich seit längerer zeit nicht mehr gemeldet hatte. Weder Akkirah noch Vilkas kannten sie, aber sie versprachen beim Örtlichen Kommanten, der sie dorthin geschickt hatte, nachzufragen, ob er etwas über ihren Verbleib sagen könnte.
Während Akkirah mit dem Kommandanten sprach, schaute Vilkas derweil den Soldaten beim Training zu. Was Akkriah erfuhr war nicht sonderlich schön, denn die Tochter von Angeline war bei einem Überfall der Sturmmäntel auf ihre Patrouille ums Leben gekommen. Solche nachrichten weiterzugeben war nie sonderlich schön, aber dennoch ging Akki gemeinsam mit Vilkas zurück um es der alten Dame zu sagen. Diese bedanke sich höfflich du bat dann alleine gelassen zu werden.
Akkriah und Vilkas schauten sich dann noch einige Interessante Häuser in der Stadt an und gingen einmal hoch zum Blauen Palast, den sie aber nicht betraten. Dann rückte auch schon der Nachmittag näher und sie begaben sich zurück in den Gasthof, wo sie erstmal etwas zu Essen bestellten, denn sie hatten wieder Hunger bekommen. Sie beobachteten die ankommenden Gäste während sie am Essen waren. Unter diesen befand sich ein Argonier, der sich in eine Nische Nahe von dem Eingangs setzte. Die Beschreibung passte auf den Gesuchten. Nachdem sie fertig waren ging Akkirah auf das Echsenwesen zu und sprach es an. Vilkas hielt sich im Hintergrund. Erstaunlicherweise schon Gulum-Ei zu wissen, das sie von der Diebesgilde geschickt worden war. Und egal was sie sagte, er war nicht bereit ihr die notwendigen Informationen die sie haben wollte zu geben. Auch Drohungen halfen nicht uns auch nicht, das Vilkas bedrohlich ausschauend sich hinter sie stellte. Nur eines würde ihm zum Reden bewegen, er wollte ein Kiste Feuerbrandwein haben. Wo sie Akkirah herbekommen würde war ihm egal. Er wusste von einer, die sich im Blauen Palast befand.
Akkirah zog sich mit Vilkas zurück und verließen den Gasthof.
„Bei Talos, was nun“, fragte Akkirah. „Ich will keinen Diebstahl begehen.“ Sie schaute Vilkas traurig an.
„Lass uns mal bei den Händlern rumfragen, ob es nicht noch anderswo solch Gebräu zu kaufen gibt.“, versuchte er sie aufzumuntern.
Gemeinsam gingen sie zum Markt und fragten die dortigen Händler. Evette Sans, die Weinhändlerin meinte, das möglicherweise Vittoria Vici weiterhelfen könne. Sie gehört zur Ostkaiserlichen Handelsgesellschaft und weiss, welche Waren angekommen sind und an wen sie geliefert wurden. Und wenn sie beide da doch schon hingehen würden könnten sie doch gleich mal nachfragen, ob auch ihre waren endlich eingetroffen wäre und aus dem Zoll rauskommen könne. Akkirah bedankte sich für die Auskunft und versprach nachzufragen, wann Evettes Sachen freigegeben werden.
Akkirah und Vilkas machten sich dann zum Hafen auf, der unterhalb der Stadt lag. Da die Dämmerung langsam einbrach beeilten sich die beiden. In der Zollstelle trafen sie direkt auf Vittoria, die am durchschauen irgendwelcher Papiere war. Akki sprach sie freundlich an. Und erkundigte sich zunächst nach dem Stand der Ware von Evette. Zuerst wollte Vittoria diese Sachen nicht rausrücken, aber mit etwas Überredungskunst gelang es Akkirah, die Frau zu Überzeugen, die Papiere fertig zu machen, so das Evette ihre Waren am nächsten Morgen abholen könnte. Vilkas trat dann vor und erkundigte sich, ob sie wüsste wo man Feuerbrandwein bekommen könnte. Vittoria dachte kurz nach und meinte dann mit einem leicht verschlagenen Lächeln, eine Kiste würde noch im Kontor stehen, man hätte wohl aus versehen zwei statt einer Kiste für den Blauen Palast geliefert. Für das entsprechende Kleingeld wäre sie bereit, die Kiste zu verkaufen. Sie verlangte 600 Goldstücke dafür Akkirah blieb zunächst die Luft weg, damit hatte sie nun nicht gerechnet, das war eindeutig zuviel Geld für den Wein, wie sie fand. Vilkas schien da anderer Meinung zu sein. Ohne zu Zögern holte er seinen Goldbeute hervor und legte 2 markelose Safire auf den Tresen. Diese Steine sollte etwas mehr als 600 Gold Wert sein. Vittoria untersuchte die Steine und befand sie für echt. Sie lächelte nun zuvorkommend Vilkas an und sagte: „Die Kiste gehört euch. Ich lasse sie sofort hier herbringen.“ Sie rief nach einem Burschen und schickte in los die Kiste aus dem Kontor zu holen. Wenige Minuten spätern konnten sich Akkirah und Vilkas wieder in die Stadt begeben. Mann hatte ihnen zugesagt die Kiste in den Zwinkernden Skeever zu bringen.
Als die beiden den Ahfen verließen fiel Akkirah Vilkas um den Hals.
“Danke, mein Liebster. Was hätte ich nur ohne euch getan“
„Wahrscheinlich wärt ihr in den Blauen Palast eingebrochen und hättet dort die Kiste gestohlen“, grinste er. „und das wolle ich unter allen Umständen vermeiden. Meine Frau ist schließlich keine Diebin mehr, auch wenn sie unter diesen Freunde hat. Und nun lasst uns hochgehen, nicht das wir die Lieferung verpassen.“ Er legte eien Arm um sie und so gingen sie zurück in die Stadt. Eine Stunde nachdem sie wieder auf ihrem Zimmer war, wurde ihnen mitgeteilt, das ihre Kiste angekommen sei. Sie nahmen sie in Empfang und gingen damit zu Gulum-Ei. Dieser war hocherfreut. Aber leider nicht so gesprächig wie gewünscht. Angeblich kannte er den Namen des Käufers von Gut Goldenglanz nicht. So etwas interessiert in seinem Geschäft niemanden.
Akkirah und Vilkas zogen sich zurück und setzen sich an einen der leeren Tische, von wo aus sie die Nische des Hehlers gut im blick hatten.
„Wir müssen ihn beobachten. Vielleicht führt er uns so unbemerkt zu seinem Kunden“, sagte Akki leise. Vilkas nickte nur. Sie bestellten eine Kleinigkeit zu essen und warteten ab. Nach gut einer Stunde stand Gulum-Ei auf und verließ den Gasthof. Vilkas bezahlte das Essen, während sich Akkirah schon vorsichtig nach draußen begab, um zu sehen, in welche Richtung der Argonier ging. Er bewegte sich auf das Haupttor zu, um die Stadt zu verlassen. Nachdem Vilkas bei ihr war, folgten sie ihm. Es war nicht allzu schwer unbemerkt hinter der Echse herzulaufen, denn er bleib auf dem Hauptweg runter zum Hafen. Er nahm den Weg runter zum Kontor der Ostkaiserlichen Handelsgesellschaft, wo sie heute am späten Nachmittag schon waren und verschwand in dem Lagerhaus.
Nun war guter Rat teuer. Denn das Lager war normalerweise, wie sie wussten abgeschlossen. Eine Wache stand davor. Diese hatte sie beide aber noch nicht gesehen.
„Ich befürchte ihr werdet, wohl eure diebischen Künste nutzen müssen um dort rein zukommen.“ Vilkas war nicht sonderlich glücklich darüber, das sah sie seinen Augen an, aber sah ein das es wohl der einzige Weg war Gulum-Ei weiter zu folgen. „Ich versuche die Wache abzulenken, während ihr an ihr vorbei schleicht und ins Lager eindringt.“ Er nahm Akkirah sanft in den Arm. „Passt gut auf euch auf und seid vorsichtig, mein Herz. Ich werde hier unten auf euch warten.“ Dann schob er sie in den Schatten des Zollhauses.
Vilkas ging auf die Wache zu und verwickelte sie in ein Gespräch über den verschiedenen Umgang mit Waffen und Rüstungen. Akkirah hielt sich im Schatten und schaffte es ungesehen an den beiden vorbeizukommen und dann mit ein paar geschickten Bewegungen ihres Dietrichs das Lagerhaus zu öffnen und unbemerkt hineinschlüpfen.
Sie musste sich erst mal orientieren wo sie war. Es war ein riesiges Areal. Sie sah sich nach Gulum-Ei um. Er verschwand gerade hinter einigen Kisten. Überall liefen Wachen herum, die den Argonier passieren ließen. Plötzlich sah sie wie eine frei herum laufende Ziege über eine Holzplanke auf eine höhere Ebene ging. Das erschien er eine gute Möglichkeit zu sein, Gulum-Ei unbemerkt weiter zu verfolgen. Dich schlich auf das Lagergerüst und hielt sich so, das man sie von unten nicht sehen konnte. Am Ende des Gerüst sprang sie auf einem kleinen Vorsprung des Felsens der oberhalb des normalen Laufstegs und gelangte so ans andere Ende des Lagerbereichs wo einige Schiffe vertäut waren. Der Argonier ging immer noch weiter. Sie beobachtete ihn von ihrem Standpunkt aus. Bei einem Kleinen Lagerhaus ging er plötzlich eine Treppe herab die ins Wasser führte und dann war er verschwunden.
Mist, hoffentlich hatte sie ihn nun nicht verloren. So schnell konnte sie dort nicht hinkommen, ohne von den Wachen bemerkt zu werden. Sie sprang vorsichtig von Dem Vorsprung herab und drückte sich an der Wand entlang zu einem Stapel Kisten, wo sie sich zwischen verbarg, während eine Wache an ihr vorbei ging. Als die Wache sich wieder entfernt hatte schlich Akkirah weiter. Sie versuchte vorsichtig die ein oder andere Fackel an der Wand zu löschen, damit es dunkler wurde. Niemand bemerkte es. So gelang sie dann zu der ins Wasser führenden Treppe. Vorsichtig, watete sie durch das Wasser und sann sah sie eine verborgenen Tür. Sie schlich näher heran und lauschte. Nichts war zu hören, also öffnete Akki sie und trat in die sich dahinter befindliche Höhle ein. Sie folgte dem Gang, entschärfte dabei die ein oder andere Falle, oder umging sie. Als sich die Höhle verbreiterte bemerkte sie neben einem Stapel zwei zwielichtig aussehende Gestalten. Banditen und Räuber dachte sie, als sie deren Gespräch belauschte. Um die dürfte es nicht Schade sein, wenn sie ihr Leben ließen. Also holte sie ihren Bogen hervor und mit zwei gut gezielten schnell aufeinander folgenden Schüssen streckte sie die beiden unbemerkt nieder. Sie durchsuchte ihre Taschen, um irgendwelche Hinweise zu finden, um was für eine Truppe es sich handelte, aber sie fand nicht. Daher nahm sie ihnen nur ihr Gold, Schmuck oder Dietriche ab, die sie bei sich trugen.
Sie folgte dem Weg aus Holzplanken tiefer in die Höhle hinein. Unter sich war die Höhle nun mit Wasser gefüllt. Sie ging vorsichtig weiter und stieß auf weitere Räuber, mit denen sie wie schon mit den ersten beiden verfuhr.
Dann hörte sie Stimmen. Gulum-Ei schien einer der Sprecher zu sein, sie verstand aber nicht wovon er und die anderen Personen sprachen. Dann kam eine von ihnen auf Akkirah zu. Sobald der Bandit aus dem Sichtfeld seiner Gefährten war schoss ihn Akki nieder Sie wollte dichte an die Sprecher heran und sah dann noch plötzlich im Schatten einen weiteren Banditen. Sie hätte wohl doch mehr Pfeile mitnehmen sollen, aber mit Glück sollte sie so hinkommen hoffte sie. In dem nun vor ihr liegenden Höhlenbereich sah sie den Argonier mit einem weiteren Typen sprechen. Mehr schienen nicht mehr anwesend zu sein. Also zielte Akkirah noch mal und mit einem Schuß war auch der letzte der Banditen erledigt und nur noch Gulum-Ei war übrig. Die Echse zitterte am Ganzen Körper, als sie Akkirah kommen sah.
„Bitte tut mir nicht, ich verspreche euch alles zu sagen was ihr wissen wollt. Lasst mich am leben, ich kann der Gilde weiterhin sehr nützlich sein.“
„Sprecht, dann werde ich entscheiden was ich mit euch machen werde“, sagte Akkirah mit kalter Stimme.
„Karliah, ihr Name lautet Karliah.“
„Ihr sagt es so, als müsste ich sie kennen. Wer ist sie?“
„Hat Mercer Frey es euch nicht gesagt?“ Gulum-Ei schien recht erstaunt zu sein. „Sie war es die den vorherigen Gildenmeister Gallus getötet hat und dann geflohen ist. Das muß jetzt gut 25 Jahre zurückliegen.“
„Warum helft ihr ihr dann?“
„Nein, das tue ich nicht, ich wusste bis vor kurzen nicht das sie es war.“
„Wo kann ich sie finden?“
Ich weiß es nicht, aber als sie ging sagte sie die folgenden Worte: Zum Anfang des Endes. Dann verschwand sie“.
„Okay ich vertraue euch, aber sollte ihr mich hintergangen haben, werde ich wiederkommen. Und nun sagt, gibt es noch einen anderen Ausgang?“
Gulum-Ei ging zu hebeln, die hinter ihm standen und betätigte einen davon Eine Geheimöffnung im Fels ging auf.
„Ihr kommt dort nahe des Leuchturms von Einsamkeit raus. Passt auf die Hoker auf, die sich dort rum treiben.“
Ohne ein weiteres Wort verließ Akkirah die Höhle durch die Geheimtür und lief so schnell sie in der Dunkelheit konnte zurück zum Hafen, wo Vilkas auf sie wartete.

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19

Sonntag, 29. April 2012, 23:00

Gut eine Stunde nachdem sie die Schwarzgrotte, wie die Höhle der Banditen genannt wurde, verlassen hatte kam sie außer Atem am Hafen an. Es war zwischenzeitlich weit nach Mitternacht. Als Vilkas sie kommen hörte lief er ihr entgegen und sie fielen sich in die Arme.
„Ich habe alle Informationen die wir brauchen“, sagte sie zu ihm. „Wir können uns morgen wieder auf den Heimweg machen.“
„Dann mal los, damit wir noch ein wenig schlafen können bevor wir aufbrechen.“
Sie nickte und erzählte ihm auf dem Weg zum Gasthof, was sie erfahren hatten. Im Gasthof gingen sie sogleich zu bett und schliefen auch bald ein.
Am nächsten Morgen erwachte Akkirah wie meist recht zeitig, wobei ihr diesmal irgendwie leicht übel war. Nachdem sie einfach etwas Wasser getrunken hatte fühlte sie sich wieder etwas besser. Vilkas, der auch aufgewacht war und sie beobachtet hatte, fragte besorgt ob es ihr gut ginge. Sie drehte sich zu ihm um und lächelte. „Alles in Ordnung, mein Liebster, bin wohl nur zu schnell hochgekommen.“ Sie beugte sich zu ihm hinab, gab ihm einen Kuss und fing dann an sich anzukleiden. Als sie fertig war zog Vilkas die Decke weg und meinte: „Kommt, aufstehen. Oder wollt ihr heute nicht mehr aufbrechen?“
Er schnappte sich das Kissen und warf es nach ihr und während sie es auffing schwang er sich auch aus dem Bett und legte seine Rüstung an. Dann verließen sie ihr Zimmer, setzten sich noch in den Schankraum und ließen sich ein Frühstück bringen. Als sie alles verspeist hatten, bezahlten sie ihre Rechnung und machten sich auf den Rückweg. Sie holten Adelante aus dem Stall ab und gingen dann zunächst wieder Richtung Mortal durch den Sumpf. Da sie diesmal ein paar von den extrem giftigen und Angriffslustigen Chaurussen ausweichen mussten kamen sie etwas zu sehr vom Weg ab. Dazu flog dann auch noch Zeitweise ein Drache über ihren Köpfen so, dass sie sich im Unterholz hielten, wo er sie nicht entdeckte und irgendwann scheinbar verschwunden war. Sie überlegten nun den Weg über den nördlichen Frostfelspass zu nehmen. Doch kurz bevor sie dort ankamen tauchte der Drache wieder auf. Diesmal beschlossen Akkirah und Vilkas ihn zu erlegen. Der Drache hatte sich auf der Ahnenblutspitze eingenistet. Die beiden ließen Adelante am begin des Aufstiegs zum Bergspitze unten warten und sie hatten Glück, das es sich um einen Frostdrachen handelte, denn ihre Vorräte an Schutzmittel gegen Feuerdrachen waren doch recht knapp, da sie ja nicht allzu viel Gepäck mitgenommen hatten. Nach gut einer halben Stunde hatten sie den Drachen soweit, das er sich nicht mehr in der Luft halten konnte. Er fing an zu Trudeln und musste oben auf dem Berg landen. Hier konnten Akkirah und Vilkas ihm ohne Probleme den Rest geben. Und wieder erfasste Akkirah ein Gefühl, das etwas in sie eindrang und sie sank wieder dabei zu Boden Vilkas kam zu ihr gelaufen und hielt sie in seinen Armen, bis sie sich wieder beruhigt hatte. Da brach dann auch schon die Dunkelheit herein. Auch wenn es hier oben recht zugig war, beschlossen sie doch hier im Schutz der seltsamen mauer ihr Lager zu errichten. Akki stieß einen Pfiff aus und wenige Minuten später kam auch schon Adelante angetrabt. Diesmal kümmerte sich Akkirah um die Schlafstätte und fütterte das Pferd während Vilkas etwas zu essen vorbereitete. Da sie nicht sonderlich viel Holz hatten würde das Feuer wohl nicht lange vorhalten, also rollten sie sich bald in ihre Felle ein und Schliefen Arm in Arm ein.
Morgens wurde Akkirah wach, nicht weil ihr kalt war, sondern weil ihr wieder leicht übel war und sie sich recht matt fühlte.
„Bei Talos“, dachte sie, „das ist doch nicht normal“
Sie krabbelte aus den Fellen und deckte Vilkas wieder ordentlich zu. Das Feuer war zwar runter gebrannt, aber es war noch ein wenig Glut vorhanden. Sie sammelte etwas Schnee in ihrem Becher und taute ihn auf um dann das Wasser zu trinken, in der Hoffnung es würde wie am vorherigen Morgen helfen. Als sie den Becher geleert hatte ging es ihr immer noch nicht viel besser, aber sie bemühte es sich nicht anmerken zu lassen, als Vilkas wach wurde. Sie wollte nicht, dass er sich Sorgen um sie machte, nur weil ihr etwas übel war.
Akkirah sammelte noch etwas Schnee ein, diesmal in den etwas größeren Topf, damit auch Adelante etwas abbekommen könnte. Währenddessen rollte Vilkas die Felle zusammen und befestigte sie am Sattel. Sie aßen nur etwas trockenes Brot und das Wasser dazu, und dann brachen sie auf um über den Pass zu kommen.
Über den Pass war eigentlich etwas falsch, denn sie mussten durch den berg hindurch. In der Passage, trafen sie auf einen Troll, der mit 2 Pfeilen schnell im jenseits landete. Ansonsten kamen sie hier ohne weitere Vorkommnisse nach zwei Stunden durch. Auf der anderen Seite erwartete sie dann aber wieder eine Überraschung. Unterhalb des Passes befand sich Rannveigs Festung und hier trieben einige versklavte Geister ihr Unwesen. Es dauerte eine Weile, aber dann waren auch die versklavten Geister Geschichte. Sie übelegten kurz, ob sie in die Festung hinein sollten, um zu schauen, ob hier die Wurzel des Übels zu finden sei, aber sie wollten Heim, als zogen sie weiter. Sie erreichten am Nachmittag das Tal nahe beim Schwindlernest.
Sie beschlossen hier am Fluß halt zu machen, denn Adelante war doch etwas müde, da der Pass doch recht anstrengend war. Akkirah schoss zwei Kaninchen für das Abendessen. Vilkas sammelte Holz für ein Feuer. Hier unten reichte es zum Glück, nur ein Feuer zum Kochen zu machen, da es hier wesendlich wärmer war, als oben in den Bergen. Während Vilkas die Kaninchen ausnahm, nutzte Akkirah die zeit für ein Bad im Fluß. Das Wasser war recht kalt, da es von oben aus den Bergen kam, doch fühlte es sich gut an. Vilkas beobachtete sie bei ihrem Bad. Dann beschloss er ihr zu folgen. Die Kaninchen würden schon nicht mehr weglaufen und die Gegend schien sicher zu sein, denn Adelante graste friedlich vor sich hin. Er legte seien Rüstung ab und sprang ins kalte Wasser. Akkirah tauchte ab und versuchte ihn unter Wasser zu ziehen, was ihr aber nicht gelang. Nun versuchte er sie zu fangen, aber sie entschlüpfte ihm immer wieder lachend. Nach einer Weile verließen sie das Wasser wieder, denn und legten sich am Ufer zum trocknen in der ihre letzten wärmenden Strahlen verbreitenden Sonne. Als es kühler wurde kleideten sie sich wieder an, und Vilkas fing an die Kaninchen zu braten. Sie saß neben ihm und schmiegte sich an ihn und dachte wie schön das Leben doch wäre.
Nach dem Essen legten sie sich gemeinsam hin und schliefen beide Glücklich bis zum Morgen. Und wieder wurde Akkrah viel zu früh wach und fühlte sich unwohl und hätte sich am liebsten übergeben. Sie zwang sich aber das Gefühl zu unterdrücken bis die Zeit zum Aufstehen gekommen war. Vilkas lag friedlich schlafend neben ihr und hielt sie in seinen Armen, Sie wollte ihn nicht wecken oder beunruhigen. Am Nachmittag würden sie Weislauf erreichen, dann würde sie vielleicht Acadia aufsuchen und um Rat fragen, was mit ihr los sein könnte. Die Alchemistin kannte sich gut aus und sie wollte nicht die Heilerinnen im Tempel behelligen, da die dieser Tage wegen der Unruhen genug zu tun hatten. Nach einer Weile beruhigte sich ihr Magen wieder und sie fühlte sich besser. Dann erwachte auch Vilkas und schaute sie einfach nur lächelnd an. Sie lächelte zurück und dann löste sie sich aus seinen Armen und stand auf. Sie aßen die Reste von dem zwischenzeitlich alt gewordenen Brot und machten sich dann auf die letzte Etappe nach Weislauf, wo sie am frühen Nachmittag eintrafen.

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Montag, 30. April 2012, 23:18

Nachdem Akkirah und Vilkas in Weislauf ankamen, versorgten sie wie gewohnt zuerst Adelante im Stall, bevor sie ich in ihr eigenes Heim begaben, um sich selbst en wenig frisch zu machen und ihr Gepäck abzulegen. Anschließend gingen beide hoch nach Jorrvaskr, wobei Akki Vilkas bei der Hand nahm. Diesmal trafen sie ein paar mehr der Gefährten an. Farkas nahm zuerst seinem Bruder, dann Akki zur Begrüßung in den Arm. Athis und Ria folgtem seinem Beispiel und selbst der kleine scheue Frogar ließ sich in den Arm nehmen. Akkirah freute sich sehr, das der Junge nun schon zutraulicher wurde, nur reden wollte er scheinbar immer noch nicht. Aela war diesmal um Torvar unterwegs und deshalb nicht anwesend.
Tilma machte sich wie zu erwarten war sofort in die Küche auf, um Akkirah und Vilkas eine ordentliche Mahlzeit auf den Tisch zu stellen. Und während die beiden am Essen waren berichtet Farkas, was sich seit ihrem letzten Besuch in Jorrvaskr zugetragen hatte. im Großen und Ganzen lief es wie immer, nur musste man in letzter Zeit häufiger aufpassen, nicht in die Auseinandersetzungen der Kaiserlichen oder Sturmmäntel zu geraten. Und auch die Thalmoranzahl schien sich vergrößert zu haben, die durch die Orte zogen und kontrollierten, ob man sich an ihre Anweisungen hielt. In Weislauf selbst war es glücklicherweise recht ruhig, da der Jarl sich bemühte neutral zu bleiben, was nicht unbedingt einfach war.
Nachdem Farkas alles erzählt hatte gaben Akkirah und Vilkas ihren Bericht ab, über das was sie die letzten Tage erlebt hatten. Dabei merkten sie alle kaum wie die Zeit verflog. Als Akkirah irgendwann anfing zu gähnen, meinte Vilkas, es wird langsam Zeit für heute zu gehen. Da ihre Kutsche nach Rifton erst in drei Tagen fahren würde hätten sie die nächsten Tage ja noch genug Zeit miteinander zu reden. So nahm Vilkas Akki in den Arm und ging mit ihr ins Brisenheim wo sie auch schon bald in tiefen Schlaf versank.
Der neue Morgen begann für Akkirah nicht besser als schon die letzten Tage. Wieder war ihr speiübel zumute. Sie bemühte sich, es vor Vilkas zu verbergen du machte sich schnell auf, um zunächst zum Stall runter zugehen und nach Adelante zu sehen und anschließend auf dem Markt fürs Frühstück einzukaufen. Als sie wieder ihr heim betrat ging es ihr auch schon viel besser. Vilkas war in der Zwischenzeit auch aufgestanden und hatte schon Wasser aufgesetzt, damit sie sich einen Tee zum Frühstück kochen konnten. Nachdem sie aufgegessen hatten, gingen beide wieder hoch nach Jorrvaskr. Dort ging Vilkas mit Farkas und Athis auf den Übungsplatz und gemeinsam legten sie eine Trainingsrunde ein, etwas was Vilkas schon lange nicht mehr gemacht hatte.
Akkirah setzte sich gemeinsam mit Ria und Frogar zusammen und sie lasen dem Jungen abwechselnd aus einem Buch vor. Später erzählte Akkirah dem jungen von ihrer Drachenjagd, und versuchte so gut es ging mit Kohle auf Papier einen zu zeichnen. Dem Jungen gefiel da Bild sehr und er brachte es schnellstmöglich in sein Zimmer und legte es dort in seinen Nachttisch. So war der Vormittag auch schnell herum und es wurde zeit für das Mittagsmahl. Tilma gab sich wie immer die größte Mühe damit und alle machten sich in der großen halle mit Heißhunger über die Speisen her.
Nach dem Essen gingen die Männer wieder raus um noch etwas an ihren Fertigkeiten zu arbeiten. Ria brachte Frogar für seinen Mittagschlaf ins bett und Akkira beschloss, Acadia aufzusuchen. Sie Alchemistin freute sich sehr, Akki nach so langer Zeit mal wieder zusehen merkte aber auch gleich das etwas nicht stimmte.
„Ihr seht etwas abgespannt aus, meine Freundin.“
„Es geht mir auch irgendwie in letzter Zeit nicht so gut. Besonders morgens ist mir Speiübel.“
„Seit wann geht das schon so?“
„Eigentlich erst seit ein paar Tagen.“
„Ist es nur am Morgen so? oder auch über den restlichen Tag verteilt?“
„Bisher nur morgens. Ich versuche es vor Vilkas zu verbergen, da ich nicht möchte das er sich Sorgen um mich macht.“
„Hmmmm…Wann hattet ihr das letzte Mal eure monatlichen Blutungen gehabt?“
Akkirah sah Acadia überrascht an.“ Ich glaube es ist schon 2 Monde her, ich habe bei der ganzen Aufregung der letzten Zeit da nicht so drauf geachtet. Ich müsste aber normalerweise in den nächsten Tagen sie wieder bekommen, wenn ich den Stand der Monde richtig beobachtet habe.“
„Nun, ich vermute ihr werdet sie nicht bekommen. Allen Anschein nach seit ihr gute Hoffnung und erwartet ein Kind. Aber noch ist es zu früh das wirklich zu sagen, daher solltet ihr noch ein paar Tage abwarten, bevor ihr es jemanden sagt. Ich wird euch aber auf alle Fälle ein Rezept für einen Kräutertee geben, den ihr abends vor dem Schlafengehen einnehmen solltet. Den meisten Frauen in anderen Umständen bringt er bei den morgendlichen Beschwerden Linderung.“
„Seit ihr euch da wirklich sicher? Ich kann es mir irgendwie nicht vorstellen“ Akkirah wusste nicht so recht was sie sagen sollte.
„Nun, 100% genau sagen kann ich es euch nicht, aber horcht in euch rein und ich denke ihr werdet es selbst erkennen, wenn es an dem ist.“
Akkirah schaute sich das Rezept an und überlegte ob sie alle notwendigen Zutaten dafür zu Hause hätte. Wenn nicht, könne sie später immer noch mal bei Acadia vorbeischauen und die fehlenden Dinge beschaffen. Sie bedankte sich erst mal bei Acadia und ging dann erst mal nach Hause. Sie wollte erst mal alleine sein und diese Nachricht verdauen. Im Brisenheim angekommen legte sie sich oben ins Bett und tat was ihre Freundin ihr geraten hatte. sie horchte tief in sich hinein und dann fühlte sie es. Irgendwas war da und es fühlte sich gut an. Trotzdem überkam sie Angst. Sie war ein Drachenblut. Würde das irgendwelche Auswirkungen auf das in ihr aufkeimende Leben haben? Oder war es nur Einbildung? Acadia sagte sie solle noch ein paar Tage warten, um wirklich sicher zu sein. Am liebsten wäre sie sofort zu Vilkas gerannt um es ihm zu sagen, aber wenn es nun doch nicht so wäre? Nun ein paar Tage konnte sie sicherlich noch warten bevor sie es ihm sagte. Dann schlief sie einfach auf dem Bett ein.
Eine Stunde später wachte sie wieder auf. Ich sollte mich wieder hoch nach Jorrvaskr begeben, sonst wundern sch alle noch wo ich abgeblieben wäre. Also ging sie nach oben und setzte sich dann oberhalb von Trainingsplatz auf einen Stuhl und sah den anderen zu, wie sie mit ihren Schwertern hantierten. Auch der kleine Frogar war dabei mit einem Holzschwert die Trainingspuppen anzugreifen. Vilkas stand hinter ihm und versuchte ihm immer wieder zu zeigen, wie er sein Schwert richtig hielt. Nach einer Weile beschloss Akkirah es würde sicherlich auch ihr nicht Schaden mal etwas mit ihrem Einhänder zu üben. Sie bat Arthis auf ihre Haltung zu achten du sie bei bedarf zu bessern. So verging der Nachmittag wie im Fluge und bald schon wurde es Zeit, dass das Abendbrot auf den Tisch kam. Anschließend wurde sich wieder lange über Geschichten und Abenteuern aus vergangenen Tagen erzählt. Spät in der Nacht gingen Akkirah und Vilkas nach Hause, wo sie auch bald das Bett aufsuchten, wobei Akki zuvor ihren Tee trank, wie Acadia es ihr geraten hatte.
Es schien zu wirken. Am nächsten morgen wachte fühlte sie sich wesendlich besser als die letzten Tage. Sie schmiegte sich enger an Vilkas und schlief so noch etwas in seinem Armen ein.
Dieser Tag verlief ähnlich wie der vorherige und irgendwo waren Akkirah und Vilkas am Abend traurig, als sie sich von den meisten Gefährten verabschiedeten, um am nächsten Morgen die Kutsche zurück nach Rifton zu nehmen. Farkas verabschiedete sich von Akkirah und Vilkas direkt bei ihrer Abfahrt.

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21

Montag, 30. April 2012, 23:19

Die Fahrt nach Rifton mit der Kutsche verlief wie gewohnt ruhig. Leider war das Wetter nicht so sonderlich schön, sondern war regnerisch und neblig. Sie beschlossen den ersten Abend gemütlich im Hause zu verbringen. Am nächsten Tag wollten sie dann runter zur Diebesgilde gehen und ihnen die Informationen bringen, die sie haben wollten.
Als Akkirah am neuen Morgen aufwachte war sie sich ganz sicher. Heute Abend wenn sie alle ihre Aufgaben erledigt hatten und wieder gemeinsam in Bett lagen, würde sie es ihm sagen. Sie richtete sich etwas auf und beugte sich über ihren Mann und gab ihm einen Kuss bevor sie aufstand, um ihre morgendlichen Tätigkeiten nachzukommen. Draußen war es noch immer Nebelverhangen und von der Sonne war nichts zu sehen. Sie ließ sich Zeit als sie bei Adelante im Stall war und ging anschließend auf den Markt um einzukaufen und sich den neusten Klatsch anzuhören.
Nach dem Mittagessen ging sie dann gemeinsam mit Vilkas runter zum Rattenweg. Er war dort unten noch nie gewesen und hatte ein ungutes Gefühl dabei. Sie achteten drauf, dass sie nicht gesehen wurden, als sie den Rattenweg betraten. Vorsichtig gingen sie die Gänge entlang bis sie die zersplitterte Flasche erreichten. Wie üblich lagen sich Delwin und Vex in den Haaren, Tornillia saß bei ihren Kisten und Heuler hatte sich zu ihr gesellt. Vekkel stand hinter dem Tresen vor dem Brynjolf saß. Außer Heuler bemerkte keiner sofort das Erscheinen von Akkirah und Vilkas und Heuler griff sicherheitshalber sogleich zu seinem Schwert, als er den Fremden an Akkirahs Seite sah. Durch den Griff zum Schwert wurde Vekkel auf die Gäste aufmerksam und erkannte Akkirah sogleich.
„Bryn, schau wer da kommt.“
Zwischenzeitlich waren Akkriah und Vilkas bei den Tischen angekommen. Vilkas fühlte sich hier ziemlich Fehl am Platze und hätte sich am Liebsten seine Frau gegriffen und wäre wieder gegangen. Brynjolf drehte sich um und sah Akkriah an. Der Blick den er ihr zuwarf, gefiel Vilkas überhaupt nicht. Er hatte etwas einnehmendes, überhebliches und heraus forderndes an sich.
„Mädchen, es ist schön euch nach so langer Zeit endlich mal wieder zu sehen. Ihr hättet nie weggehen dürfen, denn ihr gehört hierher“ Er ging auf Akkirah zu, ignorierte die ungehaltenen Blicke von Vilkas und nahm sie einfach in den Arm. Akki wand sich vorsichtig wieder heraus, lächelte aber dabei, was ihrem Mann noch weniger gefiel und in ihm die Eifersucht aufstieg, gegen die er sich nicht wehren konnte.
„Habt ihr etwas in Einsamkeit raus finden können? Wisst ihr wer hinter dem Kauf von Gut Goldenglanz steckt?“
Wortlos nickte Akkirah.
„Dann lasst und keine Zeit verschwenden, Mercer wird ganz erpicht darauf sein, zu hören, was ihr erfahren habt. Also kommt.“ Er ergriff sie am Arm und dann drehte er sich um zu Vilkas und sagte in seiner herablassenden Art die Vilkas immer mehr auf die Palme brachte. „Ihr wartet hier, nur Mitglieder der Diebesgilde dürfen die Zisterne betreten und sich dem Mercer nähern.“
„Sie geht nirgends ohne mich hin“, Vilkas bemühte sich ruhig zu bleiben, was ihm aber kaum gelang. Und als sich dann noch Heuler, der seinen Platz bei Tornillia verlassen hatte, sich ihm in den Weg stellte um zu verhindern, dass er mitging, wurde er richtig sauer.
Akkirah erkannte dass es nicht gut gehen würde und versuchte ihn zu beruhigen.
„Warte hier bitte, ich werde bald zurück sein. Macht euch keine Sorgen.“
„Ihr solltet auf das Mädchen hören“ Brynjolfs Augen schauten belustigt drein.
Vilkas erkannte das er nichts machen könnte, aber sie sollten sehen das Akkirah zu ihm gehörte. Er griff sie fest an ihrem Arm, dass sie fast vor Schmerz aufgeschrieen hätte und zog sie an sich und Küsste sie heftig, fast schon brutal.
Akkrirah wusste nicht was mit ihr geschah. Alles ging so schnell und ihre Gedanken wirbelten wie wild durcheinander. Sie dachte an ihren ersten Mann, der sie immer nur misshandelt hatte und vor dem sie unerträgliche Angst hatte. Sie wollte sich losreißen, aber dann dachte sie, damit würde sie Vilkas vor allen hier der Lächerlichkeit preisgeben, was sie nicht tun konnte, denn sie liebte ihn über alles auch wenn er sie gerade selbst wütend gemacht hatte. Also legte sie ihre Arme um ihn und erwiderte seinen Kuss.
Als Vilkas sie losließ, wusste er, dass er eine riesigen Mist gebaut hatte. Er sah es in ihren vor Wut blitzenden bernsteinfarbenen Augen. Er wusste selbst nicht was über ihn gekommen war und es tat ihm unendlich leid. Er wollte es ihr sagen, aber er fand auf die Schnelle nicht die richtigen Worte und sie sagte nur: „Wir sehen uns später im Honigheim.“ Dann drehte sie sich um und folgte Brynjolf.
Vilkas sah ihr traurig nach und dann drehte auch er sich um und begab sich zurück zum Honigheim, wo er warten würde, um sich bei ihr zu entschuldigen.
Auf den Weg in die Zisternen konnte sich Brynjolf mit einem Kommentar nicht zurückhalten:
„Euer Gemahl scheint etwas aufbrausend zu sein“, lachte er. Akkirah sah in an und in ihren Augen blitzen immer noch vor Wut, diesmal aber geben Brynjolf gerichtet. „Haltet eure schändliche Klappe und lasst uns weitergehen.“
Er merkte auch, dass er zu weit gegangen war. Aber er konnte auch einfach nicht anders. Er wusste er war viel zu alt für Akkirah, hätte ihr Vater sein können, auch wenn er einen wesendlich jüngeren Eindruck machte, aber trotzdem hatte er sich in „sein“ Mädchen verliebt und immer gehofft sie würde eines Tages zurückkommen, nachdem sie gegangen war. Nun war sie zwar da, aber an der Seite eines anderen Mannes. Er akzeptierte ihre Entscheidung und beschloss, zukünftig ihrem Mann gegenüber sich besser zu verhalten und ihn nicht wieder zu provozieren, sollten sie sich noch mal Treffen.
So gingen sie beider Schweigend weiter zur Mercer Frey, der an seinem Arbeitstisch stand und in irgendwelche unterlagen vertieft war. Akkirah verspürte in der Gegenwart von Mercer immer ein ungutes Gefühl, das sie sich nicht erklären konnte. Er hatte ihr nie was getan und seine distanzierte Art hatte er allen, außer Brynjolf gegenüber.
Als sie zu ihm traten, nahm Mercer seinen Kopf hoch:
„Na, wen haben wir denn da? Wenn das nicht Bryn’s kleines Mädchen ist.“
Akkirah schwieg zunächst und Brynjolf ergriff das Wort.
„Nachdem ihr herausgefunden hattet, wer der Markler für Goldenglanz ist, habe ich sie nach Einsamkeit geschickt um mehr herauszubekommen und Gulum-Ei zu beschatten.“
Mercer tat so als würde Akki gar nicht da sein.
„Und was hat euer Mädchen in Erfahrung gebracht?“
„Ihr Name ist Karliah.“ Nachdem Akki das gesagt hatte, waren sowohl Mercer, als auch Bryn recht überrascht.
„Karliah sagt ihr? Ich habe seit Jahrzehnten nichts mehr von ihr gehört, nachdem sie meinen Vorgänger Gallus ermordet hat.“
„Wer war sie? Warum hat sie Gallus getötet? Und was will sie nun von Euch?“ fragte Akkirah.
Mercer erzählte ihr die ganze Gschichte und dann fragte er:
„Hat Gulum-Ei gesagt, wo sie zu finden ist?“
„Sie soll gesagt haben ‚der Anfang des Ende’.“
„Sie Schneeschleierzuflucht, er ort wo sie Gallus ermordet hat. Ich muß dorthin und ihr werdet mich begleiten, alleine.“
„Aber…..“
„Kein aber ich brauche eure Hilfe um sie zu überwältigen. Wir treffen uns an der Schneeschleierzuflucht in vier Tagen. Trödelt nicht rum.“ Dann ließ er sie stehen und ging.
Bei Talos, wie sollte sie da Vilkas beibringen? Er würde sie nicht gehen lassen.
Brynjolf, der immer noch neben ihr stand, merkte, das sie darüber nicht glücklich war und legte ihr trösten die Hand auf die Schulter. „Kommt, begrüßt erst mal die anderen, das wird euch auf andere Gedanken bringen und euer Mann wird sich schon einkriegen und euch gehen lassen.“
Er hatte recht, also versuchte sie das beste draus zu machen und ging in den Übungsraum, wo sie viele ihrer alten Freunde antraf und unterhielt sich lange mit ihnen. Nur Saphir und Vipir fehlten, die waren irgendwo unterwegs auf Diebestour, was Akkirah traurig machte. Sie hätte sich gerne etwas mit ihrer Freundin unterhalten.
Es war schon recht spät als sie zurück zum Honigheim kam. Vilkas hatte angefangen sich Sorgen zu machen, wollte ihr aber nicht sofort mit Vorwürfen oder ähnlichen kommen. Er wollte sie sanft in den Arm nehmen, aber sie entzog sich ihm. Er sah sie traurig an.
„Es tut mir unendlich leid, was ich heute Nachmittag getan habe, mein Herz. Bitte vergebt mir“, er sah sie an. Sie lächelte nur zurückhalten und strich mit ihrer Hand über seine Wange. Dann setzte sie sich an de Tisch und aß eine Kleinigkeit.
„Ich soll mit Mercer zur Schneeschleizuflucht gehen, um Karliah aufzuspüren. Er will keine weiteren Leute dabei haben, da es da unten voller Fallen ist und man sich sonst nur Gegenseitig umbringt.“ Vilkas wollte protestieren, das sah sie, aber dann überlegte er es sich anders.
„Ich begleite euch bis Windhelm, wo ich anschließend auf euch warten werde, wenn es euch recht ist“, sagte er stattdessen. Sie nickte dankbar.
Bitte seit mir nicht böse, aber ich möchte mich jetzt zurückziehen und hinlegen. Sie standen beide auf, und er gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
„Ich räume nur noch auf und komme dann nach, mein Herz.“
Akkirah legte sich hin und weinte tränenlos. Sie beschloss mit der Neuigkeit, die sie ihm eigentlich heute Abend mitteilen wollte zu warten, bis sie aus de Schneeschleierzuflucht zurückkommen würde.
Als Vilkas zu ihr ins Bett kam, drehte sie sich nicht wie gewohnt zu ihm rum sondern, bleib mit dem Rücken zu ihm liegen. Sie wollte nicht dass er merkte dass sie geweint hatte. Vorsichtig legte er seinen Arm um sie und hatte schon angst sie würde ihn wegstoßen. Das tat sie aber nicht sondern hielt ihn mit der linken Hand fest.
„Ich liebe euch über alles, mein Herz“, flüsterte er ihr ins Ohr.
„Ich euch auch, mein Liebster.“
Kurz darauf schliefen beide unruhig ein.

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Montag, 30. April 2012, 23:19

Am nächsten Morgen wachte Akkirah wieder mal mit leichter Übelkeit auf. Bei Talos, sie hatte am Abend vorher vergessen ihren Tee zuzubereiten. In der Nacht musste sie sich umgedreht haben, denn ihr Gesicht ruhte an Vilkas Brust und er hielt sie mit beiden Armen fest umschlungen. Sie wollte so ewig liegen bleiben und versuchte das Übelkeitsgefühl einfach zu vergessen. Ob ihr Kind die Wärme seines Vaters an ihrem Bauch spüren konnte? Sie lächelte bei dem Gedanken und dann schlief sie glatt wieder ein und wurde erst Wach als Vilkas sich vorsichtig aufrichtete.
„Wie geht es euch, mein Herz?“ fragte er sie ganz leise und strich ihr sanft die Haarstränen die ihr ins Gesicht gefallen waren, zur Seite. „Seit ihr mir wirklich nicht mehr böse, wegen dem was ich euch gestern angetan habe?“ Sie sah in seinen wundervollen grauen Augen, dann zog sie ihn an sich und küsste ihn lange.
„Reicht das als Antwort?“
Er sah sie lächelnd an. „Ja, mein Herz.“ Sie schwiegen beide eine Weile und rührten sich nicht. Dann fragte Vilkas: „Wann müssen wir aufbrechen? Und wie wollen wir nach Windhelm kommen?“
Sie seufzte tief. Wenn es nach ihr ginge würden sie hier bleiben. Wieso hatte sie Mercer nicht gesagt, er solle selbst sehen wie er klar komme, was ging es sie denn an, was vor 25 Jahren passiert war? Okay, die Meisten der heutigen Mitglieder der Diebesgilde waren ihre Freunde, und wenn Karliah so weitermachte wie bisher, würde es ihren Freunden immer schlechter gehen. Das war ein Grund warum sie ihnen helfen sollte. Und das würde sie auch tun.
„Spätestens gegen Mittag sollten wir aufbrechen. Ich schlage vor, wir nehmen den Weg über Shores Stein und bleiben dann auf dem Hauptweg. Dann sind wir in zweieinhalb Tagen in Windhelm. Von dort werde ich dann etwas mehr als einen halben Tag zur Schneeschleierzuflucht brauchen.“
„Dann mache ich uns was zum Frühstück und ihr kümmert euch um Adelante und packt was nötig ist zusammen. Seit ihr damit einverstanden?“ Sie nickte und befreite sich dann aus Vilkas Armen und kleidete sich an.
Gegen Mittag ritten sie langsam los. Am Abend machten sie beim verlassenen Wachturm von Shores Stein halt. Am nächsten Morgen ging es dann hinhab ins Tal zu den heißen Quellen. Die nächste Nacht verbrachten sie dann auf der Knochenspitze, nachdem der Drache dort tot war, hatten sich dort noch keine neuen Tiere angesiedelt. Am folgenden Abend kamen sie in Windhelm an und nahmen sich ein Zimmer im Haus Kerzenschein. Sowohl Akkirah als auch Vilkas waren recht schweigsam. Beide hatten Angst etwas Falsches zu sagen und so lagen sie sich nur Stumm in den Armen. Akkirah wünschte sich Vilkas mitnehmen zu können. Aber sie befürchtete, es würde vor der Schneeschleierzuflucht zu einem Streit kommen und damit wäre niemanden geholfen. Vilkas ging es nicht viel anders. Auch er wäre lieber an der Seite seiner Frau geblieben, hatte aber vor sich selbst Angst, und wollte nicht wie ein wild gewordener Bär auf einen Freund von Akki losgehen oder schlimmer noch Akki Grob behandeln, nur weil der möglicherweise einen falschen Blick tat oder etwas unpassendes sagte. Und er wollte Akki zeigen, das er ihr vertraute.
So brach Akkirah dann am folgenden Morgen alleine auf dem Rücken von Adelante auf, um sich mit Mercer zu treffen. Zuvor hätte sie fast in den Armen von Vilkas geweint, als sie sich von ihm trennte. Das war ihr zuvor noch nie passiert.
Der Weg führte durch die eisige Schneelandschaft zwischen Windhelm und Winterfeste, wo sich die Magierakademie befand. Den großen Raubtieren wich Akkriah mit Adelante weiträumig aus und so kam sie dann am Nachmittag am Zielort an. Mercer wartete schon auf sie. Sie sah ein kleines Zelt nahe des Grabeingangs und ein totes Pferd daneben liegen.
„Ich wollte sichergehen, das Karliah keine Möglichkeit zu Flucht hat“, meinte Mercer dazu nur.
Akkirah lief ein Schauer über den Rücken. Was sollte sie mit Adelante machen? Wenn es dumm lief und Karliah entkam, könnte sie sich die Stute schnappen und mit ihr fliehen. Aber scheinbar dachte Mercer daran nun gerade nicht und sie wollte ihn auch nicht weiter drauf aufmerksam machen. Sie sattelte das Pferd schnell ab, gab der Stute was zu futtern und war dann bereit mit Mercer in das Grab zu gehen.
Sie fühlte sich in seiner Nähe absolut unwohl, die Art, wie er ihr zu verstehen gab, sie möge vorgehen, war alles andere als freundlich. Aber sie war nun hier und beschloss das Beste draus zu machen. Akkirah staunte über das Geschick Mercers, als er unten die verschlossene Eingangstür zu öffnetn. Sie hielt sich selbst für nicht gerade ungeschickt mit einem Dietrich, hatte aber nach diversen Versuchen nichts erreicht, er hingegen konnte die Tür beim ersten Versuch öffnen. In der Ruine kamen sie nur langsam vorwärts. Überall gab es versteckte Fallen und Drauge. Akkirah ging langsam vor, um nichts zu übersehen oder versehendlich eine der Fallen auszulösen. Wäre sie alleine gewesen hätte sie auch versucht teilweise an den Draugen in den Grabnischen vorbei zu schleichen ohne sie zu wecken. Aber mit zwei Leuten war so was ein extrem schweres unterfangen, also versuchte sie die untoten schon in ihren Gräbern aufzuspüren und mit ihrem Bogen endgültig zu töten, bevor sie zu ihrem untoten Darein erwachten. Auf diese Art brauchten sie fast fünf Stunden um zur Hauptkammer vorzustoßen.
Auch hier musste Akkirah das Geschick von Mercer bewundern, wie er es schaffte die gesicherte Tür, die man normal nur mit einer besonderen Klaue auf bekam, zu öffnen. Nachdem die Tür sich geöffnet hatte wollte Akkirah vorsichtig um die Ecke schleichen, um sich umzuschauen. Doch kaum überschritt sie die Schwelle der Tür, wurde sie in der rechten Schulter von einem Pfeil getroffen. Sie spürte kurz den Schmerz und dann wurde es schwarz vor ihren Augen. Nach wenigen Sekunden fand sie sich auf dem Boden der Grabkammer liegend wieder. Sie konnte sich nicht rühren, aber ihre Sinne waren klar und sie konnte sehen und hören was sich vor ihren Augen abspielte. Was sie nun erfuhr, war entsetzte sie vollkommen. Nicht wie alle angenommen hatten, Karliah sei die Mörderin des alten Gildenmeisters, nein es war Mercer selbst gewesen, der das Verbrechen begangen hatte und die Schuld auf Karliah gelenkt hatte. Jahrelang hatte er alle an der Nase herumgeführt und betrogen. Akkirah lag da und schäumte vor Wut, war aber unfähig sich zu rühren.
Nach dem Gespräch war klar das Karliah wohl kaum eine Chance hatte, im offenen Kampf gegen Mercer zu bestehen, also schluckte sie einen Unsichtbarkeitstrank und verschwand. Mercer folgte ihr nicht sondern beschloss die Grabstätte wieder zu verlassen. Als er an Akkirah vorbei kam lachte er nur höhnisch nahm sein Schwert in die Hand und rammte es ihr in den Leib. Sie spürte nicht nur den Schmerz, den der Stich verursachte sondern auch, wie ihr die Lebenskraft entzogen wurde. Und nicht nur ihr. Dann wurde sie bewusstlos.

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Donnerstag, 3. Mai 2012, 22:41

Vilkas erwachte am Morgen unruhig. Irgendwie hatte er schlecht geträumt, konnte sich aber an nichts mehr erinnern. Jetzt müsste Akkriah sich langsam wieder auf dem Rückweg nach Windhelm machen, dachte er bei sich. Er vermisste sie. Gestern hatte er sich in der Stadt zum Zeitvertreib Calixos Kuriositäten Laden angeschaut. Er hatte dort allerlei alte Gegenstände gesammelt, die Zeitzeugen der Jahrhunderte waren. So etwas interessierte Vilkas schon immer. Heute hatte er beschlossen sich vor de Stadt ein wenig umzuschauen. Da würde er dann auch bestimmt die Ankunft von Akkirah nicht verpassen. Als er gegen neun Uhr im Gasthof sein Frühstück einnahm kam plötzlich eine Wache in den Gasthof gelaufen. Draussen vor dem Tor wäre ein Pferd aufgetaucht, das sich wie wild gebärdete. Vilkas hörte auf und sah den Mann an.
„Wie sieht das Pferd aus?“
„Ich weiß nicht, es war wahrscheinlich dunkel, aber vom Schweiß recht hell.“
Ohne ein weiteres Wort sprang Vilkas auf. Er ahnte etwas Böses. So schnell er konnte lief er zum Haupttor und wurde zeuge, wie die Männer versuchten Adelante, die sie zwischenzeitlich mit Hilfe eines Seils eingefangen hatten, zu bändigen. Er ließ sich von den Wachen nicht aufhalten, die ihn zurückhalten wollten, damit er nicht unter die Hufe des Tieres geriet.
„Ruhig, meine Gute, ganz ruhig.“ Vorsichtig ging er auf die Stute zu die sich bei seinem Anblick beruhigte. Sie ging auf ihn zu und scheuerte ihren Kopf an seiner Brunst. Er kraulte sie hinter den Ohren, was sie immer sehr gerne hatte.
„Ihr könnt sie loslassen“, sagte er dann zu den Wachen. „Sie gehört zu mir. Aber woher ist sie gekommen, und wo ist ihr Sattel und Zaumzeug?“
„Sie ist genauso, wie ihr sie seht durch den Fluß geschwommen und hier zum Tor gekommen.“
Das Tier zitterte, vor Anstrengung und Aufregung. Nur nichts überstürzen dachte er, bleib ruhig. Er ging mit dem Tier runter zum Stall rieb sie erst mal trocken, gab ihr etwa zu futtern und saufen. Er war verwundert, dass sie so ohne alles zurückgekommen war, denn normalerweise ließ Akkirah immer den Sattel drauf und nahm nur die Zügel ab. Irgendwas stimmte da nicht. Nachdem sich die Stute gestärkt hatte fing sie wieder an unruhig zu werden, Sie stieß Vilkas in einer tour an und wollte das er ihr folgte. Er schwang sich auf ihren blanken rücken und hoffte noch genug Übung zu haben sich so halten zu können. Lenken musste er sie nicht großartig, sie würde schon wissen wo sie hin mussten. Er musste sich nur oben halten. Er versuchte die angst die sich in ihm breit machte zu unterdrücken. Bleib ruhig, sagte er sich in einer Tour. Nur ein wildes Tier wird die Stute erschreckt haben und deshalb ist sie weggelaufen, von dort wo Akkirah sie zurückgelassen hatte, versuchte er sich einzureden, wobei er tief im Inneren nicht daran glaubte.
Dadurch, dass ein Schneesturm aufzog, kamen Pferd und Reiter nur langsam vorwärts. Am Späten Nachmittag erreichten sie dann aber die Schneeschleierzuflucht. Aufgrund des Schneesturms, waren keinen Spuren mehr zu erkennen. Er fand das tote Pferd und in dem Zelt in der Nähe lag säuberlich abgelegt, das Sattelzeug von Adelante. Was mochte das zu bedeuten haben?
Weit und breit war nichts von Akki und Mercer zu sehen. Immer noch erfüllte Angst ihn. Er spürte dass sie noch lebte und nicht tot war. Er wusste es einfach. Er beschloss das alte Grab zu betreten und nach seiner Frau darin zu suchen. Was sollte er auch sonst tun. Die Tür zum Grab war noch offen. Er passte auf, dass er auf keine Trittfallen trat. Die Drauge machte ihm keinen Sorgen, denn er sah, dass diese schon zuvor erledigt worden waren. Es dauert Stunden bis er die Hauptgrabkammer betrat. Und da sah er Akkirah. Sie lag reglos auf einem Lager aus alten Leinentüchern, die man eigentlich zum Einwickeln der Toten verwendete. Ihre Rüstung lag neben ihr auf dem Boden und eine Frau kniete neben ihr. Von Mercer keine Spur. Er stürmte auf Akki zu und fiel neben ihr auf die Knie.
„Mein Herz“, flüsterte er ohne die andere Frau zu beachten und küsste Akki sanft. Sie lebte, alles andere schien ihm im Moment unwichtig zu sein. Dann sah er die fremde Frau an, bei der es sich um eine Elfe handelte.
„Was ist geschehen? Wo ist derjenige mit dem sie gekommen ist? Und wer, bei Ysmir, seid ihr?“
Sie begann zu erzählen, was in dieser Grabkammer vorgefallen war.

Nachdem Mercer Akkirah seine Klinge in die Brust gestoßen hatte, verschwand er auf schnellstem Wege aus dem Grab. Er wusste, das er Karliah hier nicht erwischen würde und da Brynjolfs Mädchen, er konnte sich ihren Namen nie merken, auch nicht mehr unter den Lebenden weilte, brauchte er weiterhin keine Angst haben jemand könne ihm etwas etwas anhängen. Für die anderen würde Karliah nun auch die Mörderin von dem Mädchen sein. Und ihr Schicksal war damit bestimmt besiegelt, denn ihr Ehemann würde bestimmt alles dran setzen, um sie zu finden um Rache an ihr zu üben. Er verließ das Grab und sah oben das Pferd des Mädchens. Das Beste wäre wohl, es wie das Tier von Karliah zu töten. Aber die Stute schien etwas zu ahnen, denn als er sich ihr nähern wollte lief sie davon. Dann beschloss er, erst mal nach Rifton zurückzukehren um dort seine weiteren Vorkehrungen für seine Zukunft zu treffen.
Akkirah erwachte und hatte das Gefühl ihr ganzer Körper würde ihr schmerzen bereiten. Aber etwas fehlte. Sie konnte es nicht mehr spüren. Sie fuhr mit ihrer Hand über den Bauch, als könne sie damit besser fühlen. Aber da war nichts. Dann nahm sie die Frau wahr, die neben ihr hockte. Nun fiel ihr wieder ein was geschehen war. Mercer hatte ein falsches Spiel mit allen getrieben. Und er hatte sie versucht zu töten. Sie wollte aufstehen und ihm hinter herstürmen. Aber sie wurde von der Frau zurückgehalten.
„Ganz ruhig. Ihr müsst liegen bleiben. Ihr seid schwer verwundet worden.“
„Ihr habt auf mich geschossen“.
„Ja, das habe ich. Und damit habe ich euch das Leben gerettet, denn der Pfeil war mit einem Gift getränkt, das euch einerseits zwar gelähmt hat, aber auch euren Herzschlag gesenkt hat und so verhinderte das ihr verblutet.“
„Und mein….“ Sie konnte es nicht aussprechen.
Karliah schüttelte traurig den Kopf. „Ihr hattet eine Fehlgeburt. Es hat es nicht geschafft. Mercers verzaubertes Schwert hat ihm das Leben entzogen, wodurch es wiederum euch gerettet hat, denn wenn das Schwert ein Leben genommen hat fängt es an zu leuchten. So dachte Mercer, ihr seid wirklich tot und ist gegangen und hat euch liegenlassen. Es tut mir unendlich leid, euch das zu sagen.“
Akkirah fing an zu weinen. Karliah strich ihr sanft mit der Hand übers Haar. Sie wusste nicht wie sie die junge Frau trösten sollte.
„Vil darf es nicht erfahren, ich bitte euch, sagt ihm nichts“, flüsterte sie so leise, das Karliah es nicht verstehen konnte und dann versank Akki wieder in eine erlösende Bewusstlosigkeit. Diese Gelegenheit nutzte Karliah, um durch einen geheimen Hintereingang, der nach draußen führte in einem Kessel, Schnee zu holen um ihn hier drinnen an einem Feuer, das sie zwischenzeitlichen entfacht hatte, neues Wasser aufzuwärmen um die Wunden von Akkriah noch mal auszuwaschen um sie dann anschließend zu verbinden.
Besonders die große Schwertwunde machte Karliah sorgen. Sie hatte hier keine Hilfsmittel um die Wunde zu nähen. Ausserdem hatte Akki viel Blut verloren. Sowohl durch den Stich den ihr Mercer verpasst hatte, als auch durch die Fehlgeburt. Sie musste schnellstmöglich zu einem Heiler oder ähnliches gebracht werden. Karliah war aber nicht kräftig genug um sie zu tragen. Sie konnte nur hoffen, dass derjenige, nachdem sie Akki immer wieder rufen hörte, nach ihr suchen würde, wenn sie nicht zurückkommen würde und er nicht auf Mercer hereinfällt. Daher beschloss sie zunächst hier zu bleiben. Sie hatte ein paar Kräuter dabei, aus denen sie einen stärkenden Tee kochte, den sie Akkirah immer wieder in kleinen Schlückchen einflößte. Am späten Abend tauchte dann wirklich Vilkas auf.

Nachdem Vilkas alles erfahren hatte schwieg er. Er sah Akkirah an und hielt die ganze Zeit ihre Hand fest in seiner. Er wusste nicht was er sagen sollte. Sie so daliegen zu sehen tat ihm weh und er hatte immer noch nicht so recht begriffen, was Karliah ihm gesagt hatte. Akkirah hatte ein Kind verloren. Er wusste nichts davon und das machte ihm Angst. Hätte er es nicht fühlen müssen? Wenn er es gewusst hätte, hätte er sie nie gehen lassen. Er fing an sich Vorwürfe zu machen. Warum hatte er nicht besser auf sie aufgepasst?
„Sie muß hier weg und zum einem Heiler gebracht, werden. Das Beste wäre sie nach Winterfeste zu bringen, das ist nur 3 Stunden von hier entfernt. An der Akademie gibt es Leute die ihr helfen können“ sagte Karliah zu ihm. Er nickte nur stumm.
„Ich gehe davon aus ihr seid zu Pferd gekommen?“ Wieder nickte er nur ohne den Blick von seiner Frau abzuwenden.
„Ich werde es holen. Ihr wickelt sie in der Zwischenzeit gut in die Tücher ein. Ihre Rüstung anzulegen, wäre zu schwierig und obendrein sehr schmerzhaft für sie.“ Vilkas tat wie ihm geheißen. Karliah ging durch die kleine Hintertür und kam eine halbe Stunde später zurück. „Ich habe bei euren Sachen decken gefunden. Die wir wickeln sie zusätzlich darin ein.“
Als sie draußen bei Adelante ankamen ließ Vilkas die Stute, so wie er es öfters bei Akki gesehen hatte, sich hinlegen. So war es für ihn wesendlich leichter sich in den Sattel zu setzen während er seine Frau vorsichtig in den Armen hielt. Sie war immer noch bewusstlos.
„Ihr müsst euch in diese Richtung halten, um nach Winterfeste zu gelangen“, sagte Karliah.
„Kommt ihr nicht mit?“, fragte Vilkas sie.
„Nein, man sucht mich immer noch. Ich werde erst mal wieder abtauchen. Man hält mich immer noch für eine Mörderin. Ich muß weitere Informationen gegen diesen Mistkerl von Mercer sammeln.“ Sie zog ein altes Buch unter ihrem Umhang hervor. „Bitte, bringt dieses Buch zu Enthir von der Magiergilde. Es ist das Tagebuch des alten Gallus, den Mercer getötet hat. Möglicherweise finden wir darin etwas über die Hintergründe für den Mord. Ich kann es nicht lesen, denn es wurde in einer mir unbekannten Sprache geschrieben.“ Karliah packte da Buch in eine der Satteltaschen von Adelante.
Dann verschwand sie und Vilkas brach langsam nach Winterfeste auf. Er hatte Angst ein schnelleres Tempo anzuschlagen, denn er befürchtete die Bewegungen könnten Akkis Verletzungen verschlimmern.

CKomet

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Donnerstag, 3. Mai 2012, 22:41

Es war weit nach Mitternacht, als Vilkas mit Akkirah in Winterfeste ankam. Bisher war er in diesem Dorf noch nie gewesen. Die nähe zur Magierakademie hatte ihn, wie viele andere Nords auch etwas abgeschreckt. Die Taverne hatte glücklicherweise noch offen. Als Vilkas mit Akki im Arm eintrat kam sofort Haran, die Frau des Wirts an und als sie sah wie es um Akki stand wies sie Vilkas sogleich ein Zimmer zu, in das er sie legen konnte. Ihrem Mann gab sie den Befehl Wasser heiß zu.
„Habt ihr jemanden der Sich um unser Pferd kümmern kann? Es steht draußen vorm Eingang und ist vollkommen erschöpft. Ich würde mich ja selbst drum kümmern, aber ich will meine Frau nicht verlassen,“
„Natürlich, Herr. Eirid!“ rief sie laut. Kurz darauf erschien etwas verschlafen ein kleines Mädchen. „Seit so gut und kümmert euch um das Pferd des Herren. Bringe es hinten in den Stall und gebe ihm etwas Heu und Wasser.“
„Ja, Mutter, ich bin schon weg.“
Vilka hatte Akkirah vorsichtig auf das Bett gelegt und nahm ihr die Decke und Tücher ab. Sie sah so bleich aus, dachte Vilkas und Tränen stiegen ihn in die Augen. Die Wunde, in der Schulter sah nicht weiter wild aus, aber die große Wunde von dem verfluchten Schwert, sah schrecklich aus und blutete auch wieder. Als Haran dazu kam, wurde sie etwas blas. „Bei Talos, das sieht wirklich übel aus.“ Sie nahm eines der Tücher und versuchte das Blut wegzuwischen.
„Wir brauchen einen Heiler, ich kann da nicht viel ausrichten.“ Sie ging in die Gaststube, wo trotz der späten Stunde noch ein paar Leute saßen und Met tranken. „Ramir, seht zu das ihr zur Akademie kommt und die Heilerin holt. Sie wird hier dringend gebraucht.“ Widerwillig machte der Gast sich auf den Weg in den Schneesturm hinaus und verschwand.
Vilkas saß neben Akkirah und hielt einfach nur ihre Hand ganz fest. Er konnte eh nichts machen außer da sitzen und hoffen, das sie nicht ins Reich da toten hinüberging. Selbst, als sie bei der Hochzeit verschwunden war, hatte er sich nicht so verlassen gefühlt wie jetzt und empfand eine fürchterliche Angst und Schuldgefühle plagten ihn. Immer wieder fragte, er sich, warum hatte er nicht drauf bestanden mit ihr zu gehen oder sie doch zurück zuhalten. Dann wäre sie zwar böse gewesen, aber das wäre doch besser, als sie jetzt so vor sich liegen zu sehen. Und ihr Kind würde noch da sein.
Eine halbe Stunde später kam eine Fremde ins Zimmer. Es handelte sich um Colette Marence, einer Heilerin und Magierin der Kunst der Wiederherstellung. Sie sah sich Akkirah an, untersuchte ihre äußerlichen Verletzungen und fragte dann, „Hat sie noch andere Verletzungen?“ Vilkas schluckte und konnte kaum antworten. „Sie hatte eine Fehlgeburt“.
Sie sah Vilkas an, als sie die nächsten Worte sprach:
„Ich will ganz ehrlich zu euch seinen. Es sieht nicht gut aus für die Frau. Ihr Herz schlagt zwar regelmäßige aber sehr schwach. Sie hat viel Blut verloren, die große Wunde wird sehr lange Zit brauchen um zu verheilen. Innere Verletzungen, Aufgrund de Fehlgeburt scheint sie glücklicherweise nicht zu haben, da die Laken nicht blutig sind. Ich würde euch raten mich es mit einem Wiederherstellungszauber zu versuchen. Damit wird sie zwar auch nicht sofort gesund, aber sie wird garantiert überleben.“
Vilkas war entsetzt. Zuberei? Niemals würde er das zulassen. Er dachte immer noch an den Wolfsfluch, der ja letztendlich auch durch Zauberei entstanden war. Nein, das würde er nicht zulassen, dann sollte sie lieber gleich nach Sorvengarde gehen.
„Nein, keine Zauberei, es muß auch anders gehen.“ Er zitterte vor Angst und hielt die Hand von Akki noch fester.
Die Magierin senkte den Kopf. „Wie ihr wollt, also werden wir es mit herkömmlichen Mitteln versuchen.“ Sie verließ kurz das Zimmer und sprach mit der Wirtin. Diese brachte ihr einige Schüsseln und Töpfen in denen sie anfing Kräuter und salben zu mischen, die sie in ihrem Beutel mitgebracht hatte. Sie schmierte die Mixtur, die sie angerührt hatte auf die große Wunde. Dann sagte sie zu Vilkas. „Ich kann diese Stelle jetzt nicht nähen. Sie muß von innen nach außen heilen. Dazu braucht es ein paar Tage, und dann erst kann eine Naht gemacht werden. Sie wird dort eine hässlich Narbe nach behalten. Zunächst wird die Wunde nur mit einem sauberen Tuch abgedeckt und nicht verbunden. Achtet drauf, das es dort liegen bleibt damit kein Dreck an die Wunde kommen kann“ Dann brachte sie einen Bescher mit einem übel riechenden Sud. „Davon muß sie so viel wie möglich zu sich nehmen. Es sorgt dafür dass ihre Blutbildung vorangetrieben wird. Flösst ihr es vorsichtig ein. Alle paar Minuten einen Schluck. Ich habe Haran angewiesen den Rest warm zuhalten. Mehr kann ich vorerst nicht für sie tun. Ich werde im Verlauf des Vormittags wieder kommen, Sollte sich ihr zustand verschlechtern schickt vorher nach mir“
Vilkas bedankte sich leise bei ihr und nahm den Becher zur Hand um ihren Anweisungen nach zu kommen. Vorsichtig nahm legte er seine hand unter ihren Kopf und hob ihn etwas an, um ihr den Becher an die Lippen zu setzten. Es gelang ihm ihr sie dazu zu bringen den Sud zu schlucken und so saß er stundenlang neben ihr und gab ihr alle paar Minuten etwas davon Die Wirtin war sehr aufmerksam. Wenn sie merkte, dass der Becher fast leer war, brachte sie einen neuen, denn sie merkte das Vilkas seine Frau nicht für eine Sekunde verlassen wollte. Später brachte sie ihm auch etwas zu essen, was sie auf den Nachttisch stellte. Vilkas zwang sich etwas davon zu sich zu nehmen, denn er erinnerte sich an das Versprechen, das er Akkirah vor einiger Zeit gegeben hatte. Kurz bevor Colette wieder kam, verschlechterte sich Akkirahs Zustand und sie bekam Fieber. Vilkas wollte gerade nach der Magierin schicken lassen, als sie schon ins Zimmer kam. Sie ließ eine Schüssel eiskaltes Wasser holen und legte Akkirah immer wieder ein kaltes Tuch auf die Stirn. Zwischendurch reinige sie die Schwertwunde, die weiterhin suppte. Sie beruhigte Vilkas deswegen und meinte, es ist gut das das Wundsekret raus lief. Es wäre ein gute Zeichen der für die Heilung. Sie zeigte ihm wie er alle zwei Stunden selbst die Wunde reinigen sollte und sie anschließend mit der Mixtur, die sie vorbereitet hatte einschmierte. Nach einer Stunde verließ die Magierin den Gasthof wieder. Am Abend würde sie wiederkommen. Den ganzen Tag über befolgte Vilkas die Anweisungen die er bekommen hatte, und gab ihr zu trinken, reinigte die Wunde und kühlte sie. Dabei redete er leise auf sie ein. Auch bis zum Abend hatte sich keine Verbesserung ihres Zustands eingestellt. Als Colette wieder runter kam, mixte sie einen neuen Sud an und auch von der Wundmixtur fertigte sie ein neues Schälchen an. So verging dann die Nacht in der Vilkas wie schon tagsüber sich um Akkirah kümmerte. Er wollte ich von niemanden ablösen lassen. So ging es dann am Ende noch zwei Tage, bis das Fieber endlich sank.
Als Die Magierin die Verbesserungen sah änderte sie ihre Anweisungen. Es sollte nun reichen wenn sie nur noch alle Stunde etwas trank, dafür aber in größere Mengen. Das ganze könne sich dann bis zum Abend auf drei Stunden hinauszögern. So würde Vilkas zwischendurch auch etwas Gelegenheit zum schlafen bekommen. Auch brauchte die Wunde nicht mehr so auf ausgewaschen werden. Sie fing langsam an von innen zu heilen, wie es Colette gehofft hatte.
Am fünften Tag erwachte Akkirah das erste Mal am frühen Morgen aus ihrer Bewustlosigkeit. Sie öffnete die Augen und erkannte ihre Umgebung nicht. Sie lag in einem Bett und als sie den Kopf zur Seite neigte sah sie Vilkas, der neben dem Bett kniete und seinen Kopf neben ihr liegen hatte und ihre Hand fest in der seinen hielt. Er sah bleich aus und schlief. Trotz der Schmerzen, die ihr jede Bewegung verursachten, versuchte sie ihn mit ihrer anderen Hand durchs Haar zu fahren. Dann schlief auch sie wieder ein.
Gegen Mittag erwachte sie erneut. Diesmal war Vilkas wach und wollte ihr gerade etwas zu trinken geben, als sie ihre Augen vorsichtig öffnete. Er stellte den Becher zur Seite.
„Ach, mein Herz, endlich erwacht ihr.“ Ein riesiger Stein fiel ihm vorm Herzen, aber er wusste nicht was er sagen sollte. Am liebsten hätte er sich in den Arm genommen, aber das ging nicht. Wenn sie wach war musste sie da Schlimmste überstanden haben, da hatte ja auch Colette gesagt. Akkirah versuchte zu lächeln, es gelang ihr aber nicht so recht. Sie begann sich zu erinnern was geschehen war, und das sie ihr Kind verloren hatte, durch ihre eigene Schuld. Wäre sie nicht losgegangen, würde es noch leben und sie mit Vilkas wohl nun Glücklich in ihrem Honigheim am See sitzen und sich gemeinsam freuen.
„Vil, es tut mir leid“, flüsterte sie und fing an zu weinen. Sie wollte noch mehr sagen konnte es aber nicht. Vilkas versuchte sie zu beruhigen und strich ihr mit der Hand übers Gesicht.
„Ganz ruhig mein Herz, ich bin bei euch. Nicht reden. Ihr müsst euch noch ausruhen.“
Als Colette am Abend wieder vorbeischaute, sah Vilkas die ernste Magierin zum ersten mal lächeln. Sie untersuchte Akki und befand, dass ihre Wunde nun auch soweit gut aussah, das man sie am nächsten Tag nähen könnte. Danach dürfe sie auch langsam anfangen Feste Nahrung zu sich zu nehmen.
„Wie lange wird es noch dauern, bis sie wieder reisfähig ist?“ Fragte Vilkas sie noch. Er wollte weg von hier.
„In drei Tagen, wenn nichts dazwischen kommt, sollte sie transportfähig sein. Allerdings solltet ihr nicht reiten. Sie muß weiterhin liegen.“
„Ich danke euch“, sagte Vilkas glücklich. Er verlies zum ersten mal seit Tagen das Zimmer und begleitete die Magierin zum Ausgang des Gasthofs. Ihm war nun die bitte von Karliah wieder eingefallen.
„Ich suche einen Mann namens Enthir, der sich mit fremden Schriften und Sprachen auskennt. Ich habe ein Buch eines alten Freundes von ihm, das leider nicht lesbar ist. Wäre es möglich, dass er mich hier besuchen kommt, und es sich anschaut? Ich möchte das Buch nur ungern aus der Hand geben, da es mir nicht gehört.“
„Ich werde es ihm ausrichten.“ Dann ging Colette
Als er wieder zu Akkirah ins Zimmer kam, sagte sie leise zu ihm:
„Ihr solltet euch hinlegen, mein Liebster, ihr seht müde aus.“
„Ich möchte euch aber nicht alleine lassen.“
Sie sah ihn verwirrt an. Dann merkte sie das sie auf einem einfachen Bett lag, das nicht sonderlich breit war.
„Ach Vil, das passt schon irgendwie. Ich rutsche etwas nach hinten und dann habt ihr genug Platz.“
Er küsste sie sanft und half ihr dann weiter zur Wand zu rücken und legte sich zu ihr. Das erste Mal seit Tagen schlief er eine Nacht durch.
Am nächsten Morgen erschien dann Colette, mit einem Mann. Sie stellte ihn als Enthir vor. Eigentlich wollte Vilkas Akkirah nicht alleine lassen, wenn die Magierin sie nähte, aber diese schickte ihn raus und meinte, es würde reichen wenn Haran ihr half. So ging Vilkas dann in die Gasttube und holte das alte Tagebuch hervor, um es Enthir zu zeigen. Es stellte sich heraus, das Enthir und der alte Gildenmeister gute Freunde gewesen waren, was Vilkas verwunderte, denn schließlich war Gallus der Chef der Diebesgilde, aber er nahm es hin. Schließlich war seine Frau auch mit den Mitgliedern dieser Gruppe befreundet. Es stellte sich heraus, das Das Buch in der alten Sprache der Schneeelfen verfasst wurde. Leider konnte Enthir damit nichts anfangen, denn es gab kaum Unterlagen und mittel um es zu übersetzen. Das einzige was ihm einfiel war ein alter Forscher der Drewmer, der in Markath lebte. Enthir wusste, das er an einem Buch arbeitet, das die Sprache Alten Schneeelfen übersetzte. Mit Hilfe dieses Buches, würde es Enthir möglich sein, das Tagebuch zu übersetzen. Vilkas bedankte sich für die Auskunft und begab sich dann wieder zu Akkirah. Colette war mit ihrer Arbeit fertig und sagte es würde alles sehr gut aussehen. Und in zwei Tagen wäre sie transportfähig.
Nachdem die Magierin gegangen war erkundigte sich Vilkas beim Wirt, ob und wann eine Kutsche nach Weislauf Winterfeste erreichen würde. Er erfuhr von Dagur, das die reguläre Kutsche, die Waren nach Winterfeste brachte in drei Tagen da sein müssen. Auf dem Rückweg sollte es genug Platz geben um Akkirah damit zu transportieren, da selten waren von Winterfeste nach Weislauf transportiert wurden. Des Weiteren erkundigte sich Vilkas auch nach einem Kurier, damit er schon mal vorab eine Nachricht nach Jorrvaskr bringen konnte, um anzukündigen das er und Akkirah dort bald eintreffen würden. Es fand sich einer der Bewohner, der eh auf den Weg nach Weislauf war, um die Nachricht zu überbringen.
Und so lag drei Tage später Akkirah auf dicken Fellen gebettet, damit sie nicht so durchgeschüttelt wurde auf der Kusche nach Weislauf.

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Donnerstag, 3. Mai 2012, 22:42

Vilkas war froh, als sie Winterfeste endlich verließen und auf den Weg nach Weislauf waren. Akkirah schlief immer noch viel. Wenn sie wach war, war sie meist sehr still. Was Vilkas am meisten Sorgen machte, war, dass sie seinem Blick meistens auswich. Er hoffte dass es ihr in Jorrvaskr bald besser gehen würde, wo es Ablenkung gab. Er hatte beschlossen, dass sie in ihre die Gemächer in Jorrvaskr zogen, wo immer jemand da war, der sich um sie kümmern konnte.
Als sie endlich am Abend Weislauf erreichten, wartete Farkas schon an den Ställen auf sie. Er hatte sie Kutsche schon von weitem gesehen und war dann sogleich runter gelaufen um die beiden abzuholen. Er brachte Adelante in die Ställe, wo schon er schon dafür gesorgt hatte das ihre Box frisch eingestreut und Futter in der Krippe war, so das sie sich da nicht lange aufhalten mussten. Da Akkirah noch nicht aufstehen durfte, wollte Vilkas sie nach oben tragen. Farkas schüttelte den Kopf und sagte, „Lass mich das machen, ihr seht müde aus. Und der Weg ist lang und steil.“ Vilkas wollte protestieren, schließlich war es seinen Frau und die würde er überall hintragen können, aber Farkas ließ nicht mit sich reden und drückte seinem Bruder einfach ihr Gepack in die Hand und nahm Akkirah hoch, als würde sie nichts wiegen. „Seid ihr sicher, dass ihr nicht ins Brisenheim wollt“, fragte er noch mal und Vilkas nickte. So gingen sie dann in die Methalle, wo der Rest der Gefährten schon wartete. Als sie Akkirah so blass und eingefallen in den Armen von Farkas sahen, waren sie alle recht erschüttert. Sie verstanden es, das Vilkas nicht in de Stimmung war, alle einzeln zu begrüßen. Nur Tilma folgte den dreien mit nach unten. Akkirah schlief die ganze Zeit. Als Farkas sie in das Bett gelegt hatte, schaute Tilma als erstes nach ihrer Wunde. Diese sah immer noch fürchterlich aus, und sie hatte wieder angefangen leicht zu suppen.
„Ich würde vorschlagen, dass wir Danica kommen lassen, damit sie sich das ansieht.“ Vilkas nickte, und schon war die alte Frau verschwunden.
Nach kurzer Zeit erwachte Akkirah. Sie musste sich erst mal Orientieren, und dann erkannte sie wo sie war. Vilkas setzte sich ans Bett und fuhr ihr mit der Hand über die Wange. „Ich hielt es für sinnvoller, diesmal hierher zu kommen, da hier immer jemand da ist und ihr so nie alleine.“ Sie antwortete nicht. „Aber wenn es euch nicht gefällt können wir immer noch ins Brisenheim zurückgehen“. „Nein, es ist in Ordnung, Vil, Ihr habt recht, es ist besser hier zu sein.“ Sie zwang sich zu lächeln.
Da erschienen dann auch schon Tilma und Danica. Die Heilerin vom Tempel sah sich die Wunde an, reinigte sie nachdem sie heißes Wasser und saubere Tücher hatte holen lassen, was Tilma schon vorbereitet hatte. Als Danica fertig war sagte sie, das alle soweit in Ordnung wäre. Akkirah sollte noch drei Tage ruhig liegen und dann dürfe sie langsam Anfangen sich immer mal kurz aufzusetzen. Sie ließ noch etwas salbe da und auch eine Mixtur, die sie in ihren Tee bkommen sollte, die heilende und stärkende Krafte hatte und dann verließ sie Jorrvaskr erst mal wieder. Sie würde morgen wieder kommen und schauen wie es Akki ging.
Zwischenzeitlich hatte Tilma etwas zu Essen fertig gemacht und wollte Akkirah füttern, damit Vilkas sein Essen auch warm verspeisen konnte. Aber er nahm ihr die Schüssel aus der Hand und setze sich selbst zu seiner Frau und sorgte dafür, dass sie aß. Tilma konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, und ließ die beiden dann alleine. Nachdem Akki ihre Portion aufgegessen hatte, fiel sie wieder in einen leichten Schlaf. Damit hatte Vilkas nun Zeit sich über sein eigenes Essen herzumachen, was er lustlos runter schlang. Als Vilkas anschließend das leere Tablett mit den Schüssseln nach oben brachte, wollten die anderen Gefährten wissen, was denn nun eigentlich passiert sei. Aber Farkas scheuchte alle weg und sagte sie sollen ihm etwas Zeit lassen. Er würde bestimmt morgen mit ihnen sprechen. Vilkas nickte seinem Bruder dankbar zu und verschwand wieder unten in ihren Gemächern bei Akkirah. Sie schlief noch immer und er legte sich zu ihr und schlief auch ein. Irgendwann wurde er Nachts wach, weil Akkirah im Schlaf wieder anfing zu weinen. Am liebsten hätte er sie an sich gezogen und fest in den Arm genommen, aber das war ja nicht möglich, da sie ruhig liegen musste. So legte er ihr nur vorsichtig den Arm um die Hüfte und versuchte wieder einzuschlafen was ihm erst kurz vor Morgengrauen gelang.
Akkirah erwachte nachdem die Sonne aufgegangen war. Ihre Wunde schmerzte nicht mehr so stark und körperlich ging es ihr schon langsam besser, aber ihre Seele trauerte weiterhin um das was sie verloren hatte. Und sie gab sich weiterhin die Schuld dafür und fühlte sich seelisch leer an. Sie spürte Vilkas Arm auf sich ruhen und drehte ihren Kopf zu ihm um ihn anzuschauen. Wie konnte er sie weiterhin mögen? Wieder kamen ihr die Tränen. Sie legte ihre Hand auf seinem Arm. Diese Berührung weckte Vilkas. Er richtete sich ein wenig auf ohne den Arm von ihr zu nehmen und schaute sie an.
„Wie fühlt ihr euch, mein Herz?“
„Besser“, erwiderte sie leise.
„Dann werde ich euch schnell euren Tee machen, damit es euch noch besser geht“, er beute sich über sie und küsste sie sanft. Dann stand er auf und ging kurz nach oben und bereitete den Tee zu. Tilma war wie gewohnt auch schon früh in Gange. „Ihr seht blass aus, Junge, ihr solltet euch etwas ausruhen.“
„Ich muß mich um Akki kümmern.“
Sie sah ihn an. „Ich bringe euch beiden gleich euer Frühstück.“
Vilkas nickte und verschwand wieder. Unten bei Akki nahm er ihren Kopf hoch und hielt ihr den Becher an den Mund. „Langsam, mein Herz, es ist noch heiß.“ Vorsichtig trank sie den Becher leer und dann tauchte auch schon Tilma mit einem Tablett auf. „Hier, meine Lieben, stärkt euch erst mal damit und wenn ihr aufgegessen habt, werde ich mich um eure Wunde kümmern, Madchen,“ sagte sie. Tilma setzte sich vorsichtig ans Bett zu Akki und fing an sie mit dem Heferbrei zu füttern. Vilkas wollte ihr widersprechen. „Sie sah ihn streng an, und er kannte diesen Blick. Da würde er nichts gegen machen können. Also nahm er sein eigenes Frühstück und aß. Als beide fertig gegessen hatten, scheuchte Tilma Vilkas mit dem Tablett nach oben. Bevor er diesem Befehl nachkam sah er Akki fragend an und sie nickte ihm zu, wobei sie versuchte zu lächeln.
Also ging er wieder nach oben. Dort waren auch schon Farkas und Athis zu am Essen. Er setzte sich zu den beiden. Farkas legte seine Hand auf die Schulter seines Bruders. „Alles in Ordnung? Geht es ihr besser?“.
Vilkas nickte.
„Bitte erzählt uns, was vorgefallen ist.“ Zwischenzeitlich hatte sich auch Ria dazugesellt. Aeala war noch unterwegs und wurde erst Morgen im Laufe des Tages zurückerwartet. Vilkas erzählte wie Saphir, die Bitte überbrachte, Akki möge sich mit ihren alten Freunden treffen und dann loszog um dem Gildenmeister bei seiner Suche nach Informationen zu helfen und wie das am Ende ausging. Er ließ ein paar Details, wie sein Verhalten unten in der zersplitterten Flasche und die Fehlgeburt in seiner Erzählung aus. Wäre nur Farkas da gewesen hätte er auch diese Dinge erwähnt. Die anderen waren außer sich vor Wut, als sie erfuhren was geschehen war und wollten am liebsten sofort auf die Suchen nach Mercer gehen. Vilkas hielt sie zurück. „Nein, das ist etwas das ich machen werde, sobald es Akki besser geht und ich sie hier bei euch alleine lassen kann. Farkas wollte widersprechen, aber als er den blanken Hass in den Eisgrauen Augen seines Bruders sah, zog er es vor zu schweigen. Wahrscheinlich würde er genau so handeln, dachte er sich. Als er wieder runter zu Akkirah wollte kam in der kleine Frogar entgegen. „Übt ihr nachher wieder mit dem Schwert mit mir“, fragte der Junge Vilkas. Scheinbar hatte Vilkas als er das letzte Mal in Jorrvaskr nahm einen guten Eindruck bei dem Jungen hinterlassen. „Wenn es Akki besser geht, werde ich mal sehen, ob ich rauskomme und euch ein paar Übungen zeige“ sagte er, ohne sich wirklich fest zulegen. Der Junge lief vor Freude hüpfend die Treppe nach oben. Als Vilkas ihre Gemächer betrat saß Tilma an Akkirahs Bett. Als sie ihn kommen sah stand sie lächelnd auf und machten den Platz für Vilkas frei. Ich lasse euch erst mal allein. Wenn ihr was braucht ruft einfach. Als Vilkas sich zu ihr setzte, nahm er ihre Hand in seine. „Ihr seht schon besser aus, mein Herz.“ Ich fühle mich auch besser. Ich glaube es war eine gute Idee, hierher zu kommen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich in diesen Räumen wohl fühlen könnte“, sagte sie leise. Er sah sie glücklich an.
„Schade, das ich mich noch nicht auf setzten darf. Ich würde gerne ein wenig lesen um die Zeit zu vertreiben.“ Es war das erste Mal, das sie seit sie zu sich gekommen war eine Wunsch äußerte. „Ich könnte euch vorlesen, wenn ihr mögt, mein Herz. Ihr müsst mir nur sagen welches Buch ihr wollt.“ „Such ihr eines aus“, sie bemühte sich zu lächeln, aber Vilkas erkannte das es nicht von Herzen kam, auch ihren Augen fehlte der Glanz, den er so geliebt hatte. Er ließ sich aber nichts anmerken und suchte sich eines von Kodlaks Büchern und begann ihr dann vorzulesen. Nach gut einer Stunde schlief sie ein. Vilkas Blieb an ihrem Bett sitzen und hielt wieder ihre Hand.
Gegen Mittag kam, wie versprochen Danica und schaute nach Akkirah, die als sie eintrat erwachte. Die Heilerin machte einen Zufriedenen Eindruck. „Es geht ihr schon viel besser.“ Sie wechselte den Verband, und schmierte wieder eine Salbe drauf. „Sie soll weiterhin ihren Tee regelmäßig trinken. Morgen werde ich wie gehabt vorbeischauen.“ Kurz darauf brachte Tilma eine Schüssel mit einem leichten Eintopf. Diesmal hatte sie nichts dagegen, das Vilkas Akki fütterte. Als sie aufgegessen hatte stürmte plötzlich wie ein Wirbelwind, der kleine Frogar ins Zimmer. In den letzten Wochen bei den Gefährten hatte er seine scheu verloren und hatte sich zu einem munteren Kerlchen entwickelt, das schwer unter Kontrolle zu halten war und immer gerne überall und nirgends rumtobt. „Vilkas, ihr habt mir versprochen mit mir zu üben.“ Er ergriff seine Hand und wollte ihn wegziehen. Da kam auch schon Rhia außer Atem angerannt. „Tut mir leid, er ist mir einfach abgehauen.“
„Vilkas hat mir versprochen mit mir zu üben“, wieder holte der Kleine.
„Ich sagte, ich übe mit euch, wenn es Akki wieder besser geht.“ Im letzten Moment konnte Vilkas ihn davon abhalten zu Akkirah aufs Bett zu hüpfen und so fragte Frogar nur. „Akki, bitte sagt das es euch besser geht, ich möchte so gerne mit Vilkas trainieren.“ Vilkas sah sie an und zum ersten Mal seit langem sah ein ganz kurz das Glitzern in ihren Augen, bevor es wieder erlosch. „Vil, geht mit ihm, wenn er es so gerne möchte. Mir geht es ja schon besser und nach dem Essen fühle ich mich müde und würde gerne noch etwas schlafen. Also los, raus mit euch.“ Bevor Vilkas ging beugte er sich noch über sie und gab ihr einen Kuss, dann verließen alle das Zimmer und Akkirah schlief wieder ein.
Vilkas merkte nicht wie die Zeit verging als er und der Junge im Hof übten während die anderen dabei zusahen und sich teilweise das Lachen verkneifen mußten, wenn der Junge wie wild mit seinem Holzschwert rumfuchtelte. Für kurze Zeit vergaß er seine Sorgen um Akkirah. Als er später wieder zu ihr ging fand er sie wach vor. „Ihr seht erschöpft aus, mein Liebster“, sie nahm seine Hand und hielt sei fest, als er sich zu ihr setzte. „Der Junge kann einen gut rumscheuchen.“ Sie nickte. Der Rest des Abends verlief ruhig. Vilkas las ihr immer wieder vor, brachte ihr was zu trinken und legte sich dann später zu ihr und schlief neben ihr ein.
Der nächste Tag verlief ähnlich wieder der vorherige. Am übernächsten Tag durfte sich Akkirah dann ab und zu aufrichten. Dazu hatte Tilma noch ein paar zusätzliche Kissen organisiert, die sie ihr in den Rücken legte. Auch an den weiteren Tagen verheilte die Wunde von Akkirah immer besser und sie wurde wieder kräftiger. Nach einer Woche erlaubte Danica ihr, das erste Mal aufzustehen. Vilkas hielt sie dabei fest, so dass sie nicht umfallen konnte. Drei Wochen nachdem sie Jorrvaskr erreicht hatten konnte Akkirah das erste Mal alleine die Treppe nach oben gehen und sich in den Hof auf einen der Stühle setzten wo sie die Sonne genoss während sie den Gefährten beim Training zuschaute.
Die Zeit die sie nun hier war wechselten die Anwesenden immer, weil immer einige Unterwegs waren um die Aufträge, die an sie heran getragen wurden, zu erfüllen. Die Nächte lag Akkirah, nachdem sie nicht mehr nur auf dem Rücken liegen musste, wieder in den Armen von Vilkas gekuschelt, aber mehr ließ sie nicht zu. Und Vilkas war schon glücklich, das er sie wieder so halten durfte. Nachdem Akkirah nun wesendlich besser ging und sie auch anfing in die Stadt runter zu gehen, beschloss Vilkas, das es Zeit für ihn wurde, nach Markath zu gehen um mit Calcelmo, dem Forscher über die Übersetzung der Sprache der Schneeelfen zu sprechen. Er hatte anfangs überlegt, ob er mit Adelante hin reiten sollte, entschloss sich aber dagegen. Es wäre für Akkirah besser, die Stute da zu behalten. Also erkundigte er sich wann die nächste Kutschen nach Markath fahren würde. Er erfuhr, dass die Nächste in 2 Tagen fahren würde.
Jetzt musste er nur sehen wie er es Akkirah erklärte das er sie für ein paar Tage verlassen wollte. Am Nachmittag saß er alleine mit ihr im Hof. „Mein Herz“, sagte er zu ihr. „Ich werde für ein paar Tage verreisen.“
Akkirah sah in erstaunt und verwirrt an. „Aber warum wollen wir jetzt fort?“
„Nicht wir, ich werde alleine fahren. Ich sagte euch ja, dass mir einer der Magier in Winterfeste eine Möglichkeit nannte, wie wir das Tagebuch von Gallus übersetzten könnten. Ich möchte diesen Mann der uns möglicherweise helfen kann, aufsuchen. Ihr müsst euch keine Sorgen machen, was soll da schon passieren? Er ist ein einfacher Forscher, und wird mir sicherlich weiterhelfen.“
„Bitte nehmt mich mit. Ihr dürft nicht alleine gehen, ich habe Angst auch euch zu verlieren.“ Er sah die Panik in ihren Augen. Beide hatten nicht mitbekommen wie Farkas zu ihnen getreten war. „Ich werde Vilkas begleiten. Dann ist er nicht alleine und ihr bleibt hier und erholt euch weiter und kommt zu Kräften, damit ihr bald wieder mit uns raus könnt.“ Der Ton in seiner Stimme ließ keinen Widerspruch zu. Und damit war es besiegelt. Vilkas würde mit seinem Bruder nach Markath reisen und Akkirah blieb in Jorrvaskr.

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Donnerstag, 3. Mai 2012, 22:42

Das Vilkas fort wollte, stimmte Akkirah wieder traurig. Sie war zwar bemüht es sich nicht anmerken zu lassen, aber es gelang ihr nicht. Sie fing an sich wieder zurückzuziehen. In der Nacht weinte sie zum ersten Mal seit Tagen wieder heftig. Vilkas wusste nicht wie er seine Frau trösten solle. Aber er war entschlossen, nach Markarth zu gehen. Mercer durfte nicht davon kommen und dafür würde er alles tun.
Am nächsten Tag saß Akkirah meist schweigend im Hof. Alle Versuche der anderen sie zu irgendwelchen Tätigkeiten zu animieren misslangen. Die Gefährten wussten sich was sie machen sollten, denn sie verstanden nicht so recht, wie eine Verwundung einen so Mitnehmen konnte. Denn schließlich ging es ihr doch schon viel besser und sie konnte langsam wieder mit trainieren anfangen. In der Nacht vor der Abreise versuchte Akki Vilkas noch mal zu bitten nicht zu gehen, aber sein Entschluss stand fest. Als es am folgenden Morgen Zeit war zur Kutsche zu gehen, wollte am Liebsten Akkirah in Jorrvaskr bleiben, aber dann ging sie doch mit den Zwillingen und Aela mit zu den Ställen um sich dort von den beiden zu verabschieden. Bevor Vilkas auf die Kutsche stieg nahm er sie noch mal fest in den Arm. „Bitte verstehe mich, mein Herz, ich muß das tun. Mercer darf uns nicht entwischen und je länger wir warten desto größer ist die Möglichkeit, dass er verschwindet.“ Sie sah ihn traurig an. Er hatte ja recht, aber sie wollte bei ihm sein. Der Kutscher wurde schon ungeduldig weil er langsam los musste. Aela zog Akkirah sanft von Vilkas zurück und er stieg auf. Dann fuhr die Kutsche ab.
Akkirah und Aela standen noch lange da und sahen den Zwillingen nach. Als die Kutsche aus ihrem Blick verschwand nahm Aela Akki in Arm und ging langsam mit ihr zurück zur Stadt hoch. Als sie den Stall passiert hatten hielt Aela plötzlich an.
„Schwester, sagt mir, was ist wirklich vorgefallen? Es muß mehr dahinter stecken, als dieser Mordversuch an euch., um euch so zu verstören.“
Akkirah schüttelte den Kopf. Sie Wollte nicht drüber sprechen, aber dann plötzlich fing sie an zu weinen. Aela nahm sie in sie in die Arme. Und versuchte sie zu trösten. Sie zog sie auf die Felsen am Wegesrand, wo sie sich dann hinsetzten. Und dann brach es aus Akkirah hervor. Sie erzählte, dass sie ihr Kind verloren hatte und auch das Vilkas davon nichts wusste. Und das sie sich die Schuld an dem Unglück gab. Nachdem Akki alles erzählt hatte, schwieg Aela erst mal. „Bitte erzählt es niemand anderen, Schwester“, bat Akki dann. Aeals nichte. „Ja, das geht keinen weiter etwas an, außer euch und Vilkas. Ihr habt da mein Wort drauf.“ Irgendwie fühlte sich Akkirah, nachdem sie endlich über alles gesprochen hatte, etwas besser. Asl wäre ihr ein riesiger Stein von de Brust genommen worden, der sie wieder freier Atmen ließ. Langsam versiegten ihre Tränen. Nachdem sie noch eine Weile dagesessen hatten, brachte Aela Akkirah hoch nach Jorrvaskr. „Legt euch bis Mittag noch etwas hin. Und nach dem Essen, fangen wir an, gemeinsam etwas mit dem Bogen zu üben. Und morgen Nachmittag gehen wir auf die Jagd. Die Fleischvorräte gehen langsam zu Ende.“ Akki nickte und folgte den Anweisungen ihrer Schildschwester.
Nachdem sie etwas geruht hatte, kam Akkirah zurück in die Halle. Vignar und Brill trieben sich wahrscheinlich im Trunkenen Jägersmann rum. Athis und Torwar waren unterwegs Richtung Windhelm um zwei entflohene Sträflinge zurück zu holen. Von Aeal war auch nichts zu sehen und Rhia versuchte verzweifelt, den kleinen Frogar davon zu überzeugen, dass er schreiben lernen sollte. Tilma war dabei das Mittagessen vorzubereiten. Als Aeal die halle betrat sprang Frogar auf und rannte ihr entgegen. Wo sind Vilkas und Farkas? Wie soll ich lernen mit dem Schwert zu kämpfen wenn sie es mir nicht zeigen?“
Rhia schüttelte hilflos den Kopf. „Frogar, kommt zurück und setzt euch wieder hin. Wir waren noch nicht fertig.“
„Ich will aber nicht mehr!“ Er stampfte wütend mit dem Fuß auf. „Akki, ihr seid doch der Herold, sagt ihr ich muß das nicht lernen.“
Rhia verdrehte die Augen. „So geht das schon die ganze Zeit. Ich weiß nicht was ich noch mit ihm machen soll.“
Akkirah stand im ersten Moment da und wusste nicht was sie tun sollte. Die Situation war irgendwie komisch, aber das Lachen viel ihr immer noch schwer. Und es wäre jetzt eh unangebracht gewesen. Also seufzte sie nur und kniete sich vor dem Jungen nieder.
„Frogar, ihr wollt doch ein guter Gefährte werden, wenn ihr älter seid, oder nicht?“ Der Junge nickte heftig. „Ja das will ich. Ich will werden wie die Zwillinge und genau so mit dem Schwert kämpfen können wie sie.“
„Es freut mich zu hören, dass ihr wie die beiden werden wollt.“ Sie sah ihn lächelnd in seine vor Freude strahlenden Augen. Wenn er so schaute, sah er fast hübsch aus, trotz der Narbe die sein Gesicht zierte, wo ihn der Säbelzahntiger erwischt hatte. „Aber wenn ihr das wirklich wollt, müsst ihr euch wieder zu Rhia setzten und weiter lernen. Wie wollt ihr sonst Botschaften lesen können, die man euch wenn zusendet?“
„Der Bote soll mir gleich sagen, was er in der Nachricht drinnen steht. Dann brauche ich es nicht lesen.“
„Und was wenn es ein falscher Bote ist, der euch in eine Falle locken will? Woher wollt ihr das dann wissen?“
Der Junge schwieg nachdenklich.
„Oder was wenn es um etwas geht, von dem niemand außer den Gefährten wissen soll? Oder der Bote stürzt und schlägt sich den Kopf auf und vergisst dadurch was er Übermitteln sollte?“
Der Junge senkte den Kopf.
„Darum ist es wichtig lesen und schreiben zu können. Die Zwillinge beherrschen es auch.“
Damit hatte sie Frogar dann überzeugt. Er schlich zurück zu Rhia und sie nahmen die Übungen wieder auf. Rhia warf ihr einen dankbaren Blick zu. Akkirah beobachtet die beiden eine Weile dann ging sie zu Tilma und fragte, ob sie ihr irgendwie helfen konnte. Die alte Frau bat sie schon mal den Tisch zu decken. Das Essen wäre bald fertig.
Nach dem Essen holte Akkirah ihren Bogen aus Ebenerz hoch und begab sich auf dem Hof, wo sie mit Aela üben wollte. Auch Rhia und Frogar gesellten sich dazu, wobei die beiden sich nur zum Zuschauen an einen der Tische setzten. Als Akkirah sich mit ihrem Bogen bereit machen wollte, fragte Aela sie ob sie nicht lieber einen leichteren Jagdbogen zu Anfang nutzen wollte. Akki sah sie Verständnis los an. Einige Augenblicke späte war ihr klar, was Aela meinte… Warum hatte sie da nicht selbst dran gedacht. Sie war viel zu schwach um ihren schweren Bogen spannen zu können. Ihr Pfeil flog wenige Meter vor ihr in den Dreck.
„Hmmm….. Ich glaube Vilkas hat etwas übertrieben als er eure Bogenkünste in den Himmel lobte“, grinste Aela. „Ihr kennt ihn doch“, meinte Akki und grinste zurück. Als sie das sagte merkte sie, wie sehr er ihr jetzt schon fehlte. Sie versuchte die Gedanken zu verscheuchen und ging zu den Ständern mit den Übungsbögen und nahm sich einen, der nicht so viel Kraft benötigte. Aber auch damit war sie weit von ihren Fähigkeiten entfernt. Sie war schon immer froh wenn sie die Zielscheibe traf. Nach etwas mehr als einer Stunde musste sie aufhören, da sie nicht mehr konnte. Sie beschloss einen Spaziergang zu den Ställen runter zu machen. Sie hatte ihr Pferd seit Tagen vernachlässigt. Sie wusste Das Farkas sich drum gekümmert hatte, da Vilkas meist in ihrer Nähe war. Das muß sich wieder ändern sagte sie sich. Sie kaufte bei Charlotta ein paar Möhren und ging hinunter. Aela ermahnte sie, sie möge nicht auf dumme Gedanken kommen und hinter Vilkas her reiten. Akkirah schüttelte den Kopf “Macht euch keine Sorgen, das habe ich nicht vor, wenn ich nicht mal eine Bogen spannen kann, wie soll ich da die Kraft aufbringen mehr als ein paar Schritt zu reiten?“ Wobei, daran gedacht hatte sie schon. Aber die Vernunft war doch größer.
Am Abend fiel sie todmüde ins Bett. Als sie alleine war, merkte sie wie sehr sie Vilkas vermisste. Hoffentlich kam er bald zurück und bekam die Informationen. die er haben wollte. Unruhig und traurig schlief sie ein.
Am nächsten Morgen ging Akkirah noch vor dem Frühstück zum Stall und putzte ihr Pferd und machte einen kurzen Ausritt. Anschließend versuchte sie sich mit der schwierigen Aufgabe, Frogar das Lesen und Schreiben beizubringen und am Nachmittag ging sie wie am Vortag geplant mit Aela auf die jagt. Sie nahmen Adelante mit, damit sie ihre Beute hinterher transportieren konnte.
Die nächsten Tage verliefen ähnlich ab. Akkirah wurde von Tag zu Tag wieder kräftiger und bald schon traf sie zu mindestens mit einem leichten Bogen wieder jedes Ziel. Solange Akkirah tagsüber beschäftigt war verlief die Zeit wie im Fluge. Nachts aber lag sie meist lange wach und weinte sich oftmals in den Schlaf.
Am siebten Abend nachdem Die Zwillinge abgereist waren, kam die Kurtsche aus Markath zurück. Die Brüder waren nicht mitgekommen. Akkirah hatte es zwar sehr gehofft, aber es war zu erwaten gewesen, das sie ein paar Tage länger bleiben müsste. Als der Kutscher sie unten bei den Ställen stehen war, rief er sie herbei. „Ich habe hier einen Brief von eurem Mann, den ich euch geben soll.“ Akkirah lief zu ihm um den Brief in empfang zu nehmen. Sie riss ihn auf der Stelle auf. „Ich liebe euch, mein Herz.“ Mehr stand nicht drin, aber es reichte um Akkirah wenigstens vorübergehend zum Strahlen zu bringen.
„Würdet ihr, wenn ihr morgen zurück fahrt Vilkas meine Antwort überbringen?“
„Wenn ihr sie mir rechtzeitig bringt werde ich es machen.“ Er lächelte sie an. Akkirah dankte ihm und verschwand. Diese Nacht schlief sie ohne Tränen ein, dafür mit dem Brief in der Hand.
Am Morgen übergab Akkirah Dem Kutscher ihren Brief an Vilkas.

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Sonntag, 6. Mai 2012, 22:37

Es war spät am Nachmittag als Vilkas und Sein Bruder Markath ereichten. Unterwegs hatte Farkas seinen Bruder, gefragt, was wirklich geschehen sei das Akkirah sich so zurückgezogen hatte. Vilkas vertraute ihm alles an und nachdem er geendet hatte, legte Farkas seine Arm um ihn um ihn z trösten. Mehr konnte er nicht machen, denn er wusste nicht ´was er sagen sollte.
Die Zwillinge hatte bisher die Stadt nie betreten, da es selten vorkam das Aufträge aus dieser Gegend kamen. Und wenn brauchten sie dafür nie in die Stadt selbst. Die Stadt was zum größten Teil direkt in die Felsen gehauen. Die Stadtmauer und die davor liegenden Wachtürme waren aus Steine erbaut Sie war im Gegensatz zu den mauern anderer Städte nicht am zerfallen. Die Zwillinge staunten über die Pracht und waren von Markath fasziniert.
Da sie sich nicht auskannten begaben sie sich zunächst in den Gasthof Silberblut. Hier würden sie die notwendigen Auskünfte am Ehesten erhalten und bei Bedarf auch schauen ob es Zimmer gab. Als sie den Gasthof betraten durften sie zunächst einmal den Streit der Wirtsleute mit anhören…. Der Sohn Hrein entschuldigte sich für das Verhalten seiner Eltern und bat die Zwillinge, sich doch einfach schon mal an eine Tisch zu setzten, was sie auch taten. Kurz darauf kam auch Kleppr und nahm ihre Bestellung auf. Vilkas fragte dann sogleich nach, wo Calcelmo, der Forscher zu finden sei. Es wurde ihm gesagt, man könne ihn in dem vorderen Teil der Festung finden, wenn er sich nicht gerade in seine privaten Gemächer, wo er einen Grossteil seiner Forschungen anstellte und viele Gegenstände lagerte herumtrieb. Nachdem Vilkas und Farkas ihren Met ausgetrunken hatten begaben sie sich als erstes hoch zur Festung. Sie mussten über viele schmale Pfade und Treppen gehen um dorthin zu gelangen. Leider war der alte Mann nicht draußen sondern befand sich wie zu befürchten stand in seinen privaten Räumlichkeiten, wohin niemand vorgelassen wurde. Der Neffe des Forschers bat die Zwillinge doch am folgenden Tag wieder zu kommen, wohlmöglich wäre er dann hier unten.
Unverrichteter Dinge kehrten die Zwillinge zurück in den Gasthof und nahmen sich dort zwei Zimmer. Vilkas hatte im Stillen gehofft er könne am nächsten Tag gleich wieder mit der Kutsche zurückfahren, aber es sollte nicht sein. Nach. Als Vilkas abends in seinem Zimmer saß, fing er an eine Brief an Akkirah zu schreiben. Ihm kamen aber nicht die richtigen Worte und so warf er einen Entwurf nach dem nächsten ins Feuer, bis er irgendwann mit der Feder in der Hand einschlief. Am Morgen wurde er wach als die sonne schon auf gegangen war. Die Kutsche zurück nach Weislauf würde bald fahren und nun hatte er keine zeit mehr viel zu schreiben, als dachte er daran was er sagen würde, wenn er Akkirah in seinen Armen halten würde und diese Worte schrieb er auf und versiegelte darauf den Brief und lief runter zu den Ställen, wo der Kutscher schon dabei war, sein Pferd anzuspannen.
Als er zurück in den Gasthof kam, hatte Farkas schon das Frühstück für sie beider bestellt. Nach dem Essen wollten sie wieder hoch zur Festung gehen. Auf dem Weg dorthin hörte Vilkas, wie zwei Wachen sich darüber unterhielten, das es doch schade sein, dass ein Haus in der Stadt zum Verkauf stand. In den wenigen Stunden die er in Markath war hatte er sich irgendwie in die Stadt vernarrt. Sie war alt und barg unendlich viele Geheimnisse. Als die Zwillinge wieder im frei Zugänglichen Forschungsbereich von Calcelmo ankamen, bedauerte der Neffe, das sein Onkel noch vor dem Morgengrauen mit einigen seiner Wachen die Stadt verlassen hatte um in der Umgebung weitere orte zu untersuchen. Wohin er wollte hatte er nicht gesagt.
Die ganze Zeit nur rum sitzen und warten, das lag beiden Brüdern nicht, also gingen sie hoch zum Jarl um zu fragen ob er nicht etwas Arbeit für sie hätte. Und Vilkas wollte sich nach dem zum Verkauf stehenden Haus erkundigen. Da der Jarl Vilkas nicht kannte, sagte er ihm das er das haus nicht bekommen könne. Er müsse, dafür schon etwas für ihn tun, damit er sah, ob er würdig wäre ein Bürger der Stadt zu werden. Vilkas fragte, was denn anliegen würde und der Jarl wollte, dass er den Anführer einer Abgeschworenen Bande zur Strecke bringen sollte, die das Land terrorisierten. Sie hielten sich vielleicht mal einen halben Tagesmarsch von der Stadt auf.
Farkas war erstaunt, als er das mit dem Hauskauf mitbekam. „Was wird Akki dazu sagen?“
„Sie wird die Stadt mögen und es auch für eine gute Idee halten. Und wenn nicht wird es halt wieder verkauft.“ Farkas schüttelte den Kopf. Manchmal hatte sein Bruder Einfälle. Aber zunächst mussten sie sich erst mal um die abgeschworenen Banditen kümmern. Am Nachmittag kamen sie an ihrem Zielort an. Die Gegend war recht unübersichtlich und es war nicht einfach sich der Überzahl zu erwehren, aber Die Zwillinge waren erfahrene Kämpfer und kamen mit nur ein paar Kratzern davon. Spät in der Nacht kehrten sie nach getaner Arbeit zurück nach Markath. Da zu dieser vorgerückten Stunde im Palast wohl niemand mehr auf sein würde beschlossen sie erst mal zu Bett zu gehen. Am nächsten Morgen Gingen beide wieder hoch zum Jarl um ihn mitzuteilen, das die Banditen keine Probleme mehr bereiten würden. Dieser war ein wenig erstaunt, das nur zwei Männer so leicht mit denen fertig geworden waren und deutete an, wenn sie noch etwas für ihn tun könnten, wäre er bereit Vilkas Vindren Hall zu verkaufen. Da Vilkas das Haus unbedingt wollte, sagte er zu. Sie mussten ja eh noch ein paar Tage in der Stadt bleiben. Diesmal ging es um eine private Sachen. Der alte Familien-Schild seines Vaters war in die Hände von Hexenraben geraten. Keiner traute sich gegen diese Bestien zu kämpfen. Farkas war auch nicht gerade begeistert als er das hörte, aber er konnte seinem Bruder nichts abschlagen. Abgesehen davon würde Akkirah ihn es nie verzeihen wenn er seinen Bruder alleine losziehen ließ um ihm dann was passierte. Also machten sie sich wieder gemeinsam auf den Weg um den Schild zurück zu holen. Der Weg dorthin war etwas länger und sie würden unterwegs in der Wildnis Übernachten müssen, also nahmen sie ein paar Vorräte und Decken mit. Am Abend waren sie ihrem ziel rech nahe. Sie fanden eine kleine verlassne Höhle, wo sie übernachten konnte und im Morgengrauen ging es dann weiter Der Weg führte zu einer alten Ruine hoch. Auch hier wimmelte es von den Abgeschworenen Sie versuchten diese aus der Deckung heraus stück für stück mit Pfeil und Bogen zu bekämpfen und nur im äußersten Notfall griffen sie zu ihren Zweihändern. Gegen Mittag hatten sie ihr Ziel erreicht. Auf einer höher gelegenen Ebene befand sich das Versteck der Hexenraben. Sie wurden nur von einem Abgeschworenen beschützt. Dieses Mal griffen die Zwillinge direkt an. Sie wichen den Feuerbällen der Hexenraben, die sich im Hintergrund hielten, immer wieder aus und Farkas war es der dem Abgeschworenen dann den Rest gab und er tot zu Boden ging. Anschließend nahm sich jeder der Brüder einen den Hexenraben vor. Der Kampf dauerte nicht lange und die beiden monströsen Kreaturen lagen tot am Boden. Vilkas hatte sich leichte Verbrennungen am Arm zugezogen als sein Gegner ihm als er gerade ausholte um dem Wesen den Kopf abzuschlagen, einen letzten Feuerball abfeuerte. In einer Truhe fanden sie den Schild des alten Jarl und nahmen ihn an sich. Bevor sie den ort verließen sahen sie sich noch etwas um. Man hatte von hier oben einen wundervollen Ausblick auf das Tal. Vilkas wünschte sich Akkirah würde hier sein, und gemeinsam mit ihm den Ausblick genießen. Wie sehr er sie vermisste.
Weit nach Mitternacht kamen die beiden wieder in Markath an. Sie legten sich schlafen um am nächsten morgen gleich zum Jarl zu gehen. Dieser war sehr erfreut darüber den Schild seines Vaters wieder im besitz zu haben und erteilte daraufhin seinem Vogt die Anweisung, den Kauf des Hauses mit Vilkas abzuschließen.
Bevor sie anschließend zu dem haus rüber gingen, schauten sie im offenen Forschungsbereich noch mal nach, ob Calcelmo schon zurück sei. Das war leider immer noch nicht der Fall. So suchten die Zwillinge zunächst mal Vindren Hall auf. Es war relativ hoch gelegen und über schmale Treppen zu erreichen. Das Haus war wesendlich geräumiger, als Brisenheim und ihr Häuschen in Rifton. Zurzeit war es überall noch dreckig und Staubfäden zierten die Wände und Decken. Wenn es aber erst mal sauber und komplett eingerichtet wäre, würde es wundervoll sein, dachte Vilkas. Akkirah würde es gefallen, da war er sich sicher. Er und Farkas fingen an schon mal den groben Dreck zu beseitigen. Als sie dann zu Mittag in den Gasthof zum Essen gingen, erkundigten sich Vilkas, wen man fragen könnte, um das Haus Gründlich zu reinigen. Kleppr nannte die Namen einiger Bewohner, die Geld gebrauchen könnten und alle mögliche Arbeit annahmen. Am Nachmittag stellten die Zwillinge ein paar willige Arbeiter ein, die sie in der Wohnkaserne fanden. Die Nacht verbrachten die Zwillinge weiterhin im Gasthof, dass es oben noch zu unwohnlich war.
Am folgenden Morgen trafen sie dann endlich auf Calcelmo. Dieser, war ein recht kauziger unfreundlich wirkender alter Mann, der sich ungern stören ließ. Sie versuchten alles Mögliche um ihn dazu zu überzeugen ihnen zu helfen. Aber er wollte nicht so recht. Das einzige wozu er sich herabließ war, ihnen Zugang zu der Ausgrabungsstätte unter der Stadt zu geben du sie in sein Museum hinein zu lassen, wenn sie die Große Spinne, die sich unten einquartiert hatte und seine Arbeiter verscheucht hatte töten würden. Vilkas hoffte im Museum etwas zu finden, das ihm weiter half, also ließ er sich darauf ein, die Spinne zu töten. Ihm war klar, dass es das alleine machen musste, da sein Bruder eine Abneigung gegen diese riesigen Tiere hatte und so war er dann doch erstaunt, als Farkas ihm sagte, er würde mitkommen. Vilkas sah ihn an:
“Ihr müsst das nicht tun, ich weis wie sehr ihr euch vor diesen Tieren ekelt und sie euch erstarren lassen. Ich komme schon alleine klar damit.“ Ich werde euch da nicht alleine runter gehen lassen. Gemeinsam schaffen wir das schon.“
Vilkas war froh seinen Bruder bei sich zu haben. Sie machten sich dann auch sofort auf den Weg runter in die Ausgrabungsstätte. Die zerfallenen Räume ließen sie staunen. Weil sie sich alles gründlich anschauten kamen sie nur recht langsam vor sich. Der bereich hier unten war komplett verlassen, da sich die Arbeiter nicht mehr hierher trauten. Im unteren Bereich trafen sie zunächst auf drei kleinere Spinnen, die aber immer noch größer als ein Wolf waren. Farkas gelang es seine Phobie zu überwinden und so ging einer der Spinnen auf sein Konto. Im hinteren bereich, der durch dicke Spinnenweben versperrt war, die sie erst mal mit ihren Schwertern zerstören mussten trafen sie dann auf die Riesenspinne. Trotz der Größe war das Tier ungewöhnlich schnell und sie mussten sich vor den scharfen Klauen sehr in Acht nehmen. Als die Spinne damit Vilkas an seinem verbrannten Arm erwischte, schrie er kurz vor Schmerz auf. Das machte Farkas umso wütender und er schlug der Riesenspinne darum gleich wie der Beine mit einem einzigen Hieb ab. Dadurch wurde sie ihrer Beweglichkeit beraub und es gelang Vilkas dann ihr sein Schwert in den Rachen zu stoßen wodurch sie verendete. Farkas lief zu seinem Bruder um sich seine Wunde anzuschauen. Es sah schlimmer aus als es war. Glücklicherweise, waren die Klauen der Spinne nicht giftig gewesen. Farkas verband die blutende Wunde so gut es ging und dann begaben se sich zurück zu Calcelmo. Zwischen zeitlich war es auch schon Abend geworden. Calcelmo bedankte sich bei den Zwillingen und freute sich, das er seien Arbeiter wieder in die Ruinen schicken konnte. Er gab ihnen den Schlüssel für sein Museum, wo sie sich nach Herzenslust umschauen durften, wann immer sie wollten.
Den ganzen nächsten Tag verbrachte die Zwillinge im Museum, in der Hoffnung etwas zu finden, was ihnen beim entschlüsseln des Tagebuchs helfen würde. Aber wie zu erwarten war hatte Calcelmo diese Hilfsmittel wohl in seinem privaten bereich untergebracht, wo sie keinen Zugang zu hatten. Und einfach dort hineinspazieren war auch nicht drinnen. Im Museum waren schon alleine drei Wachen untergebracht, die sie daran hindern würden weiter zu gehen und sie bekamen mit, dass sich hinter der verschlossenen Tür noch mindestens ein duzend weitere befanden
Wenn doch nur Akkirah hier wäre. Dank ihrer Fähigkeiten die sie in der Diebesgilde erlernt hatte, würde es ihr bestimmt gelingen ungesehen and en Wachen vorbei zu kommen. Als er das dachte konnte er nur über sich selbst den Kopf schütteln. Sie war keine Diebin mehr und sollte so was auch nicht mehr machen. Das war nicht richtig. Aber ihm fiel einfach nichts Besseres ein. Aber war sie schon wieder soweit gesund um mit ihm herkommen zu können?
Am frühen Nachmittag verließen sie das Museum erst mal wieder und begaben sich zur Vindren Hall hoch. Die angeheuerten Leute hatten gute Arbeit geleistet. Alles sah ordentlich und sauber aus. Vilkas überlegte, wie man die Räume am Besten einrichten lassen könnte und holte sich auch gerne ab und an Rat bei Farkas. Vilkas erzählte Farkas dann auch gleich von seiner Überlegung Akkirah zu holen, damit sie versuchen sollte an die benötigten unterlagen heranzukommen. Auch Farkas gefiel diese Idee überhaupt nicht, aber er wusste leider auch keine bessere Lösung. Also stimmte er seinem Bruder letztendlich zu.
Als sie am frühen Abend zurück in den Gasthof kamen wartete der Kutscher schon auf Vilkas. Er übergab ihm den Brief von Akkirah. Vilkas teilte ihm dann gleich mit, das er morgen früh mit zurück nach Weislauf fahren würde. Dann nahm er den Brief und öffnete ihn.
„Mein liebster Vil
Ich vermisse euch fürchterlich und hoffe ihr kommt bald zurück. Ich liebe euch über alles.
Akki“
Farkas grinste als er die paar Zeilen sah und das strahlende Gesicht seines Bruders. “Ich dachte immer Frauen schreiben Romane.“
Am nächsten Morgen machte sich Vilkas alleine auf nach Weislauf. Farkas würde in Markath bleiben und dafür sorgen, dass wenn sein Bruder mit Akkirah zurückkam, das Haus bewohnbar war.

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Sonntag, 6. Mai 2012, 22:37

Einerseits verflogen die nächsten Tage wie im Flug, da sie durch das Training mit den anderen, die Übungsstunden mit Frogar und den Ausritten die sie, wann immer sie Zeit hatte machte beschäftigt war und keine Zeit zum Nachdenken hatte, die Nächte hingegen wollten für Akkirah kein Ende nehmen, da sie Vilkas so sehr vermisste. Am Morgen als, als die Kutsche wieder Richtung Markath aufgebrochen war, traf sie als sie zurück nach Jorrvaskr ging auf Acadia. Ihre Freundin freute sich sie zu sehen.
„ Wenn ich euch so sehe, schien es wohl doch falscher Alarm gewesen zu sein“, sagte sie unvermittelt zu Akkirah. Diese wurde plötzlich kreidebleich, so das Acadia im ersten Moment erschrocken zurückwich, doch dann wurde ihr klar, das was Schlimmes passiert sein musste. Sie nahm ihre Freundin in den Arm „Es tut mir leid. Ich war zu voreilig und hätte schweigen sollen.“ Akkirah fing in ihren Armen an zu weinen. Sie wollte es nicht aber es passierte einfach immer wieder, wenn sie an ihr verlorenes Kind denken musste. Nachdem sie sich wieder gefangen hatte erzählte sie Acadia was vorgefallen war. Acadia wusste nicht was sie sagen sollte. In solchen Situationen die richtigen Worte zu finden ist ja nie einfach. Dann fragte Akkirah plötzlich: „Kennt ihr ein Mittel, das dafür sorgt, das ich keine Kinder mehr bekomme? Ich möchte so was nie wieder durchmachen“
Acadia dachte nach. „Ich kenne da eine Kräutermischung, die man Täglich zu sich nehmen muß, damit so was nicht passiert. Wobei es trotzdem manchmal vorkommt, dass es nicht wirkt, was aber selten ist. Kommt mit in meinem laden und ich bereite euch etwas davon vor und schreibe euch für später das Rezept auf.“ Akkirah nickte dankbar und folgte ihr.
Dann war nach Akkirahs Berechnung endlich der Tag da, wo die Kutsche aus Markath wieder kommen müsste. Hoffentlich mit den Zwillingen. Den ganzen Nachmittag verbrachte sie bei den Ställen, um sie nicht zu verpassen, zuvor hatte sie ein paar Kleinigkeiten zu Essen gekauft und im Brisenheim gebracht, wo niemand sie beiden stören würde. Langsam brach die Dämmerung herein. Dann endlich sah sie die Kutsche ganz langsam angerollt kommen. Das Pferd vor der Kutsche lahmte etwas, was wohl der Grund für die Verspätung war. Akkirah konnte nicht abwarten bis die Kutsche endlich da war und lief ihr entgegen. Als Vilkas sie sah sprang er herab und beide fielen sich in die Arme. „Wie geht es euch, mein Herz? Seid ihr wohlauf? Ich habe euch vermisst.“
„Ich habe euch auch vermißt sagte sie nur“, und legte ihren Kopf ans eine Schulter.
Nach einer Weile löste sie sich von Vilkas. „Wo ist euer Bruder?“ fragte sie ängstlich.
„Macht euch keine Sorgen um Farkas, es geht ihm gut. Zu mindestens war das der Fall als ich ihn in Markath zurückgelassen habe. Ich erzähle es euch später. Jetzt sollten wir erst mal Heim gehen.“ Sie nickte und dann gingen sie hoch zu Stadt. Als sie beim Brisenheim vorbeikamen, zog ihn Akkirah zu dem Haus. „Ich würde lieber heute hier unten alleine mit euch verbringen.“ Er sah sie glücklich an und folgte ihr ins Haus. Dort nahm er sie einfach auf den Arm und trug sie nach oben ins Schlafzimmer. Als sie sich entkleideten sah Akkirah den verbrannten Arm von Vilkas. „Mein Liebster, das sieht ja schlimm aus“, sagte sie entsetzt. „Ich hole euch sofort eine Salbe und verbinde das.“
Er hielt sie zurück und zog sie zu sich aufs Bett, nahm sie in die Arme und küsste sie. „Das einzige was ich brauche seid ihr. Das ist besser als jegliche Medizin.“
Nachdem sie sich geliebt hatten legte Akkirah ihren Kopf auf seine Brust während er sie in dem Arm hielt. Nach einer Weile hob sie etwas den Kopf und sah in seine eisgrauen Augen „Warum habt ihr Farkas zurückgelassen? Was ist passiert? Habt ihr erfahren was ihr wissen wolltet?“
Er erzählte ihr, dass sie erst Tagelang au Calcelmo gewartet hatten und am Ende keinen Erfolg hatten, was die Beschaffung der Unterlagen für die Übersetzung anging. Und das sie in der Zeit wo sie auf Calcelmo gewartet hatten zwei kleine Aufträge des Jarls angenommen hatten, wobei er sich dann die Verbrennungen zugezogen hatte. Er erzählte ihr, von der Schönheit der Stadt und wie sie auf ihn gewirkt hatte, um zu sehen wie Akki darauf reagierte. Sie hörte ihm zu und nickte zustimmend als er von der Stadt sprach. Auch wenn sie selbst nur kurze Zeit dort war, hatte es ihr da auch gefallen.
Dann rückte Vilkas mit dem eigentlichen Problem raus. Sie brauchten jemanden der in Calcelmos Gemächer einbrach. Weder er noch Farkas würden das können. Auch sonst niemand bei den Gefährten, zumal er so was auch von keinem verlangen würde. Er hatte überlegt, ob möglicherweise jemand aus Rifton das übernehmen konnte, aber erstens kannte er dort niemanden und zweitens könnte es möglicherweise an Mercer heran gebracht werden und der war der letzte der etwas davon erfahren durfte.
„Ihr möchtet, dass ich den Einbruch begehe. Ihr hättet mich nicht zurücklassen sollen, sondern gleich mitnehmen, dann wäre das jetzt erledigt“, grinste sie.
Er sah sie an. „Ihr wart noch zu schwach für die Reise“, sagte er ganz leise, als wenn er Angst hätte, sie mit diesen Worten zu verletzten. Sie schmiegte sich an ihn. „Ihr habt ja Recht. Es war gut, dass ich hier geblieben bin. Zwischenzeitlich habe ich mich weitest gehend erholt so dass ich euch nun begleiten kann.“
Am nächsten morgen beim aufwachen spürte Akkirah, wie ihre Narbe pocherte. Vielleicht hätten sie heute Nacht doch etwas vorsichtiger miteinander umgehen sollen, dachte sie. Aber es war einfach zu schön gewesen Vilkas wieder bei sich zu haben. Vorsichtig ohne ihren Mann zu wecken, befreite sie sich aus seiner Umarmung und begab sich nach unten, wo sie ihre Salben und Tränke aufbewahrte. Sie nahm etwas von der Heilsalbe und schmierte sich damit ein. Dann ging sie wieder hoch um sich anzukleiden. Dabei wurde auch Vilkas wach.
„Ist es schon wieder so spät?“, fragte er schläfrig. „Ja mein Liebster. Und wir sollten wohl mal hoch nach Jorrvaskr gehe. Ich befürchte Aela könnte sich sonst doch sorgen machen und glauben ich wäre doch abgehauen um zu euch zu kommen.“
Vilkas seufzte. „Ihr habt Recht.“ Dann kleidete auch er sich an und sie gingen gemeinsam Arm in Arm hoch zur Methalle. Wie zu erwarten war, hatte Aela angefangen sich Sorgen um Akkirah zu machen. Allerdings hatte sie dann, als sie noch mal durch die Stadt ging, gesehen das aus dem Schornstein vom Brisenheim rauch aufstieg. Als sie oben ankamen war Tilma dabei das Frühstück vorzubereiten. Rhia und Torvar waren unterwegs und Athis war heute dran, sich um Frogar zu kümmern. Als Akkirah und Vilkas entraten stürmte der Junge sofort zu Vilkas. „Vilkas, ich lernen lesen und Schreiben, damit ich genauso ein guter Gefährte werde wie ihr und Farkas“, rief er freudestrahlend. Akkirah konnte sich ein grinsen nicht verkneifen. Während des Frühstücks musste Vilkas dem Jungen Geschichten erzählen. Es nützte auch nichts, das Aela und Akkirah immer wieder versuchten daran zu erinnern, dass man bei Essen eigentlich Schweigen sollte. Frogar meinte darauf nur, er rede doch nicht, das solle ja Vilkas tun. Nach dem Frühstück gelang es Athis den Jungen mit raus zu nehmen, wo er ihn im Einhandkampf unterrichten wollte. Nun hatten Aela, Akkirah und Vilkas ruhe um sich über das was die letzten 2 Wochen geschehen war zu unterhalten. Aela verstand es, das Akkirah mitgehen sollte, auch wenn sie der Meinung war, es wäre besser noch ein wenig länger zu warten bis sie vollkommen gesund war. Aber beide wollten nicht warten. Sie wollte Mercer Frey endlich zur Strecke bringen. Also machten sie sich nach dem Gespräch auf, ihre Sachen zusammen zupacken und nach Markath zu reiten. Mit er Kutsche, was Vilkas ja eigentlich wegen Akkirah vorgezogen hätte, würde es zu lange dauern, da sich das Pferd ja gestern auf dem letzten stück nach Weislauf einen Stein in den Huf getreten hatte und nun erst mal ein paar Tage ruhig stehen musste. Und ein Ersatzpferd war nicht so ohne weiteres zu bekommen du obendrein teuer.
Kurz vor Mittag saßen die beiden dann auf Adelante und ritten nach Markath. Unterwegs hatten sie keinerlei Probleme. Im Rorikstatt übernachteten sie im Gasthof und auf dem Rest der Strecke fanden sie etwas seitlich vom Weg unter einem Felsvorsprung einen guten Platz zum Schlafen. Als sie in Markath ankamen wurde es schon dunkel. Schnell versorgten sie gemeinsam Adelante bevor sich durch das riesige Stadttor hineingingen. Als sie vor dem Gasthof Standen bat Vilkas Akkirah stehen zubleiben. Er nahm ein Tuch aus der Tasche und band es ihr um die Augen. Sie wusste nicht was sie dazu sagen sollte. „Ich habe eine Überraschung für euch“, flüsterte er ihr ins Ohr und dann nahm er sie auf den Arm und trug sie hoch zu ihrem neuen zu Hause. Akki wusste nicht so recht was vor sich ging. Sie legte die Arme um Vilkas, weil sie Angst hatte zu fallen, denn sie merkte dass er einen Haufen Treppen nach oben ging. Dann merkte sie, das sie eine haus betraten und nach einigen Metern setzte er sie ab. Er nahm ihr das Tuch von den Augen und ließ sie sich umschauen. Sie stand in einem rieseigen Esszimmer, an der einen Wand standen mehre Bücherregale und es gingen von diesem Raum zwei kleiner ab, die sie sofort als Alchemielabor und Verzauberungswerkstatt wie in Rifton erkannte.
Vilkas beobachtete sie. Sie ging vorsichtig von einem Raum zum anderen, als hätte sie angst sie könne jemanden der dort war erschrecken. Aus dem kleinen Gästezimmer trat Farkas hervor. Sie fiel ihm vor Freude ihn wieder zu sehen um den Hals. Dann drehte sie sich zu Vilkas um. „Was bedeutet das?“
„Ich hoffe es gefällt euch, mein Herz. Das ist unser neues Heim in Markath, wenn es euch recht ist.“
„Es ist wundervoll, mein Liebster“, sie nahm ihn in die Arme und küsste ihn lange.
„Nun lasst uns erst mal essen“, meldete sich Farkas nach einiger Zeit. „Ich möchte nicht umsonst die ganze Zeit vorm Kochtopf und Bratspieß gestanden haben.“
Sie setzten sich alle drei an den Tisch und aßen dann erst mal gemütlich, bevor sie hinterher anfingen zu erzählen was die letzten Tage vorgefallen war. Als es zeit zum Schlafengehen wurde verabschiedete sich Farkas, sehr zum erstaunen von Vilkas. Er hatte vor heute nach unten im Gasthof zu schlafen. Sowohl Vilkas als auch Akkirah wollten ihn davon abhalten, aber er sagte nur, in der ersten Nacht im neuen heim sollten die Besitzer alleine sein Dann verschwand er ohne weitere Worte und ließ die beiden oben zurück.
„Und nun?“ fragte Akki.
„Hmmm… was haltet ihr davon, das neue Bett zu testen?“ Er nahm sie ohne eine Antwort abzuwartend auf den Arm und trug sie ins Schlafzimmer.

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Sonntag, 6. Mai 2012, 22:37

Ein neuer Tag war angebrochen. Akkirah seufzte. Warum musste die Nacht schon zu Ende sein, Sie überlegte, ob sie etwas geträumt hatte. Denn hieß es nicht, das was in der ersten Nacht in deinen Träumen passiert, wird wahr? Sie erinnerte sich da an nichts. Vilkas lag gleichmäßig atmend neben, oder eher teilweise unter ihr. Ihr Herzschlag hatte sich an den seinigen angepasst, oder war es umgekehrt? Sie beschloss liegen zu bleiben bis ihr Liebster auch wach wurde. Plötzlich schrak sie zusammen, und auch Vilkas schoss hoch. Jemand klopfte heftig an die Haustür. Vilkas ergriff noch im Halbschlaf sein Schwert und ging zur Tür.
„Wer ist da?“ fragte er etwas ungehalten. „Ich bin’s Bruder, und ich wollte euch das Frühstück bringen.“ „Kommt rein“. Farkas betrat das Haus und musste sich das Grinsen ziemlich verkneifen als er seinen Bruder vollkommen unbekleidet mit seinem großen Zweihänder in der Hand vor sich stehen sah. „Oh“, meinte Farkas nur, „Ich scheine etwas zu früh zu sein, dabei steht die Sonne schon hoch am Himmel.“ „Vilkas grummelte etwas Unverständliches und begab sich wieder ins Schlafzimmer, wo Akkirah im Bett saß und ihn anlächelte, als er den Raum betrat. Er beugte sich über sie und gab ihr einen Kuss. „Guten Morgen, mein Herz.“ „Das wünsche ich euch auch, mein Liebster“. Dann sprang sie aus dem Bett, kleidete sich an und ging in das große Esszimmer, wo sie Farkas begrüßte und sich bedankte, dass er ihnen Frühstück gebracht hatte. Als Vilkas sich auch dazugesellte, aßen sie erst mal gemütlich und besprachen dann ihren Plan für den Tag. Zunächst wollten alle drei gemeinsam das Museum besuchen. Da hatte Akkirah schon mal Gelegenheit sich etwas um zuschauen. Später wollten sie gemeinsam wieder gehen und während die Zwillinge die Wache ablenkten sollte Akkirah heimlich wieder das Museum betreten und sic von dort aus in die Privatgemächer von Calcelmo schleichen.
Als die drei das Museum betraten staunte Akkirah über die Funde, die hier überall ausgestellt wurden. Sie ließ sich Zeit damit sie zu betrachten und hätte dabei fast vergessen, was der eigentliche Grund für ihren Besuch war. Sie sah im hinteren bereich die große Tür, die zu den privat Gemächern des Forschers führte. Sie beobachtete die Wachen meist hielten sie sich im mittleren Bereich auf und ab und na gingen sie mal etwas auf und ab. Es sollte für Akkirah kein Problem sein, sich an ihnen vorbei zu schleichen und zu der Tür hinten zu gelangen. Danach würde sie schauen müssen, was zu tun sei. Sie gab den Zwillingen ein Zeichen das sie gehen wollte. Und so verließen sie gemeinsam das Museum.
Nun ging Akkirah vor Zum Ausgang der Festung während die Brüder die Wache in ein Gespräch verwickelten. Das nute Akkirah um wieder herbei zu schleichen und sich an der Wand entlang zum Eingang des Museums zu begeben. Mit Hilfe des Schlüssels den Vilkas von Calcelmo bekommen hatte betrat sie leise das Museum. Die wachen im inneren hatten nicht mitbekommen, das jemand eingetreten war. Vorsichtig schlich sie sich zunächst zu dem linken bereich wo eine vergitterte Tür zu einem weiteren Raum im Museum führte. Von dort aus ging sie dann an der wand entlang bis zu der Tür die ins Private Reich von Calcelmo führte. Die Tür konnte sie glücklicherweise mit dem Schlüssel der auch für da Museum gedacht war öffnen.
Nun sollte es schwerer werden. Sie hörte wie sich die Wachen laut darüber unterhielten, was in der Vorwoche einigen passiert war. Es schein wohl auf alle Fälle besser zu sein, keine Apparaturen, Hebel oder Ventile zu betätigen. Sie wartete eine Zeitlang bevor sie weiterging. Im nächsten bereich drehten zwei Wachen ihre Kreise. Sie passte zunächst einen günstigen Moment ab um in deren Rücken in einen Nebenraum schlüpfen zu können. Dann wartete sie wieder etwas, bevor sie sich zur nächsten Tür begab. Diese war unglücklicher weise verschlossen. Sie nahm ihre Dietriche zur Hand und hoffte die wachen würden lange genug auf ihrer Runde von ihr fernbleiben damit sie zeit hatte das verdammte Schloss zu knacken. Und sie hatte Glück. Flink schlüpfte sie durch die Tür und schloss diese sofort wieder. Erleichtert atmete sie auf. Bis hierhin war es geschafft.
Sie wusste nicht was noch alles vor ihr lag. Vorsichtig folgte sie erstmal dem Gang. Dann hörte sie erneut Wachen die sich unterhielten. Irgendwie schien es im unter ihr liegenden Bereich Giftwolken zu geben. Sie überlegte wie sie weiterkommen sollte. Der direkte Weg war von den Wachen versperrt. Da würde sie nicht vorbei kommen. Als blieb nur der Versuch unten Gang zu benutzten, egal was dort an Gefahren lauerte. Als sie unten ankam sah sie es. Der Gang vor ihr war von grünem giftigem Nebel verhangen. Sie sah einige Leichen auf dem Boden liegen, die von dem Zeugs erwischt wurden. Sie nahm ein Tuch aus ihrer Tasche und hielt es sich vor Mund und Nase, nachdem sie zuvor noch mal ordentlich durchgeatmet hatte. Dann durchquerte sie den Bereich im Laufschritt. Auf der anderen Seite angekommen musste sie erst mal kurz eine Pause einlegen, bevor sie weiter schlich. Sie spürte, dass sie noch lange nicht wider ihre volle Kondition hatte, und in gebückter Haltung durch lange Gänge und Räume schleichen war doch recht anstrengend. Leider hatte sie keine Pläne von dem Labor und den ganzen Nebenräume, so dass sie sich öfters in einer Sackgasse wieder fand. Nachdem sie zunächst die nächste Treppe hoch gegangen war musste sie wieder kurz halten um den patrouillierenden Wachen nicht vor die Füße zu laufen. Als die Luft rein war schlich sie weiter.
Im nächsten gang kam ihr eine Wache entgegen. Bei Talos, dachte sie, was nun? Es gelang ihr gerade noch rechtzeitig sich hinter einen kleinen Vorsprung zu verstecken, als die Wache auch schon neben ihr war. Sie hatte glück gehabt und wurde nicht entdeckt. Sie erreichte einen neuen Laborbereich, zu dem eine Treppe hinabführte. Drei Wachen waren dort unten. Hier würde es extrem schwer werden an denen vorbei zu kommen. Aus diesem Raum führten 2 Türen. Welche musste sie davon nutzen? Eine der beiden war mit einem Holzriegel von dieser Seite versperrt. Da wird es wohl nicht weitergehen dachte Akkirah sich und entschied sich für die andere Tür. Hoffentlich ging das gut. Sie wartete etwas um sich etwas zu verschnaufen. Als ihr Puls wieder ruhiger wurde, nahm sie die nächste Strecke in Angriff.
Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte sie es geschafft, unbemerkt an den Wachen vorbei zu kommen. Hinter der Tür befand sich ein Balkon von dem man eine herrliche Aussicht auf die Stadt hatte. Sie hätte hier Stunden stehen können um den Ausblick zu genießen. Aber sie musste weiter. Es wurde langsam dunkel und wer weiß wann Calcelmo zurückkommen würde. Sie ging weiter und erreichte die Gemächer von dem Forscher. Glücklicherweise befand sich niemand da so das sie offen herum gehen konnte. Wo sollte sie aber anfangen zu suchen. Sie begab sich die Treppe hoch und betrat das private Labor von Calcelmo. Überall lagen Schriftrollen herum. Sie sah sich die meisten Sachen an, konnte aber nichts damit anfangen. Dann sah eine große Steintafel. Die Schriftzeichen darauf kamen ihr bekannt vor… ob das das hilfsmittel war, das benötigt wurde? Wenn ja hätte sie nun ein großes Problem. Wie bitte sollte sie diesen Riesigen Stein hier unbemerkt wegbekommen. Abgesehen davon hätte sie ihn ja nicht mal anheben können. Vor Wut und ärger kamen ihr fast die Tränen. So weit war sie gekommen um nun daran zu scheitern, weil man diese Tafel nicht transportieren konnte? Nein, das konnte es nicht sein. Auch Gallus musste eine andere Möglichkeit gefunden haben, um die Informationen des Steins mitzunehmen ohne ihn zu bewegen. Dann plötzlich kam ihr eine Idee. Als Kinder hatten sie und ihr Bruder oftmals an langen Winterabenden Münzen unter ein Blatt Papier gelegt um mit Kohlestiften darüber bemalt und somit einen Abdruck der Münze auf dem Papier erhalten. Sie schnappte sich von einem der Tische kohle und mehrere Blätter Papier, das sie eines fand das groß genug war um über den ganzen Stein gelegt zu werden. Dann machte sie sich an die Arbeit Sie hatte das Gefühl die zeit würde rasen, während sie am Arbeiten war, aber dann hatte sie e geschafft. 4 Blätter hatte sie benötigt um die Schriftzeichen komplett auf das Papier zu bekommen. Sie rollte die Blätter vorsichtig zusammen und steckte sie in die Tasche und wollte sich aus dem Staub machen, als sie plötzlich Stimmen hörte.
Vier Männer betraten gerade die Gemächer. Scheinbar hatten sie irgendwas gehört und wollten sich nun umschauen. Einer von den Männern schien der Neffe von Calcelmo zu seine. Er gab den Wachen Anweisungen und verschwand dann wieder. Akkirah versteckte sich hinter dem Stein, wo man sie von unten nicht sehen konnte. Als zwei wachen hoch zum Labor gingen Sprang sie vorsichtig an einer Seite herab um zu einer neben gelegen Treppe zu kommen die auf einen Gang führte, der oberhalb der zurück gebliebenen Wache lag. Sie kauerte sich dort m schatten an die Wand und wartete einen Moment. Dann ging die Wache den anderen nach. Akkirah atmete auf. Vorsichtig sprang sie von ihrem Vorsprung herab und lief so schnell und leise sie konnte zum Ausgang, der sie zum Balkon führte. Zwischenzeitlich war es draußen dunkel geworden. Sie überlegte wie sie nun weiter vorgehen sollte. Wieder den Weg durch das Labor mit den ganzen wachen, die nun möglicherweise in Alarmbereitschaft waren? Oder versuchen vom Balkon zu springen und hoffen sie dabei nicht die Knochen zu brechen? Sie beschloss zunächst mal den Balkon näher zu untersuchen und siehe da, sie fand eine Lücke, die auf einen Vorsprung führte. Von da konnte man wenn man geschickt war am Felsen entlang nach unten klettern. Den Weg würde sie nehmen. Leiben abstürzen als den Wachen in die Hände fallen, dachte sie sich. Glücklicherweise schaffte sie es aber ohne Sturz nach unten. Sobald sie unten auf dem Weg war lief sie so schnell sie konnte zurück zu ihrem neuen Heim, wo Vilkas mit seinem Bruder ungeduldig warteten. Als sie das Haus betrat stürmte ihr Vilkas schon entgegen und nahm sie fest in die Arme. „Ich hatte solche Angst um euch, mein Herz.“ Akkirah schmiegte sich an ihn. Sie war so froh wieder bei ihm zu sein. Nach einer Weile löste sie sich aus der Umarmung und sagte zu den Brüdern. „Ich denke, ich habe die Informationen die wir haben wollten. Wir sollten gleich morgen nach Winterfeste aufbrechen.“
„Ich werde zurück nach Jorrvaskr gehen“, meinte Farkas darauf, „ich war schon viel zu lange weg von dort. Und irgendwer muß ja auch dort die Arbeit machen.“
„Er hat Recht“, sagte Vilkas und sah Akkirah an. „Es reicht wenn wir beide nach Winterfeste aufbrechen. Wir können zu Pferd, an der einen oder anderen Stelle abkürzen, als wenn wir mit einer Kutsche unterwegs wären. Zumal wir wenn wohl erst nach Einsamkeit oder Weislauf müssten und von dort aus weiter nach Winterfeste, was auch zusätzlich zeit kosten würde.“
Akki nickte und somit war es beschlossene Sache.

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Donnerstag, 17. Mai 2012, 17:16

Am folgenden Morgen verabschiedeten sich Vilkas und Akkirah von Farkas. Er würde die Kutsche nach Weislauf nehmen, während die beiden anderen auf Adelante nach Winterfeste über Einsamkeit reiten würden. Sie waren noch nicht allzu weit von Markath entfernt, als sie ein lautes Grollen oberhalb des Weges vernahmen. Ein Drache durchführ es Akkirah und auch Vilkas spannte sich an.
„Lasst uns absteigen und nach schauen“, sagte sie zu Vilkas und drehte sich dabei um. „Vielleicht gelingt es uns den Drachen aufzuspüren und haben Glück, das es sich nicht um einen Feuer speienden handelt.“
Vilkas nickte und sprang vom Pferd, Akkirah tat es ihm anschließend nach. Sie ließen Adelanten unten an der Strasse zurück, wo diese gemütlich anfing zu grasen. Mit gespannten Bögen kletterten die zwei im Schatten der Felsen vorsichtig nach oben. Dann sahen sie das riesige Tier auch schon. Und sie hatten tatsächlich Glück, es war ein Eisdrache, der gerade dabei war einen Bären zu jagen und sie bisher nicht bemerkt hatte. Fast gleichzeitig trafen ihre ersten Pfeile den Drachen unterhalb der Flügel. Überrascht und verärgert ließ der Drache von dem Bären ab und flog auf die beiden neuen angreifen zu. Sie teilten sich so dass der Drache sich für ein Ziel entscheiden musste. Aber auch während sie in Bewegung waren schickten die beiden einen Pfeil nach dem anderen ab und schwächten den Drachen.
Als der Drache seinen Eisatem auf Vilkas pustete sprang dieser hinter einen großen Felsen und bekam so gut wie nichts ab. Akkirah schoss weiterhin ein Pfeil nach dem nächsten ab. Dabei zielte sie nun auf die Flügel Auch sie hatte sich einen Platz zwischen Felsen gesucht, wo sie ein wenig Schutz vor dem Tier haben würde, wenn er sie angriff. Der rechte Flügel sah schon recht zerlöchert aus und war rot gefärbt vom Blut. Bald würde er sich nicht mehr in der Luft halten können.
Als der Drache nun auf Akkirah losging, kam Vilkas wieder hinter seinem Felsen hervor und beschoss den linken Flügen. Der Drache wurde immer wütender, er schwang sich so gut er konnte in die Luft und Wollte dann im Sturzflug auf Vilkas losgehen. Dummerweise hatte sich das Tier aufgrund der Verletzungen, die es bisher davongetragen hatte verschätzt und es kam zu einer Bruchlandung, die an einem Felsen endete. Vilkas zu seinen Zweihänder und griff den benommen Drachen von der Seite an. Akkirah, zu weit entfernt um auch im Nahkampf etwas ausrichten zu können attackierte den Drachen weiterhin mit Pfeilen bis er unter einem letzten gewaltigen Hieb von Vilkas sich einmal aufbäumte und dann tot zusammenbrach. Vilkas steckte schnell seinen Zweihänder weg und lief zu Akkirah. Er erreichte sie bevor sie zusammensackte und nahm sie fest in die Arme und wartete ab, bis sie sich wieder beruhigt hatte, nachdem sie die Seele des Drachen in sich aufgenommen hatte. Sie legte ihren Kopf an seine Schulter. „Was würde ich nur ohne euch machen“, flüsterte sie leise. Vilkas schwieg und streichelte ihr nun sanft übers Haar.
Nach einer weile lösten sie sich voneinander und Vilkas nahm Akkirah bei der Hand. „Wir sollten weitergehen, mein Herz.“ Sie nickte. Als sie sich umschaute um den Rückweg zu finden, sah Akki plötzlich etwas links unterhalb von ihrem jetzigen Standort, ein paar große Findlinge auf einer kleinen Plattform zwischen den beiden sich teilenden Armen eines kleinen Baches. Sie zog Vilkas dorthin, um zu schauen, was diese Steine zu bedeuten haben möchten. Als sie beide davor standen sahen sie die Zeichen die auf den in der Mitte stehenden Stein gezeichnet worden waren.
„Das muß sich um da Sternenbild der ‚Liebenden’ handeln, sagte Vilkas. Es gibt 13 solcher Steine in ganz Himmelsrand. Mein Zeichen ist das des Kriegers. Was ist mit euch? Welches ist euer Zeichen?“
Er ging auf den Stein zu und berührte ihn. nichts geschah. Akkirah dachte nach. Als sie damals mit Ralof aus Helgen geflohen war hatte sie den Stein der Diebe berührt.
„Ich befürchte ich stehe unter dem Zeichen des Diebes“, sagte sie irgendwie traurig.
Vilkas nahm ihre Hand und legte sie auf den Findling. Plötzlich fingen die gezeichneten Linien an zu glühen. Akkirah war erstaunt. Genau das war auch damals mit Ralof passiert. Vilkas lächelte: „Nun steht ihr nicht mehr unter dem Zeichen des Diebes sondern unter der Liebenden. Das passt viel besser zu euch, mein Herz.“ Er zog sie an sich und gab ihr einen Kuss. Sie blieben noch eine Weile am Stein stehen, bevor sie sich an den Abstieg machten.
Unten auf der Strasse angekommen stieß Akkirah einen Pfiff aus und kurz darauf kam Adelante angetrabt, und die beiden schwangen sich wieder in ihren Sattel und ritten weiter nach Einsamkeit. Sie hatten beschlossen bis Einsamkeit auf der Hauptstrasse zu bleiben, da sich auf den Seitenpfaden zu viel Gesindel rum trieb. Am Abend erreichten sie ohne großartige Zwischenfälle Drachenbrügge, wo sie übernachteten. Am nächsten morgen ging es dann weiter nach Einsamkeit, das sie am späten Nachmittag erreichten. In Einsamkeit versorgten sie sich mit neuen Pfeilen und Proviant, um dann man nächsten Morgen ihren Weg fortzusetzen.
Von Einsamkeit nach Winterfeste brauchten sie vier Tage. Der Weg war recht beschwerlich, trotzdem kamen sie recht gut durch. Die Nächte verbrachten sie meist unter irgendwelchen Felsvorsprüngen in dicke Felle gehüllt und eng aneinander gekuschelt. Mit Adelante hatten sie ja eine hervorragende Wächterin, so dass sie sich kaum Sorgen machen mussten. Auch Akkirahs Kondition war wieder fast vollkommen hergestellt. Ihre Narbe schmerzte zwar ab und an noch, Aber schien ansonsten keine Probleme mehr zu machen. Trotzdem kam ihr noch öfters in den Nächten, wenn sie in Vilkas Armen lag die Tränen, wenn sie an ihr Kind denken musste, die sie so gut es ging vor ihm zu verbergen zu versuchte. Dafür würde Mercer Frey büssen.
Als sie am späten Abend Winterfeste erreichten, brachten sie zunächst Adelante in den Stall und gingen dann in den Gasthof. Haran freute sich, das es Akkirah wieder so gut ging. Sie gab ihrem Mann die Anweisung den beiden sofort etwas zu essen und zu trinken zu bringen, während sie ein Zimmer fertig machen würden. Bevor sie sich setzten, fragte Vilkas aber erst mal ob Enthir da wäre. Dagur verneinte das, meinte aber im Keller würde eine Frau auf sie warten. Er würde aber seine Tochter hoch zur Akademie schicken, um Enthir holen zu lassen. Vilkas dankte ihm und dann machten er und Akkirah sich erst mal über das Essen her. Sie waren gerade fertig als Enthir den Gasthof betrat. Enthir begrüßte die beiden und bat sie dann ihm in den Keller zu folgen. Dagur schloss den Raum auf und sie konnten hinunter gehen.
Bei der Frau, die dort wartete handelte es sich um Karliah. Als sie Akkirah sah nahm sie sie in die Arme.
„Ich freue mich, dass es euch wieder gut geht.“
„Und ich möchte mich nochmals bei euch bedanken, dass ihr mir das Leben gerettet habt. Ohne euch wäre ich heute nicht hier“, antwortete Akkirah.
„Genug der Sentimentalitäten. Habt ihr gefunden was wir brauchen um das Tagebuch zu übersetzen?“ Enthir wirkte ungeduldig.
Akkirah zog vorsichtig eine mit Leder umwickelte Rolle hervor, in der sich die vier Blätter des Steinabriebs befanden und überreichte sie Enthir. Dieser breitete sie auf einem Tisch aus und staunte nicht schlecht.
„Ich hatte mir eigentlich ein Buch oder Notizen als Übersetzung vorgestellt, Aber das hier ist wirklich genial. Ihr scheint genauso schlau wie mein Freund Gallus zu sein, um auf eine solche Idee zu kommen“, nickte er anerkennend. „Lasst mir nun etwas Zeit damit ich es in ruhe übersetzen kann. Morgenfrüh sollte ich damit fertig sein.“
Karliah blieb bei Enthir, während Akkirah und Vilkas sich oben ihn ihr Zimmer begaben. Weder Vilkas noch Akkirah schliefen die Nacht besonders gut und als es dämmerte standen beide schweigend auf und begaben sich sofort hinab in den Keller. Enthir stand mit Karliah über das Buch gebeugt. Er hatte die Übersetzung direkt unter die jeweiligen Zeilen im Tagebuch geschrieben. Gallus hatte dort platz genug gelassen, als hätte er geahnt, das es mal notwendig wäre, die Übersetzung dort mit rein zubringen.
Enthir als nachdem alle da waren vor, was er Gallus geschrieben hatte. Demzufolge hatte der alte Gildenmeister schon lange den Verdacht, dass Mercer Frey etwas vorhatte, was nicht im Sinne der Gilde war. Aber da es mit Mord enden würde, hätte er sich wohl auch nicht träumen lassen. Nachdem Enthir fertig vorgelesen hatte, bat Karliah dem Wirt ihnen hier unten etwas zu essen zu bringen. Als dieser das brachte setzten sich alle und während sie am Essen waren besprachen sie ihr weiteres vorgehen. Enthir würde wieder hoch zur Akademie gehen, lud aber Akkirah und Vilkas ein ihn doch dort mal zu besuchen. „Man konnte ja nie genug lernen“, meiner er dabei.
Karliah, Akkirah und Vilkas würden zurück nach Rifton gehen. Karliah würde sich getrennt von den anderen beiden auf den Weg machen, weil niemand zu früh erfahren sollte, dass sie zusammengehörten. Karliah hatte sich in den letzten 2 Monaten häufig in Rifton herumgetrieben und war bis in die Diebesgilde vorgedrungen, wo man sie bisher nicht erkannt hatte. Allerdings war sie nur in der zersplitterten Flasche gewesen. Sie beschlossen sich dort in sechs Tagen am Mittag zu treffen.
Vilkas und Akkirah ritten bald los und am Abend des fünften Tages erreichten sie Rifton. Sie stellten das Pferd im Stall unter und nahmen die Hintertreppe um ins Haus zu kommen damit niemand sie sah. Sie aßen am Abend die Reste der zwei Kaninchen, die Akki erlegt hatte. Dazu etwas altes Brot. Sie wollten keine Feuer oder Licht machen. So verschwanden sie dann auch bald im Bett. Akkirah hatte fürchterliche Angst vor dem was am nächsten Tag passieren könnte. Sowohl die Mitglieder der Gilde könnten Ärger machen, als auch Vilkas, wenn er wieder mal wütend und eifersüchtig werden würde.
Als sie eng umschlungen im Bett lagen, sprach Akkirah an, was ihr Sorgen bereitete.
„Vil, mein Liebster, ich bitte euch, wenn wir morgen hinunter zur Diebesgilde gehen, bleibt ruhig, egal was die anderen, insbesondere Brynjolf, sagen oder tun. Ihr solltet wissen, das es für mich nur euch und sonst niemand anderen gibt und je geben wird.“ Sie küsste ihn.
„Ich verspreche es euch, mein Herz.“ Nach diesen Worten schlief sie halbwegs beruhigt in seinen Armen ein.
Am nächsten Morgen wachte Akkirah wie gewohnt früh auf und beschloss erst mal runter zu ihrem Pferd zu gehen und dann eine Runde schwimmen zu gehen. Vilkas brummelte leise vor sich hin, als sie sich aus seinem Armen löste und ihm einen Kuss gab, bevor sie sich anzog. Draußen war es recht neblig, würde aber sicherlich im laufe des Tages klarer werden und die sonne würde rauskommen. Sie ließ sich Zeit mit dem Füttern und Putzen von Adelante. Und als sie damit fertig war und zum See ging sah sie Vilkas oben auf der Terrasse stehen. Lächelnd winkte sie ihm zu. Als Vilkas sie sah winkte er zurück und kam dann auch schon runter gelaufen. Er trug nur eine Hose und Stiefel und hatte ein Handtuch dabei. So nahmen sie dann gemeinsam ein Bad, wobei sie wie die Kinder im Wasser umplanschten und sich gegenseitig versuchten unterzutauchen, bis sie irgendwann völlig erschöpft waren und sich am Ufer hinlegten. In der Zwischenzeit kam auch die Sonne langsam raus. Nachdem sie fast 2 Stunden unten am Ufer gelegen hatten, meldete sich der Hunger bei den beiden. Sie beschlossen in den Bienestich zu gehen und dort was zu essen. Um diese Zeit würde sich bestimmt niemand aus der Diebesgilde hier oben rum treiben.
Kurz vor Mittag machten sich Vilkas und Akkirah dann auf um hinunter zur Zersplitterten Flaschen zu gehen. Als sie den Rattenweg betraten nahm Vilkas Akkirah bei der Hand. Sie sah ihn lächelnd an, wobei er ihre Angst sehen konnte. Er selbst fühlte sich auch nicht sonderlich wohl. Was wenn Mercer da wäre. Würde er sich dann wirklich noch zurück halten können und nicht auf den Kerl losgehen? Nun, solange Akki an seiner Seite war und seine Hand hielt würde er es schaffen. Sie würde ihm die Kraft dazu geben.
Sie betraten die Zersplitterte Flasche. Komisch, Vex und Delwin waren gar nicht da, wo sie doch sonst meist streitend da saßen. Irgendwie wirkte es bedrückend ruhig in hier unten. Tornillia saß wie meist bei ihren Kisten, Vekkel wischte den Tresen ab an dem Heuler saß.
In einer der Nischen vor der Zersplitterten Flaschen wartete Karliah auf die Vilkas und Akkirah. Gemeinsam gingen sie weiter um zum Zisterne zu gehen. Akkirah war beunruhigt. Sie hatte erwartet, dass Heuler sofort auf sie zugestürmt kommen würde, um zu mindestens Vilkas dran zu hintern weiter zu gehen. Aber er blieb ruhig sitzen und beobachtete sie nur.
Akki hielt Vilkas Hand fester.
Dann betraten die drei die Zisterne. Karliah ging vor gefolgt von Akkirah und Vilkas. Vor sich sahen sie Brynjolf, Vex und Delwin, die alle bewaffnet waren und nicht gerade eine freundlichen Eindruck machten. Im Hintergrund war auch der Rest der Truppe zu sehen und auch diese waren in Alarmbereitschaft.
„Karliah, ihr wagt es euch hier blicken zu lassen?“ Die Stimme von Brynjolf klang eisig. „Nach allem was ihr getan habt? Und ihr, Mädchen, seid an ihrer Seite? An der Seite einer Verräterin und Mörderin? Dafür sollte ich euch auf der Stelle die Kehle durchschneiden. Ihr könnt von Glück reden das Mercer nicht anwesend ist, denn der hätte es ohne zu zögern sofort getan.“
Akkirah trat vor. Vilkas blieb hinter ihr stehen und beobachtete jede Bewegung der anderen.
„Karliah ist unschuldig. Sie hat Gallus niemals was angetan. Es war Mercer der das getan hat.“
„Ach ja?“, Brynjolf lachte höhnisch. „Das hat sie euch versucht weis zu machen? Habt ihr Beweise dafür? Mercer hat uns erzählt als er zurückkam, dass sie euch mit einem Pfeil erschossen hatte. Er sah euch am Boden reglos liegen und konnte euch nicht mehr helfen. Dann musste er selbst fliehen um nicht von einem weiteren Pfeil erwischt zu werden.“
Akkirah zitterte vor Wut als sie das hörte und Vilkas musste sich arg zusammenreisen um ruhig zu bleiben. Karliah stand da und sagte kein Wort. Sie nickte Akki nur zu, damit diese das Tagebuch von Gallus aus ihrer Tasche nahm.
„Wie haben hier den beweis, das Mercer nicht der ist, der er vorzugeben tat. Das ist das Tagebuch von Gallus. Er hatte es in einer alten Sprache geschrieben und wir haben es übersetzen lassen, was einiges an Zeit gekostet hat, so das wir erst jetzt damit kommen konnten.“ Ihre Stimme zitterte bei den Worten, während sie das Buch aus der Tasche holte und es Brynjolf übergab.
Der Gilden zweite nahm das Buch und begann darin zu lesen. Als er geendet hatte war er blas geworden.
„Ihr denkt, das wir euch das Glauben? Die Schrift von Gallus ist seine, das erkenne ich, aber bei der Übersetzung kann man ja wohl das geschrieben haben, was einem gerade in den Kam passte. Wir werden warten bis Mercer wieder da ist und sehen was er zu den Beschuldigungen sagt.“
Akkirah wusste nicht mehr was sie sagen sollte. Sie hatten alles getan um den Beweis von Karliahs Unschuld zu Überbringen und aufzuzeigen, das Mercer der Mörder war und niemand wollte ihnen glauben. Völlig außer sich ging Akkirah auf die drei Gildenoberen zu. Vilkas blieb zurück und auch Karliah rührte sich nicht von der Stelle.
„Was wollt ihr noch an Beweisen haben?“ Sie öffnete die Verschlüsse ihrer Rüstung und legte sie ab. Dann hob sie ihr Unterhemd und zeigte den Gegenüberstehenden die immer noch recht frische Narbe.
„Das war das Schwert von Mercer Frey. Ihr alle kennt dieses verfluchte verzauberte Teil.“ Sie war den Tränen nahe. „ Nicht Karliah hat versucht uns zu töten sondern Mercer war es, was ihm nicht ganz gelungen ist. Nur mein ungeborenes Kind hat das Schwein erwischt.“ Als ihr diese Worte über die Lippen kamen erschrak sie. Vilkas sollte es doch nicht erfahren. Sie brach weinend zusammen. Vilkas war sofort bei ihr und nahm sie in die Arme und hielt sie fest an sich gedrückt.
„Wollt ihr wirklich noch mehr Beweise haben?“ Fragte er extrem ruhig aber mit eisiger Stimme.
Brynjolf wusste nicht was er sagen sollte. Er glaubte Akkirah. So eine Verletzung täuschte man nicht vor. „Vex, Del folgt mir.“ Er ging hinüber zur anderen Seite der Zisterne wo die mit einem ganz besonderen schloss gesicherte Schatzkammer der Gilde zu finden war.
Die beiden sowie Karliah folgten Brynjolf. „Del, öffne mit deinem Schlüssel die Tür“ befahl er. Delwin tat wie ihm geheißen und steckte den Schlüssel ins Schloss. Nichts tat sich. „Sie bleibt verschlossen Bryn, wie es sein soll.“ Das schloss war so gearbeitet, das es sich nur mit zwei schlüsseln gleichzeitig öffnen ließ und es gab insgesamt nur drei Stück davon, die im besitzt von Mercer, Brynjolf und Delwin waren. Und keine Möglichkeit Nachschlüssel machen zu lassen. Nun trat Brynjolf vor und nahm seinen Schlüssel und benutzte ihn. Jetzt sprang die Tür geräuschlos auf. Und als die vier die Schatzkammer betraten machte sich Entsetzten auf ihren Gesichtern breit. Die Truhen standen geöffnet und leer vor ihnen. Alles was sie im Laufe der Jahre angesammelt hatten war fort.
Brynjolf kochte vor Wut. „Wenn ich den Kerl erwische…“Del und Vex wussten nicht was sie sagen sollten. Auch Karliah war erschüttert. Nachdem er ein paar Mal tief Luft geholt hatte, sagte Brynjolf zu Vex. „Wir müssen in sein Haus und schauen, ob wir dort irgendwelchen Hinwiese auf seine weiteren Pläne finden.“ „Ich werde schauen, dass ich eine Möglichkeit finde da rein zu kommen, Bryn“, antwortet Vex.
„NEIN!“ keiner hatte mitbekommen, das Akkirah und Vilkas sich zu ihnen gesellt hatten. „Ich werde da reingehen, bzw. wir.“ Akki sah Vilkas, der seinen Arm um sie gelegt hatte, an. Er nickte.
„Tut mir Leid, Mädchen, das kann ich nicht zulassen. Es ist zu gefährlich und ihr habt schon genug durchgemacht“, er sah sie traurig an. Dann wandte sich sein Blick zu Vilkas. „Ihr müsst sie davon abhalten.“
„Nein“, sagte Vilkas, „Akki und ich werden da gemeinsam reingehen und die Informationen beschaffen und niemand wird uns davon abhalten.“
„Gut, dann soll es so sein.“

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Donnerstag, 17. Mai 2012, 17:16

Auch wenn die Entscheidung gefallen war das Vilkas und Akkirah sich Zugang zu Mercer Freys Haus verschaffen würden, war Brynjolf nicht sonderlich glücklich darüber. Das Akkirah die Beste war, wollte Bryn nicht abstreiten. Aber das sie so blass war, wie sie nun im Arm von Vilkas vor ihm stand, bereitete ihm Sorgen. Und er musste dringend etwas mit ihrem Mann klären.
„Darf ich euch kurz sprechen?“ Er sah Vilkas an, der etwas erstaunt über dieses Ansinnen war.
„Was wollt ihr?“ kam es unfreundlich und gepresst aus Vilkas heraus. Da Vilkas seien rechten Arm um sie gelegt hatte, konnte Akkirah seine Hand nicht greifen, also legte sie vorsichtig ihre rechte Hand auf seinen Bauch. Er verstand was sie damit sagen wollte und bemühte sich ruhig zu bleiben.
„Ich möchte mich für mein Verhalten von unserem ersten Treffen entschuldigen. Ich hätte euch nicht so… ähm… links liegen lassen sollen. Da wir nun, wenn auch sicherlich nicht ganz freiwillig, zusammenarbeiten, sollten wir schon um des Mädchens wegen unsere gegenseitige Abneigung ablegen und versuchen freundschaftlich miteinander umzugehen.“ Brynjolf streckte seine Hand nach Vilkas aus. „Also, ich bin Bryn.“
Vilkas zögerte etwas. Er wusste nicht was er davon halten sollte. Er spürte das Akkirah sich vorsichtig zur Seite bewegte, damit er sie losließ. Dabei gab sie ihm aber einen Kuss auf die Wange und sah ihn bittend an. Vilkas nickte ihr zu und reichte seine Hand Brynjolf. „Vilkas“, sagte er und Akki lächelte ihn dabei an.
„Nachdem wir das also geklärt haben, sollten wir besprechen, wie ihr in das Haus von diesem Mistkerl gelangen können“, Brynjolf drehte sich zu Vex um. „Vex, komme bitte mit uns in die zersplitterte Flasche. Bei einem Met redet es sich leichter.“
Brynjolf ging vor und Vex, Vilkas und Akkirah folgten ihm. Sie setzten sich an einen der Tische und baten Vekkel ihnen etwas zu trinken zu bringen. Nachdem alle ihren Met vor sich stehen hatten, fing Brynjolf an zu reden.
„Ich war ein paar Mal gemeinsam mit Mercer in seinem Haus. Dabei sind wir allerdings immer durch den Vordereingang rein gegangen. Ich konnte da aber sehen, dass er von innen zusätzliche Holzriegel an den Türen hatte, die er wohl nutzt, wenn er nicht im Hause ist. Im hause selbst hatte er meist auch noch 2-4 Leute, die aufgepasst haben. Ich habe sie nie gesehen, da sie sich, wenn Mercer mit Besuch kam wohl in die unteren Räume zurückgezogen haben. Er hatte mir etwas zu seinem Notein- bzw. Ausgang erzählt. Es ist eine Rampe, die man vom Gartentor aus, mit einem Pfeil lösen kann, indem man auf den darunter liegenden Mechanismus schießt. Ich halte das für den besten Weg um ins Haus zu gelangen. Allerdings hat er da einen scharfen Wachhund. Zu dem kann sich Vex bestimmt näher äußern.“
Vilkas und Akkirah hatten aufmerksam zugehört.
„Nun ja, was soll ich großartig zu dem Kerl sagen. In einigen Punkten hatten wir recht ähnliche Ansichten, aber letztendlich ist doch lieber jeder von uns seiner eigenen Wege gegangen. Vald hat Schulden bei Maven Schwarzdorn, die er dadurch tilgt, das er umsonst für Mercer arbeitet. Was er genau angestellt hat, weiß ich auch nicht und will es auch nicht wissen. Dazu müsst ihr schon mit Maven sprechen. Möglicherweise kann man ihn dadurch dazu bewegen nicht hinzuschauen oder zu verschwinden, indem man die Schulden von ihm übernimmt. Da ihr aber zu zweit seid, sollte es auch kein Problem sein ihn einfach zu töten. Ich würde dem Kerl keine Träne nachweinen.“
„Ich würde es lieber sehen, wenn wir so wenig Aufmerksamkeit wie möglich erregen und auch so wenig Tote wie möglich hinterlassen.“ Vilkas sah Akkirah an. „Stimmt ihr mir da zu, mein Herz?“ Sie legte ihre Hand auf seine und nickte.
„Ja, ich bin dafür zunächst mit Maven zu sprechen“, antwortete sie.
„Solltet ihr irgendwas benötigen, kommt zu uns. Ihr wisst, das wir eine gute ausgestattete Kammer mit Hilfsmitteln haben“, meinte darauf hin Brynjolf.
Akkirah nickte nur. „Ich denke wir haben alles Notwendige.“ Dann trank sie ihren Met aus und Vilkas tat es ihr nach.
„Wir sollten uns wieder nach oben begeben und versuchen Maven heute noch zu treffen. Je eher wir die Informationen bekommen, desto schneller können wir uns auf die Suche begeben.“ „Ich stimme Vil zu“, Akkirah stand auf. „Wir sollten nun gehen.“ Auch Vilkas erhob sich. Nachdem sie ein paar Schritte Richtung Rattenweg gemacht hatten, rief Brynjolf ihnen hinterher.
„Vilkas, passt gut auf euer Mädchen auf. Ich möchte nicht dass ihr etwas passiert.“ Er sah ernst und besorgt aus. Vilkas drehte sich um und grinste nur schief und nickte dabei. Dann verließen sie die zersplitterte Flasche und begaben sich nach oben in die Stadt. Als sie den Rattenweg verlassen hatten und an den Kanälen standen fiel Akkirah Vilkas um den Hals.
„Ihr wart großartig, mein Liebster.“ Dann küsste sie ihn. Er legte seien Arme um sie und erwiderte den Kuss ohne Worte. So standen sie einige Zeit im Schatten, bis sie Schritte hörten die näher kamen. Eine Wache auf Patrouille. Sie lösten sich voneinander und Vilkas griff ihre Hand und sie gingen die Treppe nach oben.
„Wo glaubt ihr, werden wir Maven jetzt finden, mein Herz?“
Akkirah überlegte bevor sie antwortete. „Entweder im Bienenstich oder zu Hause. Wir sollten im Bienenstich anfangen“
Vilkas nahm Akkirah bei der Hand und so gingen sie in den Bienenstich, der gut gefüllt war. Von Maven war aber nichts zu sehen. Also verließen sie den Gasthof wieder und gingen zurück zur Schwarzdorn Residenz auf der anderen Seite des Kanals. Maven war mit ihrem Mann und Ihrer Tochter gerade am Essen, als sie eintraten und war über den Besuch recht ungehalten, wie es eh immer ihre Art war.
Ohne lange Umschweife erkundigte sich Akkirah nach den Schulden von Vald. Maven erzählte ihnen, das Vald etwas, das sie in der Akademie von Winterfeste bestellt hatte, abholen sollte. Dummerweise ist er aber anschließend mit seinem Boot auf Felsen aufgelaufen und das Boot sowie der Gegenstand sanken auf den Grund des Sees. Vald war nicht in der Lage die Stelle wieder zu finden wo das Boot untergegangen war. Er erinnerte sich nur, dass es nahe der kleinen Inseln bei Gut Goldenglanz war. Akkirah bedankte sich für die Auskunft und verließ dann schleunigst mit Vilkas das Haus.
Bevor sie selbst zu ihrem Haus gingen kauften sie noch ein paar Sachen für das Abendessen ein und gingen dann auch heim. Da es dämmerte brachte es nichts mehr sich heute auf die Suche nach dem Gegenstand zu machen. Und auch die Rückseite des Hauses von Mercer anzuschauen um den Mechanismus etwas genauer zu untersuchen wäre zwecklos im Dunkeln.
Im Honigkeim angekommen legten sie ihre Einkäufe auf den Tisch und beschlossen ihre Rüstungen abzulegen und sich bequemere Sachen anzuziehen. Dabei setzte sich jeder auf seine Seite vom Bett. Akkirah war schnelle und als sie sich zu Vilkas umdrehte, wollte er sich gerade eine Hose anziehen. Sie konnte es sich nicht verkneifen sich von hinten an ihn ran zu schleichen, um ihn in den Nacken zu küssen Dummerweise verriet sie ein Schatten und plötzlich lag sie auf dem Rücken und er saß über ihr. Kaum hatte er das getan, erschrak er über sich selbst. Akkirah könnte das als bösartigen Übergriff ansehen, so wie es ihr Exmann wohl getan haben mochte. Er sah ihr Angstvoll in die Augen, bereit sofort zur Seite zu rutschen und sie freizugeben, wenn sie es wollte. Aber er sah in ihren bernsteinfarbenen Augen das selbe verlangen, das auch er empfand und so zog er ihr vorsichtig das Gewand, das sie gerade angelegt hatte wieder aus und beide gaben sich ihrer Lust hin und vergaßen dabei alles um sich herum.
Später standen sie wieder auf, da sie Hunger verspürten. Schließlich hatten sie seit dem Morgen nichts mehr gegessen. Akkirah überließ Vilkas die Herrschaft über die Töpfe und den Bratspieß und deckte selbst den Tisch und sah dann ihrem Mann zu wie er das Essen zubereitete. Dabei unter hielten sie sich über die Ereignisse des heutigen Tages und das was sie dabei empfunden hatten, was während des Essens noch weiterging. Akkirah war froh, das Vil nun wusste, dass sie ihr Kind verloren hatte, bzw. dass es ihm, seit er sie im Schneeschleierrefugium gefunden hatte, bekannt war. Sie gab ihm ihr Wort, beim nächsten Mal ihm sofort Bescheid zu geben, wobei sie auch gleich sagte, das sie vorerst kein Kind haben wollte und sich deshalb etwas von Acadia hatte geben lassen. Vilkas verstand das und würde mit drauf achten das sie ihre Kräuter jeden Morgen nahm. Nach dem Essen lief Akkirah schnell zum See runter um das Geschirr abzuwaschen. Vilkas blieb oben auf der Terrasse auf der Bank, die sie sich dort hatten hinstellen lassen. Die Sterne am Himmel leuchten hell und klar, die Monde waren nicht zu sehen, da sie hinter dem Haus waren.
Als Akki wieder hoch kam brachte sie das Geschirr schnell rein und ging dann wieder raus zu Vilkas und setzte sich neben ihn und legte den Kopf an seine Schulter. Er wirkte plötzlich so ernst und nachdenklich wie er da so da saß.
„Worüber denkt ihr nach, mein Liebster?“
„Brynjolf…. Empfindet ihr irgendwas für ihn? Er wirkte so, als hättet ihr ihm mal gehört.“
Akkirah setzte sich auf und sah Vilkas tief in seine eisgrauen Augen.
„Er ist ein Freund für mich. Nicht mehr und nicht weniger, genau wie der Grossteil der anderen, die zur Diebesgilde gehören. Er hat mir geholfen, als ich vor dem Nichts stand und hat mir eine neue Familie gegeben. Vielleicht wäre es anders gelaufen, wäre ich nicht nach Weislauf geschickt worden, wo ich mich dann entschloss, den Gefährten beizutreten und ich euch kennen gelernt habe. Wohlmöglich wäre ich dann heute an seiner Seite, sofern mich Mercer nicht um die Ecke gebracht hätte, denn ich hatte für diesen Kerl nie was über. Aber es kam anders und ich bin nur mehr als Glücklich, wenn ich nur bei euch sein kann.“ Sie legte ihre Arme um ihn und küsste ihn. Er erwiderte ihr Umarmung und den Kuss und hielt sie einfach nur ganz fest.
„Ich wünschte ich könnte etwas gegen meine Eifersucht tun“, seufzte er einige Zeit später.
„Ihr werdet es lernen damit umzugehen. Das heute war doch schon ein guter Anfang.“
Sie saßen noch lange draußen, bis Vilkas merkte, wie Akkirah eine Gänsehaut von der nächtliche Kühle bekam und beschloss, das es besser wäre den Rest der Nacht doch lieber im warmen bett zu verbringen.
Am nächsten Morgen war diesmal Vilkas vor Akkirah wach. Er fuhr ihr sanft durch die Haare, wovon sie erwachte. Sie sah ihn lächelnd an und dann standen beide auf. Vilkas kümmerte sich um das Frühstück, während Akkirah schnell runter zum Stall lief, um nach Adelante zu sehen. Nach dem Frühstück, das die beide wieder auf der Terrasse einnahmen, nahmen sie das Ruderboot und fuhren damit zu den kleinen Inseln Nahe von Gut Goldenglanz. Sie ließen den Anker zu Wasser und begannen den unter Wasser nach dem versunkenen Bot zu suchen. Nach vier Stunden, als sie schon recht erschöpft waren und fast aufgeben wollten, fanden sie was sie suchten. Zwischen den Wasserpflanze und Algen lagen die Überreste einen kleinen Bootes und dazwischen lag halb im Sand versunken eine kleine Schatulle. Vilkas hatte sie gefunden. Als er sie in ihr Boot gebracht hatten, versuchte Akkirah sie vorsichtig zu öffnen. Die Schatulle hatte die zeit im Wasser gut überdauert und der Inhalt ist trocken geblieben, weil das Teil so gut abgedichtet war. Sie fanden eine merkwürdig aussehende Schreibfeder darin und beide spürten, dass irgendwas Magisches von dieser Feder ausging. Sie legten sie zurück in die Schatulle und ruderten abwechselnd zurück zu ihrem Haus. Nachdem sie eine Kleinigkeit gegessen hatten gingen sie sofort zu Maven Schwarzdorn. Diese bedankte sich, auf ihre unfreundliche Art, bei den beiden und schrieb dann eine Zettel, aus dem hervorging, das Vald von seinen Schulden befreit war.
Mit dem Schriftstück in der Tasche machten sich Vilkas und Akkirah auf zu dem Anwesen von Mercer Frey. Sie gingen zum Tor des Gartens auf der Rückseite des Hauses, wo Vald seine Runden drehte.
„Hey, Vald, ich möchte mit euch reden“, Vilkas schaute sich den Kerl genauer an. Vald war wie die meisten Schlägertypen größter und kräftiger gebaut als Vilkas. Akkirah hielt sich im Hintergrund. Vald kam naher und warf einen geringschätzigen Blick auf Vilkas.
„Was wollt ich von mir? Ich habe weder Zeit noch Lust mich mit irgendwelchen daher gelaufen Leuten zu unterhalten. Als sprecht schnell oder verschwindet wieder.“
„Ich glaube ich habe etwas, was ihr gut gebrauchen könntet. Einen Brief der euch eure Freiheit zurückgibt.“
„Woher habt ihr das? Egal… damit bin ich frei und kann endlich aus diesem Kaff verschwinden. Hier nehmt den Schlüssel und grüßt Mercer von mir.“ Er lachte dreckig als er Vilkas den Schlüssel zuwarf und sich so schnell er konnte aus dem Staub machte.
Akkirah lächelte Vilkas zu. Er nahm den Schlüssel vom Boden auf und ging damit zum Hintereingang. Der Schlüssel öffnete zwar das Schloss, aber die Tür blieb geschlossen. Sie war zusätzlich, wie Brynjolf gesagt hatte von innen verriegelt. Also ging Akkirah zurück zur mauer und sah sich die hochgeklappte Rampe an und suchte nach dem Auslöser. Als sie ihn unterhalb der Rampe sah nahm sie ihren bogen und löste den Mechanismus mit einem Pfeil aus und die Rampe fiel herab. Glücklicherweise hatte Mercer Dämpfer einbauen lassen, so dass sie kaum Lärm verursachte
Vilkas und Akkirah schauten sich vorsichtig um, bevor sie hinauf gingen. Die Stadtwachen mussten sie ja nicht bei ihrem Vorhaben beobachten. So gelangten sie in das Obergeschoß des Anwesens. Oben trafen sie auf eine Wache, die sie nicht bemerkte. Akkirah hatte einen Knüppel dabei, mit der sie die Frau, die nicht bemerkte wie Akki heranschlich, niederschlug. Vilkas fesselte und knebelte sie so, das sie einige Zeit nach dem Aufwachen brauchen würde um sich zu befreien. Sie trafen noch auf zwei weitere Wachen die Akkirah auf die gleiche Art ausschaltete und Vilkas anschließend verpackte. In einem Raum entdeckten die beiden dann einen Ring, der beim ziehen eine geheime Wand in einem Schrank öffnete. Vorsichtig begaben sich beide in den dahinter liegenden Geheimgang, der in den Keller des Hauses führte. Akkirah übernahm die Führung. Sie hatte das bessere Auge für Fallen und versteckte Mechanismen.
Sie kamen nur langsam vorwärts. Mercer hatte sich wirklich jede erdenkliche Mühe gemacht unerwünschte Besucher fernzuhalten. In einem Raum war der ganze Boden mit Platten bedeckt, die sobald man drauf trat Feuerfontänen aufsteigen ließ, die einem gut einheizen konnten. Leider hatten sie Akkirahs gute Tinktur und salbe nicht dabei. Also mussten sie sich was anderes einfallen lassen. Ein schmaler Absatz führte um den Raum zur anderen Seite.
„Ich befürchte wir müssen darauf am Rande lang balancieren um zur anderen Seite zu gelangen. Ich sehe im Moment keine andere Chance. Ich werde vorgehen. Möglicherweise kann ich auf der anderen Seite die Platten deaktivieren. Wartet bitte solange hier.“
„Seit vorsichtig, mein Herz.“
Sie nickte und machte sich dann auf den Weg zur anderen Seite. Es war nicht einfach und mehrfach war sie nahe dran das Gleichgewicht zu verlieren, aber sie schaffte es trotzdem. Auf der anderen Seite fand sie tatsächlich einen Schalter. Mit Hilfe eines langen Stabs, den sie in einer Ecke fand testete sie die Druckplatten und als sich nichts tat, bat sie Vilkas vorsichtig rüber zukommen. Beim nächsten Hindernis mussten beide schnell sein um nicht unter die gewaltigen Messer zu geraten. Das war für beide eine recht leichte Übung. Dann fanden sie den Raum, wo Mercer einen Teils einer beute untergebracht hatte. und auf dem Schreibtisch fanden sie eine Notiz die aussagte, was er als nächste tun würde. Des Weiteren stand dort auch, was er getan hatte.
„Wenn das man keine Falle ist“ dachte Vilkas laut. Akkirah nickte.
„Aber egal, wir müssen das den anderen zeigen.“
Sie folgten dem Gang weiter. Und plötzlich wusste Akkirah wo sie waren. In den Gewölben des Rattenwegs. Am Ende kamen sie in der Zersplitterten Flasche heraus.
Sie begrüßten den überraschten Vekkel und gingen ohne weitere Worte sofort in die Zisterne.
Brynjolf stand am Tisch, wo sich sonst Mercer immer aufgehalten hatte und grübelte über die Geschäfts-Bücher.
„Wir haben die Informationen, wo sich Mercer aufhält“, sagte Akkirah als sie sich dem Tisch näherten.
„Ich wusste, dass ihr es schaffen würdet.“ Er lächelte sie an, und danach nickte er Vilkas freundlich zur Begrüßung zu. Dieser erwiderte den Gruß.
Brynjolf nahm ihr die Notiz ab und lass sie durch. Wir sollten mit Karliah das weitere Vorgehen besprechen.
Akkirah fasste Vilkas bei der Hand und beide nickten zustimmend.

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Donnerstag, 17. Mai 2012, 17:17

Brynjolf, Akkirah und Vilkas fanden Karliah im Trainingsraum, wo sie alleine mit ihrem Bogen übte.
„Karliah, das Mädchen hat etwas im Hause von Mercer gefunden.“ Karliah drehte sich zu ihnen um. „Lasst sehen“, sagte sie. Sie lass die Notizen und wurde bleich. „Nein, das kann nicht sein. Das kann er nicht getan haben.“ Sie stockte kurze. „Damit erklärt sich aber, warum es mit der Gilde bergab gegangen ist“, sagte sie dann traurig.
„Was hat Mercer getan?“ fragte Brynjolf. Auch Akkirah du Vilkas sahen sie fragend an.
„ Er hat etwas aus dem Dämmergrab gestohlen. Dabei hatte er geschworen, das Grab mit seinem Leben zu verteidigen.“
„Dämmergrab? Was ist an dem Grab so besonderes? Das sagt mir irgendwie überhaupt nichts“, konnte man Vilkas vernehmen.
„Ich bitte euch, mir an einen anderen Ort darüber reden.“ Karliah war nachdenklich. „Und eigentlich sollten nur Akkirah und Brynjolf mir dorthin folgen, da sie Mitglieder der Diebesbande sind.“
„NEIN! Ich werde an ihrer Seite bleiben, ob es euch passt oder nicht.“ Er sah seine Frau an und sie nickte ihm zu. „Und ich werde nirgends ohne Vil hingehen.“
„Das habe ich befürchtet. Nun gut, dann werdet ihr gemeinsam mitkommen. Es gibt Nahe dem südlichen Tore einen kleinen Pfad der in die Berge führt. Folgt diesem bitte und wir treffen uns an einem großen Stein. Es ist besser wir werden nicht gemeinsam gesehen. Und bitte vertraut mir. Ich habe nichts Böses im Sinn. Ich will nur das Mercer seiner gerechten Strafe zugeführt wird. Was ist mit euch Bryn? Ihr sagt gar nichts?“
„Ich weiß nicht um was es geht und daher kann ich auch nichts sagen. Ich hoffe nur ihr habt eine anständige Erklärung für das was ihr vorhabt.“
„Die habe ich. Wir treffen uns in ca. 3 Stunden an dem Felsen.“
Vilkas nahm Akkirah in den Arm und gemeinsam verließen sie die Zisterne und gingen zum Rattenweg. Beide waren schweigsam und denn sie wussten nicht, was sie von dem Ganzen halten sollten.
Als sie das Nordtor der Stadt passiert hatten, sagte Akkirah. „Ich bin froh euch an meine Seite zu haben, mein Liebster. Ich weiß das Karliah nichts vorhat, was uns Schaden würde, aber ich fühle mich trotzdem unwohl.“ „Ich werde euch nicht verlassen und an eurer Seite bleiben, egal was kommt.“ Er versuchte beruhigend zu lächeln, was ihm aber nicht so recht gelang. Dann gingen sie langsam weiter. Am verabredeten ort trafen sie auf Karliah und Brynjolf die kurz vor ihnen eingetroffen waren.
„Nun sagt schon, was los ist“, drängte Brynjolf ungeduldig.
„Ihr werdet es gleich erfahren, wenn wir die Nachtigallenhalle betreten haben.“
Während Akkirah und Vilkas nicht so recht wussten um was es ging, stutze Brynjolf. „Die Nachtigallenhallen? Es gibt sie also wirklich und es ist kein Gerücht?“
„ Ja. Folgt mit bitte hinein.“ Sie trat an den Felsen und betätigte einen versteckten Schalter und öffnete damit eine in dem Felsen kaum wahrnehmbare Tür.
Sie betraten eine einen Gang der in eine Höhle führte. In dem großen natürlichen Halle die sie dann betraten sah es alles recht heruntergekommen aus. Und wieder war es Brynjolf der auf Antworten drängte.
Dann begann Karliah zu erzählen. Die Nachtigallendreieinigkeit bestand stets aus drei Leuten. Meist Mitglieder der Diebesgilde. Sie arbeiteten im Geheimen und niemand außer den Auserwählten wußte, dass es sie gab. Sie dienten der Deadra Fürstin Nocturnal. Als Gegenleistung für ihren Dienst versprach sie ihnen Schutz bei ihren Vorhaben.
Akkirah, Vilkas und Brynjolf hörten zu ohne Karliah auch nur einmal zu unterbrechen und so erfuhren sie, das Es Gallus, der ehemalige Gildenmeister war, der Karliah und Mercer als neue Nachtigallen eingeführt hatte. Nur leider hatte sich Mercer als Verräter rausgestellt und dann auch noch das Heiligtum von Nocturnal geschändet, indem er den Skelettschlüssel aus dem Grab gestohlen hatte. keine wusste genau, welche Fähigkeiten dieser Schlüssel seinen Träger verleihen konnte, abgesehen davon das man damit wirklich jede Schloss öffnen konnte, egal wie kompliziert der Mechanismus war, der es schützte. Auf diese Art war es ihm auch gelungen, die Schatzkammer der Diebesgilde auszulehren. Nachdem Karliah geendet hatte, fragte sie Brynjolf und Akkirah, ob sie bereit wären Nachtigallen zu werden, und den Eid auf Nocturnal abzulegen. Das war ihre einzige Chance es mit Mercer aufzunehmen.
Brynjolf war einverstanden. Ihm war alles Recht um Mercer zur Strecke zu bringen. Akkirah stand schweigend da.
„Was ist mit euch? Wir brauchen eure Hilfe.“ Karliah sah sie an.
Vilkas stand neben Akkirah und hielt ihre Hand fest. Auch er sah sie an, sagte aber kein Wort, denn er wusste selbst nicht was er tun würde an ihrer Stelle. Akkirah sah ihm in die Augen. Sie spürte seine Unsicherheit, die genauso groß war wie die ihre. Am liebsten wäre sie auf der Stelle davon gelaufen. Aber ihr Hass auf Mercer war größer. Also beschloss sie, sie würde eine Dienerin Nocturnals werden. Als sie das den anderen Mitteilte, waren Karliah und Brynjolf froh darüber, das sie an ihrer Seite stehen würde. Vilkas aber sagte nichts. Er stand mit versteinerter Mine da, und nahm sie einfach nur in den Arm. Sie legte ihren Kopf an seine Schulter und bemühte sich die Tränen zurückzuhalten.
Nach einer Weile sagte Karliah dann: „Es wird Zeit Nocturnal gegenüber zu treten. Ihr müsst dazu die Rüstungen der Nachtigallen anlegen, die ihr dort drüben findet. Brynjolf ging ohne zu zögern los um seine Rüstung an sich zu nehmen und zog sich dann um. Akkirah ging zaghaft hin und holte sich ihre, Vilkas half ihr beim Umziehen. Nachdem das erledigt war begaben sie sich zu dem hinteren Teil der Höhle, der mit einem Gitter versperrt war. Am ende gab es drei Podeste, die mit dem Zeichen der Nachtigallen versehen war. Akkirah sollte sich zu dem westlichen begeben und Brynjolf zum östlichen während Karliah den in das in der Mitte betrat. Vilkas blieb am Tor zurück. Er spürte, dass er hier nicht weitergehen durfte, auch wenn es ihm fast das Herz brach, Akkirah alleine auf ihr Podest gehen zu lassen.
Dann rief Karliah Nocturnal. Es dauerte eine Weile bis plötzlich ein blaues Licht aus dem Nichts auftauchte, mehr war von Nocturnal nicht zu sehen, aber ihre macht war deutlich zu spüren und Vilkas lief eine Gänsehaut über den Rücken. Nur mit äußerster mühe konnte er sich beherrschen nicht zu Akkirah zu rennen und sie von ihrem Podest wegzuzerren.
„Karliah!“ Die Stimme klang ungehalten. „Ich hätte nicht gedacht euch noch mal wieder zu sehen nach eurem Versagen.“
Karliah senkte den Kopf. „Es tut mir leid Nocturnal. Aber ich bin hier um meinen Fehler wieder gut zu machen. Ich habe hier zwei neue Anwärter, die euch dienen wollen.“
„Hmmm. Sind sie bereit den Eid abzulegen? Wenn ja bin ich bereit euch zu verzeihen“
„Ja, sie werden es tun und euch dienen.“
„Dann soll es so sein, sie mögen beginnen.“
Brynjolf legte als erstes den Eid ab um Nocturnal in diesem leben zu dienen und nach seinem Tot weiterhin als Schatten zur Verfügung zu stehen.
Als Akkirah dran war zögerte sie einen Moment. Dann fing sie an:
„ Ich bin bereit euch in Leben zu dienen und jederzeit eurem Ruf zu folgen wenn ihr meinen dienste benötigt.“ Sie machte eine kurze Pause und holte tief Luft. „Aber ich werde euch nicht im Tode dienen und als Schatten weitermachen.“
Das blaue Licht wurde unruhig und helle Blitze zuckten darin.
„Ihr wagt es den Eid nicht vollständig erfüllen zu wollen?“
„Es tut mir leid, aber ich kann nicht anders“, Akkirah senkte ihren Kopf. „Ich habe schon vor einiger Zeit einen anderen Eid geschworen, indem ich meinen Mann versprach nach meinem Tod mit ihm gemeinsam nach Sorvengarde zu gehen. Eines kann ich aber nur und da ich den Eid zuerst geleistet habe, kann ich euren nicht erfüllen. Ich müsste den ersten Eid sonst brechen und wenn man erst einmal damit anfängt wird man es auch mit anderen machen und damit sind Eide am Ende nichts mehr Wert.“
Das blaue Licht bleib noch einige zeit unruhig bis es sich wieder beruhigte.
„Ihr habt gut und klug gesprochen. Ich werde mich mit dem was ihr mir anbietet zufrieden geben und ihr werdet nach euren Tod mit nicht als Schatten dienen müssen.
Karliah, mir scheint ihr habt eine gute Wahl getroffen. Ich werde sie als Nachtigallen aufnehmen und ihr bekommt eure Status zurück. Aber entäuscht mich nicht wieder.“
Das Licht löste sich langsam wieder auf. Kaum war es weg kam Vilkas angestürmt und nahm Akkirah in die Arme. „Mein Herz, ihr wart großartig.“ Sie lag schweigend in seinen Armen und war froh, dass es so ausgegangen war. Als sie sahen da die beiden anderen sich entfernten schlossen sie sich an. In der großen Halle hielten sie an, um sich über das eben geschehene zu unterhalten.
„Ich kann es nicht fassen. Bis vor kurzem hielt ich die Nachtigallen noch für einen Mythos und nun bin ich selbst eine.“ Der sonst so selbstsichere Brynjolf war ziemlich durcheinander und überwältigt zu gleich.
„Als ihr sagtet ihr würdet nicht zum Schatten werden, bekam ich es mit der Angst zu tun“, gestand Karliah. „Aber es war richtig, was ihr gesagt habt. Ich bin stolz auf euch.“ Sie nahm Akkirah in den Arm.
„Ich konnte nicht anders“, sagte Akkirah nur. Dann herrschte erst mal Schweigen.
„Wir sollten und nun wieder auf das eigentliche Ziel konzentrieren. Wie können wir Mercer in die Finger bekommen“, sagte Vilkas nach einer Weile.
„Vilkas hat Recht“, meinte Brynjolf und nickte Vilkas zu.“ Wir wissen, dass er nach Irkngthand will. Wir sollten so schnell wie möglich uns dorthin begeben.“
Vilkas dachte kurz nach. „Irkngthand liegt eine Tagesreise von Weislauf entfernt, wenn ich das recht in Erinnerung habe. Würden wir mit der Kutschen nach Weislauf fahren, wären wir 4 Tage unterwegs. Wenn wir von Rifton aus zu fuß gehen bräuchten wir auch ca. vier Tage. Zu Pferd könnten wir es mit glück in zweieinhalb schaffen.“
„Mein Pferd hat Mercer getötet und ich habe mir bisher kein neues beschafft“, sagte Karliah.
„Und ich habe noch nie eines besessen“, meinte Brynjolf.
„Wir könnten ein oder zwei in den Ställen von Rifton mieten. Der Stallbursche Shadre steht in meiner Schuld und hilft mir bestimmt gerne.“
„Das scheint mir die beste Lösung zu sein. Ich würde es aber vorziehen eines für mich alleine zu haben“, meinte Karliah.
„Okay, dann besorgen wir morgen früh zwei Pferde. Heute Nacht wird es sicherlich nichts mehr werden. Ein paar Stunden Schlaf können uns sicherlich auch nicht schaden“, Bei diesen Worten schaute Akkirah Vilkas an, der ihr lächelnd zunickte.
Nachdem das geklärt war beschlossen sie zurück nach Rifton zu gehen und ein wenig zu schlafen und dann nach Irkngthand aufzubrechen. Als Akkirah dann in den Armen von Vilkas im Bett lag konnte sie einfach nicht einschlafen. Vilkas fühlte ihre Unruhe. „Mein Herz, was ist los. Ihr sollte schlafen. Die nächsten Tage werden sicherlich anstrengend werden.“
„Ich kann einfach nicht schlafen. War es richtig was ich getan habe? Mein Leben und damit auch eures, denn wir gehören ja zusammen, einer Deadra Fürstin zu überlassen?“ „ Es war richtig. Abgesehen davon habt ihr alles getan, dass ihr der Fürstin nur in diesem Leben dienen müsst.“ Er nahm sie noch fester in den Arm um sie zu beruhigen nach einer weile schlief sie dann endlich ein. Vilkas selbst blieb aber noch lange wach.

Als der Morgen graute war es Akkirah die zuerst aufwachte. Vorsichtig Weckte sie Vilkas. „Es ist Zeit zum Aufstehen, Vil. Sie küsste ihn.“ Packt ihr zusammen was nötig ist? Ich kümmere mich der weil darum, das wir noch 2 Pferde bekommen. Vilkas nickte und krabbelte aus dem Bett und fing an alles, was sie benötigen würden zusammen zu sammeln. Dann begab er sich runter zu den Ställen wo Akkirah schon auf Adelante saß und zwei weitere Pferde am Zügel führte. Shadre stand daneben. Er hatte keinen weiteren Fragen gestellt. Er vertraute Akkirah und wusste, die würde sich gut um die Tiere kümmern und sie gesund zurückbringen. Vilkas verstaute die Vorräte die ein eingepackt hatte auf einem der Pferde und nahm dann die Zügel des anderen Tieres und schwang sich in den Sattel. Es war für ihn ungewohnt, auf einem anderen Pferd als Adelante zu sitzen. Er hatte sich an ihren weichen Gang gewöhnt. Der Wallach, auf dem er nun saß sorgte dafür, dass er bei jedem Schritt durchgeschüttelt wurde. Hinter dem Schönwetterhof warteten sie dann auf Karliah und Brynjolf, die auch schon bald ankamen. Gemeinsam machten sie sich dann auf den Weg
Wann immer es ging legten sie einen flotten Trab ein um so schnell wie möglich vorwärts zu kommen. Adelante gab das Tempo vor, denn sie trug wie immer die doppelte Last, was man ihr aber kaum anmerkte. Karliah folgte und Brynjolf ritt als letzter. Sie nahmen nicht die Hauptstrasse, denn sie wollten nicht, dass irgendwer sie sah. In den Bergen westlich von Shoresstein stiegen sie teilweise ab und führten die Pferde. Da es Trocken war kamen sie recht gut vorwärts. Am Abend hatten sie die die Bergkette hinter sich gelassen und suchten nach einem geeigneten Lager. Sie fanden einen großen Felsvorsprung unter den sie alle Platz finden konnten. Vilkas kümmerte sich um die drei Pferde, Brynjolf sammelte Holz für ein anständiges Feuer und Akkirah und Karliah gingen auf die jagt, damit sie etwas Anständiges in den Magen bekommen würden.
Die beiden Frauen kamen mit einem großen Fasan und zwei Kaninchen zurück. Vilkas erbot sich, die Tiere auszunehmen und dann auf dem Spieß den Brynjolf vorbereitet hatte, zu braten.
Während ihr Essen vor sich hinbrutzelte, pflückten Akkirah und Karliah noch ein paar Beeren von den Sträuchern in der Nähe. Als das Fleisch gar war setzen sie sich alle um das Feuer und begannen gemütlich zu essen. Akkirah saß an der Seite von Vilkas, Karliah und Brynjolf hatten gegenüber platz genommen. Akkirahs Befürchtungen, es könnte schnell wieder zu einer eisigen Stimmung zwischen den beiden Männern kommen, wurde schnell weggefegt. Sie unterhielten sich tatsächlich recht locker miteinander. Während Vilkas einige Erlebnisse als Gefährte schilderte, unterhielt Brynjolf sie mit Geschichten von Einbrüchen und Kuriositäten die dabei passiert waren. Als es Zeit zum Schlafen gehen wurde, schaute Akkirah noch mal nach den Pferden. Adelante durfte wie immer frei grasen ohne angebunden zu werden. Den beiden grauen Wallachen hatten sie Fesseln um die Vorderbeine gewickelt, damit sie nicht davon laufen konnten, aber trotzdem in der Lage waren zu grasen. Dann schlüpfte Akkirah zu Vilkas unter die Felle und schlief bald in seinen Armen ein.
Am Morgen erwachten sie alle recht früh, als die Dämmerung hereinbrach. Der Himmel hatte sich bezogen, aber es war weiterhin trocken. Sie aßen die kalten Überreste vom Abend und machten sich dann wieder auf den Weg
Diesmal legten sie ein Teil der Strecke auf der Hauptstrasse zurück. So kamen sie recht gut vorwärts. Am Nachmittag erreichten sie dann die schneebedeckten Berge, in denen sich die Ruinen von Irkngthand befanden. Von hier an ging es langsamer vorwärts. Am Abend fanden sie eine verlassene Höhle, die sich gut zum übernachten eignete. Sie hatten am heutigen tag unterwegs ein paar wild wachsende Kartoffeln und Wurzeln gesammelt, als sie eine Rast gemacht hatten. Vor der Höhle erwische Akkirah auch noch mit ihrem Bogen einen Schneehasen. Sie kochten einen Eintopf und taten das Fleisch des Tieres dort mit rein. Nach dem essen rollten sich alle in ihre Felle, denn es war doch recht kalt und das Feuer würde sie nicht lange wärmen, da sie hier in den bergen nicht genug Holz gefunden hatten.
Am nächsten Mittag erreichten sie dann die Ruinen von Irkngthand.

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Montag, 28. Mai 2012, 21:03

In den äußeren Bereichen der Ruinen von Irkngthand erkannten die vier Reisenden schon von weiten, hatten sich Banditen eingenistet. Karliah und Brynjolf sollten daher erst mal mit den Pferden in sicherer Entfernung zurückbleiben. Akkirah und Vilkas würden sich darum kümmern, das die Banditen ihnen keinen Schwierigkeiten bereiten würden. Schließlich waren beide erfahrene Kämpfer und ein gut eingespieltes Team. Die beiden schlichen sich näher an die Ruinen heran. Vilkas deutete auf zwei Bogenschützen, die auf der Mauer wache schoben. Akkirah nickte und holte die beiden dort mit schnell aufeinander folgenden Schüssen herunter. Es schien unbemerkt zu bleiben. Nun schlichen sich die beiden durch die zerfallene Mauer in den inneren bereich der Ruinen. An einem Tisch saßen drei weitere Banditen, die sich recht sicher waren, das sie ungestört waren. Bis einer von ihnen mit einem Pfeil zu Boden ging. Vilkas nahm sich den größeren der beiden übrig gebliebenen vor, der wie er selbst einen Zweihänder trug. Akkirah durfte sich mit der dritten abärgern. Sie hatte in der einen Hand eine kleine Axt in der anderen ein einfaches Schwert und mit beiden Waffen konnte sie hervorragend umgehen. Akkirah musste immer wieder zurückweichen um nicht von den schnellen Schlägen erwischt zu werden. Sie merkte aber schnell, dass ihre Gegnerin auf ein schnelles Ende des Kampfes aus war und all ihre Kraft darein steckte. So ließ Akkirah sie immer wieder angreifen und parierte Ihre Hiebe nur und wich immer wieder aus. Als sie merkte, wie ihre Gegnerin schwächer wurde griff sie überraschend an und durchbrach die Deckung und rammte der Banditendame ihr Schwert in die Rippen. Vilkas hatte sich in der Zwischenzeit des Banditen mit seinem Zweihänder entledigt.
Ohne etwas zu sagen schlichen die beiden weiter. In einem Gang der zum Haupthof führte mussten sie einer Trittfalle ausweichen. Dann sahen sie drei weitere Banditen auf einer höheren Ebene, die man über diverse Holzplanken, die die Banditen auf den ganzen Dächern der Ruinen verlegt hatten, erreichen konnte. Zwei von ihnen konnte Akkirah mit ihrem Bogen erledigen bevor diese sie und Vilkas erreichten. Dem Dritten griff Vilkas mit seinem Zweihänder an und machte kurzen Prozess mit ihm. Das schienen alle gewesen zu sein. Sicherheitshalber erklommen sie einmal den kompletten Weg zum einzig erhaltenen Eingang von Irkngthand, um wirklich sicher zu sein, das alles in Ordnung war. Danach begaben sie sich wieder runter in den Haupthof und riefen nach ihren beiden Gefährten, Akkirah öffnete mit einem Hebel das Haupttor so dass diese nicht den Umweg über den Nebenhof und den gang mit der Falle machen mussten.
Als diese ankamen kümmerten sie sich zunächst um die Pferde. Akkirah verschloss das Tor wieder und mit Hilfe eines Seils sperrte sie den Gang ab, so dass sie die Pferde im Hof frei laufen lassen konnten. Nachdem sie fertig waren begaben sich die vier hoch zum Eingang und betraten Irkngthand. Im ersten Raum trafen sie auf die Leichen von mehren Banditen, die im Schlaf niedergemacht worden waren.
„Er war hier“, sagte Karliah. „Das ist sein Werk gewesen“ Die anderen nickten zustimmend. Vorsichtig gingen sie weiter. Vilkas war, wie fast immer, wenn sie solch Ruinen betraten begeistert von der Baukunst und wäre am liebsten an jeder Ecke stehen geblieben und hätte sie genauer untersucht. Akkirah musste darüber lächeln. Nur leider hatten sie dafür keine Zeit, denn es war ihr Ziel Mercer zu schnappen. Sie kamen nur langsam vorwärts, denn sie mussten sehr vorsichtig sein. Noch immer waren die alten Fallen, die die ursprünglichen Bewohner dieser hallen geschaffen hatten noch aktiv und des Weitern wusste niemand was Mercer zusätzlich geschaffen hatte. Die vier waren sich sicher er wusste, das sie ihm folgen würden.
Wie so oft in diesen Ruinen, stießen sie zuweilen auf mechanische Wächter die die Jahrhunderte überdauert hatten und genauso gefährlich waren wie zu ihrer Erschaffung. Daher gingen Akkirah und Karliah vor, um gegebenenfalls diese maschinen schon von weitem mit ihren Pfeilen zu erledigen. Irgendwann kamen sie zu einem Aufzug. Engen anderen Weg schien es nicht zu geben, als beschlossen sie, ihn zu benutzen. Karliah überlegt, ob es sinnvoll wäre sich zu teilen und in 2 Etappen hochzufahren, aber Akkirah war dagegen. Niemand konnte sagen ob der Aufzug wieder zurückkommen würde und damit war niemanden geholfen. Also gingen alle hinein.
Sie kamen in einem Bereich an, wo sie hinter Gittern unten einen Haufen Falmer leben sahen. Und sie sahen Mercer. Brynjolf konnte sich kaum zurückhalten und lief am Gitter entlang um einen Durchgang nach unten zu finden. Aber hier war nichts zu machen. Sie konnten allen nur schauen wie Mercer ihnen fröhlich zuwinkte und dann seinen Weg fortsetzte. Auch Vilkas tobte innerlich vor Wut. Akkirah beschloss das sie die Tür am Ende des Raumes nutzen sollten, in der Hoffnung er würde sie zu der tieferen Ebene bringen. Dem war auch so. Allerdings hielten sich bei der Treppe auch einige Falmer auf. Akkirah und Karliah erledigten sie mit ihren Pfeilen. Sie beschlossen vorm weitergehen diesen bereich erst mal zu durchsuchen bevor sie sich die Treppe hinab begaben. Vilkas machte sie auf das Gitter aufmerksam, dass sich am anderen Ende der halle befand, wenn sie die Treppe runtergehen würden. Es war verschlossen. Akkirah hatte zuvor als sie diesen Bereich betraten einen Hebel gesehen. Sie bat Brynjolf hinzugehen und ihn zu betätigen. Ohne Widerworte tat er, wie ihm geheißen. Und kaum hatte er ihn benutzt hörten sie wie am anderen Ende der Halle ein Mechanismus in Gange gesetzt wurde. Allerdings öffnete sich das Tor noch nicht. Sie suchten den bereich weiter ab und fanden einen zweiten Hebel. Nachdem sie auch den benutzt hatten ging das Tor auf. Die sich auf dieser Seite befindlichen Falmer merkten davon erstaunlicherweise kaum was und gingen ihrer Tätigkeit wie zuvor nach.
Nachdem sie die Treppe hinab gegangen waren übernahm Vilkas plötzlich die Führung. Akkirah rief ihn noch zurück aber zu spät. Doch Glücklicherweis war Brynjolf zur Stelle und schafft es, Vilkas zurück zu reißen, bevor er von sich plötzlich aus dem Boden erhebenden rotorartigen Vorrichtungen mit scharfen Klingen bestückt in Einzelteile zerlegt wurde.
„Vil“, rief Akkirah entsetzt und stürze zu ihm. „ist alles in Ordnung mit euch?“ Er sah die Panik in ihren Augen. „Es ist okay, mein Herz.“ Dann drehte er sich zu Brynjolf um: „Ich danke euch, Bryn.“ Brynjolf nickte nur. Dann beschlossen sie weiter zu gehen, wobei aber wieder Akkirah und Karliah die Führung übernehmen. Die beiden erledigten die drei sich vor dem Tor befindlichen Falmer. Vilkas tötete anschließend noch die beiden eingepferchten Skeever.
Hinter dem Tor gelangten sie nach einiger Zeit zu einer riesigen Höhle. Die hier einstmaligen Bauwerken waren zum größten Teil zufallen, aber man konnte trotzdem erkennen, wie faszinierend diese Bauten einstmals waren. Vilkas und Akkirah wären am liebsten länger verweilt um sich alles genau anzuschauen, aber sie mussten weiter. Vielleicht würde sich nach erledigen ihrer Aufgabe eine Möglichkeit ergeben noch mal herzukommen und alles in Ruhe zu erkunden. Auch hier hatten sich Falmer eingenistet. Es blieb den vieren nichts anderes übrig als sich durchzukämpfen, da es unmöglich war an ihnen vorbei zu schleichen. Als sie die gerade ein kurzes Stück durch diese Höhle vorwärts gekommen waren, hörten und spürten sie eine riesige Erschütterung.
„Was war das?“, Brynjolf war verwundert. Die anderen konnten es sich auch nicht erklären, bis sie die Staubwolke vor sich sahen.
„Bei Ysmir“, konnte man Vilkas hören. „Irgendwann muß vor uns eingestürzt sein. Aber warum und wie?“ Wie konnte niemand die Frage beantworten. Nachdem sie am Ende der höhle ankamen, sahen sie die Trümmer eines großen Turmes, der ihnen den vor ihnen liegenden Weg versperrte.
„Hier geht’s nicht weiter“, Akkirah sah sich um. „Lasst uns schauen, wohin die Rampe und die am Ende von dieser liegenden Tür führt. Vielleicht kommen wir so weiter.“
Die anderen nickten und so gingen Akkirah und Karliah wieder voran, während Vilkas und Brynjolf folgten. Nachdem sie einige Räume passiert hatten, kamen sie wieder in einen Höhlenbereich. Auch hier war wie zuvor alles zerstört und von Falmern besiedelt. Sie versuchten erst mal an den Bewohnern der Höhle vorbei zu schleichen. Was bis auf das letzte Ende auch recht gut gelang. Über gebogenen Rampen gelangten sie weiter nach oben. Das schien der einzige weg aus diese Höhle hinaus zu sein. Alle weitern Zugänge am Boden waren von Trümmern verschlossen.
Durch eine höher gelegene große Tür kamen sie in einem weiteren bereich. Hier entschärften Akkirah und Karliah alle auf dem Boden liegenden Fallen, damit niemand weiter hinein treten konnte. Wer weiß ob sich nicht zur Fluch zurück gezwungen wurden und da wäre es unschön selbst in eine solche Falle zu treten. Sie kamen zu einem Raum, wo unten sich eine Art Folterkammer befand. Von oben konnten die ehemaligen Herrscher den bereich von Bänken aus beobachten. Unten standen zwei Falmer. Akkirah erkannte das sich genau zwischen den beiden wieder so eine im Boden versenkte mit Klingen versehen Vorrichtung befand. Es war ihr klar dass sie an den beiden nie ungesehen mit vier Leuten vorbei kommen würden. Der heben zwischen den Bänken könnte wohlmöglich die Vorrichtung aktivieren. Ohne zu zögern betätigte Akkirah ihn und hatte damit Recht behalten. Aus der Öffnung im Boden erhob sich die Vorrichtung mit den scharfen Klingen und begannen schnell zu rotieren. Die beiden Falmer hatten keine Chance und waren sofort tot.
Nachdem sie die Vorrichtung wieder deaktiviert hatten konnten die vier in ruhe weitergehen, bis sie auf einen erneuten Wohnbereich der Falmer trafen. Sie überlegten ob sie es schaffen könnten, an diesen Wesen vorbei zu kommen ohne gesehen zu werden. Vilkas deutete auf einen Absatz zur Linken. Wenn sie darüber gehen würden könnten sie es schaffen, glaubte er. Es gelang auch. Erst am Ende des Bereichs, als Akkirah und Karliah schon die Höhle verlassen hatten, war es Brynjolf, der unglücklich auf eine losen Stein trat und damit ihre Anwesenheit verriet. Glücklicherweise, waren hier im hintersten Bereich aber nur noch drei Falmer anzutreffen und diese waren dann auch schnell von Vilkas und Brynjolf besiegt. Für Akkirah und Karliah war es schwierig da einzugreifen, denn sie waren schon zu weit vor und es die Gefahr mit ihren Bögen einen der Männer zu treffen, war selbst für so geübte Bogenschützen wie die es die beiden waren zu hoch.
Sie kamen zu einer Tür. Alle vier Spürten das Mercer nicht mehr weit weg sein konnte. Als sie die Tür öffneten und die große Halle betraten, sahen sie ihn auch sogleich, wie er dabei war das letzte Auge aus der riesigen Statur, die sich vor ihnen befand zu entfernen. Karliah gab Vilkas und Brynjolf die Order, die Tür, durch sie sie gekommen waren zu bewachen. Dann entdeckte Mercer, die vier auch schon. Er war sehr selbstsicher und packte das zweite Auge ein und ging langsam ohne furcht auf die vier Neuankömmlinge zu.
„Ihr könnt mich nicht besiegen“, gab er großspurig von sich. Und plötzlich brach der Vorsprung auf dem Akkirah sich begeben hatte unter ihr zusammen. Die drei anderen blieben oben. Brynjolf wollte die Tür testen und musste feststellen, das sie plötzlich verriegelt war. Mercer lachte nur, als es sich Akkirah, die sich gerade wieder nach dem Sturz aufrappelte auf ihn zu bewegte.
„Ich muß mich bei euch bedanken. Ihr wart es die mich auf diese Spur gebracht und nach Irkngthand habt. Wir beide würden bestimmt ein sehr gutes Gespann abgeben. Eurer Wissen und meine Fähigkeiten. Wir beide wären unschlagbar. Eure lächerlichen Gefährten hätten es niemals soweit gebracht.“
„Niemals“, Akkirah fehlten die Worte ob der Frechheit die sich Mercer ihr gegenüber erlaubte. Dachte er sie hätte vergessen was er ihr und Vilkas angetan hatte?
„Nun was ist? Wir beide sind uns doch sehr ähnlich. Warum sonst wärt ihr jetzt hier?“
„Ich will euch tot sehen“, sagte Akkirah ganz ruhig. „Ich will Rache für das was ihr uns angetan habt. Und genau darum werdet ihr von meiner Hand sterben.“ Sie zog ihren Einhänder und wollte auf Mercer losgehen. Sie hatte sich nicht zu ihren Gefährten umgedreht. Die sich immer noch oben auf dem restlichen Vorsprung vor der Tür, durch sie hineingekommen waren befanden. Dann sah sie wie von Mercers Hand ein Leuchten ausging und eine Art blitz Richtung ihrer Freunde gefeuert wurde.
Akkirah hörte Karliah schreien und drehte sich um, um zu schauen was passiert war. Ihr stockte der Atem. Vilkas hatte seine Zweihänder gezogen und ging wie ein wahnsinniger auf Brynjolf los. Mit seinen beiden Messern hatte Brynjolf kaum eine Chance sich geben die Schläge von Vilkas zu wehren und so sprang er flink hin und her und versuchte außerhalb der Reichweite der Schwertes zu bleiben. Karliah versuchte dazwischen zu gehen, .wurde dann aber genauso wie Brynjolf angegriffen. Vilkas war wie von sinnen er konnte nichts gegen den Zwang auf die beiden Freunde los zu gehen machen.
„Akkirah!“ schrie Karliah, „Töte Mercer so schnell du kannst“ Das musste man Akkirah nicht sagen. Sie hatte auch erkannt was passierte und es war ihr klar, das sie schnell handeln musste. Ansonsten würde jemand da oben sterben. Beim Gedanken dass es Vilkas treffen konnte verkrampfte sich ihr Herz. Wie eine Furie stürzte sie sich auf Mercer. Der hatte es zwischenzeitlich noch geschafft, die riesigen Wasserrohre, die durch den Bereich führten zu zerstören und so schossen Unmengen von Wasser in die Halle und fluteten sie. Nach dem ersten Schlagabtausch, bei dem Mercer merkte, das er in Akkirah eine ebenbürtige Gegnerin gefunden hatte, versuchte er sich ihr zu entziehen indem er sich unsichtbar machte. Aber Akkirah konnte seien Anwesenheit fühlen und so schlug sie weiter auf ihn ein, und verletzte ihn an der Seite. Zwischenzeitlich war das Wasser schon recht hoch gestiegen und verriet seinem Standort. Er versuchte die Statur höher zu klettern und von oben herab Akkirah zu entwaffnen. Diese aber war erstens geschickt im Umgang mit der Waffe und zweitens von so einem Hass beseelt, der ihr fast übermenschliche Kräfte verlieh, dass sie allen Angriffen von Mercer standhielt. Sie merkte kaum, wie Mercer ihr mehrfach Wunden am Schwertarm zufügte und dabei jedes Mal etwas von ihrer Kraft absorbierte. Letztendlich schlug sie ihm sein verfluchtes verzaubertes Schwert aus der Hand.
Als er vor ihr lag, sah sie Angst in seinen Augen aufblitzen, aber sie dachte nicht dran gnädig zu sein. Sie rammte ihm ihr Schwert in den Körper und bereitete seinem Leben ein Ende.
Dann sah sie zu den anderen rüber, die nun auch auf ihrem Vorsprung bis zu den Oberschenkeln im Wasser standen. Sie sah wie sich Karliah über Vilkas beugte.
„Vil!“, schrie Akkirah voller Angst, weil sie das schlimmste befürchtete. Sie wollte sich ins Wasser stürzen um zu ihnen rüber zu schwimmen.
„Er lebt“, rief Karliah. „Ihr müsst den Skelettschlüssen bei Mercer finden.“
Hin und her gerissen stand sie da. Das Wasser stieg in der Zwischenzeit immer schnelle, da weitere Rohre geborsten waren. Sie sah wie sich Brynjolf und Karliah um Vilkas bemühten und beschloss, zuerst nach dem Schlüssel zu tauchen. Zumal sie nun auch selbst spürte wie ihr die Kraft entschwand.
Während Akkirah mit Mercer kämpfte versuchten Karliah und Brynjolf außerhalb der Reichweite von dem Zweihänder zu bleiben. Dank dessen, das Vilkas unter einem Zwang stand und damit blindlings drauflos schlug und nicht mit Können und Geschick, wie gewohnt agierte, konnte sie sich einige zeit halten. Dann fand Karliah einen alten Schild eines Falmers. Dadurch, dass das Wasser stieg wurde ihr Standort auch immer kleiner und damit die Gefahr von Vilkas erwischt zu werden wurde immer größer. Karliah hätte mit Leichtigkeit ihren Bogen einsetzten können während Vilkas auf Brynjolf konzentriert war, aber es war zu gefährlich. Sie wollte Vilkas ja nicht töten. Brynjolf hatte Vilkas zwischenzeitlich mehrfach versucht mit seinem Messer, in den oberarm zu stechen, während er auswich um ihn zu zwingen sein Schwert fallen zu lassen, aber das misslang. Also nahm Karliah den Schild und als Vilkas einen erneuten Angriff auf Brynjolf startete schlug sie ihm den Schild mit aller kraft an den Kopf. Letztendlich hieß es ja er oder sie. Vilkas brach zusammen, was fast zeitgleich mit dem Tot von Mercer einherging.
Nachdem Akkirah es geschafft hatte Mercer den Skelettschlüssel sowie die beiden Augen der Statur abzunehmen, tauchte sie wieder an der Statur entlang nach oben. Was sie nun sah entsetzte sie. Fast die Ganze halle stand nun unter Wasser. Sie sah wie Brynjolf den reglosen Vilkas über Wasser hielt, wobei Karliah ihn unterstürzte. „Bei Talos“, dachte Akkirah, „ist das nun das Ende?“ Sie schwamm auf die drei anderen zu und wollte nur noch zu Vilkas. Wenn sie hier schon ertrinken sollten, wollte sie ihren Mann dabei in den Armen halten.
Karliah rief ihr etwas zu. Sie konnte es so gut wie nicht verstehen. Da versuchte Karliah auf einen Spalt oben in der Decke zu deuten. Ob dieser wirklich nach draußen führen würde, wusste keiner der drei aber es schien ihre einzige Chance zu sein. Der Spalt befand sich am anderen Ende der Halle und es war fraglich ob sie es Rechtzeitig schaffen würden dorthin zu gelangen bevor das Wasser die Hallendecke erreichte. Vilkas wurde immer noch von Brynjolf über Wasser gehalten. Akkirah versuchte an seine Seite zu gelangen und als sie es endlich schaffte verließen sie selbst wegen des Blut- und Energieverlust durch die Schnitte, die ihr Mercer zugefügt hatte, die Kraft.

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Montag, 28. Mai 2012, 21:03

Akkirah wusste letztendlich nicht mehr wie sie alle es geschafft hatten, die sich mit Wasser füllende Höhle zu verlassen. Als sie wieder zu sich kam, lag sie neben Vilkas, der weiterhin Bewusstlos war. Karliah war noch immer bemüht die Reste des Wassers die Vilkas während des Tauchvorgangs geschluckt hatte, aus ihm raus zu pumpen. Akki wollte Karliah zu Seite drängen und sich selbst um Vilkas kümmern, aber die andere Frau schüttelte nur den Kopf.
"Ihr braucht auch etwas Ruhe. Lasst mich auch mal eure Wunden ansehen. Ihr seht auch recht blass aus."
"Mir geht es gut. Die Kratzer sind nicht weiter wild." Akkirah kniete sich neben Vilkas und nahm seine Hand. "Bitte kommt zu euch mein Liebster. Ich brauche euch." Vorsichtig strich sie ihm über die Haare und spürte die Wärme die von der Platzwunde an seinem Kopf ausging, wo Karliah ihn mit dem Falmer Schild getroffen hatte. Als sie die Wunde berührte zuckte Vilkas zusammen.
"Es tut mir leid, aber ich musste ihn niederschlagen. Ansonsten hätten Bryn und ich wohl unser Leben verloren." Akkirah nickte traurig. Karliah legte Akkirah eine Hand auf die Schulter. "Er hat eine Gehirnerschütterung, aber er ist stark und wird das schnell wegstecken. Nun sollten wir aber sehen, das wir ein Feuer bekommen und unsere Kleidung trocknen, sonst holen wir uns doch noch alle den Tod." Nun erst merkte Akkirah wie kalt es in der Höhle war. Karliah wandte sich an Brynjolf, der erschöpft an einer Wand saß.
"Bryn, würdet ihr bitte Holz sammeln? Ich selbst werde in der Zwischenzeit unsere Pferde holen, damit wir an unsere Decken und anderen Vorräte rankommen. So weit entfernt, darf der Eingang von Irkngthand ja nicht entfernt sein.

Karliah verschwand aus der Höhle und machte sich auf den Weg. Brynjolf erhob sich schwerfällig und folgte Karliah. Akkirah blieb mit Vilkas alleine zurück. Sie begann zunächst ihn und dann sich selbst bis auf die Unterwäsche zu entkleiden. Die Rüstungen und Stiefel waren schwer und vollkommen durchnässt und so dauerte es eine Weile bis sie fertig war. Dann legte sie sich zu Vilkas und schlang ihre Arme um ihn, um sich so gegenseitig Wärme geben zu können, was aber auch kaum gelang. Erschöpft fiel Akkirah dann neben Vilkas in einen leichten Schlaf, der eher einer Ohnmacht gleich kam. Sie bekam nicht mit wie zuerst Brynjolf mit dem Holz zurück kam und dann in der Mitte der Höhle ein ordentliches Feuer entfachte. Als er gerade damit fertig war erschien, kam Karliah zurück. Sie hatte neben den Pferden mit den eigenen Vorräten auch allerhand Dinge der getöteten Banditen an sich genommen. Dazu gehörten deren Decken und Felle sowie weiteres Holz. Das hatte sie alles auf Adelante und dem zweiten Wallach gepackt. Zuvor hatte sie ihre Ersatzkleidung gegen die durchnässten ausgetauscht, die sie am Leib trug.
Der Höhleneingang war groß genug, um die Pferde mit in die Höhle zu nehmen, wo sie dann gemeinsam mit Brynjolf diese von ihrer Last befreite. Karliah schaute kurz nach Akkirah und Vilkas, die sich weiterhin nicht rührten. Schleunigst bereitete sie drei Lagerstätten neben dem Feuer her. Brynjolf hatte sich zwischenzeitlich auch am Feuer seiner nassen Klamotten entledigt und sich in eine der Decken eingehüllt. Nachdem die Lagerstätten fertig waren, gingen beide zu Akkirah und Vilkas hinüber um sie zum Feuer zu bringen. Akkirah wurde wach und halft dabei Vilkas ans Feuer zu tragen. Brynjolf konnte sich eine leicht spöttische Bemerkung wie so oft nicht verkneifen.
"Es war doch nicht so verkehrt, das ihr euch in so einen ähmmm... ja..." Ihm lag ein etwas anderes Wort auf der Zunge, das er sich dann doch lieber verkniff, "nicht so kräftigen gebauten Mann verschaut habt." Als er das sagte hatte Akkirah Vilkas gerade das nasser Unterhemd ausgezogen und warf es Brynjolf im Scherz ins Gesicht. Sie kannte ja sein loses Mundwerk. Und Vilkas bekam es ja glücklicherweise nicht mit.
Anschließen nahm sie mehrere der Decken, die Karliah mitgebracht hatte und hüllte Vilkas darin ein. Dann holte sie den Rest ihrer nassen Kleidung, und bereitete sie nahe des Feuers zum Trocknen aus. Brynjolf tat es ihr mit seinen Sachen nach. Als die beiden mit ihrer Arbeit fertig waren scheuchte Karliah sie auf ihre Lagerstätten, damit sie sie endlich etwas aufwärmen konnten. Sie selbst hatte begonnen, aus den Vorräten, einen Eintopf zu kochen. Es würde noch mindestens eine Dreiviertelstunde dauern bis dieser Fertig war und Hilfe beim Zubereiten brauchte sie keine.
Akkirah kroch zu Vilkas unter die Decke und schmiegte sich an ihn. Sie spürte, dass sein Herzschlag kräftiger geworden war, als vorhin. Das wärmende Feuer half, das er langsam wieder eine vernünftige Temperatur bekam. Ihre eigene Erschöpfung holte sie auch schnell wieder ein und sie schlummerte sie friedlich ein und wurde erst wieder wach als Karliah sie sanft an der Schulter schüttelte.
„Essen ist fertig“, sagte sie. „Für Vilkas habe ich etwas von dem Sud abgefüllt. Ich gehe davon aus, das ihr erst ihm versuchen wollt etwas einzuflößen bevor ihr selbst etwas esst?“ Akkirah rappelte sich auf, nickte und wickelte sich eine leichte Decke um den Körper. Brynjolf saß auf der andere Seite des Feuers und war schon dabei seine Portion in sich reinzuschaufeln. Akki nahm die Schale von Karliah und fing dann erst mal an Vilkas etwas zu essen einzuflößen. Es war gar nicht so einfach, denn aufgrund der Gehirnerschütterung sollte er seinen Kopf nach Möglichkeit nicht bewegen. Aber mit viel Geduld gelang es ihr. Danach leerte sie ihre eigene Schüssel. Sie fühlte wie sie selbst wieder kräftiger wurde und ihre Energie, die das verfluchte Schwert von Mercer ihr entzogen hatte, zurückkehrte.
Als sie fertig war, fiel ihr ein, dass sie sich noch nicht bei ihren Gefährten bedankt hatte. Sie stand auf und ging zu den beiden rüber. Zuerst umarmte sie Karliah und dann Brynjolf.
„Hey, lass das euren wilden kleinen Nord nicht mitbekommen“, Brynjolf grinste.
„Ohne euch wäre er jetzt in Sorvngarde. Da sollte einen kleine Umarmung als Danke ja wohl drinnen sein.“ Sie lächelte.
Auch wenn es Mittag war, beschlossen alle sich schlafen zu legen. Eine Wache stellten sie nicht extra auf. Karliah meinte, wenn die Pferde zu unruhig werden würden, die ja mit in der Höhle standen, würden sie es schon mitbekommen. Akkirah schlüpfte wieder unter die Decken zu Vilkas. Als sie sich an ihn kuschelte, hörte sie ihn schwach etwas vor sich hin brummeln. Akkirah seufzte glücklich. Das war doch schon mal ein gutes Zeichen. Sie lag noch lange Zeit wach und lauschte seinem gleichmäßigen Atem. Irgendwann wurde aber auch sie von der Müdigkeit übermannt und schlief ein. Am frühen Abend wurde sie wach, als sich Vilkas neben ihr bewegte. Sie richtet sich vorsichtig etwas auf, um ihm ins Gesicht zu sehen. Er war wach und sah sie an. Als er was sagen wollte, legte sie sanft ihre Finger auf seinen Mund.
„Sagt nichts. Ihr müsst euch noch schonen, mein Liebster. Ihr habt eine leichte Gehirnerschütterung davon getragen. Habt ihr Hunger?“ Sie hatte ihre Finge wieder von seinem Mund genommen.
„Ja, mein Herz.“ „Ich hole euch etwas.“ Sie beugte sich über ihn bevor sie aufstand und küsste ihn. Sie bemerkte das Bryn und Karliah auch wieder wach waren. Karliah reichte ihr eine Schüssel, mit der Akki sich zurück zu Vilkas begab. Vorsichtig aß er Löffel für Löffel von dem Eintopf den Akkirah ihm gab. Den Rest aß sie dann selbst. Karliah schaute danach noch mal nach der Kopfwunde von Vilkas und stelle ihm ein paar einfache Fragen, die er ohne Probleme beantworten konnte. Karliah nickte zufrieden. „Ich würde sagen, zwei Tage liegen und dann langsam ein wenig aufstehen, dann dürften wir in 5 Tagen zurück nach Rifton reiten können.“ Akkirah lächelte froh.
„Das hört sich doch gut an.“
Während sich Karliah Vilkas angeschaute, hatte sich Brynjolf um die Pferde gekümmert und ihnen etwas von dem mitgebrachten Hafer gegeben. Danach beschlossen sie sich wieder hinzulegen. Sie waren alle immer noch recht erschöpft von den Anstrengungen des letzten Tages, bzw. der Nacht. Akkirah schlief diesmal recht schnell glücklich in den Armen von Vilkas ein.
Am nächsten morgen kümmerte sich wie gehabt Karliah um das Essen. Akkirah fütterte Vilkas der nicht aufstehen durfte, bevor sie selbst etwas zu sich nahm. Nach dem Frühstück beschloss Karliah etwas auf die Jagt zu gehen. Brynjolf bekam die Aufgabe die Pferde draußen so gut es ging grasen zu lassen, was bei dem Schnee und spärlichen Bewuchs um die Höhle herum nicht einfach war. Und Akkirah und Vilkas verbrachten die meiste Zeit des Tages unter ihren Decken. Ab und an legte Akkirah etwas Holz nach, damit es nicht ausging. Ihre Kleidung war zwischenzeitlich auch trocken, so dass sie ihre Unterkleidung wieder anziehen konnte und nicht mehr in eine Decke gehüllt in der Höhle rumlaufen musste.
Karliah kam als erstes am Nachmittag zurück. Sie hatte 4 Schneehasen erlegen können. Akkirah half ihr, die Tiere auszunehmen. Kurze Zeit später kam auch Brynjolf mit den Pferden und einer großen Ladung Holz zurück.
Als die Hasen essbar waren half Akkirah Vilkas wieder beim Essen. Anschließend saß sie so am Feuer, das sie einerseits Vilkas Hand halten konnte, aber sich trotzdem bequem mit Karliah und Brynjolf über die Zukunft der Gilde unterhalten konnte.
„Mädchen“, sagte Brynjolf zu Akkirah. „Bevor wir aufgebrochen sind, um Mercer zur Strecke zu bringen hatte ich mich schon lange mit Vex und Delwin unterhalten. Sie sind wie ich der Meinung, genau wie Karliah. Das ihr, nach allem was ihr für die Gilde getan habt, die gegeigneteste Nachfolgerin für den Posten des Gildenmeisters wärt.“ Er sah sie Hoffnungsvoll an.
Akkirah war erstaunt. Mit allem Möglichen hätte sie gerechnet, aber das ausgerechnet ihr dieser Posten angeboten wurde, damit nun nicht. Sie spürte, wie Vilkas unwillig darauf reagiert. Und ihre Hand fest drückte. Sie drehte sich zu ihm um und sah ihn beruhigend lächelnd ins Gesicht und schüttelte leicht den Kopf. Sie merkte wie er sich entspannte. Dann drehte sie sich zu den beiden anderen zurück.
„Ich fühle mich geehrt, das ihr mir das zutraut, aber euch dürfte klar sein, das ich der Gilde, was die Arbeit angeht schon vor einiger Zeit den Rücken gekehrt habe. Ich werde euch immer in Freundschaft verbunden sein und in Notfällen, sofern es nicht gegen das Gesetz verstößt auch helfen, wenn es mir Möglich ist. Aber mehr kann und will ich nicht tun. Ich bin zwischenzeitlich anderwärtig gebunden wie euch bekannt sein dürfte. Und nicht nur an meinen Mann.“ Sie machte eine Pause. „Bryn, ihr seid der beste Kandidat für den Posten. Seid doch mal ehrlich, ihr habt die Gilde doch zu mindestens seit ich dazu gestoßen bin mehr oder weniger geleitet. Ihr habt euch drum gekümmert, wenn’s drum ging, neue Mitglieder zu finden. Wenn jemand Probleme hatte ist er zu euch gekommen. Ihr habt die anfallende Arbeit verteilt. Die Leute achten oder fürchten euch, je nachdem auf welcher Seite sie stehen.“ Sie sah Brynjolf an.
Dieser ließ den Kopf hängen. „Ich kann das nicht. Das ist nicht was ich will.“ So hatte sie ihn noch nie erlebt. Der sonst nie auf den Mund gefallene Dieb wirkte so hilflos wie ein kleines Kind, dem man eine große Aufgabe anvertraute, der es sich nicht gewachsen sah.
Akkirah ließ Vilkas los und ging hinüber zu Brynjolf. Sie legte ihre Hand auf seine Schulter. „Schaut mich an, Bryn.“ Akkirah fühlte sich nicht sonderlich wohl in ihrer Haut. Sie konnte spüren, wie Vilkas ungehalten zu ihnen rüberschaute. Sie legte ihre andere Hand unter Brynjolfs Kinn und hob den Kopf damit er ihr in die Augen schauen konnte. „Ihr seid dafür geboren, mein Freund. Ihr werdet es mit Leichtigkeit schaffen. Ihr müsst euch nur dazu überwinden.“ Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Ihr sollte in ruhe drüber nachdenken und erst mal schlafen gehen.“
Sie stand auf und ging zurück zu Vilkas, dem sie anmerkte das er am Kochen war. Sie fuhr ihm sanft mit der Hand durch Haar und dann legte sie sich zu ihm und nahm ihn in die Arme.
„Ich liebe euch, Vil.“ Flüsterte sie ihm ins Ohr. „Und das wird immer so sein. Bitte glaubt mir das, mein geliebter wilder eifersüchtiger Wolf.“ Sie küsste ihn vorsichtig und er zog sie fest an sich ohne etwas zu sagen. So lagen sie beide lange Zeit wach bevor sie einschliefen.
Auch Brynjolf brauchte lange bevor er einschlief. Er dachte über das was Akkirah ihm gesagt hatte nach und letztendlich hatte sie ja Recht.

CKomet

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Montag, 28. Mai 2012, 21:04

Der nächste Tag verlief ähnlich wie der vorherige. Karliah ging auf die Jagt, Brynjolf zog mit den Pferden zum Grasen und Holzsammeln los und Akkirah und Vilkas blieben in der Höhle.
Nur zum Abwaschen der Schüsseln und beseitigen der Überreste vom Essen begab sich Akkirah raus vor die Höhle und holte etwas Wasser aus dem See. Vilkas sah ihr bei ihren Tätigkeiten die ganze zeit zu, sofern ihm das möglich war. Am Nachmittag kamen die anderen wieder und während und nach dem Essen unterhielten sich die vier mit alten Geschichten die ihnen mal während ihrer Arbeiten so passiert waren. Es war ein netter gemütlicher Abend und zufrieden gingen sie als es zeit wurde alle zu Bett.
Am nächsten Tag durfte sich Vilkas endlich aufsetzen. Als er zu hastig hochkam, überfiel ihn ein heftiger Schwindelanfall und er legte sich freiwillig wieder hin. Nach einer halben Stunde versuchte er noch mal sich aufzusetzen, diesmal aber langsamer und es klappte. Er war froh darüber nicht mehr liegen zu müssen und endlich wieder selbständig essen zu können. Ansonsten verlief auch dieser Tag ähnlich wie der vorherige.
Am drauf folgen Morgen sah Brynjolf beim Frühstück recht blas aus und wirkte etwas fiebrig. Er hatte sich wohl eine arge Erkältung eingefangen, als er mit den nassen Klamotten draußen Holz gesammelt hatte, was jetzt erst durchkam. Karliah bestand drauf, dass er in der Höhle beim Feuer bleiben sollte. Akkirah sollte bei den beiden Männern bleiben. Sie selbst wollte sich um die Pferde kümmern.
Akkirah hatte Für Vilkas einen der Sättel geholt damit er sich, wenn er sich aufsetzte daran lehnen konnte. Morgen sollte er dann endlich aufstehen dürfen. Brynjolf hatte sich hingelegt und in seine Decke eingerollt. Damit er schlafen konnte unterhielten sich Akkirah und Vilkas nur flüsternd. Nach einer Weile stand Akkirah auf und ging zum Lager von Brynjolf rüber um nach ihm zu sehen. Er zitterte wie wild und schien Schüttelfrost zu haben. Akkirah holte zwei Decken von den Decke die sie nicht mehr brauchten und deckte Brynjolf damit zu Dann machte sie sich dran, einen Kräuter Tee zuzubereiten. Glücklicherweise hatte sie in ihrer Satteltasche immer einiges an Kräutern dabei.
Vilkas war hin und her gerissen. Einerseits passte es ihm überhaupt nicht, wie sich Akki um Brynjolf kümmerte, andererseits hatte er ihm das Leben gerettet und es war das mindeste das seine Frau den Dieb nun half. Während der Tee vor sich hinzog hatte sich Akkirah wieder etwas zu Vilkas gesetzt und sich an ihn gekuschelt. Als der Tee fertig war goss Akkirah ihn in einen Becher und reichte ihn Brynjolf.
„Danke, Mädchen.“ Er nahm den Becher und wollte einen ordentlichen Schluck nehmen, verschluckte sich aber, da der Tee sehr heiß war. Akkirah schaffte es gerade noch ihm den Becher aus der Hand zu nehmen bevor er den Inhalt verschüttete. Nachdem sich Brynjolf von seinem Hustenanfall wieder beruhigt hatte nahm Akkirah vorsichtig seinen Kopf hoch und führte den Becher an seinen Mund und achtete darauf, dass er langsam trank.
„Danke nochmals, Mädchen, aber ihr solltet euch nun lieber wieder zu euren kleinen schnell aufbrausenden Nord zurück begeben“
„Ich entscheide, wann ich zurückgehe.“ Sie zwinkerte ihm zu. „und nun versucht etwas zu schlafen, damit ihr auch schnell wieder fit seid und wir zurück nach Rifton kehren können.“
Dann stand sie auf und ging zurück zu Vilkas, der sie die ganze Zeit beobachtet hatte. Sie kannte den Blick, den er aufgesetzt hatte und musste irgendwie lachen, was ihn noch ungehaltener machte. Aber als sich Akkirah zu ihm setzte, die Arme um ihn schlang und einen Kuss gab, war all sein Unwille sofort verflogen.
„Was werden wir tun, nachdem wir in Rifton angekommen sind, mein Herz?“ fragte Vilkas dann.
„Ich weiß nicht, mein Liebster. Ein paar Tage die Ruhe genießen? Dann werden wir wohl zum Dämmergrab gehen müssen, um Nocturnal zufrieden zu stelle und den Skelettschlüssel wieder an seinen Angestammten Platz zu bringen. Auf den Weg dahin würde ich gerne einen Abstecher nach Weislauf machen. Was meint ihr.“
„Das hört sich gut an. Und dann schauen wir weiter, mein Herz.“
Sie sah in lächelnd an. Dann legt er sich wieder hin und Akkirah fing an aufzuräumen und das Geschirr zu reinigen. Brynjolf schlief tief und fest, als sie zwischendurch mal nach ihm schaute. Er wurde erst wieder wach als Karliah zurückkam. Sie hatte diesmal nicht gejagt sondern ein paar Fische gefangen. Akkirah machte zuerst noch einen frischen Becher Tee für Brynjolf fertig den sie ihm wieder selbst einflößte. Dann half sie Karliah beim Essen machen. Vilkas saß derweil da und beobachtet die beiden. Was sollte er auch großartig anderes tun?
Der Abend verlief recht ruhig, da sie Brynjolf seine Ruhe nicht stören wollten.
Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit. Vilkas durfte aufstehen. Er war erstaunt, wie wackelig er sich auf den Beinen fühlte. Und hätte Akkirah ihn nicht gehalten wäre er wohl erst mal umgekippt. Nach einigen Minuten ging es dann aber und er konnte alleine ein paar Schritte machen. Danach wurde ihm aber erst mal wieder Ruhe verordnet. Brynjolf ging es auch schon wieder besser. Akkirahs Tee schien geholfen zu haben. Das Fieber und der Schüttelfrost waren wieder weg. Er sollte sich aber trotzdem am heutigen Tage noch schonen.
Heute sollte Akkirah dann Karliah begleiten, wenn sie mit den Pferden raus ging und etwas Essbares beschaffte. Akkirah war davon überhaupt nicht begeistert. Sie sah zu den beiden Männern rüber, die dann hier alleine bleiben würden.
„Karliah, glaubt ihr wirklich, man kann die beiden hier alleine zurücklassen?“ etwas Angst schwang in ihrer Stimme mit. „Was wenn sie sich gegenseitig an die Gurgel gehen?“
„Ach Mädchen, macht euch keine Sorgen“, Er grinste schon wieder Frech, also musste es ihm wirklich schon viel besser gehen. “Wenn ihr nicht anwesend seid, haben wir doch auch keinen Grund auf einander los zu gehen. Oder wie seht ihr das mein Freund?“ Er grinste zu Vilkas rüber. Dieser gab nur ein unverständliches ungehaltenes Brummeln von sich. Brynjolf nahm das als Zustimmung. „Na also da hört ihr es. Und nun zieht schon endlich los.“
Akkirah warf einen Sorgenvollen Blick auf Vilkas. Dieser lächelte ihr etwas gequält zu, nickte dabei aber. Also entschloss sich Akkirah mit Karliah los zu gehen. Sie schwang sich draußen auf den blanken Rücken von Adelante und dann ritten sie in die tiefer gelegnen Bereiche, wo es gutes Gras zu finden gab. Akkirah spürte wie ihr nach den Tagen in der Höhle die frische Luft auf dem Rücken von ihrem Pferd gut tat und fing an den Tag zu genießen.
In der Höhle bei Vilkas Und Brynjolf herrschte zunächst schweigen. Doch dann entschloss Sich Vilkas den Anfang zu einem Gespräch zu machen. Schließlich hatte er sich bei seinem Retter ja bisher auch noch nicht so recht bedankt.
„Bryn“, fing er vorsichtig an. „Danke für alles was ihr getan habt um mich aus der überfluteten Höhle rauszuholen.“ Er schwieg einen Moment bevor er weiter sprach. Aber warum habt ihr es gemacht? Ihr hättet selbst dabei ums Leben kommen können und außerdem, wenn ich gestorben wäre hättet ihr Akkirah für euch gewinnen können.“
Im Ersten Moment war Brynjolf erstaunt, das Vilkas das so direkt sagte. Doch dann Antwortete er. „Nun, mein aufbrausender Freund, glaubt mir, der Gedanke ist mir auch gekommen. Aber letztendlich hat das Gewissen da nicht mitgespielt. Abgesehen davon, was hätte ich davon gehabt, wenn ich Akkirah nach eurem dahinscheiden für mich bekommen hätte? Eine leere Hülle. Denn mit euch wäre auch ihre Seele davon gegangen. Und ohne diese wäre sie nicht mehr die Frau, die ich haben wollte. Nein. Es ist okay so. Auch wenn es mir nicht gefällt, sie gehört zu euch. Und ihr zu ihr. Das habe ich die letzte Zeit immer wieder sehen können. Ich habe meine Chance bei ihr, bevor sie euch kennen lernte, verpasst. Und abgesehen davon bin ich auch doppelt so alt wie sie. Das hätte wohl auf Dauer auch nicht gut gehen können.“ Er schwieg nachdenklich. Auch Vilkas schwieg eine Weile und dachte über die Worte von Brynjolf nach. Zum ersten Mal seit er den Dieb kennen gelernt hatte, hatte er das Gefühl, sie könnten doch noch so etwas wie Freunde werden. Akkirah würde sich darüber sicherlich sehr freuen.
„Warum habt ihr euch der Diebesgilde angeschlossen und keinen anständigen Beruf erlernt?“ fragte Vilkas plötzlich. Auch diese Frage überraschte Brynjolf. Er dachte kurz nach. Dann begann er zu erzählen.
Seine Mutter war eine Dienstmagd bei einem adligen Herrn in Markath gewesen. Dort lernte sie eines Tages seinen Vater, einen höheren Angestellten eines Freundes ihres Herrn kennen und verliebte sich in den Mann. Leider war sein Vater einer der Sorte Mann, die Frauen als Beute ansahen und denen es Spaß machte sie zu erobern, um sie anschließend wieder fallen zu lassen. In ihrer Verliebtheit bemerkte Brynjolfs Mutter das nicht und ignorierte auch die Warnungen ihrer Freundinnen. Sein Vater versprach ihr, dass er sie sobald es ging Heiraten würde. Sie glaubte ihm und gab sich ihm hin, was nicht ohne Auswirkungen blieb, denn sie wurde Schwanger. Nach dem letzten Besuch mit seinen Herren kam er nie wieder. Nun stand seien Mutter dumm da. Solange sie trotz ihres Zustands noch arbeiten konnte war alles gut, aber als ihre Zeit der Niederkunft kam, musste sie ihre Stellung aufgeben. Sie hatte kaum Geld angespart, da der ihr lohn recht niedrig war. Zuerst kam sie bei einer Freundin unter, wo sie Brynjolf zur Welt brachte. Aber lange konnte sie dort auch nicht bleiben. Ihre Freundin stand kurz vor ihrer Hochzeit und ihr Zukünftiger wohnte in Windhelm, wohin Brynjolfs Mutter ihr nicht folgen konnte.
Ihr Vater war Lehrer gewesen und hatte seiner Tochter schreiben und lesen beigebracht. Leider verstarben ihre Eltern frühzeitig, so dass sie sich eine Anstellung suchen musste. Ansonsten hätte sie wohl möglich mit ihrem Sohn zu ihnen gehen können. Andere Verwandtschaft gab es nicht. Zu mindestens wusste sie nichts davon. Also blieb ihr nichts anderes übrig als in die schäbige Wohnkaserne von Markath umzuziehen. Mehr schlecht als recht hielt sie sich anfangs mit kleinen Dienstbotengängen über Wasser, aber je älter Bryn wurde, desto kostspieliger wurde sein Unterhalt. Eine feste Anstellung fand sie nirgends. Wer wollte schon eine Frau einstellen, die alle Naselang zu ihrem kleinen Kind sehen musste. So blieb ihr irgendwann nichts anderes, als ihren Körper zu verkaufen. Viel Geld blieb ihr aber dadurch auch nicht, denn sie wollte ja nicht, das Ihr Sohn mitbekam, was sie tat, also blieb ihr nichts übrig als ein Zimmer im Gasthof zu nehmen, wenn sie ihre Freier empfing, was ein Großteil ihrer Einnahmen sogleich wieder verschlang. Sie tat alles um ihren Sohn gesund großzuziehen. Und sie brachte ihm wann immer sie Zeit hatte so früh es ging, lesen, schreiben und rechnen bei. Er stellte sich dabei nicht unbegabt an. Natürlich fragte er oft nach seinem Vater. Aber seine Mutter sagte nur, er wäre vor langer Zeit gestorben, noch bevor er auf die Welt kam. Je älter der Kleine Brynjolf wurde, desto schwerer wurde es für seine Mutter, ihre Arbeit vor ihm geheim zu halten. Als er Acht wurde, musste er miterleben wie ein ungehaltener Freier seine Mutter verprügeln wollte, weil sie sich geweigert hatte, gewisse Praktiken anzuwenden. Er versuchte den Mann von seiner Mutter fernzuhalten aber er wurde nur zur Seite schubst, das er viel und sich den Kopf anschlug und dadurch kurzeitig das Bewusstsein verlor. Daraufhin wurde seine Mutter zur Furie, denn niemand durfte ihren kleinen Jungen was tun. Sie bückte sich nahm eine Stein zur Hand und erschlug den Freier. Die Familie des Mannes war aber reich und sorgte dafür dass Brynjolfs Mutter ins Gefängnis kam. Den Jungen schickte man mit der nächsten Kutsche ins Waisenhaus von Rifton. Die Mutter konnte die Trennung von ihrem Sohn nicht verkraften und starb kurze Zeit später im Gefängnis an ihrem Kummer.
So gelangte Brynjolf nach Rifton. Auch zu diesem Zeitpunkt war die „gütige Grelot“ dort die Leiterin des Waisenhauses und quälte die Kinder. Brynjolf, bis dahin an sich behütet aufgewachsen, konnte sich in dem Waisenhaus nicht einleben. Er nutzte die erstbeste Gelegenheit und floh aus seinem neuen Zuhause. Er versteckte sich in der Kanalisation unter Rifton, wo ihn ein alter Mann Unterschlupf gewährte, wenn er dafür sorgen würde, dass er ihm regelmäßig was zu essen brachte. So begann Brynjolf dann Essen auf dem Marktplatz zu stehlen. Er stellte sich dabei recht geschickt an. Der alte Mann lehrte ihm, wie man die Taschen von Leuten lehren konnte. Auch die Taschendiebstähle gingen ihm leicht von der Hand. So lebte Brynjolf bei dem Alten 3 Jahre bis dieser starb. In dieser Zeit hatte er viel über das Diebshandwerk gelernt, das er sich schon eine recht guten Namen gemacht hatte. Nachdem der alte tot war lernte er eines Tages Gallus kenne. Dieser erkannte das Talent des Jungen und nahm ihn unter seine Fittiche. Da er aber noch zu jung war, um der Diebesgilde bei zu treten blieb er dort wohne wo er bis dahin mit dem alten Mann gelebt hatte. Als er 13 wurde, nahm Gallus ihn mit in die zersplitterte Flasche und führte ihn in die Gilde ein. Mit knapp 17 erlebte Brynjolf dann den Tod von Gallus. Er beschloss an Mercers Seite zu bleiben, der Gallus nachfolgte.
Als Brynjolf staunte über sich selbst. Noch nie zuvor hatte er jemanden seine komplette Lebensgeschichte erzählt. Und tat er es ausgerechnet bei diesem dahergelaufenen Nord. Vilkas stand vorsichtig auf und setzte sich neben den Dieb und legte seine Hand auf die Schulter von Brynjolf. „Ich schätze unter diesen Umständen gab es keine andere Möglichkeit. Es tut mir leid, was euch alles widerfahren ist.“ Er sah Brynjolf direkt in die Augen. Dieser erwiderte den Blick und lächelte. In dem Moment kamen Akkirah und Karliah zurück und staunten nicht schlecht, als sie die beiden Männer einträchtig nebeneinander sitzen sahen.
„Hoffentlich stören wir nicht“, lies sich Karliah vernehmen.
„Wenn ihr uns was zu Essen macht bestimmt nicht“, Brynjolf schnippische Art war wieder zurückgekommen. Vilkas konnte sich ein Grinsen auch nicht verkneifen.
An diesem Abend saßen sie alle vier das erste Mal, seit sie gemeinsam aufgebrochen waren, wirklich absolut entspannt beieinander während sie sich unterhielten.
Am nächsten Morgen beschlossen sie endlich nach Rifton aufzubrechen. Da Vilkas immer noch nicht so fit war und stundenlang reiten konnte, machten sie häufiger Rast, so dass sie 5 Tage brauchten um nach Hause zu kommen.

CKomet

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Montag, 28. Mai 2012, 21:04

Am späten Nachmittag kamen die vier Gefährten bei den Ställen von Rifton an. Brynjolf und Karliah hielten sich im Hintergrund, als Akkirah und Vilkas die Pferde in den Stall brachten. Shadre freute sich, sowohl Akki und Vilkas sowie die Pferde munter und gesund wieder zu sehen. Er kümmerte sich um die beiden Wallache während Akkirah und Vilkas Adelante versorgten. Als sie fertig waren gingen sie hinter den Ställen zu ihren beiden Gefährten.
„Wollt ihr noch mit reinkommen und wir Essen oben auf der Terrasse gemeinsam?“ fragte Akkirah.
Brynjolf schüttelte den Kopf. „Es ist besser man sieht uns nicht zusammen. Es könnte Gerede aufkommen, sollte jemand uns zufällig so zusammen sehen, und das wäre nicht sonderlich gut für uns alle. Wir treffen uns morgen Mittag in der Zersplitterten Flasche. Ich werde Vekkel bitten uns was zu Essen zu machen. Er ist ein großartiger Koch.“
Akkirah nickte und lächelte. „Okay. Dann sehen wir uns morgen.“
Sie umarmten sich alle gegenseitig zum Abschied und gingen dann jeder seiner Wege. Nachdem Akkirah und Vilkas ihr haus betreten hatten, entledigten sie sich erst mal ihrer Rüstungen und zogen einfache Kleidung an. Es war noch nicht sonderlich spät und die Marktstände sollten wohl noch offen haben. Sie beschlossen daher fix zum Markt zu gehen um einzukaufen. Außerdem bedurften ihre Rüstungen nach dem Bad in der Überschwemmten Höhle dringend fachkundige Pflege und Balimund war nicht nur ein guter Schmied sondern hatte auch ein gutes Händchen für Lederrüstungen. Daher wollten sie dass er sich die Schäden mal anschaute und gegebenenfalls reparierte.
Balimund freute sich die beiden zu sehen. Es war zwar ein ungewohnter Anblick sie ohne ihre Rüstungen zu sehen, aber als er sah, wie der Zustand von diesen war, nahm er sie sofort an sich und versprach, das sie in drei Tagen wie neu sein würden. Da Vilkas guter Zweihänder im Kampf gegen Brynjolf und Karliah verloren gegangen war, brauchte er auch eine neue Waffe. Das Teil, das er zurzeit mit sich rumschleppte, war nicht sonderlich ausbalanciert und auch sonst von recht schlechter Qualität. Aber immer noch besser als keine Waffe zu haben hatte er sich gesagt, als sie noch mal beim Eingang von Irkngthand sich nach einer passenden Waffe für Vilkas umgeschaut hatten. So sahen sie sich die Waffen an, die Balimund in seinem laden vorrätig hatten. Aber irgendwie war keine darunter, die Vilkas wirklich zusagte.
„Wenn ihr mir sagt, was ihr haben wollt, könnte ich euch eine anfertigen. Egal aus welchen Material“, meinte der Schmied schließlich als Vilkas einfach nichts fand. Vilkas überlegte kurz. Dann gab er dem Schmied eine recht detaillierte Beschreibung seiner Vorstellungen. Und als Material hätte er am liebsten Ebenerz. Balimund nickte. „Das sollte kein Problem sein. Nur das Ebenerz müsste ich noch aus Shores Stein besorgen. Für einen Zweihänder reichen meine Vorräte hier nicht aus“, sagte Balimund. „Das Schwert würde in ca. einer Woche fertig sein, nachdem das Erz da ist. Dafür bräuchte es wohl noch mal 2 Tage.“
„ich habe noch ein paar Ebenerzbarren zu Hause“, Akkirah strahlte. Damit würde die Beschaffungszeit schon mal wegfallen.“
„Wenn ihr mir sagt, wo ihr es habt, hole ich es schnell. Dann könnt ihr die restlichen Einkäufe erledigen“, lächelte Vilkas.
Akkirah beschrieb ihm, in welche Truhe sie es gelegt hatte und Vilkas machte sich sofort auf en Weg um es zu holen. Balimund freute sich, dann könnte er gleich morgen früh damit anfangen. Akkirah bedanke sich bei dem Schmied und ging dann weiter um etwas zu Essen zu kaufen.
Als Vilkas vom Schmied zurückkam war sie schon dabei das Essen vorzubereiten. Es sollte heute Fasan mit Kartoffeln und Gemüse geben. Während Akkirah vor der Kochstelle stand legte Vilkas seine Arme um sie und küsste sie am Hals. Sie drehte sich in seinen Armen zu ihm um und sah in tief in seine eisgrauen Augen. „Ich bin so glücklich, das wir beide wieder gemeinsam hier zu Hause sind. Ich liebe euch wahnsinnig, mein wilder Wolf“, sagte sie ganz leise. „Ich weiß nicht was ich getan hätte wenn ihr umgekommen wärt.“ „Ihr hättet euch an euer Versprechen gehalten, das wir uns gegeben haben und weitergemacht, bis wir uns in Sorvengarde wieder sehen würden.“ Antwortete er lächelnd. Dann half er ihr beim Essen kochen und deckte draußen auf der Terrasse den Tisch.
Nach dem Essen saßen beide lange Arm in Arm da und lauschten den Nächtlichen Geräuschen. Es war eine sternenklare Nacht. Als es zu kalt wurde brachte sie alles ins Haus und begaben sich zu Bett. Es war das erste Mal seit Tagen, das sie wieder alleine waren und so hatten sie einiges nachzuholen.
Am nächsten Morgen wurde Akkirah wach, als Vilkas ihr sanft mit der Hand übers Haar strich. Sie seufzte leise und schmiegte sich an ihren Liebsten. Wie hatte sie es vermisst, so morgens neben Vilkas aufzuwachen und seinem Herzschlag zu lauschen, wenn ihr Kopf auf seiner Brust ruhte und sich dabei keine Sorgen machen zu müssen. Sie blieben beide so noch eine Weile liegen, bis sich Akkirah dann doch aufrappelte und sich ein einfaches Gewand überwarf. Vilkas folgte ihrem Beispiel. „Kommt“, sagte er, „Lasst uns schnell Adi versorgen und dann gehen wir eine Runde im See schwimmen. Bis Mittag haben wir ja noch viel Zeit.“
Akkirah nickte und nahm 2 Handtücher mit. Beim Stall ließen sie sich viel Zeit. Noch war es recht neblig, aber das würde sich, sobald die Sonne durchkam schnell ändern. Als sie die Stallarbeit erledigt hatten liefen sie gemeinsam Hand in Hand runter zum See. Akkirah war zuerst im Wasser und spritzte Vilkas der langsamer war ordentlich nass. Mit gespielter Wut jagte er ihr ins Wasser nach und versuchte sie zu fangen, was ihm wie meist erst dann gelang, als Akkirah es zuließ. Sie blieben bis kurz vor Mittag unten am See. Dann liefen sie hoch ins Honigheim um sich ihre einfachen Lederrüstungen anzuziehen. Man wusste ja nie, wer oder was sich im Rattenweg rum trieb.
Langsam wurde es nun auch Zeit loszugehen. Ungehsehen betraten sie den Rattenweg. Niemand lief ihnen hier über den Weg und so kamen sie ohne Probleme zur zersplitterten Flaschen. Heuer stand wie meist Wache und sah sich jeden Besucher genau an. Scheinbar hatte Brynjolf vergessen ihn darüber zu informieren, das Vilkas Akkirah begleiten würde, denn er wollte Vilkas nicht durchlassen.
„Heuler“, die schärfe in der Stimme von Brynjolf ließ den Wachposten zusammenfahren, „Lasst ihn durch er gehört zu uns, genau wie das Mädchen.“ Widerwillig ließ Heuler die beiden passieren. „Wenn ihr ärger macht, könnt ihr was erleben“, konnten die beiden gerade noch so hören und mussten beide grinsen. Brynjolf kam auf sie zu und umarmte beide nacheinander Kameradschaftlich. Akkirah beobachtete Vilkas als Brynjolf sie in den Arm nahm und stellte fest, das Vilkas vollkommen ruhig dabei blieb. Sie musste lächeln. Ihr eifersüchtiger Wolf schien zu mindestens hier gezähmt zu sein. Sie konnte nicht anders und ergriff seine Hand und sah in strahlend an. Vilkas erwiderte ihren Blick lächelnd.
„Kommt, Vekkel hat das Essen fast fertig. Es müssen nur noch schnell die Tische zusammengestellt werden und dann aufgetragen werden.“ Außer Vekkel wusste niemand was geplant war und so sah man skeptische Blicke von Vex und Delwin. Akkirah und Vilkas halfen die Tische zusammen zustellen. Nachdem Vekkel eingedeckt hatte und das Essen dann auf dem Tisch stand. Setzen sich alle Anwesenden an den Tisch. Auch Vekkel, Tonilia und Heuler sollten sich dazugesellen.
Brynjolf hob ein Glas von dem Rotwein, den man zur Feier des Tages auf den Tisch gestellt hatte: „Ich erhebe das Glas auf eine neue Zukunft der Diebesgilde. Möge sie wieder im alten Glanz erstrahlen.“ Die anderen hoben auch ihre Gläser und nahmen einen Schluck von dem guten Wein. „besonders möchte ich mich an dieser Stelle nun bei unsere beiden Gästen, dem Mädchen und Vilkas bedanken, die viel dazu beigetragen haben, das wir heute hier gemeinsam sitzen können, auch wenn sie keine direkten Mitglieder unserer Gilde sind.“ Er wartet kurz bevor er weiter sprach weil er sah, dass zu mindestens Vex und Delwin ihn recht erstaunt ansahen.
„Bevor wir uns zu viert aufgemacht hatten um Mercer das Handwerk zu legen, hatten wir im kleinen Rat schon über die Nachfolge der neuen Gildenmeisters gesprochen, und waren uns einig das das Mädchen diesen Posten übernehmen sollte, denn dank ihr geht es uns heute wieder so gut wie in früheren Tagen. Zuvor hatten Vex und Delwin vorgeschlagen, ich solle dieses machen, aber ich hatte da noch andere Dinge im Kopf.“ Wieder machte er eine Pause. “Als Karliah und ich sie nach dem Tod von Mercer drauf angesprochen haben, lehnte sie sogleich ab und durch ihre Worte musste ich lange nachdenken und feststellen, das sie recht damit hatte, als sie sagte ich solle den Posten übernehmen, da sie der Meinung war, ich wäre der beste für diesen Posten.“ Brynjolf senkte den Kopf. Man konnte merken, wie unwohl er sich gerade fühlte. Vex war die erste die sprach: „warum nicht gleich so, Bryn? Auch Del und ich waren der Meinung du wärst die erste Wahl für den Job.“ Sie drehte sich zu Akkirah um. „Nichts für ungut meine Liebe.“ Akkirah lächelte. „Ihr habt doch recht.“
Da erhob Delwin sein Glas: „Auf Bryn, unseren neuen Gildenmeister. Möge er unsere Erwartungen gerecht werden.“ Alle anderen am Tisch erhoben auch ihre Gläser und tranken auf ihren neuen Gildenmeister. Brynjolf war ganz gerührt. Damit hatte er nicht gerechnet und wusste nun fehlten ihm die passenden Worte. Er setzte sich nur noch hin und sagte: „Wir sollten mit dem Essen beginnen bevor es kalt wird.“ Das ließ sich niemand zweimal sagen.
Während des Essens mussten Brynjolf, Akkirah und Vilkas berichten was in Irkngthand geschehen war. Und so saßen sie alle bis in den späten Abend zusammen. Später erzählten Delwin und Vex ein paar Geschichten aus ihrer Laufbahn. Als es auf Mitternacht zuging, beschlossen Akkirah und Vilkas zu gehen. Sie verabschiedeten sich von allen Anwesenden bis auf Brynjolf. Dieser begleitet sie noch bis zum Ausgang vom Rattenweg. „Wo war eigentlich Karliah“, fragte Akkirah bevor sie sich verabschiedeten? „Ich habe sie heute vermisst. Wollte aber nicht vor den anderen nachfragen.“ „Sie wollte etwas für sich sein und ist in die halle der Nachtigallen zurückgekehrt. Ich hätte sie heute auch gerne dabei gehabt.“
„Nun ja, sie ist ja glücklicherweise nicht aus der Welt und wir können sie jederzeit besuchen.“
Dann fiel Akkirah ihm um den Hals und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Ihr werdet ein guter Gildenmeister sein, das weiß ich.“ Als sie sich von ihm löste, trat Vilkas auf Brynjolf zu. Er reichte ihm seine Hand. „Auch ich glaube ihr werde eure Aufgabe gut meistern, mein Freund.“ Brynjolf war gerührt. Dann nahm er Vilkas freundschaftlich in die Arme. Als Akkirah und Vilkas kurze Zeit später zu Hause in ihrem Bett lagen sah Akki ihren Mann an. „Was ist an dem Tag nur geschehen, wo ich mit Karliah unterwegs war? Ich hätte nie erwartet, dass ihr jemals Freunde werden würdet. Aber es macht mich glücklich, dass es passiert ist.“ Sie nahm in fest in die Arme und kuschelte sich an ihn. „Das ist etwas das nur mich und Bryn etwas angeht, mein Herz“, sagte er ganz leise und zog sie an sich. Akkirah lächelte still vor sich hin. Egal was passiert war, die Wirkung zählte und mehr musste sie auch nicht wissen.

CKomet

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Montag, 18. Juni 2012, 16:34

Den nächsten Tag genossen Akkirah und Vilkas in völliger Zweisamkeit. Sie nahmen ihr Boot und ruderten wie so oft zu ihrer kleinen Insel und verbrachten einen entspannten Tag da draußen. Auch die folgenden Tage verliefen ruhig und Akkirah wünschte sich, es würde immer so sein. Zwischendurch hatten sie ihre Rüstungen von Balimund abgeholte. Sie wirkten wie neu. Als sie ihn bezahlen wollten, wiegelte er ab. „Ihr werdet noch genug Gold für das Schwert los, wenn es fertig ist.“ „Gibt es nichts was ihr brauchen könntet?“ fragte Vilkas. Balimund überlegte. „Solltet ihr auf euren Reisen an Feuersalze rankommen, würde ich mich freuen wenn ihr mir davon welche bringen könntet. Leider läßt das Feuer in der Schmiede nach und ich befürchte sie könnte bald gänzlich erlöschen. Und nur echte Feuersalze können dem Einhalt gebieten.“
„Das sollte kein Problem für uns darstellen. Ihr werdet eure Feuersalze bekommen.“ Vilkas war froh etwas für den Schmied tun zu können.
Am sechsten Tag nach ihrer Ankunft in Rifton schwangen sich Akkirah und Vilkas in den Sattel von Adelante und ritten hinaus zur Nachtigallenhöhle. Wenn Vilkas morgen sein neues Schwert bekommen würde, könnte sie zum Dämmergrab aufbrechen um den Skelettschlüssel wieder dort hin zu bringen, wo er hingehörte. Akkirah fühlte sich nicht sonderlich wohl den Schlüssel die ganze Zeit bei sich zu tragen, daher wollte sie ihn so schnell wie möglich wieder loswerden. Vorher wollen sie aber noch mit Karliah sprechen, um noch ein paar Informationen über das Dämmergrab ein zu holen.
Als sie die Nachtigallenhalle betraten erkannte sie die Veränderungen sofort. Es sah aufgeräumter aus als vorher. Karliah hatte gute Arbeit geleistet. Wobei Akkirah feststellen musste sie würde sich hier nie wirklich wohl fühlen können. Sie trafen Karliah dort, wo sie ihre eigenen Nachtigallenrüstungen erhalten hatten. Sie war so in Gedanken versunken, dass sie die beiden Ankömmlinge nicht bemerkte. Sie schrak zusammen als Akkirah ihr die Hand auf die Schulter legte.
„Entschuldigt, ich wollte euch nicht erschrecken“, Akkirah sah die ältere Diebin an.
„Ist schon in Ordnung. Ich sollte auch vorsichtiger sein, so dass mich niemand überraschen kann. Was führt euch hierher?“
„Wir wollen wahrscheinlich übermorgen zum Dämmergrab aufbrechen. Doch dazu wäre es sicherlich nützlich, wenn ihr uns alles was ihr über das Grab wisst mitteilen könntet.“
Karliah erzählte ihnen alles was sie über das Dämmergrab und auch über die Pilger, die es regelmäßig besuchten, um Nocturnal zu ehren, wusste. Sie zeichnete die Lage des Grabes auf einer Karte ein und überreichte sie Akkirah. Diese nahm sie an sich und packte sie in ihre Tasche. Vilkas und Akkirah blieben noch ein Weilchen und unterhielten sich mit Karliah bevor sie wieder nach Rifton aufbrachen. Den Rest des Tages verbrachten sie unten am See.
Am nächsten Morgen hatte sich das Wetter geändert. Es war draußen grau und ungemütlich und nieselte vor sich hin. Kein Wetter, wo bei dem man sich gerne im Freien aufhielt. Sie liefen schnell rüber zu Balimund, um zu sehen, was das Schwert von Vilkas machte. Es war fertig und sah prächtig aus. Vilkas nahm es in beide Hände, schwang es ein paar Mal hin und her und war begeistert von der Ausgewogenheit der Waffe. Selbst Eorlund, der Schmied der Gefährten, hätte es kaum besser machen können. Nachdem sie die Waffe bezahlt hatten beschlossen sie, ihren Freunden in der Diebesgilde noch einen Besuch abzustatten, bevor sie morgen erst mal wieder für längere Zeit die Stadt verließen. Zuvor gingen sie aber noch in den Bienenstich um etwas zu essen. Der Besuch in der Diebesgilde war recht kurz, da viele abwesend waren und Brynjolf dabei war, die Gildenbücher wieder auf Fordermann zu bringen.
Er freute sich aber sehr die beiden zu sehen und wünschte ihnen für ihre Reise alles Gute. Den Rest des Tages verbrachten sie in ihrem Haus. Das Wetter war den ganzen Tag nicht besser geworden.
Am folgenden Morgen brachen beide in aller Frühe auf und machten sich auf dem Weg zum Dämmergrab. Der kürzeste Weg dorthin war eigentlich über Helgen und Falkenring, aber sie wollten unbedingt noch in Jorrvaskr vorbeischauen. Also nahmen sie den weiteren Weg auf sich und ritten zunächst nach Weislauf. Als sie sich auf dem Weg machten, war das Wetter wie am Vortag ungemütlich. Sie legten daher ihre Regenumhänge über. Im Laufe des Tages wurde es aber wieder trocken. Ansonsten passierte nichts Aufregendes auf ihrer Reise und sie kamen nach einigen Tagen in Weislauf an. Sie brachten Adelante in den Stall und liefen anschließend gleich nach Jorrvaskr hoch.
Es war recht ruhig in der Halle als sie diese betraten. Farkas war mit Frogar auf einen Ausflug in die Umgebung unterwegs und sie würden unter freiem Himmel übernachten und im Laufe des nächsten Tages wieder kommen. Torvar war mit Ria unterwegs Richtung Dämmerstern. Vignar und Brill waren wie meist um diese Zeit im Trunkenen Jägersmann anzutreffen.
Tilma, Aela und Athis freuten sich aber sehr, Akkirah und Vilkas wieder zu sehen. Akkirah merkte das Vilkas traurig war seine Bruder nicht anzutreffen, denn sie hatten eigentlich vorgehabt gleich am nächsten Tag weiter zu ziehen.
„“Es ist schön wieder mal hier zu sein“, sagte Akkirah. “Leider müssen wir aber in 3 Tagen auch schon wieder weiter. Aber wir wollten unbedingt hier vorbeischauen.“
Vilkas sah Akkirah erstaunt und gleichzeitig dankbar an. Er wusste wie sehr es sie drängte den verfluchten Skelettschlüssel loszuwerden und doch hatte sie ihren Aufenthalt in Jorrvaskr spontan verlängert.
Tilma schickte die beiden erst mal runter in ihre Gemächer, damit sie ihr Gepäck anlegen konnten, bevor sie zum Abendessen wieder in die Halle kamen. So gingen Akkirah und Vilkas dann zunächst in ihre Räumlichkeiten. Als sie dort alleine waren nahm Vilkas Akkirah in den Arm. „Danke, mein Herz, das wir 2 Tage hier bleiben können.“
„Ich würde euch nie von eurem Bruder fernhalten. Also warten wir auf ihn.“ Sie küsste ihn zärtlich.
Nachdem sie ihre Sachen zur Seite gepackt hatten begaben sie sich wieder nach oben in die Methalle. Tilma hatte das Essen auch schon fertig und so unterhielten sie sich über die vergangenen Abenteuer, wobei Akkirah und Vilkas das ein oder andere Detail die direkt mit Nocturnal zu tun hatte, lieber für sich behielten. In Jorrvaskr verlief das Leben auch recht ruhig. Seit die Silberne Hand zerschlagen war, mussten sie auch keine Angriffe dieser Gruppe mehr befürchten. Wäre nicht der schwelende Bürgerkrieg, der sich glücklicherweise in Weislauf selbst kaum bemerkbar machte, könnte man meinen die Welt wäre bis auf ein paar Verbrecher ruhig und friedlich. Selbst die Drachen schienen in letzter Zeit wieder seltenen aufzutauchen. Akkirah und Vilkas waren froh das es so ruhig war, so musste Akki kein allzu schlechtes Gewissen haben, das sie so selten hier war. Irgendwann nach Mitternacht löste sich die Gesellschaft dann langsam auf und alle begaben sich zu Bett.
Am nächsten Morgen stand Akkirah wie gewohnt recht früh auf. Sie bemühte sich dabei Vilkas nicht zu wecken und gab ihn, bevor sie das Zimmer verließ einen Kuss auf die Stirn. Oben in der Halle, was Tilma wie gewohnt schon am rumwerkeln. Akkirah begrüßte sie kurz im vorbeilaufen und begab sich hinunter zu den Ställen um sich um Adelante zu kümmern. Als sie damit fertig war, schaute sie auf den Rückweg nach Jorrvaskr noch kurz in ihrem Haus nach, um zu sehen, ob alles in Ordnung war. Dann lief sie schnell wie der Wind wieder nach oben. Zwischenzeitlich waren die meisten auch schon wach und hatten sich zum Frühstück an die große Tafel gesetzt. Akkirah setzte sich neben Vilkas, der sie lächelnd ansah.
Nach dem Frühstück beschossen Akkirah und Vilkas sich um die Banditen, die sich unterhalb der Stadt in den Felsen eingenistet hatten, zu kümmern und sie zu verscheuchen. Ein wenig Arbeit konnte ja nicht Schaden. Sie machten sich zu Fuß auf den Weg. Wie zu erwarten waren die Banditen nicht einsichtig und wollten freiwillig gehen, also blieb den beiden Gefährten nichts anderes übrig, als sie mit ihren Waffen zu überzeugen. Dabei kamen viele der Banditen ums Leben und 2 flohen letztendlich. Akki beschloss sie laufen zu lassen. Die würden hier so schnell nicht wieder auftauchen, da war sie sich sicher. Es war früher Nachmittag als die beiden zurück nach Jorrvaskr kamen. Als sie die Halle betraten wurden beide sogleich stürmisch von einem Jungen begrüßt. „Vilkas, Akki, ich freue mich so, das ihr wieder da seid. Ich muß euch unbedingt zeigen was ich alles schon gelernt habe. Ich kann schon fast eine Seite an einem Stück und zu stocken lesen. Und mit dem Schwert kann mich auch kaum noch einer besiegen.“
Frogar hatte einen leichten Hang zum übertreiben und Akkirah musste sich das Lachen verkneifen, als der Kleine so zuversichtlich vor ihr stand. Sie nahm ihn in den Arm: „Ihr müsst mir dann nachher unbedingt etwas vorlesen. Und Vilkas wird euch bestimmt prüfen wollen, was eure Schwertkünste angeht.“ Während sich Akki mit Frogar unterhielt, waren sich die Zwillinge zur Begrüßung in die Arme gefallen. Anschließend nahm Farkas auch Akkirah in den Arm und sie gab ihm zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange. Es erstaunte sie immer wieder, das ihr sonst über alle maßen eifersüchtige Ehemann nichts dagegen hatte, wenn sie seinen Bruder in den Arm nahm oder ihm sogar einen Begrüßungskuss gab. Und sie war froh, dass sie geblieben waren. Auch wenn die Brüder es nicht offen zeigten, sie mussten sich von Zeit zu Zeit sehen, denn zwischen ihnen gab es eine Bindung, die sich schon im Mutterleib gebildet hatte. Akkirah beschloss die beiden alleine zu lassen. Sie nahm Frogar an der Hand und ging mit ihm zu einer Bank rüber, um sich mit ihm zu unterhalten.
„Wie lange bleibt ihr?“ fragte Farkas seinen Bruder, als Akkirah und Frogar sich zurückgezogen hatten.
„Übermorgen ziehen wir wieder weiter. Wir müssen dringend einen Gegenstand an seinem ursprünglichen Platz bringen.“
„Ich würde euch gerne begleiten, aber ich schätze, wir müssten dann den Jungen mitnehmen.“
„Es ist noch zu gefährlich für den Kleinen. Aber wir werden bestimmt noch andere Gelegenheiten haben, gemeinsam los zu ziehen. Ich werde mit Akki, nachdem wir die Aufgabe erledigt haben erst mal nach Jorrvaskr zurückkommen und dann haben wir bestimmt genug Gelegenheiten haben, gemeinsam was zu unternehmen.“
Farkas lächelte. „Das hört sich gut an.“ Sie unterhielten sich noch eine ganze Weile, dann meinte Farkas: „Hmmm… sollten wir Akki von dem Jungen erlösen?“
Vilkas sah zu ihr rüber: „Nein, es macht ihr spaß mit dem Jungen. Lasst uns etwas in den Hof gehen. Ich will schauen, ob ihr auch nichts verlernt habt, von dem was ich euch mühsam beigebracht habe.“
„Hey…ihr werdet sehen, das ihr mit eurem neuen Zahnstocher keine Chance gegen meinen guten alten Zweihänder haben werdet.“ Farkas lachte und so gingen beide nach draußen.
Am Abend fanden sich alle wieder in der Halle zum Essen ein. Als sie fertig waren, brachte Rhia den kleinen Frogar zu bett, der sich erstaunlicherweise nicht dagegen sträubt wie sonst, da er wirklich todmüde war, da er vor Aufregung die Nacht zuvor draußen kaum geschlafen hatte. So konnte der Rest sich in ruhe bei einem oder mehreren Bechern Met unterhalten.
Als Akkirah später zu Vilkas ins Bett krabbelte, merkte sie dass ihn etwas bedrückte.
„Was ist los mein Liebster? Ich dachte ihr wärt glücklich, das wir hier geblieben sind?“ Sie beugte sich über ihn um ihn beim Schein der Kerzen besser in die Augen sehen zu können. „Ach mein Herz, das bin ich doch auch.“ Er lächelte sie an. „Nur was wird wenn wir vom Dämmergrab zurückkommen? Wohin werden wir dann gehen?“ Plötzlich wurde ihr klar um was es ihm ging. Er hatte fast sein ganzes Leben hier in Jorrvaskr und Weißlauf verbracht. „Ich gehe dahin wo ihr hingeht, mein Liebster. Und ich denke wir gehören zu unserer Familie. Und die ist hier in Weißlauf. Oder was meint ihr?“
„Ja“, antwortete er ganz leise und zog sie an sich. „Wir gehören zu unserer Familie.“

Am nächsten Morgen wurden Akkirah und Vilkas in Herrgottsfrühe von einem ungeduldigen klopfen an der Tür geweckt. Vilkas grummelte ungehalten vor sich hin und Akki sprang fix aus dem Bett um sich etwas anzuziehen, denn sie ahnte das es sich um Frogar handeln würde, der beim ersten laut sofort in den Raum gestürmt kommen würde. Nachdem sie sich angekleidet hatte, fragte sie „Wer ist da?“ und wie erwartet kam der Junge reingestürmt.
Sie setzte eine strenge Mine auf und sah den Jungen ernst an. „Mein Junge, ich glaube man hat bisher vergessen euch anständige Manieren beizubringen. Man bleibt vor einer geschlossenen Tür solange stehen, bis man hereingebeten wird. Und ich kann mich nicht dran erinnern das Vilkas oder ich dieses getan haben. Also geht wieder hinaus und klopft noch mal an.“
„Aber warum soll ich wieder rausgehen, wenn ihr mich doch gleich wieder reinlasst? Das ist doch blödsinnig und Zeitverschwendung.“
Der Junge stand entrüstet da. Vilkas zog sich die Decke über den Kopf, damit der Junge nicht bemerkte wie er grinsen musste.
„Habe ich gesagt, dass ich euch rein rufen werde?“ Der Junge wurde rot. „Nein“, sagte er kleinlaut und ging wieder hinaus und schloss die Tür hinter sich. Dann vernahmen Akki und Vilkas ein erneutes Klopfen. „Wer ist da?“ fragte Akki erneut. „Ich bin’s, Frogar. Darf ich reinkommen?“
„Nein, wartet bitte oben in der Methalle bis wir hochkommen.“
Sie konnte fast spüren, wie der Junge draußen mit dem Fuß aufstampfte und sich dann umdrehte und nach oben ging. ‚Na also’, dachte sie sich, ‚das geht doch’. Dann drehte sie sich zu Vilkas um der sich zwischenzeitlich die Decke wieder vom Kopf gezogen hatte und weiterhin grinste. Mit gespielter Entrüstung, zog sie ihm die Decke komplett weg. „Hey, was soll das?“
„Wenn ihr mich schon nicht bei den Erziehungsmaßnahmen unterstützt, könnt ihr wenigstens gleich mit aufstehen und gemeinsam mit mir nach oben gehen.“ „Ihr brauchtet meine Hilfe doch gar nicht, mein Herz.“. Vilkas sprang aus dem Bett und nahm seine Frau in den Arm. „Ihr habt es auch so hervorragend gemeistert.“ Er schnappte sich seine Kleidung und zog sich an. Dann gingen sie gemeinsam hoch in die Methalle, wo Frogar als einziger am Tisch saß und ein Glas Mich, das Tilma ihm gegeben hatte reichte.
„Ihr seid aber heute beider Früh in Gange, das kennt man von euch ja gar nicht“, meinte Tilma, als sich die beiden an den Tisch setzten.
„Wir wurden halt geweckt und haben dann beschlossen gleich aufzustehen“, meinte Vilkas nur und zwinkerte Frogar zu.
„Das Brot braucht noch etwas bis es fertig ist“ sagte Tilma darauf.
„Kein Problem, ich will eh noch schnell runter zu den Ställen und nach Adelante schauen.“
Frogar sprang auf. „Bitte, Akki, darf ich mitkommen? Ich verspreche auch ganz brav zu sein.“
Sie nickte. „Kommt mit.“ Sie gab Vilkas einen Kuss bevor sie die Halle verließ und Frogar folgte ihr ganz brav.
Auf den Weg zu den Ställen bombardierte Frogar Akkirah mit einem Haufen Fragen. Sie war wirklich erstaunt, wo der Junge diese alle hernahm. Und sie bemühte sich alle so gut es ging zu beantworten. So, wollte er wissen, warum eigentlich nur sie und Vilkas ein eigenes Pferd hatten und die anderen meist zu Fuß gingen, oder sich bei Bedarf eines in den Ställen ausliehen. Würde er, wenn er größer war auch ein Pferd haben können? Wie war Akkirah auf den Namen Adelante gekommen und so ging es in einer Tour weiter. Sie war froh als sie unten bei den Ställen ankamen und sie so seine Fragen abwürgen konnte. Sie erklärte ihm, wie man sich einem Pferd näherte, worauf er dabei zu achten hatte. Sie nahm Adelante aus dem Stahl und drückte dem Jungen eine Mistgabel in die Hände. „Wer ein eigenes Pferd haben will muß auch wissen, was für arbeit damit verbunden ist, daher darfst du die Box erst mal sauber machen.“ Sie selbst nahm auch eine Mistgabel in die hand und zeigte dem Jungen wie man damit umging. Er war erstaunlicherweise Feuer und Flamme bei der Arbeit. Als die Box frisch eingestreut war, füllte Akki eine große Schaufel Futter in die Krippe und schüttete etwas Heu auf. Sie schickte den Jungen los, frisches Wasser aus dem Bach hinter dem Stall zu holen. Danach ließen sie Adelante erst mal in ruhe fressen. Als die Krippe leer gefressen war holte Akkirah das Putzzeug und zeigte dem Jungen wie man damit umging. Da er recht klein war kam er nur an die Beine und den Bauch ran, aber glücklicherweise, war Adi in Gegenwart von Kindern die Ruhe in Person und schaute nur ab und an mal zu dem Kleinen rüber während sie ihr Heu genüsslich kaute. Akkirah putzte den Rest und als sie fertig waren wuschen sie sich fix im Bach und liefen wieder hoch nach Jorrvaskr, wo zwischenzeitlich das Frühstück auf dem Tisch stand. Akkirah setzte sich neben Vilkas, der schon angefangen hatte.
Als alle fertig waren wurde geplant wer an diesem Tage was machen würde. In der alten Ruine bei der Mondschmiede hatten sich wieder neue Banditen eingenistet, die vertrieben werden mussten, da sie auch die Höfe in der Umgebung angriffen, bzw. die Leute dort bedrohten und ausraubten.
Dann war da noch ein Riese, der Nahe von Rorikstatt auf einem Hof für ärger sorgte. Es wurde beschlossen, dass die Zwillinge sich um das Lager der Stillen Monde kümmerten, während Aela und Athis sich nach Rorikstatt aufmachten. Akkirah wollte ein paar Kräuter sammeln gehen und hatte beschlossen den Frogar dazu mitzunehmen. Ein wenig Naturkunde konnte ja nicht Schaden und das Reiten auf Adelante würde ihm bestimmt Spaß machen. Er war ganz aus dem Häuschen als Akki ihm das vorschlug.
Vilkas nahm Akkirah, bevor er mit Farkas aufbrach in die Arme. „Seid ihr mir auch nicht Böse, das ich mit Farkas losziehe und euch hier alleine zurücklasse?“ Sie sah ihn lächelnd tief in seine eisgrauen Augen. „Zieht schon los. Das war doch was ihr wolltet. Etwas Zeit mit eurem Bruder.“ Sie küsste ihn sanft und löste sich dann aus seiner Umarmung. Sie drehte sich zu Farkas um. „Und ihr passt gut auf Vil auf, ansonsten bekommt ihr gewaltig ärger mit mir und ich lasse euch nie wieder alleine losziehen.“ Farkas lachte. „Ihr habt mein Wort drauf.“ Er nahm sie kurz zum Abschied in den Arm und dann verließen die Zwillinge die Methalle.
Anschließend verabschiedete sich Akkirah noch von Aela und Athis, da die beiden ein paar Tage unterwegs sein würden und daher morgen, wenn Akki und Vilkas zum Dämmergrab aufbrachen nicht mehr da sein würden.
Nachdem alle weg waren holte Akkirah ihre Tasche in der sie ihre Kräuter sammelte und ihre Waffen, denn auch wenn sie nahe der Stadt bleiben würden, wusste man ja nie wer oder was einem unterwegs begegnete. Bei den Ställen mit Frogar angekommen zeigte sie ihm wie man ein Pferd sattelte und dann hob sie den Jungen in den Sattel und schwang sich selbst hinter ihm auf Adelante. Sie ritten in Richtung südlichen Wachturm. Am Fuß der Berge stiegen sie ab und Akkirah zeigte Frogar, die verschiedenen Pflanzen und erklärte ihm die Wirkung, die sie haben. Er versuchte sich das alles zu merken, aber Akkirah erkannte schnell, das es ihm nicht sonderlich leicht fiel und wenig Spaß machte. Nachdem sie dann ihre Vorräte ergänzt hatte, beschloss sie, dass sie für heute Abend den Speiseplan um ein paar Fasane und Kaninchen erweitern könnte. Sie waren ja nur zu viereinhalb, da Vignar und Brill wahrscheinlich eh wieder im Trunkenen Jägersmann anzutreffen sein würden. Das gefiel Frogar schon viel besser. Er hatte seine kleinen Bogen dabei und Akkirah versuchte ihm zu zeigen, wie er sich lautlos durch das unterholz pirschen musste, um an seine beute heran zu kommen. Dabei stellte er sich recht geschickt an. Es gelang ihm sogar, 2 Fasane zu treffen. Akkirah erwischte zwei weitere und dazu noch drei Hasen. Das sollte für das Abendessen reichen. Da zwischenzeitlich der Nachmittag angebrochen war, machten sich die beiden dann auch auf den Rückweg. Bei den Ställen half Frogar so gut er konnte, mit Adelante zu versorgen und trug dann die zwei toten Vögel die er selbst erlegt hatte Stolz hoch nach Jorrvaskr.
Tilma freute sich über die Mitbringsel und machte sich sogleich dran, die Tiere auszunehmen. Frogar musste sich noch ein wenig über sein Lesebuch setzten und üben. Es dauerte nicht lange, da tauchten auch die Zwillinge wieder auf. Akkirah fiel Vilkas um den Hals, als hätten sie sich eine Ewigkeit nicht gesehen. Farkas und Vilkas hatten nicht viel Probleme gehab, die Banditen zu erledigen.
Sie verbrachten einen gemütlichen Abend und auch Frogar durfte ausnahmsweise mal länger aufbleiben. Als Tilma dann aber doch fand er müsse zu Bett gehen, fragte er Akkirah, ob sie morgen wieder Pflanzensammeln gehen würden. Er hatte vergessen, dass sie ja morgen schon wieder weiterziehen wollten. Darüber war er sehr traurig: „Warum seid ihr immer nur ein paar Tage da und verschwindet dann wieder für lange Zeit? Mögt ihr uns hier denn nicht?“
Vilkas nahm den Jungen in den Arm. „Diesmal ist es anders. Wenn wir zurückkommen bleiben wir länger hier und gehen nicht gleich wieder fort.“ Darauf erhellte sich das Gesicht des Jungen wieder und er ging ohne zu zögern zu Bett. Akkirah half Tilma schnell beim abwaschen und Aufräumen in der Küche und dann setzte sie sich zu den Zwillingen an die Tafel und trank noch einen Becher Met mit ihnen bevor auch sie sich alle langsam in ihre Betten zurückzogen. Morgen würden sie nicht all zu spät aufbrechen um endlich zum Dämmergrab zu kommen.

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Montag, 18. Juni 2012, 16:35

Als Akkirah am Morgen aufwachte, war Vilkas schon längere Zeit munter. Sie kuschelte sich noch etwas an ihn und er nahm sie fest in die Arme. So blieben sie noch einige Zeit liegen, bis Vilkas den Anfang machte und langsam aufstand. Akkirah tat es ihm nach. Sie zogen sich gleich ihre Rüstungen an, denn sie wollten nicht lange rumtrödeln, daher nahmen sie auch schon gleich ihre notwendigen Sachen für unterwegs mit nach oben. Oben wartete schon ein reichhaltiges Frühstück auf sie, das Tilma wie immer frisch zubereitet hatte. Auch Frogar und Farkas saßen schon an der Tafel.
Akkirah wollte bevor sie was aß schnell runter zu den Ställen laufen, um Adelante noch etwas zu fressen zu bringen, bevor sie losgingen, aber Farkas hielt sie zurück. „Frogar und ich haben das schon erledigt“, lächelte er. „So haben wir jetzt noch gemütlich zeit zusammen zu sitzen.“. Akkirah lächelte Farkas dankbar an und strich dem Jungen über das zerzauste Haar, in dem noch einige Heuhalme fest hingen. Nach dem Essen gingen alle Vier hinunter zu den Ställen. Dort verabschiedeten sie sich von einander und Akkirah und Vilkas ritten langsam los, erst mal Richtung Flusswald, wo sie am frühen Nachmittag ankamen. In Flusswald lief ihnen Gerdur über den Weg. Sie freute sich Akkirah mal wieder zu sehen und bat die beiden daher doch in Flusswald zu übernachten Nach einigem zögern beschloss Akkirah hier zu übernachten. Sie verbrachten einen netten Abend mit Gerdur, Hod und ihrem Sohn. Als Akkirah sich nach Ralof erkundigte, mit dem sie damals gemeinsam aus Helgen vor dem Drachen entkommen waren, hörte sie, das er weiterhin bei den Sturmmäntel zu finden sei und für Ulfic kämpfte. Es schien ihm aber gut zu gehen, was Akki freute. Am nächsten morgen brachen Vilkas sehr früh auf, denn sie wollten bis Falkenring kommen, damit sie nicht in der Wildnis übernachten mussten. Das Wetter, war zurzeit recht unbeständig und immer wieder kamen heftige regen oder Schneeregenschauer vom Himmel.
Am Abend erreichten Akkirah und Vilkas Falkenring. Sie brachten Adelante in dem Stall unter und gingen dann anschließend in den Gasthof, wo sie ein Zimmer für die Nacht nahmen. Nachdem sie dort ihr Gepäck untergebracht hatten begaben sich beide wieder in den Schankraum, denn sie hatten Hunger und Durst. Sie hatten sich gerade hingesetzt, als Akkirah wieder aufstehen wollte.
"Ich habe meine Kräuter in der Satteltaschen vergessen. Ich laufe schnell rüber zum Stall und hol sie fix."
"Bleibt hier, mein Herz", Vilkas hielt sie am Arm zurück. "Ich hole sie für euch. Bestellt ihr in der Zwischenzeit etwas zu essen für uns. Ich bin gleich zurück." Er gab ihr einen Kuss und ehe sie was sagen konnte war er schon losgelaufen. Sie sah ihm lächelnd nach.
Zwischenzeitlich war auch die Wirtin gekommen um ihre Bestellung aufzunehmen. Akkirah orderte eine große Portion des hausgemachten Eintopfs mit Hirschfleisch für Vilkas und eine kleine für sich selbst und dazu zwei große Becher Met. Das Essen wäre in einer halben Stunde fertig, bekam sie zu hören. Akkirah nickte und setze sich zurück und wartete. Plötzlich wurde die Tür vom Gasthof schwungvoll aufgerissen. Ein kräftig gebauter Mann, der wie ein Schläger wirkte, betrat die Gaststube zusammen mit zwei weiteren wie Jäger aussehenden Männer. Er sah sich kurz um und ging dann zielstrebig zum Tisch, an dem Akkirah alleine saß und ließ sich auf dem Stuhl neben ihr nieder. Seine beiden Gefährten setzten sich an einen Tisch nahe der Tür.
"Was macht so eine hübsche Frau wie ihr alleine in diesem Kaff? Das kann ich nicht zulassen."
"Bitte sucht euch einen anderen Tisch, an dem ihr euch hinsetzt. Ich habe schon Gesellschaft."
"Also ich sehe hier niemanden außer mir, der euch Gesellschaft leistet. Also bleibe ich sitzen."
Die Wirtin war hinten in der Küche und hatte nicht mitbekommen, das Wargo der Schläger mit seinen Freunden gekommen war. Und die anderen Gäste, meist Jäger oder Holzfäller taten so, als wäre er nicht da. Niemand wollte sich mit dem Kerl anlegen.
"Ich bitte euch nochmals, euch einen anderen Platz zu suchen, andernfalls..."
"Andernfalls was?" Auf Wargos Gesicht erschien ein fieses Grinsen.
"Andernfalls bekommt ihr es mit mir zu tun", Vilkas der zwischenzeitlich wieder zurückgekommen war, baute sich hinter dem Kerl auf. "Verschwindet und lasst meine Frau in Ruhe." Seine eisgrauen Augen blitzen gefährlich. Wargo sah Vilkas geringschätzig an, stand auf und stellte sich breitbeinig vor Vilkas. Er war etwas mehr als einen Kopf größer als Vilkas und fast doppelt so breit.
"Habt ihr einen Laut von euch gegeben, Würmchen?"
"Da ihr scheinbar etwas mit den Ohren habt, wiederhole ich es gerne noch mal. Ich sagte: Verschwindet und lasst meine Frau in Ruhe." Vilkas Stimme war absolut ruhig. Wargo stieß ein spöttischen Lachen aus:" Der Wurm hat tatsächlich was gesagt." Dabei schaute er grinsend zu seinen Kumpanen rüber, die zu lachen anfingen. Urplötzlich änderte sich aber sein Gesichtsausdruck und man konnte die blanke Wut auf Vilkas sehen, der nicht die geringsten Anstalten machte, vor dem Kerl zurückzuweichen. Und dann fuhr die geballte Faust von Wargo auf Vilkas Kopf zu, der den Schlag aber erahnt hatte und geschickt auswich und seinerseits Wargo einen Kinnhaken verpasste, der leider nicht allzu große Wirkung zeigte. Als Akkirah das Größenverhältnis sah wurde ihr doch ein wenig flau im Magen, aber sie versuchte trotzdem Vilkas zuversichtlich anzulächeln. Sie war vom Tisch aufgestanden und hatte sich an die Seite begeben, wo die Jäger sich hingesetzt hatten. An einem Gestell neben deren Tisch, war eine Halterung, an der sie ihre Bögen gelehnt hatten. Akkirah behielt sowohl den Kampf im Auge, als auch die freunde von Wargo, die aufgestanden waren, aber sich nicht ins Geschehen einmischten und ihren Freund nur anfeuerten.
Wargos Wut hatte sich mit dem Treffer noch vergrößert. Wie ein wildgewordener Stier ging er auf Vilkas los, der immer wieder geschickt zur Seite sprang und den riesigen Kerl ins Leere laufen ließ und ihm dafür mit Konterschlägen erwischte, weiterhin ohne große Wirkung zu zeigen. Vilkas musste selbst aber auch den einen der anderen Streiftreffer einstecken. Einmal taumelte er etwas heftiger zurück, fing sich aber sogleich wieder. Er merkte auch wie Wargo langsam die Puste ausging, was den Kerl selbst noch mehr in Raserei versetzte, da ihm bewusst wurde, das er nicht unbedingt diesen Kampf gewinnen würde, wie er es gewohnt war.
Akkirah beobachtete den Kampf mit einer Mischung aus Angst und Stolz auf ihren Mann. Plötzlich, nachdem Wargo merklich langsamer wurde, blitze in seiner rechten Hand eine Klinge auf. aber noch bevor er damit Vilkas zu nahe kommen konnte steckte in seinem Arm ein Messer, so dass er seine eigene Klinge fallen ließ. Vor Schmerzen schrie der Kerl auf und sank zu Boden. Akkirah hatte gut gezielt und mit viel Schwung geworfen, so dass das Messer ihm bis auf den Knochen gedrungen war.
Die zwischenzeitlich aus der Küche gekommen Wirtin, rief einem der Jäger zu, er möge die Wachen herbeiholen, damit diese Wargo ins Gefängnis wegen Tätlichkeiten ihren Gästen gegenüber werfen konnte. Akkirah hatte sich sicherheitshalber einen der Bögen der Jäger gegriffen und zielte auf den Schläger, bereit ihm einen Pfeil ins Herz zu jagen, sollte er eine falsche Bewegung machen. Seinen Freunde warnte sie: „Bleibt zurück, oder er ist ein toter Mann. Und ihr wärt die nächsten.“ Die Männer erkannten an der Art wie Akkirah den Bogen hielt, dass es nicht nur leere Versprechungen waren sondern, das sie in der Lage war, das auch umzusetzen. Also blieben sie zurück. Vilkas ging vorsichtig auf Wargo zu, achtete dabei drauf, nicht in die Schussbahn von Akkirah zu kommen und zog ihm mit einen Ruck Akkirahs Messer wieder aus dem Arm und wischte das Blut an seinen Fellumhang ab. "Das nächste Mal solltet ihr verschwinden, wenn man es euch sagt." Vilkas Stimme war so eisig wie sein Blick. Dann ging er hinüber zu seiner Frau. "Das werdet ihr bereuen", hörte Vilkas noch die leise Stimme von Wargo hinter sich. "Der Jarl ist ein guter Freund von mir."
Es dauerte nicht lange bis zwei Wachen in den Gasthof gestürmt kamen. Sie packten Wargo, und fesselten ihn vorsichtig, Rücksicht auf seine Verletzung zu nehmen. Der Kerl war ihnen schon lange ein Dorn im Auge gewesen, aber sie wussten, dass der Mann vom Jarl in Schutz genommen wurde. Die freunde von Wargo folgten ihnen.
Akkirah legte den Bogen wieder fort und nahm Vilkas erleichtert in den Arm. " Ihr wart großartig, mein geliebter mutiger starker Wolf. Ist euch auch nichts passiert, mein Liebster?" fragte sie besorgt, was Vilkas verneinte und ihr einen Kuss gab. Sie sah ihm ins Gesicht und erkannte sofort, dass er unterhalb des rechten Auges eine Verfärbung hatte. Sofort bat sie die Wirtin, ihr eine Schüssel mit kaltem Wasser und ein Tuch zu bringen, damit sie die Stelle kühlen konnte. Sie zog ihn zu ihrem Tisch und ließ ihn sich setzten. Die Wirtin kam auch sogleich mit der Wasserschüssel und dem Tuch. Akkirah nahm das Tuch und kühlte damit vorsichtig Vilkas die sich langsam bildende Schwellung. "Es tut mir leid das Wargo euch belästigt hat. Aber es freut mich, dass ihr ihm mal seine Grenze aufgezeigt habt. Euer Essen und Trinken geht auf Kosten des Hauses." Dann brachte sie den beiden zwei große Krüge mit Met. Es dauert nicht lange dann wurde ihnen auch ihr Essen serviert auf das sie sich mit Heißhunger stürzten. Gleich nach dem Essen begaben sich Akkirah und Vilkas in ihr Zimmer. Akkirah schmiegte sich an Vilkas als sie endlich im Bett lagen.
Am nächsten morgen wollten Akkirah und Vilkas früh aufbrechen. Sie hofften so am Abend das Dämmergrab zu erreichen. Die Wirtin brachte ihnen ihr Frühstück und gab ihnen auch noch ein paar Vorräte für unterwegs mit. Akkirah bedankte sich bei der Frau und nachdem sie aufgegessen hatten begaben sie sich zum Stall um weiter zu reiten. Vor dem Stall wartet ein Bote auf sie.
„Ihr sollt zum Jarl kommen um euch für euren Angriff auf Wargo gestern in dem Gasthof zu verantworten.“ Teilte er ihnen mit. Akkirah und Vilkas sahen sich ungläubig an, aber es bleib ihnen nichts anderes übrig, als dem Boten zu folgen. Sie betraten die Halle des Jarls, der allerdings noch nicht da war. Ungehalten fragte Vilkas wo denn der Jarl wäre.
Eine der Wachen die in dem Raum standen antwortet: der Jarl ist gerade beim Frühstück und will nicht gestört werden, sobald er zeit hat wird er kommen.“
„Entschuldigt bitte, aber wir haben nicht die Zeit hier unnötiger weise zu warten, wir müssen weiter.“ Man merkte Vilkas den ärger an. Akkirah ergriff seine Hand um ihn zu beruhigen. Ihr gefiel das Ganze auch nicht, aber es hatte keinen Sinn sich drüber aufzuregen.
Nach gut einer Stunde erschien der Jarl endlich. Sowohl Vilkas als Akkirah mochten den Kerl auf Anhieb nicht. „Ihr seid hier um euch für den Angriff auf Wargo, einem guten Freund von mir zu verantworten“, fing der Jarl an. „Ihr habt ihn ohne Grund angegriffen und dann noch mit einem Messer schwer am Arm verletzt. So etwas wird hier in Falkenring nicht geduldet und ihr werdet entsprechend dafür bestraft werden.“
Akkirah fehlten die Worte und Vilkas wurde wütend: „Nicht wir haben euren Freund angegriffen sondern, er hat zuerst meine Frau belästigt und dann mich angegriffen. Ich habe mich nur verteidigt.“
„Er sieht es etwas anders. Eure Frau hat sich mit ein Messer eingemischt, während er mit euch kämpfte und ihr scheinbar dabei wart zu unterliegen.“
Vilkas kochte vor Wut über diese Unterstellung: Er machte einen wütenden Schritt auf den Jarl zu, so das er von den zwei Wachen neben diesem an den Armen gepackt und zurückgehalten werden musste. „Wargo war es, der unterlegen wäre. Als er das merkte, zog er ein Messer um mich nieder zustechen. Darum hat Akkirah eingegriffen.“
„Wargo und seine Freunde haben es anders dargestellt. Und da ihr Fremde seid, zählt ihr Wort mehr als eures.“
„Wir gehören zu den Gefährten von Weislauf. Noch nie hat jemand unser Wort angezweifelt.“ Vilkas kochte vor Wut und Akkirah die schräg hinter ihm stand legte vorsichtig die Hand auf seine Schulter.
„Es sollte genug Zeugen im Gasthof geben die bestätigen können, wie es abgelaufen ist.“ Vilkas versuchte ruhig zu bleiben.
„Die Verletzungen sind eindeutig. Wargo wurde mit einem Messer verletzt, ihr habt keine derartigen Verletzungen. Also werdet ihr an Wargo das geforderte Schmerzensgeld zahlen und dann könnt ihr Falkenring wieder verlassen. Die Summe beträgt 500 Goldstücke.“
Vilkas verschluckte sich fast, als er das hörte. Auch Akkirah musste sich zusammennehmen um nicht falsches zu sagen. Zähneknirschend sagte sie: „Soviel gold haben wir nicht dabei. Wir müssten im laden etwas verkaufen um die Summe zusammen zubekommen.“
„Gut. Ihr dürft unter Bewachung gehen, alleine. Euer Mann wird solange hier bleiben.“ Vilkas wollte widersprechen. Akkirah kam ihm zuvor nahm ihn in den Arm und gab ihn einen Kuss. Warte hier bitte ich bin gleich zurück du dann können wir diesen unseligen Ort wieder verlassen. “Er nickte nur und so ging Akkirah in Gesellschaft einer Wache los um die 500 Goldstücke zusammen zu bekommen.
„Wo kann ich Kräuter verkaufen?“ Die Wache führte sie zu einem kleinen Haus in einer Nebengasse. Akkirah betrat das haus und die Wache blieb am Eingang stehen während sie mit der Alchemistin sprach und einige ihrer seltenen teuren Kräuter und Tränke, die sie dabei hatte verkaufte. Leider reichte es nicht aus. So musste sie doch noch zum Gemischwarenhändler. Der machte einen freundlichen Eindruck und war bereit für den Diamanten den sie bei sich trug eine anständige Summer zu zahlen. Damit hatte sie dann genug Gold zusammen um ihre „Strafe“ entrichten zu können. Sie eilte Zurück zum Jarl gab ihm das geforderte Gold und dann durften sie gehen. Zwischenzeitlich war es später Vormittag geworden und es war wieder trüber und regnerisch. Sie machten sich auf zum Stall, sattelten ihr Pferd und verschwanden so schnell sie konnten aus der Stadt. Hierher würden sie sobald bestimmt nicht zurückkommen.
Wegen des feuchten Bodens ließen Akkirah und Vilkas Adelante nur in einem langsamen Trab vorwärts gehen. Ab und an hörte man trotz des Wetters einen Vogel in den Bäumen zwitschern oder sah ein Reh am Wegrand fressen. Nachdem sie gut eineinhalb Stunden von Falkenring entfernt waren, wurde es noch nebliger so dass sie es vorzogen nur noch im Schritt weiter zu reiten. Der Nebel schluckte so ziemlich alle Geräusche, was den Wald richtig unheimlich machte. Nach einer Weile wurde Adelante plötzlich unruhig und spitzte die Ohren. „Etwas stimmt hier nicht“ flüsterte Akkirah Vilkas zu. Er stimmte ihr zu. Der Weg vor ihnen war kaum zu erkennen, schien aber von beiden Seiten von Felsen umgeben zu sein. „Wir sollten absteigen und den Weg verlassen. Ich kein gutes Gefühl weiter zu reiten“, sagte Vilkas schließlich. Er sprang vom Pferd und Akkirah folgte seinem Beispiel. Dann begannen sie vorsichtig durch das unterholz weiterzukommen. Akkirah führte Adelante neben sich und beobachtete die Stute genau, denn sie wusste dass Adi früher etwas bemerkten würde als Vilkas oder sie selbst. Das waren so die Momente wo Akkirah es vermisste das Bestienblut noch in sich zu tragen, denn damit hätte sie selbst fühlen oder riechen können, ob du was für Gegner sich in der Nähe befanden.
Sie kamen nur langsam vorwärts, denn sie versuchten so wenig lärm wie möglich zu machen, was sich mit einem Pferd an der Seite recht schwierig gestaltete. Dann hörten sie wie in der ferne durch den Nebel leise verzerrte Stimmen. Akkirah gab Adelante zu verstehen, auf sie zu warten und sie schlich sich vorsichtig mit Vilkas weiter. Sie versuchten dabei möglichst in einem Bogen in Richtung der Stimmen zu gelangen.
„Langsam müssten die doch mal hier aufkreuzen. Seid ihr euch sicher das sie wirklich in diese Richtung wollten, Wargo?“ „Ja das bin ich“, erklang die ungehaltene Stimme des Schlägers. „Sie haben dem Stallburschen gesagt dass sie weiter nach Westen wollten. Also können sie nur hier entlang kommen.“ „Wer weiß was der Jarl ihnen als Strafe aufgebrummt hat“, hörte man eine weitere Stimme lästern. Vielleicht hat er sie ins Gefängnis geworfen, weil sie die Strafe nicht zahlen konnte.“ „ Er sollte sie nur aufhalten und nicht einsperren. Das war die Absprache.“ Wargo fluchte weil er mit dem Arm an einen Ast gestoßen war.
„Wir sollten leiser sein. Nicht das unsere beute uns doch noch bemerkt.“ Ließ sich die eine vierte Stimme wieder vernehmen.
Akkirah und Vilkas sahen sich an. Dann nickten sie beide und es war beschlossene Sache, dass sie die vier Banditen, denn etwas anderes waren sie in ihren Augen nicht, erledigen würden. Akkirah nahm ihren Bogen zur Hand und Vilkas tat es ihr nach. Akki würde sich zunächst den ganz linken vornehmen während Vilkas sich den rechten vorknöpfte. So würden sie sich nicht ins Gehege kommen. Akkirahs Schuss, war sofort Tödlich. Vilkas hatte nicht ganz soviel glück, aber sein Opfer ging trotzdem schwer verletzt zu Boden. Die beiden verbliebenen Banditen sprangen auf. Darunter Wargo. Als er Vilkas erkannte nahm eine seine schwere Kriegsaxt und stürmte auf Vilkas los, der schon seinen Zweihänder gezogen hatte. Akkirah stürmte auf den vierten mit ihrem Schwert los und von ihr überrascht wurde, so das er nach drei Schlägen von Akkirah zu tödlich getroffen zu Boden ging, ohne recht zu wissen wie ihm geschah. Danach griff sie sofort wieder zu ihrem Bogen um notfalls Vilkas unterstützen zu können, denn Wargo würde bestimmt nicht fair kämpfen. Sie stand aber ungünstig da Vilkas immer in ihre Schussbahn geriet. Aber er benötigte ihre Hilfe auch nicht. Wargo war durch seine Armverletzung geschwächt und konnte seine Waffe nicht wie gewohnt nutzen. So hatte Vilkas ein leichtes Spiel und nach kurzem Kampf verlor der Schläger seinen Kopf.
Der von Vilkas Pfeil getroffene Bandit lag wimmernd am Boden. Als Akkirah seine Verletzung ansah, wusste sie, dass er nicht mehr lange Leben würde. Vilkas zog sein Messer und bereitete dem Leiden ein Ende indem er den Mann sein Messer ins Herz stieß. Danach durchsuchten sie die Kerle, fanden aber nichts, was sich lohnte mitzunehmen. Akkirah stieß einen lauten Pfiff aus und kurz darauf kam Adelante angetrabt. Sie führten sie wieder auf die Strasse und setzten ihren Weg fort. Dadurch dass sie erst so spät loskamen mussten sie sich doch noch am Abend nach einer Unterkunft für die Nacht umschauen. Glücklicherweise hatte sich das Wetter wieder gebessert und der Regen hatte aufgehört. So bereiteten sie sich ein Lager in einem großen hohlen umgestürzten Baumstamm. Am nächsten Morgen legten sie dann das letzte Stück zum Dämmergrab zurück.

CKomet

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Montag, 18. Juni 2012, 16:35

Der Eingang zum Grab lag an einem kleinen Bach. Akkirah ließ Adelante dort trinken und füllte auch ihre eigene Wasserflasche auf. Man wusste ja nie, wie lange man in diesen Gräbern unterwegs sein würde. Vilkas tat es ihr nach. Dann betrat Akkirah das Grab. Als sie drinnen war, wartete sie auf Vilkas. Warum kam er nicht? Sie ging wieder hinaus und sah Vilkas verzweifelt vor dem Eingang stehen.
„Was ist los, Vil?“ fragte sie ihn. “Warum kommt ihr nicht mit?“
„Da scheint eine Blockade zu sein, die ich nicht durchbrechen kann. Ich kann euch nicht folgen.“ Er ließ den Kopf hängen. „Ich befürchte ihr müsst da alleine hineingehen, was mir gar nicht gefällt.“ Er nahm sie in die Arme und drückte sie fest an sich. „Ich wünschte ihr müsst da nicht rein, aber der Skelettschlüssel muß wieder an seinem alten Platz zurück, das ist mir bewusst. Ich werde hier auf euch warten, mein Herz.“ Er gab ihr einen Kuss und lies sie los. Akkirah senkte traurig den Kopf.
„Ich werde auf mich aufpassen, mein Liebster. Wir sehen uns später wieder, das verspreche ich euch.“ Dann ging sie wieder hinein. Sie betrat nachdem sie ein kurzes Stück dem Gang gefolgt war, eine riesige höhlenartige teilweise zerfallene Halle. Am anderen Ende sah sie ein blaues Schemen. Vorsichtig schlich sie näher an das Schemen heran. Es war einer der Nachtigallenwächter. Vorsichtig sprach sie ihn an. nachdem er angefangen zu erzählen hatte, wusste sie mit wem sie es zu tun hatte. Es war der Geist von Gallus dem ehemaligen Gildenmeister aus Rifton. Er war der letzte der Wächter, die noch bei Versand waren. Akkirah erfuhr von ihm, das dadurch. Das Mercer den Schlüssel gestohlen hatte, der Schattensee, die Quelle für ihre weitere Existenz geschlossen wurde und somit die Wächter dem Wahnsinn verfielen. Dadurch das Gallus gerade erst das Dämmergrab betreten hatte, als das passierte und seine Verbindung zum See noch nicht gefestigt war, verfiel er nicht wie die anderen dem Wahnsinn, aber auch ihm entschwanden immer mehr die Kräfte. Leider war auch Gallus nicht in der Lage Akkirah zu begleiten. Auch zu dem Weg innerhalb des Grabes konnte er nichts sagen. Aber er hatte mitbekommen das eine Grabräuber irgendwo in dieser halle verstorben war. Möglicherweise hatte er Aufzeichnungen gemacht, die Helfen würden heil durch das Grab zu kommen. Also durchsuchte Akkirah zunächst die große halle. Sie fand das Skelett des Räubers bei dem ein Tagebuch lag. Sie nahm es an sich und lass es in ruhe durch. Dann ging sie zu dem Tor hinter Gallus und betrat das Dämmergrab.
Hier traf sie nun immer wieder auf verwirrte Geister der Nachtigallenwächter. Da sie Akkirah angriffen blieb ihr nichts anderes übrig als sie endgültig zu töten. Sie kam so nur recht langsam vorwärts. Obendrein gab es immer wieder Fallen denen sie ausweichen musste. In einer riesigen Halle musste sie sich laut Tagebuch in den Schatten halten. Sie erkannte recht schnell was damit gemeint war. Sobald sie aus den Schatten in die erleuchteten bereiche trat wurde sie von giftigem Nebel umhüllt. Aber selbst auf dem Schattenpfad war es nicht sicher. denn auch hier gab es immer wieder Fallen die sie deaktivieren musste. Aber letztendlich gelang es ihr die Halle sicher zu durchqueren.
Sie gelangte schließlich zu einem Raum in dem eine Statur von Nocturnal stand. Nach einigem suchen gelang es ihr mit Hilfe von zwei Kettenringen die Tür hinter Nocturnal zu öffnen um weiter zu kommen. Irgendwann nach gefühlten stundenlangen wandern durch weitere Gänge gelangte sie dann zu einer Tür, Diese war aber verschlossen. Es blieb ihr erst mal nichts andere übrig, als die Nebengänge und Kammern zu durchsuchen. Sie traf wieder auf einige wahnsinnig gewordene Wächter, von denen einer einen Schlüssel bei sich trug. Sie war froh, das sie in der Diebesgilde gut in schleichen unterrichtet worden war, so das selbst diese Wächter sie erst recht spät bemerkten, wenn überhaupt.
Nun betrat sie das allerheiligste des Dämmergrabs. Hier war es ruhig aber sie war trotzdem die ganze zeit auf der Hut. Was Vilkas wohl draußen machen würde. Sie wünschte sich er wäre bei ihr. Der weg endete an einem großen brunnenartigen Schacht. Es blieb ihr nichts anderes übrig als hinab zu springen. Unten fand sie die Leiche des Freundes von dem toten Mann, dem sie das Tagebuch abgenommen hatte. Er war hier verhungert, denn es gab aus diesem Schacht kein entrinnen. Die Wände waren zu Glatt zum hochklettern und eine Tür war nirgends zu erkennen. Akkirah nahm den Skelettschlüssel aus ihrem Beutel und ging mit ihm die Wand entlang. Plötzlich spürte sie ein Vibrieren und der Schlüssel fing an zu leuchten und dann stand sie auf der anderen Seite der Mauer. Das was nun vor ihr zu sehen war, wirkte wie eine Abdeckung in deren Mitte ein kleines Schlüsselloch war. Sie nahm wieder den Skelettschlüssel zur Hand und steckte ihn in das Schloss. Die Abdeckung verschwand und wie aus dem nichts tauchte Nocturnal aus den Schatten hervor.
Sie danke auf ihre Art Akkirah dafür das sie den Schattensee wieder geöffnet hatte und erinnerte sie auch daran, das Sie und auch Vilkas ihr versprochen hatten, wenn sie gebraucht werden jederzeit zu ihr zu kommen, um sie und das Dämmergrab zu beschützen. Akkirah nickte Stumm. Dann verschwand Nocturnal wieder, aber wie aus dem nichts stand plötzlich Karliah vor ihr.
„Wie kommt ihr so plötzlich hierher? Ihr sagtet doch ihr könntet mich nicht begleiten?“ Akkirah war verwirrt.
„Ich weiß es auch nicht so genau, aber eine stimme befahl mir mich hier einzufinden und so bin ich über das Portal in unsere Höhle hierher gelangt.“
Während die beiden sich unterhielten tauchte plötzlich eine geisterhafte Gestalt auf. Es war Gallus, dem es nun, wo der Schattensee wieder offen worden ist, möglich war zum See zu gelangen. Als er und Karliah sich sahen fielen sie sich in die Arme. 25 Jahre war es her, wo sie sich das letzte mal gesehen hatten. Und wie es schien würde das wieder sehen nur von kurzer Dauer sein, dann man merkte Gallus die schwäche an, die durch die unterbrochene Verbindung zum Schattensee vorangeschritten war und nicht wiederhergestellt werden konnte. Akkirah beschloss, die beiden in ihren letzten Minuten alleine zulassen. Sie selbst wollte auch nur so schnell wie möglich zurück zu Vilkas der sich sicherlich große sorgen um sie machte. Also verließ Akkirah still und leise durch eine der Türen, die aber für sie keine besondere Bedeutung hatten, da sie sich ja nicht vollkommen in Nocturnals hand begeben hatte. Sie betrat durch die Tür die große halle in der sie Gallus zuerst getroffen hatte. So schnell sie konnte, lief sie hindurch zum Ausgang wo Vilkas auf sie wartete und fiel ihm glücklich in die Arme.
„Es ist vollbracht. Der Schlüssel ist wieder dort wo er hingehört und der Schattensee ist wieder geöffnet. Unsere Aufgabe ist hier erledigt und wir können zurück nach Jorrvaskr gehen.“ Sie seufzte. Vilkas strich ihr sanft übers haar. „Dann lasst uns aufbrechen. Noch ist es hell und so können wir ein ganzes Stück schaffen. Aber wir sollten einen großen Bogen um Falkenring machen.“ Akkirah nickte und dann schwangen sich beide in den Sattel von Adelante und machten sich auf den Heimweg.

CKomet

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Dienstag, 19. Juni 2012, 19:09

Nachdem Akkirah und Vilkas wenige Stunden unterwegs waren brach die Dunkelheit herein. Sie suchten sich etwas abseits am Wegesrand eine geeignete Stelle zum Übernachten. Da es nicht sonderlich kalt war unterließen sie es ein Feuer anzuzünden. Zu Essen gab es die Reste vom Vortag und etwas Brot. Eng aneinandergekuschelt schliefen beide auch bald schon ein. Sie wussten dass Adelante wie immer sie wecken würde, wenn etwas nicht stimmte. Am frühen Morgen machten sie sich dann auch gleich wieder auf den Weg nach Hause.
Gegen Mittag schoss Akkirah ein großes Kaninchen vom Pferd aus, das sie sie dann auch gleich zubereiteten. Mit Heißhunger verspeisten sie es dann gebraten an einem Spieß. Nachdem sie sich wieder auf den Weg gemacht hatten, kamen sie an einem verfallenen alten Wachturm vorbei, in dem sich scheinbar Banditen rum trieben. Sie machten eine großen Bogen darum, denn irgendwie war ihnen nicht nach Kämpfen. Eine Stunde später passierten sie ein Jägerlager, wo sie für den Abend etwas Fleisch kauften. Nach kurzer Rast ging es dann weiter. Plötzlich zuckte Adelante mit den Ohren und machte ihre Reite so auf ein leises Gestöhne aufmerksam. Akkirah und Vilkas stiegen ab und vorsichtig schlichen sie sich an den Ort heran, von wo aus die klagenden Laute kamen. Sie fanden einen verletzten Jäger. Er hatte einige heftige Kratzer, die von Bärenpranken zu stammen schienen. Akkirah nahm einige ihrer Kräuter und versuchte daraus eine Salbe zu mischen, die sie auf die Wunden schmieren wollten, nachdem sie sie ausgewaschen hatte. Vilkas hielt den Mann fest, während sie ihn behandelte, denn es war recht schmerzhaft. Nachdem sie ihn verbunden hatten, erzählte der Jäger ihnen was passiert war. Er war mit drei Freunden auf Bärenjagd. Sie folgten dem Tier in die Höhle vor der sie nun saßen. In der Höhle waren aber neben zwei weiteren Bären auch noch ein paar Zweiglinge, die die Jäger überrascht haben. Nur Valdr konnte entkommen. die anderen wurden von den Höhlenbewohnern getötet. Nachdem sich Valdr nun etwas besser fühlte, wollte er zurück in die Höhle gehen um die Bären und Zweiglinge zur Strecke zu bringen, um die Leichen seiner Freunde anschließend ordentlich begraben zu können.
Vilkas und Akkirah hielten ihn davon ab, denn es war klar, dass er in dem Zustand nur selbst den Tot finden würde. Sie versprachen sich selbst um die Wesen in der Höhle zu kümmern. Akkirah ging mit gespannten Bogen vor und Vilkas folge ihr auch seinen Bogen schussbereit in der Hand. Die beiden Bären zu erlegen war recht einfach, denn sie bemerkten die beiden Menschen viel zu spät. Mit den Zweiglingen war es da schon schwerer. Der Erste war glücklicherweise alleine so das Akkirah und Vilkas ihn mit 3 Pfeilen schnell erledigen konnten. Mit den beiden anderen war es schon schwieriger. Akkirah und Vilkas hatten sich mit ein paar Zeichen drauf verständigt das jeder erst mal einen vornimmt. Akkirah schaffte es ihren mit 2 Schüssen soweit zu verletzten, das es für sie dann kein Problem mehr war ihn mit einem guten Hieb ihres Schwerts den Rest zu geben. Vilkas hatte da schon größere Probleme der erste Schuss ging fehl, der zweite traf aber machte nicht sonderlich viel schaden und das Wesen kam schnell auf Vilkas zu. So musste Vilkas dann zu seinem Zweihänder greifen. Es ist immer wieder erstaunlich wie geschickt sich diese Zweiglinge schnell bewegen konnten. Akkirah wollte aus sicherer Entfernung versuchen, einen Pfeil abzuschießen, aber immer wieder geriet ihr, wenn sie soweit war Vilkas in die Schusslinie. Dem gelang es aber letztendlich mit einem Gewaltigen Hieb seinen Gegner zu enthaupten. Trotz aller Vorsicht hatte Vilkas aber den einen oder anderen Hieb des Zweiglings einstecken müssen. Glücklicherweise hatte seine Rüstung den größten Schaden abgewendet, aber an einer Stelle waren die scharfen Äste doch durch den Armschutz gedrungen und hatte ihm den Arm etwas aufgerissen. Akkirah bestand drauf, das sie gleich hinaus gingen damit sie eich um die Wunde kümmern konnte. Nicht das es sich noch entzündet. Draußen war Valdr froh die beiden lebend wieder zu sehen. Er hatte ein schlechtes Gewissen sie da alleine reingehen zu lassen. Aber ihm war auch klar, dass er wohl eher störend als Hilfreich gewesen wäre. Nachdem Akkirah Vilkas versorgt hatte, beschlossen sie heute Nacht hier vor der Höhle zu bleiben. Valdr hatte zwischenzeitlich etwas Holz gesammelt und so bereiten sie das Fleisch das sie von den Jägern gekauft hatten zu und aßen gemeinsam. Valdr erzählte ihnen das er und seine Freunde aus Falkenring kommen würden und er sich freuen würde, wenn sie beide ihn dort mal besuchen würden. Akkirah und Vilkas benannten wiederum die Gründe warum sie wohl so schnell nicht wieder in diese Stadt kommen würden, was Valdr schade fand, aber doch verstehen konnte. Aber für den Fall das sie doch mal dort was zu tun hätten würde er sie gerne bei sich aufnahmen.
Am nächsten Morgen nachdem sie Gefrühstückt hatten machten sich Akkirah und Vilkas wieder auf ihren Weg nach Weislauf. Akkirah hatte dem verletzten Jäger noch etwas von ihrem Heilmittel dagelassen. Er wollte sehen das er seien Freunde begrub und sich dann auch auf den Weg nach Hause machen. Für Akkirah und Vilkas verlief der Rest der Reise ruhig. Zwei Tage später kamen sie in Jorrvaskr an, wo diesmal seit langer Zeit wieder alle gleichzeitig anwesend waren.
Es gab einiges an Neuigkeiten. Aela hatte zwei neue Anwärter für die Gefährten aufgetrieben. Eine junge Dunmer aus Windhelm und einen stämmigen Kaiserlichen, der die letzten Jahre auf einem kleinen Hof in der Gegend von Dämmerstern mit seiner Frau kinderlos gelebt hatte, bis diese vor 3 Monaten verstorben war. Alleine schien ihm das Leben auf dem Hof leer und sinnlos und da er in jungen Jahren viel als Abenteurer unterwegs war, schien ihm ein Leben unter den Gefährten passend. Die anderen hatten mit der Aufnahme gewartet bis Akkirah und Vilkas von ihrer Reise zum Dämmergrab zurück waren, denn wenn es darum ging jemanden im Kampf zu testen war Vilkas einfach der beste, wie alle fanden. Und als Herold sollte Akkirah sich auch erst mit den Anwärtern unterhalten bevor das entschieden wurde, ob die Neuen geeignet waren. Zurzeit waren die beiden in der Beflaggten Mähre untergebracht. Es wurde also beschlossen, das am nächsten Morgen die beiden erscheinen sollten, damit Vilkas ihnen ihm Kampf auf die Finger schauen konnte. Brill sollte ihnen die Nachricht bringen das sie sich gegen Zehn auf dem Trainingsplatz hinter der Methalle einfinden sollten. Der Rest des Abends verlief recht ruhig, außer das Frogar sich mal wieder weigerte von Ria ins Bett gebracht zu werden, wo doch endlich mal alle anwesend waren. Aber ein ernster Blick von Vilkas und der Junge machte keine Schwierigkeiten mehr. Tilma verwöhnte alle wie gewohnt mit ihren Leckereien und sorgte dafür dass die Metbecher nicht leer wurden. Als nach und nach alle verschwunden waren half Akkirah Tilma beim aufräumen, obwohl diese das gar nicht wollte. Farkas und Vilkas waren zwischenzeitlich auch schon runter in die Wohnquartiere gegangen. Als oben alles wieder ordentlich an seinem Platz war gingen auch Tilma und Akkirah hinunter. Als Akkirah ihre Gemächer betrat war Vilkas schon im Bett verschwunden. Akkirah lächelte und beeilte sich, um sich zu ihm zu gesellen. Als sie dann in seinem Armen lag seufzte sie leise. Es war schön wieder zu Hause zu sein. Aber trotzdem hatte sie etwas Angst, was die nächsten Wochen bringen würden. Sie war nun schon so lange Ständig mit Vilkas unterwegs gewesen, das sie etwas Angst davor hatte, fest an einem Ort zu sein. Auch würde es sicherlich nicht leicht werden, endlich ihrer Pflicht als Herold nach zu kommen. Aber irgendwann musste man ja mal damit Anfangen. Vilkas spürte die Unruhe die seine Frau befallen hatte.
„Was ist mit euch, mein Herz?“ er beugte sich über sie und küsste sie zärtlich. „bereut ihr jetzt schon die Entscheidung hier bleiben zu wollen?“
„Nein, mein Liebster, ich bin da zu hause wo auch ihr seid“, sie kuschelte sich noch dichte an ihn, „aber ich habe trotzdem etwas Angst vor der Zukunft. Vor der Verantwortung die mir Kodlak übertragen hat. Ist dir z.B. auf gefallen, das Tilma langsam abbaut? Sie kann die ganzen Arbeiten nicht mehr alleine bewältigen, wird das aber niemals zugeben und lieber überarbeitet zu Grunde gehen. Das hat sie aber nicht verdient. In letzter Zeit mochte es noch alles gut gegangen sein, da selten alle da waren und auch die Zahl der Gefährten gesunken war. Aber wenn wir nun wieder mehr werden müssen wir ihr jemanden zur Seite stellen. Nur wen? Eine zweite Haushälterin neben sich, würde Tilma nie dulden und als Beleidigung ansehen. Was würdest du davon halten ein Waisenmädchen aufzunehmen, das Tilma wie eine Tochter behandeln kann und die ihr gleichzeitig etwas Arbeit abnimmt?“
“Die Idee gefällt mir, mein Herz“, antwortete Vilkas leise. „Lasst uns das morgen im Zirkel besprechen und schauen was die anderen dazu sagen. Und nun sollten wir versuchen zu schlafen. Morgen wird ein langer Tag vermute ich mal und da sollten wir fit sein.“ Sie nickte und es dauerte nicht lange und sie schliefen beide ein.
Am nächsten Morgen wachte Akkirah wie gewohnt vor Vilkas auf, ihren Kopf auf seiner Brust liegend. Sie fühlte seinen gleichmäßigen Herzschlag und blieb noch eine weile regungslos liegen. Dann vernahm sie ein zaghaftes Klopfen an der Tür das sie dazu brachte sich aufzusetzen. Vilkas schien es nicht zu hören, denn er rührte sich nicht. Sie musste lächeln, als sie ihn so weiterschlafen sah.
„Wer ist da und was gibt es?“ Fragte Akkirah relativ leise um Vilkas nicht zu erschrecken.
„Ich bin’s Frogar“, hörte sie es leise von draußen. „ und ich wollte Fragen ob ich mir euch runter zu den Ställen gehen darf wenn ihr zu eurem Pferd geht.“
Der Junge war gelehrig. Trotz seiner wilden Art konnte er sich benehmen wenn es sein musste. „Warte oben in der Halle auf mich, dann können wir gemeinsam runter gehen. Ich komme in ein paar Minuten hoch.“ Sie hörte wie der Junge losrannte um nach oben zu kommen. Wieder lächelte sie. Dann gab sie Vilkas, der nicht wach geworden war einen Kuss auf die Stirn, verließ das Bett und zog sich an. Als sie fertig war wurde Vilkas doch noch wach und grummelte vor sich hin.
„Bleibt ruhig noch etwas liegen mein müder Wolf. Wir sehen und nachher oben beim Frühstück.“ Sie hatte sich kurz aufs Bett gesetzt und strich ihm die Haare aus dem Gesicht. Schnell schlang er seien Arme um sie und zog sie an sich. „Ich liebe euch, mein Herz. Bitte beeilt euch.“ Sie nickte und dann verschwand sie.
Oben in der Methalle wartete schon Frogar auf sie. Er hatte von Tilma einen Becher Ziegenmilch bekommen den er fast ausgetrunken hatte. Akkirah nahm sich bevor sie losgingen schnell einen Becher von dem Tee den Tilma schon aufgegossen hatte und der noch heiß war. Dann ging sie mit dem Jungen hinab zu den Ställen. Er erzählte ihr unterwegs was er so die letzten Tage gemacht hatte. unter anderem hatte er sich mit dem schüchternen Lars Kampf-Geborener angefreundet. Wahrscheinlich sehr zum Missfallen seiner Familie, denn obwohl die Gefährten neutral waren, gab es zwei aus dem Klan der Grau-Mähnen die mehr oder weniger zu den Gefährten gehörten, und diese beiden Klans waren seit längerer Zeit nicht sonderlich gut auf einander zu sprechen. Wobei Akkirah wusste das nicht alle Klanmitglieder die Feindschaft untereinander gut hießen aber offen nichts dagegen sagen Beziehungsweise es zeigen durften. Auf alle Fälle freute sich Akkirah, das der Junge nun auch Freunde in seinem Alter gefunden hatte.
Als sie bei den Ställen ankamen, machte sich Frogar mit Feuereifer an die Arbeit um Adelantes Box sauber zu machen, während Akki die Stute vor der Box putzte. Als beide fertig waren schüttelte der Junge frisches Heu auf und Akkirah gab der Stute etwas Getreide und ein paar Möhren. Danach wuschen sich beide im Bach hinter den Ställen und begaben sich anschließend wieder hoch nach Jorrvaskr, wo zwischenzeitlich die meisten der Gefährten platz zum Frühstück genommen hatten. Akkirah setzte sich neben Vilkas der ihr zur Begrüßung einen Kuss gab während sich Frogar zu Ria setzte.
Als die zeit für die Prüfung der angehenden Rekruten gekommen war, bat Akkirah darum, das nicht alle sich in den Hof begaben um den Neuen bei ihrer Übung zuzuschauen. So gingen letztendlich nur Akkirah, Aela, Athis und Farkas neben Vilkas mit hinaus und warteten oben auf den Bänken.
Kurz vor der verabredeten Zeit tauchten die beiden neuen auf. Der Kaiserliche ging zielstrebig auf den Übungsplatz zu während die Dunkelelfe etwas schüchtern wirkte. Akkirah ging gemeinsam mit Aela, die beide schon kannten und Vilkas auf sie zu und begrüßte sie herzlich. Der Kaiserliche hieß mit vollem Namen Varis Valrondo und Akkirah schätzte ihn auf 36-39 Jahre ein. Er hatte einen festen Handschlag und begrüßte die drei mit leiser ruhiger Stimme. Er war recht groß und kräftig gebaut. Die Dunkelelfe hingegen war klein und zierlich, ähnlich wie Akkirah. Auch sie hatte eine ruhige leise Stimme, der aber das Selbstbewusstsein von Varis fehlte. Ihr Alter abzuschätzen fiel Akkirah schwer. Ihr Name lautete Nerena.